Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  3. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  4. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  5. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Christen im syrischen Kurdengebiet fürchten neue Verfolgung

15. Mai 2017 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof: Frühere Jihad-Kämpfer schließen sich YPG-Kurdenmiliz an, weil dort besser bezahlt wird


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Im kurdisch kontrollierten Nordostsyrien steigt nach Angaben des syrisch-katholischen Erzbischofs Jacques Behnan Hindo die Spannung. Im Gespräch mit der vatikanischen Missionsnachrichtenagentur "Fides" verwies der Erzbischof von Hassake darauf, dass zwar der Druck der Jihadisten von der Al-Nusra-Front und des IS nachgelassen habe, aber zugleich die Schwierigkeiten mit den kurdischen YPG-Milizen zunehmen, die u.a. von den USA mit Waffen versorgt werden. "In Hassake haben die kurdischen YPG-Milizen überall in der Stadt ihre Checkpoints aufgebaut, auch vor der bischöflichen Residenz. Es sind klare Signale einer neuen Spannung mit der syrischen Armee zu spüren, die ja in einigen Bezirken von Hassake nach wie vor präsent ist", so Hindo.


Vor kurzem habe er erfahren, dass YPG-Milizionäre in den Schulen gewesen seien, um mitzuteilen, dass nach Ende des Unterrichts alle Schulgebäude in den von ihnen kontrollierten Stadtvierteln beschlagnahmt werden sollen. Dann wären die Abschlussprüfungen, auch für die kurdischen Schüler, unmöglich berichtete der Erzbischof.

Er schätzt, dass nur rund zehn Prozent der kurdischen Bevölkerung im nordöstlichen Syrien hinter der Kurdischen Demokratischen Union (PYD) und den mit ihr assoziierten YPG-Milizen stehen. Es gelinge PYD und YPG aber Einfluss zu nehmen, weil sie internationale logistische und militärische Unterstützung erhalten. Dadurch gestärkt seien diese Milizen im Konflikt mit anderen kurdischen Gruppierungen, die z.T. von der Regierung der autonomen kurdischen Region des Irak unterstützt werden.

Im vergangenen Vorjahr habe die PYD in der Stadt Qamishli den Präsidenten des syrisch-kurdischen Nationalrats (ENKS), Ibrahim Biro, festnehmen lassen und ihn zum Verlassen des Landes gezwungen. PYD und YPG würden heute aus den USA, Frankreich und Italien mit Waffen versorgt. Daher könnten sie auch die anderen kurdischen Gruppierungen unterdrücken. Die YPG habe aber nicht genug Soldaten, um die Checkpoints zu besetzen, wo deshalb Söldner oder Beduinen stationiert würden. Vor allem auf dem Land würden sich viele frühere jihadistische Kämpfer den YPG-Milizen anschließen, "weil sie dort sein wollen, wo besser bezahlt wird", so Hindo.

Beunruhigt ist der syrisch-katholische Erzbischof auch über Berichte, wonach die YPG-Milizen nichtkurdische Flüchtlinge aus dem IS-kontrollierten Territorium daran hindern, in die ursprünglichen Heimatorte zurückzukehren, es sei denn, "sie bezahlen beträchtliche Summen". Behnan Hindo würde sich wünschen, dass internationale Organisationen eingreifen, um solche Vorgänge zu unterbinden.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Archivbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  2. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  3. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  4. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“
  5. Brutaler Polizeiangriff auf einen katholischen Priester in Sri Lanka: Kirche fordert Aufklärung
  6. Weltverfolgungsindex 2026: Die Christenverfolgung ist weltweit auf neuem Höchststand
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  7. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  8. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  9. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  10. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  15. Ein Gott, der nichts mehr verlangt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz