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Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt

26. April 2017 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus: ‚Homo viator, spe erectus’. Die Verheißung, die Hoffnung schenkt. Gottes Name und Wesen besteht im Mit-Sein. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,16-20).

Generalaudienz am Mittwoch in der zweiten Woche der Osterzeit. Papst Franziskus setzte seine Katechesenreihe zur christlichen Hoffnung fort und beschäftigte sich mit dem Thema „Die Verheißung, die Hoffnung schenkt“.

Die Verheißung des Auferstandenen „Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20) verweise auf das Geheimnis Gottes, dessen Name und Wesen im „Mit-Sein“ bestehe. Er sei der „Gott mit uns“: „Er ist nicht ein ferner, abwesender Gott, sondern liebt und begleitet uns Menschen immer, selbst wenn wir ihn vergessen sollten“.


So sei der Mensch auf seinem Pilgerweg durch die Welt nie allein. Der Herr sei alle Tage mit den Seinen, seine Sorge für den Menschen dauere „bis zum Ende der Welt“. Er wisse, was wir nötig haben, und lasse uns in schwierigen Zeiten nicht im Stich. Wir dürften diese Gewissheit auf Gottes Vorsehung fest im Herzen tragen. Jesus verheiße uns in allen Tagen zu begleiten und sorge sich um uns. Der Papst unterstrich: „Es wird keinen Tag in unserem Leben geben, an dem wir aufhören eine Sorge für das Herz Gottes zu sein“.

Eines der christlichen Symbole für die Hoffnung sei der Anker. Darin komme zum Ausdruck, dass die christliche Hoffnung nicht etwas Vages sei, das auf das menschliche Wollen und Wirken baue. Vielmehr „ist sie in der Sicherheit verankert, die von Gott kommt“. Die christliche Hoffnung habe ihre Wurzel in der Gewissheit dessen, was Gott verheißen habe. Wenn er uns garantiert habe, uns nie zu verlassen, wenn der Anfang einer jeden Berufung in einem „Folge mir nach“ bestehe, gäbe es keinen Grund, Angst zu gaben. Mit dieser Verheißung könnten die Christen überall gehen, auch in jenen Teilen der Welt, wo di Dinge nicht gut gehen: „Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, / ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, / dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht“ (Ps 23,4).

Was Gott zugesagt und in Jesus Christus verwirklicht habe, schenke uns Gewissheit. So könnten wir Christen also überall unseren Weg gehen und selbst dort weiter hoffen, wo Dunkel herrsche. Die Verheißung Christi „Ich bin mit euch“ „lässt uns in der Hoffnung vorangehen und darauf vertrauen, dass Gott schon am Werk ist, das zu vollbringen, was menschlich unmöglich erscheint“:

„Das heilige und treue Volk Gottes sind Menschen, die auf den Füssen stehen und in der Hoffnung gehen: ‚Homo viator, spe erectus’. Und wohin sie auch gehen, wissen sie, dass die Liebe Gottes ihnen vorausgegangen ist.Es gibt keinen Teil der Welt, der dem Sieg des auferstandenen Christus entgeht: dem Sieg der Liebe“.


Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Mit Freude heiße ich die Brüder und Schwestern deutscher Sprache sowie die Gläubigen aus den Niederlanden willkommen. Besonders grüße die Pilger aus Gais in Südtirol in Begleitung von Bischof Ivo Muser und die Schülerinnen der Liebfrauenschule Dießen. Liebe Freunde, bringen wir allen die Botschaft österlicher Hoffnung, dass es keinen Ort in der Welt gibt, wo der Sieg des auferstandenen Christus nicht hingelangen würde. Gott begleite euch stets mit seiner Gnade.





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