Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  5. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  6. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  12. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  13. Jesus ist lebendige Gegenwart
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

„Hurra, die Abtreibungszahlen steigen!“

8. März 2018 in Prolife, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


SPD, FDP, Grüne und Linke tun alles, um die Zahlen zu erhöhen – Ein Mediziner, der über Abtreibungen informiert, tut das nicht aus Nächstenliebe, sondern weil er daran viel Geld verdient - Gastkommentar von Alexandra Maria Linder


Berlin (kath.net/pl) „Hurra, die Abtreibungszahlen steigen!“, müssten doch jetzt eigentlich alle Politikerinnen und Politiker von SPD, FDP, der Grünen und der Linken freudig ausrufen, wenn sie sich die Jahresstatistik für 2017 ansehen. Denn diese Parteien tun alles, um die Zahlen zu erhöhen: Sie wollen das Werbeverbot für Abtreibung gemäß § 219a abschaffen beziehungsweise nur noch auf „anstößige Werbung“ anwenden. Einen Knackpunkt, der die angeblich so hehren Ziele der Abtreibungsspezialisten ein wenig auf den Boden bringt, erwähnen sie dabei nicht: Es geht im Gesetz um den eigenen Vermögensvorteil. Ein Mediziner, der über Abtreibungen informiert, tut das nicht aus Nächstenliebe, sondern weil er daran viel Geld verdient. Ist das demnächst erlaubt, werden die Abtreibungszahlen weiter steigen, denn damit wird Abtreibung noch „normaler“ und selbstverständlicher als schon jetzt. Eigentlich möchten viele dieser Politiker das ganze § 218-Paket abschaffen, die jetzige Debatte ist nur ein Versuchsballon. Wird Abtreibung legalisiert, steigen die Zahlen ebenfalls. Es gibt kein Land, in dem die Legalisierung oder Erleichterung der Abtreibung zu sinkenden Zahlen geführt hätte.


Jeder, der Abtreibung als „Frauenrecht“ fordert und das deutsche Beratungsgesetz lockern oder abschaffen will, muss das wissen. Jeder, der es trotzdem fordert, nimmt weiter steigende Abtreibungszahlen, weiter sinkende Hilfsbereitschaft für und weiter steigenden Druck auf die Frauen im Schwangerschaftskonflikt billigend in Kauf. Vielen Frauen fällt ein Stein vom Herzen, wenn die 12. Woche vorbei ist und sie niemand mehr zur Abtreibung drängen kann.

Frauen und Kinder werden einer vermeintlich emanzipatorischen Ideologie geopfert. Die Statistik bringt diese katastrophale Entwicklung an den Tag. Trotz des Beratungsgesetzes, trotz der angeblich die Zahlen sicher senkenden Freigabe der „Pille danach“ (jeder, der sich auskennt, wusste, dass das keinesfalls geschehen würde). Es fehlt außerdem eine Meldepflicht für alle Stellen, die Abtreibungen vornehmen, so dass bei vollständiger Statistik die ohnehin schon hohen Zahlen noch weit schlimmer aussähen.

Warum wird nicht endlich einmal Tacheles geredet? Nein, denn das ist ja unangenehm und würde das ideologische Weltbild möglicherweise erschüttern. Man spricht lieber nicht von Kindern, die wegen Geld, Beziehungsproblemen oder einfach deshalb sterben müssen, weil sie unerwünscht sind, nicht von grausamen Spätabtreibungen, nicht von brutalen „Fetoziden“ bei Mehrlingsschwangerschaften, so dass Kinder bis zur Geburt neben ihren getöteten Geschwistern im Mutterleib leben müssen. Keine Rede von den zigtausenden überall auf der Welt durch Abtreibung vertuschten Missbrauchsfällen. Keine Rede vom zigmillionenfachen Tod von Mädchen vor der Geburt, weil sie das falsche Geschlecht haben, und so weiter und so fort.

Wer sich ernsthaft mit der Thematik beschäftigt, kann Abtreibung nur als das sehen, was sie ist: grausam, unmenschlich, frauenverachtend, lebensfeindlich.
Alexandra Maria Linder M.A. (Foto) ist die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL)

Foto Alexandra Linder


Pressefoto (c) ALfA e.V.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  2. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  3. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  4. Zwangsfinanzierung von Abtreibungen in Krankenversicherungen? Untersuchungen in 13 US-Bundesstaaten
  5. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  6. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  7. Umfrage: Nur 23 Prozent der US-Amerikaner für Abtreibung ohne Einschränkung
  8. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  9. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  10. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. "Einfach viel unverschämter vom persönlichen Glauben erzählen"
  8. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  13. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  14. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz