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Tausende bei Medjugorje-Gebet mit Kardinälen Schönborn und Simoni

26. Oktober 2017 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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Gebetstreffen der "Oase des Friedens" im Wiener Stephansdom zählt zu den größten jährlichen religiösen Veranstaltungen Österreichs


Wien (kath.net/KAP) Mehrere tausend Gläubige haben am Dienstagabend im Wiener Stephansdom am diesjährigen Medjugorje-Friedensgebet teilgenommen. "Beten wir für den Frieden in unseren Herzen, unseren Familien, unseren Ländern und besonders in den Kriegsgebieten", sagte Kardinal Christoph Schönborn (Archivfoto) beim Gottesdienst zu dem fünfstündigen Gebetstreffen, das zu den größten jährlichen religiösen Veranstaltungen Österreichs zählt. Ehrengast war heuer der 89-jährige albanische Kardinal Ernest Simoni, der während der atheistischen Kirchenverfolgung unter dem kommunistischen Diktatur Enver Hoxha in seinem Heimatland von 1963 bis 1981 inhaftiert war und als Untergrundpriester wirkte.

Papst Franziskus war Simoni 2014 bei einer Albanienreise begegnet und nahm ihn 2016 in das Kardinalskollegium auf. Im Stephansdom schilderte der Kardinal in bewegenden Worten die Zeit von seiner geheimen Priesterweihe 1956, über die Festnahme nach der Christmette am Heiligen Abend 1963 und die folgende 18-jährige Gefangenschaft zur Zwangsarbeit, während der er auch zweimal zum Tode verurteilt wurde, bis hin zu den letzten Jahren des 1990 gestürzten Regimes, als Simoni als Kanalarbeiter tätig war und sein Priestertum im Geheimen ausübte.

Er habe in all den Jahren "keine Sekunde lang den Glauben verloren", sagte Simoni. Gott habe ihm geholfen diese schwierige Zeit zu überstehen. "Ohne Christus sind wir alle verloren", wandte sich der Kardinal an die versammelten Gläubigen.

Religion bestehe nicht bloß aus Worten, sondern habe mit Taten zu tun, formulierte Simoni mit Blick auf das Friedensgebet-Motto "Message for you" seine Botschaft. Das könnten Taten der Nächstenliebe sein oder eine andere Leistung für die Welt, die über den eigenen Tod hinausreiche. Jeder Mensch lebe besser, wenn er den Frieden in seinem Herzen trage, schloss der albanische Kardinal: "Deshalb: Öffnet eure Herzen für die Liebe zu Christus, öffnet eure Herzen für den Frieden und die Nächstenliebe."

Schaue man heute in die Welt, habe man oft das Gefühl, das Böse sei übermächtig geworden, sagte Kardinal Schönborn. Den Menschen fehle die Gnade, "aber Gott schenkt sie uns", rief der Wiener Erzbischof zum Vertrauen auf die Hilfe Gottes auf. Gerade dort, wo die Sünde mächtig wurde, sei die Gnade Gottes "übergroß geworden". Nur mit ihrer Hilfe könne der Mensch bestehen. Das zeige auch das Beispiel von Kardinal Simoni und dessen über viele Jahre der Gefangenschaft hindurch gegebenes Zeugnis des Glaubens. "Tor der Gnade" sei die Gottesmutter Maria, so Schönborn. "Durch sie ist die Gnade in die Welt gekommen."

Das Friedensgebet im Stephansdom fand heuer zum zehnten Mal statt. Inhaltlich ist das Gebet in Wien eng mit dem bosnisch-herzegowinischen Wallfahrtsort Medjugorje verbunden. Medjugorje übt seit 1981 große Anziehungskraft auf Gläubige aus aller Welt aus. Sechs Kinder hatten damals berichtet, dass ihnen beim Schafehüten die Gottesmutter erschienen sei. Die angeblich anhaltenden Marienerscheinungen sind in der katholischen Kirche umstritten. Der Vatikan hat die Erscheinungen bislang nicht anerkannt, eine baldige Entscheidung dazu durch Papst Franziskus wird jedoch erwartet.

Eines der sechs inzwischen erwachsen gewordenen "Seher-Kinder" von Medjugorje, Marija Pavlovic-Lunetti, betonte in einem Glaubenszeugnis die Notwendigkeit der Umkehr und des Gebets für den Frieden in der Welt. "Nähert euch immer mehr Gott und dem Gebet und ihr werdet den Frieden haben": Das rufe die Muttergottes den Menschen durch ihre Botschaften zu, sagte Pavlovic-Lunetti. Medjugorje, das jährlich von rund 2,5 Millionen Gläubigen besucht wird, sei heute zum "größten Beichtstuhl der Welt" geworden.

Organisiert wurde der Gebetsabend von der Gebetsgemeinschaft "Oase des Friedens", der "Gebetsaktion Maria - Königin des Friedens - Medjugorje" und der "Johannesgemeinschaft des Souveränen Malteser-Ritter-Ordens" - unter Mitwirkung zahlreicher Gemeinschaften und Gebetsgruppen der Erzdiözese Wien.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Kardinal Schönborn (c) Erzdiözes Wien


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Lesermeinungen

  11. Dezember 2017 
 

Vertrauen

wir immer mehr der Gottesmutter ,der Königin des Friedens und der Liebe in Jesus Christus Ihrem Sohn.
Ein Freund Jesu ist sein Apostolischer
Nachfolger Schönborn und Kardinal Simmo-
ni vereint in der Liebe und im Frieden
Jesu Christi .


0
 
 Federico R. 26. Oktober 2017 
 

Beeindruckendes Lebens- und Glaubenszeugnis

Wäre noch nachzutragen: Kein Thema für die Gottesmutter war/ist offensichtlich auch die praktizierte Homosexualität, weder in einer „Homoehe“ noch außerhalb einer solchen. Sie ist und bleibt Sünde. Auch pro Eucharistieempfang für wiederverheiratet Geschiedene war bisher meines Wissens kein einziges Wort zu hören, auch keines zur gegenseitigen Anerkennung von / Zulassung zu Abendmahl und Eucharistie. Zumindest letzteres sollten sich Kardinal Kasper, ein Schönstätter Marienverehrer, und andere „Kirchen-/Glaubensreformer" einmal durch den Kopf gehen lassen. Eigentlich unvorstellbar, dass zu alledem die Gottesmutter irgendwann einmal Zustimmung mitteilen könnte. Ihre Botschaft lautet: "Nähert euch immer mehr Gott und dem Gebet, und ihr werdet den Frieden haben." Übrigens: Das Lebens- und Glaubenszeugnis des 89-jährigen albanischen Kardinals Simoni war sehr beeindruckend und scheint die Botschaft aus Medjugorje zu bestätigen.


3
 
 Federico R. 26. Oktober 2017 
 

Wichtig und wirksam

Das Medjugorje-Friedensgebet halte ich, obwohl kein expliziter Medjugorje-Anhänger, für außerordentlich wichtig und ebenso für wirksam. Was von den kroatischen Kindern, heute g‘standene Männer und Frauen, als Botschaft der Gottesmutter weitergegeben wurde/wird, deckt sich mit dem Anliegen der drei Seherkinder von Fatima. Was darüber hinaus besonders auffällt: Weder hier noch dort noch anderswo hat die Jungfrau und Gottesgebärerin je die sakramentale Frauenweihe zum Thema gemacht und schon gleich gar nicht zum Gebet für die Diakoninnen-/Priesterweihe aufgefordert - obwohl das ja sogar ureigentliche "Frauensache" wäre. Auch zur Abschaffung des Zölibats gibt’s keine auf Maria sich berufende Botschaft.


5
 

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