Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Abtreibungsreferendum: Irischer Bischof warnt vor Dammbruch

30. Jänner 2018 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Doran: Akzeptiere die Gesellschaft, dass ein Mensch das Recht habe, das Leben eines anderen zu beenden, "wäre nicht länger möglich, das Recht auf Leben als grundlegendes Menschenrecht für irgendjemanden zu beanspruchen"


Dublin (kath.net/KAP) Einen Dammbruch beim Lebensschutz fürchten Vertreter der katholischen Kirche in Irland mit Blick auf das von der Regierung in Dublin geplante Referendum zur Lockerung der Abtreibungsgesetze. Akzeptiere die Gesellschaft, dass ein Mensch das Recht habe, das Leben eines anderen zu beenden, "ist es nicht länger möglich, das Recht auf Leben als grundlegendes Menschenrecht für irgendjemanden zu beanspruchen", warnte der Vorsitzende der Bioethik-Kommission der Irischen Bischofskonferenz, Bischof Kevin Doran, in einem am Wochenende veröffentlichten Hirtenbrief.

Er sei überzeugt, so der Diözesanbischof von Elphin, dass die gleichen Argumente, die man jetzt zur Rechtfertigung der Abtreibung verwende auch dazu dienen würden, das Leben von gebrechlichen älteren Menschen und Menschen mit erheblichen Behinderungen zu beenden. "Dies ist die letzte Grenze. Wenn wir sie überqueren, gibt es keinen einfachen Weg zurück."


Die irische Regierung berät am Montagabend über die Details des geplanten Referendums. Es soll laut Medienberichten entweder am 25. Mai oder am 8. Juni stattfinden soll - also kurz vor dem katholische Weltfamilientreffen, zu dem im August auch Papst Franziskus in Dublin erwartet wird.

Abstimmen sollen die Iren laut Wunsch des seit Juni 2017 amtierenden Regierungschefs Leo Varadkar über den achten Zusatzartikel zur Verfassung. Dieser schreibt das Recht auf Leben gleichermaßen für das ungeborene Kind und die Mutter fest. Umstritten ist auch politisch nach wie vor, ob die Bürger bei dem Referendum schlicht für oder gegen eine völlige Aufhebung des Verfassungsartikels votieren sollen oder über eine veränderte Fassung.

Eine Regierungskommission hatte im Dezember vorgeschlagen, Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche generell zu erlauben. Eine solche Einschränkung müsste bei einer Aufhebung nach der Volksabstimmung zuerst vom Parlament beschlossen werden. Die aktuellen gesetzlichen Vorgaben zu Abtreibungen seien "nicht hinnehmbar", eine ersatzlose Aufhebung könnte aber "unbeabsichtige Konsequenzen haben", kritisierte auch Staatssekretär Patrick O'Donovan nach Anhaben der Zeitung "Irish Examiner" am Sonntag.

Bischof Doran warnt in seinem Hirtenwort vor einem "Blankoscheck" für die Regierung durch eine mögliche ersatzlose Streichung. Jegliche Regierung könne in einem solchen Fall "jetzt oder in Zukunft" Abtreibungsgesetze nach ihren Wünschen durchsetzen. "Versprechungen, die vor dem Referendum gemacht werden, wären nicht bindend", so seine Sorge.

Irland hat eines der strengsten Abtreibungsgesetze der Welt. Ein Schwangerschaftsabbruch ist bis dato auch nach einer Vergewaltigung, Inzest oder einer schweren Missbildung des Fötus nicht erlaubt. Möglich sind Abtreibungen nur, wenn das Leben der Mutter bedroht ist.

Laut jüngst veröffentlichten Umfragen befürwortet eine Mehrheit der Iren die Legalisierung von Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche. Demnach würden 56 Prozent der Befragten für eine Lockerung des Abtreibungsgesetzes votieren. 15 Prozent sind noch unentschieden und 29 Prozent gegen eine entsprechende Verfassungsänderung. Besonders unter jungen Frauen aus dem Raum Dublin sei der Anteil der Befürworter hoch, hieß es in der Vorwoche zu den Ergebnissen einer Befragung des Meinungsforschungsinstitutes MRBI.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ulrich Motte 31. Jänner 2018 
 

Und in Nordirland ?

Dort sind ja die meisten Parteien strikt konfessionell geprägt. Die größte evangelische und die zweitgrößte katholische sollen nach einem Bericht des Guardian gegen jede Lockerung des Lebensschutzes sein, die größte katholische für eine Lockerung und die zweitgrößte evangelische Partei in dieser Frage gespalten.


1
 
 Henry_Cavendish 30. Jänner 2018 
 

Verzeihung, aber was ist daran demokratisch auszusetzen?

Bzw.: Wenn nicht Demokratie, was ist dann aus katholischer Sicht die am wenigsten schlechte Staatsform?

Und hier geht es um direkte Demokratie.

Es erinnert mich doch sehr an die Wahrnehmung bezüglich "Ehe für Alle" bei uns. Tatsache war ja, dass sowohl in der Gesellschaft als auch im Parlament die Mehrheit dafür gegeben war, sobald die Frage zur Abstimmung gestellt würde.

Aber gerade dann wollen die Konservativen Fraktionsdisziplin und Vertragstreue. Da ist dann nix mehr mit Gewissensfreiheit. Oder schlimmer noch (wie in der Frage "Ehe für Alle") man nutzt einfach einen bürokratischen Trick, damit man dazu gar nicht (im Wahlkampf) Stellung beziehen muss.

Also, was ist jetzt aus katholischer Sicht so verwerflich daran, diese Frage den Bürgern zu stellen? Dürfen katholische Politiker nur jene Fragen zulassen, die zu mehr Katholizismus für alle Bürger führen? Sprich, nur an der Verwirklichung eines katholischen Staates mitwirken?


0
 
 padre14.9. 30. Jänner 2018 

"Dies ist die letzte Grenze." Bischof Kevin Doran

Ich vermute diese Grenze wird überschritten. So wie von vielen Staaten innerhalb und außerhalb der EU. Irland wird da nicht viel anders entscheiden. Die katholische Prägung - ist am verschwinden. Leider!
Warum gerade junge Frauen aus Dublin keine Kinder haben wollen, und wenn sie doch schwanger sind, diese dann legal töten möchten. Das kann ich nicht verstehen. Warum?


4
 
 Ehrmann 30. Jänner 2018 

Daß die Bequemlichkeit und das dolce vita die Mehrheit hat, ist wohl anzunehmen

es ist die breite Straße..Wenn doch wenigstens alle Hirten der Kirche die Welt klar auf das Heil durch den engen Weg hinwiesen, der Staat ist doch vor allem irdisch zentriert.


7
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  2. Marsch für das Leben/Warschau: rund 40.000 Teilnehmer!
  3. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  4. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  5. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  6. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  7. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof
  8. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  9. Linksradikaler Anschlag auf Veranstaltungsort eines Lebensschutz-Treffens
  10. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. Schisma auf leisen Sohlen
  9. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  12. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  13. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  14. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  15. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz