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Trotz neuem Bischof: Lehmann bewohnt weiter das Mainzer Bischofshaus

20. April 2017 in Deutschland, 44 Lesermeinungen
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Für den zukünftigen Mainzer Bischof Kohlgraf steht nach der elfmonatigen bischofsfreien Zeit aktuell noch kein bleibendes Domizil zur Verfügung - UPDATE: Foto des Bischofshauses von Kardinal Lehmann


Mainz (kath.net) Für den zukünftigen Bischof Peter Kohlgraf steht trotz der elfmonatigen bischofsfreien Zeit aktuell noch kein bleibendes Domizil zur Verfügung. Das eigentliche Mainzer Bischofshaus wird nach wie vor durch den 2016 altershalber zurückgetretenen Karl Kardinal Lehmann bewohnt. Gemäß Beschluss des Mainzer Domkapitels aus dem Jahr 2015 darf der 80-Jährige dort wohnen bleiben. Für den neuen Bischof wird Medienberichten zufolge derzeit ein Haus renoviert, dessen Dachstuhl 2015 abgebrannt war, dort kann Kohlgraf zukünftig eine Wohnung beziehen. Die Sanierung des Gebäudes gestaltet sich offenbar aufwändig, ein Einzugstermin wurde jedenfalls noch nicht öffentlich gemacht.


Der designierte Mainzer Bischof ist in jüngerer Zeit nicht der erste, dem sich dieses Problem stellt. Auch in Freiburg blieb Erzbischof Robert Zollitsch auf eigene Bitte hin im Bischofshaus wohnen. Das Freiburger Domkapitel kam offenbar nicht umhin, hier zuzustimmen. Daraufhin wurde vom Domkapitel das historische "Haus zum Landeck" zum neuen Bischofssitz bestimmt und entsprechend renoviert, es war bisher von einem Weihbischof bewohnt worden. Immerhin handelt es sich beim "Haus zum Landeck" von seiner Geschichte sowie von seiner Lage her um ein geeignetes Objekt.

Auch im Bistum Limburg bewohnt der aktuelle Bischof, Georg Bätzing, nicht das Bischofshaus. Nachdem das Bischofshaus allerdings wegen der Renovationskosten internationale Schlagzeilen gemacht hatte, liegt hier eine völlig andere Ausgangssituation für den Bischof vor.

Das bisherige Bischofshaus in Mainz - Über dem Eingang das Wappen von Karl Kardinal Lehmann


Bild oben: Symbolbild


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Lesermeinungen

 Nachgedacht 27. April 2017 
 

Um was wird hier eigentlich diskutiert?

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht:
Solange eine 'Bischofshaus' nicht mehr ist als das Haus, in dem der Bischof wohnt ist das unproblematisch. Ist es Ausdruck seiner Herrschaft (oder seiner Selbstdarstellung) dann sieht es anders aus. Wenn er aber das Haus seines Vorgängers für sein Bischofsamt benötigt, dann sollten wir darüber diskutieren, warum das so ist. Sollte er übermäßig Kosten verursachen, so sollte man das durchaus anfragen können. Ansonsten - so what?


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  26. April 2017 
 

Augustinus

"Neuer Wein gehört in Neue Schläuche"
Nach diesem Motto sollte man auch mit Neuen Bischöfen verfahren; d.h.der Neue Bischof kommt in das ihm zu stehende alte
Bischofs Palais ,Der alte Bischof zieht aus .So ziemt es sich bei jedem Amtswechsel.


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 Diasporakatholik 24. April 2017 
 

@Hadrianus Antonius

Tut mir leid, aber der Sinn Ihrer hier ja wohl [auch] an mich gerichteten Rede bleibt dunkel und erschließt sich mir nicht.


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 Hadrianus Antonius 24. April 2017 
 

@rozario @DiasporakathMilitärseelsorger anerkanntolik

Sowohl Karl Rahner als Pierre Teilhard de Chardin sind keine Heilige und , sooviel ich weiß, hat man nicht direkt vor sie heiligzusprechen.
Erster war durch sein Wirken und seine Schriften für das kirchliche Leben funest: das läßt sich jeden Tag mehr feststellen.
Was Teilhard betrifft: ihn sehr ich immer mehr sehr kritisch, und dies trotz Benevolentia und primäre Sympathie;
hat doch mein Großvater doch als belgischer Meldereiter/Kavallerist in dem Ersten Weltkrieg einmal als Ministrant ausgeholfen wenn Teilhard (das franz. Heer hatte erst frisch Militärseelsorger anerkannt) eine Hl. Messe in Westflandern feierte.
Mein Großvater war wirklich ein fast heiligmäßiger Mann, urkatholisch und Familienvater mit vien Kindern und mein großes Vorbild bis jetzt.
Bei den andern habe ich dochmeine Bedenken.


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 tributum ecclesiae 21. April 2017 
 

Die Fahrzeit

von Limburg nach Mainz beträgt laut Google-Maps nur 51 Minuten.


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 Diasporakatholik 21. April 2017 
 

@christine.mm

Sie haben völlig recht.

Ich hege zwar auch eine herzliche persönliche Abneigung gegen Kard. Lehmann aus bestimmten "guten" Gründen.

Aber hüten wir uns hier in diesem Fall vor Neid und Vorverurteilung wegen seiner Wohnverhältnisse - das geht uns wirklich nichts an.

Zumindest die meisten von uns.

Ich kann mich hier auch nicht ganz einer gewissen Kritik an der kath.net-Redaktion enthalten:

Wozu denn diese Meldung überhaupt?

Ich entsinne mich auch an eine ähnlich heiße und kontroverse Diskussion hier im Forum vor einigen Monaten, als es um die derzeitigen Wohnverhältnisse des emeritierten Kardinalstaatssekretärs Bertone ging.

An sich ist das überflüssig - es weckt nur lang gehegten und kultivierte Ressentiments neu auf und verführt zu manchmal recht hässlichen Worten, die man als Christ eigentlich bereuen sollte.

Besser künftig nach dem Motto verfahren:

"Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß."


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 ASchell 21. April 2017 
 

Fragen über Fragen

Diese Situation wirft eine Reihe hochbrisanter Fragen auf:
1) Gibt es in Mainz ein Bischofshaus?
2) Ist jedes Haus, in dem ein Bischof wohnt, ein Bischofshaus?
3) Oder ist ein Haus, in dem ein Bischof wohnt, nur dann ein Bischofshaus, wenn es kontinuierlich von einem Bischof bewohnt wurde?
4) Wenn zwei Bischöfe an einem Ort, aber nicht im selben Haus wohnen, welches Haus ist dann das Bischofshaus?
5) Wenn ein Bischof in einem Bischofshaus wohnt und sich in diesem Bischofshaus Bücher befinden, die er mit seinem Privateigentum erworben hat, wer ist dann Eigentümer der Bücher? Der Bischof? Sein Nachfolger? @agnese?

Die spannendste Frage ist aber:
6) Würde das irgendjemanden interessieren, hätte es die Affäre um das Limburger Bischofshaus nicht gegeben?


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 christine.mm 21. April 2017 
 

Reaktionen

kath.net hat es erfolgreich geschafft mit dieser Wichtigkeit eifrige Reaktionen zu erzielen. Ein Spiegel unserer Seelenlandschaften ????
Beten wir lieber die Barmherzigkeitsnovene zu Ende, die seit Karfreitag bis zum morgigen Tag reicht.


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 kirche3000 21. April 2017 
 

Nachfolger der Apostel

Wenn man bedenkt in welcher Armut die ersten Apostel gelebt und wie sie geendet haben, dann ist bei unseren Bischöfen von dieser Radikalität nicht mehr viel zu spüren. Muss man als emeritierter, zölibatärer Bischof ohne jeglichen "Hofstaat" wirklich ein ganzes Haus bewohnen? Könnte man sich im Alter, wo alle Repräsentationspflichten weggefallen sind, nicht auch mit einer kleineren Wohnung zufrieden geben?
Da lob' ich mir einen Bischof Oster aus Passau, der jetzt schon - ohne emeritiert zu sein - in einer WG wohnt!


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 chorbisch 21. April 2017 
 

@ Helena_WW: In diesem Fall nicht

Das sog. Bischöfliche Palais, ein Renaissance-Gebäude, in dem die Bischöfe seit 1803 residierten, ist nicht wiederaufgebaut worden.
Vielmehr wurde die Ruine trotz heftiger Proteste der Denkmalpfleger und des Altertumsvereins ca. 1960 abgerissen. Dort steht heute das Karstadt-Parkhaus.

Das jetzige Bischofshaus steht, wo sich auch das bischöfliche Ordinariat befindet, dessen Gebäude älter sind. In der sog. Oberstadt steht ein repräsentatives Haus, das auch einige Zeit als Wohnsitz des Bischofs genutzt worden ist, ich weiß leider nicht ab und bis wann.

Laut der Mainzer Allgemeinen Zeitung vom Dezember 2015 hat die für Bischof Kohlgraf geplante Wohnung der verstorbene Kardinal Volk bewohnt, als er Mainzer Bischof war.

Wenn das so geblieben ist: Diese Wohnung liegt ganz nah am Dom, möglicherweise ist der Weg in den Dom selbst sogar kürzer, als vom Ordinariat aus, da man über das Dom- und Diözesanmuseum und den Kreuzgang direkt in den Dom gelangen kann.

Also kein Grund zur Aufregung!


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 SpatzInDerHand 21. April 2017 

@Rozario: Mit welcher Wohnsituation genau ist der neue Bischof zufrieden?

Und haben Sie für Ihre generalisierende Vermutung, die ja den neuen Bischof miteinschließt, einen Beleg?
Also, Fakt ist in meinen Augen: Da kommt ein neuer Bischof (immerhin nach 11 Monaten Vakanz), der alte geht nicht aus der Wohnung raus und hat sich das vorsichtshalber noch zu seiner Amtszeit vom Domkapitel absegnen lassen.

Ich muss das wirklich nicht für gut empfinden.


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 Helena_WW 21. April 2017 
 

@Rozario : Es ist durchaus üblich, dass Bisch. Ordinat und Wohnraume zusammen, nahe zusammenliegen

Und das Ordinariatsgebäude ist nicht im Baushaus Stil, sondern schaut älter aus. Wiederaufbau von 2WK Kriegsschäden waren auch schon unmittelbar nach 45 in den 1950'er erfolgt.

Aber warum soll jetzt der zukünftig amtierende Bischof weiter weg vom Ordinariat und Dom sein als der pensionierte Bischof Lehmann und das Domkapitel. Das macht auf mich einen ausgrenzenden Eindruck der alteingesessenen gegenüber dem Neuen.


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 Rozario 21. April 2017 
 

@Helena

Sie verlangen Transparenz, während Sie aus der Ferne wilde Vermutungen anstellen? Der Vorgänger von Kardinal Lehmann hat definitiv nicht im Ordinatiat gewohnt. Und der Bischofsplatz in Mainz hieß auch schon so, bevor Bischof Lehmann dort gewohnt hat. So ist das halt in Städten, die komplett bombardiert wurden: Die (alten) Straßennamen haben nur bedingte Aussagekraft über die aktuelle Situation.

Wenn es mit der geplanten Lösung irgendein Problem gäbe, würden es die Mainzer wohl selbst in Ordnung bringen. Momentan sind aber wohl alle zufrieden. Mit dem neuen Bischof, mit dem alten Bischof, und mit der Wohnsituation.


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 Helena_WW 21. April 2017 
 

Wenn ich das Foto betrachte liegt das Residenzhaus des bish. Bishof von Mainz Kard Lehmann

direkt neben dem bischöflichen Ordinariat. z.B. hier zu bewundern https://ordinariat.bistummainz.de/

Ich vermute mal das vorherige Bischöfe mit in diesem Ordinariat gewohnt haben, somit sehr wohl ein Bischofshaus da war, nur das nicht zwischen Bischofshaus und Ordinariat unterschieden wurde.

Wo bleibt übrigens die Transparenz ?


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 Wuna 21. April 2017 
 

Wen betrifft es eigentlich?

@mirjamvonabelin
Sie haben.es mit Ihrem letzten Beitrag auf den Punkt gebracht. Vielen Dank für diese Stimme der Vernunft.


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 SpatzInDerHand 21. April 2017 

@Rozario: Nein, ich bin eigentlich nicht beruhigt.

Wenn es in Mainz kein Bischofshaus gibt - das kann ja durchaus sein - dann sollte man auch nicht davon sprechen, dass ein Bischof im "Bischofshaus" wohnt. Bei Lehmann wurde aber gemäß Mediendarstellungen definitiv davon gesprochen. Wenn das seine Privatwohnung ist, kann er natürlich gern drinbleiben! Dann frage ich mich aber trotzdem, warum das Bistum nicht fähig war, in den 11 Monaten Vakanz eine bleibende Wohnung für den nächsten Bischof auf die Beine zu stellen. Das Ding, was jetzt renoviert wird, könnte man ja für den übernächsten Bischof nehmen ;)


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 Christophorus. 21. April 2017 

Also in unserem Pfarrhaus schafften es immerhin Drei Geistliche Herren

friedlich miteinander zu wohnen mitsamt Pfarrhaushälterinnen.
Dann braucht der Altbischof nicht komplett seine gewohnte Umgebung verlassen was im Alter natürlich immer schmerzlich empfunden wird und andererseits steht er dem Nachfolger auch als Gesprächspartner zur Verfügung. Ich finde schon daß die Hirten als Nachfolger der Apostel so viel Brüderlichkeit leben können sollten.
Apropos: "Die Füchse haben ihre Höhlen die Vögel ihre Nester - Der Menschensohn aber hat keinen Platz wohin er sein Haupt betten kann" - kam mir nur grade so in den Sinn ...
Wieviel Raum verlangt die Verwaltung :-) ?


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 Rozario 21. April 2017 
 

@Hadrianus
Es ist Ihnen persönlich freigestellt, jedwedem heiligmäßigen Vorbild nachzueifern. Ich finde es allerdings unpassend, (aus persönlicher Abneigung gegenüber dem Kardinal?) Bücherbesitz quasi als Sünde zu deklarieren.

@Spatz
Es gibt in Mainz kein Bischofshaus, in dem bisher mehrere Bischöfe nacheinander gewohnt haben. Natürlich kann man jedes Hsus, in dem ein Bischof wohnt, als "Bischofshaus" bezeichnen. Insofern wird auch der neue ernannte Bischof in einem "Bischofshaus" wohnen. Bei Lehmann hat es zumindest geklappt: Er ist nicht in Kardinal Volks Bischofshaus eingezogen, und trotzdem wohnte er dann in einem Bischofshaus. Beruhigt?


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 SpatzInDerHand 21. April 2017 

@Rozario

"Es gibt in Mainz kein Bischofshaus", schreiben Sie. Also, wenn ich weiß, dass das Mainzer Ordinariat die Hausnummer Bischofsplatz 2 und das Bischofshaus die Hausnummer Bischofsplatz 2a hat, dann bekomme ich durchaus den Eindruck, dass es sich hier um das Bischofshaus handelt.

Und in welchem Bischofshaus hat seinerzeit eigentlich Papst Johannes Paul II. übernachtet, möglicherweise auch in "Bischofsplatz 2a"?

Können uns mal Ortskundige helfen?


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 Hadrianus Antonius 20. April 2017 
 

Aut regem aut fatuum nasci oportere

In einem Brief aus seinen letzten Lebensjahren in Amerika berichtet Teilhard de Chardin, wie er die letzte zwei Bücher, die sich in seinem Zimmer befanden, wieder in die Bibliothek zurückgebracht hat- und bei dem Anblick des leeren Zimmers ein glückliches Gefühl von Leichtigkeit bei der Enthaftung von den irdischen Gütern bekam.
70 Jahre nach diesem Brief, 66 Jahre nah Teilhards Tod und 51 Jahre nach dem Ende des 2. Vat. Konzils haben die Schüler von Karl Rahner offensichtlich zentnerschweren (Bücher)besitz angehauft.
Um den aus Deutschland wegemobbten und inzwischen vergessenen polnischen Priester SEH Poblicki zu zitieren:
"Das letzte Hemd hat keine Taschen".
Und sicher keinen Trolley für Folianten.


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 myschkin 20. April 2017 
 

Vor allem geht es doch wohl darum,

dass dem Bistum Kardinal Lehmanns Bibliothek erhalten bleibt. Es wird sich ja wohl kaum um eine Sammlung von Groschenheften handeln, viel mehr um eine systematisch angelegte, wissenschaftliche Bibliothek, die möglicherweise darüber hinaus einige wertvolle Sammlerstücke enthält. Ein sorgsamer Umgang mit diesem künftigen Nachlass ist doch zu begrüßen. Und dass ein gelehrter Mann wie der Herr Kardinal auch als Altbischof noch schreibend tätig sein und seine Bibliothek nutzen wird, davon ist auszugehen. Sicher hat man im Bistum die Situation vorab ganz pragmatisch nach Nützlichkeitserwägungen beurteilt. Und dabei ist dann herausgekommen, dass man es so macht, wie oben dargestellt.


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 Freude an Gott 20. April 2017 
 

Erfahrungsgemäß liegt da kein Segen drauf,

wenn der Amtsvorgänger in unmittelbarer Nähe des Amtsinhabers wohnen bleibt. Der Vorgänger wird sich immer grämen, wie anders sein Nachfolger ist und handelt und - wenn er unklug ist - versuchen, Einfluss zu nehmen.
Daher soll ja auch in jeder Pfarrei der Altpfarrer die Pfarrei verlassen. Sonst sind die Konflikte einfach schon vorprogrammiert.
Auch wenn ich die Umstände nicht genau kenne, möchte ich behaupten, dass es nicht gut ist, dass Kardinal Lehmann im Bischofshaus wohnen bleibt.


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 Rozario 20. April 2017 
 

Antworten

@Agnese
Die Bücher sind sein Privateigentum, er hat sie aus persönlichem Interesse gekauft. Es ist fraglich, ob sie dem Nachfolger wirklich dienen. Außerdem gehören sie ihm halt. Wie kann man von jemandem ernstlich verlangen, dass er seine in Jahrzehnten zusammengestellte Bibliothek jemand anderem überlässt?

@Helena
In die lange Geschichte der Stadt Mainz fällt leider auch die fast vollständige Zerstörung am Ende des 2. Weltkriegs. Kardinal Lehmann wohnt in einem Haus neben dem Ordinariat, das vom Baustil her aus den 1980er Jahren stammen dürfte. Wo sein Vorgänger wohnte, weiß ich nicht. (Dafür bin ich nicht alt genug, das aus der Erinnerung zu wissen.) Aber ich weiß, dass er woanders wohnte und dort auch nach seiner Emeritierung wohnen blieb. Es gibt nicht so herrschaftliche Häuser für die Bischöfe in Mainz. Weihbischof Udo Bentz z. B. wohnt einfach im Priesterseminar. Und Weihbischof Neymeyr wohnte in einer gewöhnlichen Wohnung.


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 mirjamvonabelin 20. April 2017 
 

Ist ja auch egal

eigentlich sollte es gar nicht öffentlich sein.
Warum denken wir überhaupt darüber nach? Wir kennen weder die Umstände, noch die Bedürfnisse, noch die Möglichkeiten....und betreffen tut es uns auch nicht....


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 Ottaviani 20. April 2017 

Frage?

Wo liegt das Problem? schon Em Lehmann ist nicht in die Wohnung von Kardinal Volk gezogen warum also sollte ein 80 jähriger umziehen die Amtsräume des Bischofs sind ja nicht betroffen
Es ist ja nicht jeder Bischof Krenn der für sich ein ganzes Haus umbauen lies
um mehrere 100000 Euro


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 mirjamvonabelin 20. April 2017 
 

@Ottaviani

...."alter und Gebrechlichkeit..... Kardinal Lehmann ist behindert...."

Alte und Gebrechliche kommen ins Altersheim....auch wir gewöhnlich Sterbliche, selbst wenn wir Kinder haben....
Wer will seinen Kindern schon zu Last fallen?

Da ich selbst "alt und krank(MS)" bin, darf ich das sagen, alte Leute sollten so viel Größe haben und sich zurückziehen.
Ich beobachte das immer wieder das alte Leute besonders "verehrt" werden möchten und kein Verständnis für Jüngere haben.


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 Helena_WW 20. April 2017 
 

@Rozario : Das wüste jetzt doch mal gern genauer

Ich kenne den großen Mainzer Dom und den Komplex drumherum. Das Bistum Mainz hat eine über 1600 Jahre alte Geschichte. Der von ihnen @Rozario, erwähnte Amtvorgänger von Kardinal Lehmann als Bischof von Mainz, Bischof Hermann Volk ist bereits 1988 verstorben. Wo wohnt nun Kardinal Lehmann wo hat genau sein Vorgänger gewohnt, was ist anschließend mit dem Wohnsitz geschehen ?


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 agnese 20. April 2017 
 

Der emeritierte Bischof könnte seine Bibliothek dem neuen Bischof ruhig überlassen, der braucht die Bücher sicher mehr,hat eigentlich Kard. Lehmann diese Bücherselber gekauft, denn dann hat er viel Geld dafür ausgegeben, hat ein Kardinal so viel Einkommen, oder gehören die Bücher größtenteils der Diöcese, dann müßte man selbstverständlich dem neuen Bischof zu Verfügung stellen. Ich finde, die Bücher sind kein Grund die Wohnung zu behalten.Es gibt sicher viele verlassene Pfarrhäuser!


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 Heinzkarl 20. April 2017 
 

im Sankt Vincenzstift bei Dr. Franz Kamphaus gibt es bestimmt noch Platz u. Aufgaben


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 tuennes 20. April 2017 
 

Sorry, aber eine eeeeenorme Privatbibliothek von etwa 130.000 Bänden??? Das ist immerhin etwa 1/3 der Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek von Köln.
Na ja, wenn das so ist. Hoffentlich bricht das Haus nicht mal zusammen, so wie das Kölner Stadtarchiv :)


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 rosenberg 20. April 2017 

Gelegenheit zum Nachtreten.

Kardinal Lehmann nutzte prompt die Gelegenheit zum Nachtreten gegen Franz-Peter Tebartz-van Elst, als er zur Renovierung der neuen Wohnung des zukünftigen Mainzer Bischofs Kohlgraf interviewt wurde meinte dazu, die Renovierung der Wohnung sei zwar umfangreich, bekäme aber schließlich kein goldenes Badezimmer. Das im Limburger Bischofshaus weder die Wasserhähne geschweige das Badzimmer aus Gold sind, interessiert mittlerweile keinen mehr, bringt Lehmann aber immer noch den augenzwinkernden Beifall romkritischer Zeitgeistmedien. Da Lehmann den Witz auf Kosten des früheren Bischofs von Limburg, und eigentlich wieder besseres Wissen gemacht hat, nenne jetzt mal einfach ein Schäbiges Nachtreten des Kardinals.


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 Rozario 20. April 2017 
 

Wie gesagt

"Bischofshaus" ist in Mainz das Haus, in dem der Bischof wohnt. Lehmann ist auch nicht in DAS Bischofshaus gezogen, sondern Kardinal Volk ist dort wohnen geblieben. Es gibt in Mainz kein Bischofspalais.


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 Helena_WW 20. April 2017 
 

Ob das ein Osterei oder Kuckucksei ist, was derNachfolger in Nest gelegt bekommt?

"Für den neuen Bischof wird Medienberichten zufolge derzeit ein Haus renoviert, dessen Dachstuhl 2015 abgebrannt war, dort kann Kohlgraf zukünftig eine Wohnung beziehen. Die Sanierung des Gebäudes gestaltet sich offenbar aufwändig .."

-Nachtigall ick hör dir trapsen-


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 Helena_WW 20. April 2017 
 

@Rozario wissen um was für ein Häuschen es sich handelt beim Mainzer Bischofssitz von Kard Lehmann?

Wie groß ist das Häuschen?
Wie war das vorher in Mainz üblich?

Um seinen Rücktritt gebeten hatte Kardinal Lehmann um den 15.4.2016 angenommen wurde dieser von Papst Franziskus um den den 16.5.2016,
siehe dazu die kathnet Meldungen :
"15 April 2016, 10:17
Kardinal Lehmann tritt vom Mainzer Bischofsamt zurück"
http://kath.net/news/54833


16 Mai 2016, 12:14
Mainz: Rücktritt von Kardinal Lehmann von Papst angenommen
http://kath.net/news/55203

Verstehe nicht warum man nicht innerhalb eines Jahres einen Altersruhsitz für den Altbischof realisiert bekommt und für den Nachfolger den Bischofssitz parat hat.


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 Matthaeus6 20. April 2017 
 

Man blicke nach Rom

Dort wird nicht der "Papstpalast" sondern das Gästehaus bewohnt, wodurch aber mehr Kosten entstehen, der Bewohner sich jedoch für seine Bescheidenheit huldigen läßt. So ist eben im Jahre 2017. Funktionseliten haben meines Erachtens ausgedient und dienen bestenfalls der Folklore und Unterhaltung, aber bestimmt nicht mehr als Vorbilder.


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 Chris2 20. April 2017 
 

Warum gerade Lehmann und Zollitsch?

Genießen sie etwa besondere Privilegien, weil sie Vorsitzende der Bischofskonferenz waren? Und warum soll man den (selbst nach Auskunft einer renommierten Architekturzeitschrift gelungenen) bischöflichen Gebäudekomplex in Limburg nicht nutzen? Nur wegen der Hexenjagd auf einen Vorgänger? Ich habe immer weniger Verständnis für den Unsinn, den ich täglich in diesem Land erlebe. Leider auch in der Kirche. Wenigstens gefährden diese Dinge hier nicht unser aller Zukunft, sie kosten nur Geld und machen den Nachfolgern das Leben schwerer...


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 Rozario 20. April 2017 
 

Mainzer "Bischofshaus"

Ein Bischofshaus im herkömmlichen Sinne gibt es in Mainz gar nicht. Bischof Lehmann ist damals auch nicht in das Haus seines Vorgängers Kardinal Volk gezogen. So ist das halt in Mainz. - Keine Aufregung wert.


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 dottore23 20. April 2017 
 

Wo liegt das Problem ?

Hat sich der designierte Bischof, Peter Kohlgraf, beschwert ?
Vielleicht ist ihm das neu renovierte Haus ja viel lieber ?


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 Sebi1983 20. April 2017 
 

Alle sind gleich, nur manche sind gleicher.

Das ist es, was eine Dienstwohnung ausmacht; wenn der Dienst beendet ist, verlässt man die Wohnung und der Nachfolger zieht ein. Das ist in jeder Pfarrgemeinde so. Wenn ein Pfarrer in Ruhestand geht, bleibt er auch nicht in seinem Pfarrhof wohnen.

Außerdem ist es auch eine Erleichterung für die freie Amtsführung des Nachfolgers, wenn sich der Vorgänger auch räumlich zurückzieht.


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 SpatzInDerHand 20. April 2017 

auxh Kard. Meisner war problemlos umgezogen. Er war auch schon alt

und er hatte sicher auch mehr Bücher als nur eine alte Familienbibel ;)


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 petrafel 20. April 2017 
 

Bisherige Regelungen?

Lehmann und Zollitsch sind doch nicht die ersten emeritierten Bischöfe. Wie wurde das denn bei den Vorgängern gehandhabt?

Ich verstehe, dass es für einen alten und kranken Menschen wie Kardinal Lehmann nicht so einfach ist, noch mal umzuziehen. Aber über dieses Problem hätte man auch schon mal eher nachdenken und es lösen können. Auch für die Bibliothek muss doch eine langfristige Lösung gefunden werden.

Also, ein Bischof gehört ins Bischofshaus. Es geht nicht nur um den Respekt, der dem Emeritus gebührt, sondern auch um den Respekt dem Amtsinhaber gegenüber. Da finde ich es nicht in Ordnung, wenn in Deutschland ein neu ernannter Bischof nach dem anderen mit aufwendigen (und kostenintensiven) Übergangs- und Ersatzlösungen leben muss.
Papst Benedikt hat damals auch sofort den Apostolischen Palast verlassen und sich in eine Übergangswohnung begeben. Zudem bin ich mir sicher, dass es in JEDEM dt. Bistum eine Wohnung gibt, in der ein emeritierter Bischof angemessen wohnen kann.


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 Ottaviani 20. April 2017 

@tuenes

es kann auch alter und gebrechlichkeit sein Kardinal Lehmann ist behindert und warum sollte man ihn umquartieren
es ist doch letztlich egal für wen eine Wohnung besorgt


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 A.Reik 20. April 2017 

@Tuennes, Spatz in der Hand

Also ich weiß ja nicht, woher Sie Ihre Meldungen beziehen - aber das ist keine Neuigkeit, sondern war bei der Emeritierung so abgemacht, allein schon wegen der enormen Bibliothek von Kardinal Lehmann, die zusammen erhalten bleiben soll, Das ist schlicht ein praktischer und noch dazu ehrenhafter Grund. Finden Sie so schnell mal dafür ein Ausweichquartier. Und einen alten Baum muss man auch nicht zwangsweise versetzen. Ich finde, dass das ein respektables Verhalten ist.


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 SpatzInDerHand 20. April 2017 

@Tuennes: Muss wohl sowas sein. Denn der emeritierte Bischof müsste ja nicht selbst

seine Bücherregale schleppen. Das wird ihm vermutlich alles fein von seinem Bistum bezahlt, der komplette Umzug.


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