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Kardinal: Papst gibt bei Wiederverheirateten klare Linie vor

5. Jänner 2017 in Familie, 84 Lesermeinungen
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In der Auseinandersetzung um den Umgang der katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen hat der Generalsekretär der Bischofssynoden die Position von Papst Franziskus verteidigt.


Rom (kath.net/KAP) In der Auseinandersetzung um den Umgang der katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen hat der Generalsekretär der Familiensynoden die Position von Papst Franziskus verteidigt. Dessen Schreiben "Amoris laetitia" gebe eine klare Linie vor, so Kardinal Lorenzo Baldisseri laut der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Mittwoch). Vier Kardinäle hatten den Papst in einem veröffentlichten Brief zu mehr Klarheit bei diesem Thema aufgefordert. Baldisseri äußerte sich bei einer Konferenz im italienischen Civitavecchia.

Der Generalsekretär der Bischofssynoden zu Ehe und Familie sagte demnach, besondere Situationen müssten "in ihrer jeweiligen Eigenheit in die Unterscheidung einbezogen werden". Ziel müsse die Integration der Menschen in das Leben der Kirche sein, "nach den Möglichkeiten, dem zurückgelegten Weg und den Modalitäten jedes Einzelnen".


Weiter betonte Baldisseri, diese Haltung sei auch bei den Versammlungen 2014 und 2015 der Leitfaden gewesen: Einzelfallentscheidungen statt "trockene theologische oder formale Fragen". Zugleich betonte der Kardinal, die Normen der Kirche würden nicht verändert und trügen auch "traditionellen moralischen Überlegungen" Rechnung.

In der Debatte über das Papstschreiben "Amoris laetitia" von April 2016 geht es vor allem um den Umgang mit Katholiken, die nach einer Scheidung auf dem Standesamt erneut geheiratet haben. Strittig ist, ob sie in Ausnahmefällen zu Kommunion und Beichte zugelassen sind.

Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte der Streit im November mit der Veröffentlichung eines Briefs von vier Kardinälen. Die Unterzeichner, darunter die deutschen Kardinäle Joachim Meisner und Walter Brandmüller, fordern vom Papst mehr Klarheit. Nachdem Franziskus auf ihr Schreiben nicht geantwortet hatte, machten die Kardinäle den Vorgang öffentlich. Dies wurde von einigen als illoyal kritisiert, von anderen als legitime Anfrage begrüßt.

Kardinal Baldisseri ging in seinem Vortrag auf die Auseinandersetzung nicht direkt ein. Er sagte, der Ablauf des Prozesses von der Befragung der Kirche an über die zwei Versammlungen und die Abschlussdokumente bis hin zu "Amoris laetitia" sei die Umsetzung dessen, was sich der Papst unter Synodalität vorstelle.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Cat1 12. Jänner 2017 
 

Fast schon kurios ...

... wie unterschiedlich Mt 19,9 allein hier im Forum ausgelegt wird. @lesa meint, mit der Einschränkung "obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt" sei bloß festgehalten, dass eine Trennung nicht sündhaft sei, wenn der Ehebruch schon vorher stattgefunden habe. @Tonika wiederum ist der Ansicht, der Ausdruck beziehe sich nur auf Verlobungen, nicht auf Ehen. Die User @Guardian und @Hadrianus Antonius schreiben wiederum in Kommentaren zu einer anderen Meldung, mit dieser Ausnahme seien überhaupt nur Inzest-Ehen gemeint.

Von einer Einheit der Lehre in diesem Bereich kann somit kaum ernsthaft gesprochen werden, somit sollte man amoris laetitia nicht etwas in die Schuhe schieben, was es nicht schon vorher gab. Im Gegenteil könnte es sogar sein, dass die Seelsorge damit näher an das Wort Gottes herangeführt wird.


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 SCHLEGL 11. Jänner 2017 
 

@ Tonika

Geht es vielleicht ein bisschen sachlicher und weniger polemisch? Wo habe ich das geschrieben, was Sie mir unterstellen? Wenn ich FSSPX kritisiert habe, dann vor allem deren Undankbarkeit gegen Papst Benedikt XVI, der die Exkommunikationen aufgehoben hat und Papst Franziskus, der den suspendierten Priestern sogar die Beichtevollmacht erteilt hat. Trotzdem sind auch übel wollende Brüder/Schwestern, Brüder und Schwestern.
Von Moslems habe ich in diesem Zusammenhang NICHT geschrieben. Weil sie alle Menschen sind, Geschöpfe des himmlischen Vaters, sind sie auch Brüder. Auch wenn wir uns vor nicht wenigen von ihnen schützen müssen (das hätte Abel auch getan, wenn er gewusst hätte, was Kain vorhat).Msgr. Franz Schlegl


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 Elliver 11. Jänner 2017 
 

@Tonika

Wo lesen Sie denn da Abneigung aus dem Kommentar des Monsignores heraus? Der Msgr. reagierte auf den Post von Bernhard Joseph. „Verehrter Stefan Fleischer,
die Rücknahme der Exkommunikation wegen der illegalen Bischofsweihen bei den Piusbrüdern beruhte nicht auf einem Akt der Barmherzigkeit, sondern entsprach den Regeln des Kirchenrechtes, da die Beteiligten den Primat des Papstes später anerkannt hatten. Darum blieben die Weihen selbst natürlich weiterhin ungültig!

Papst Benedikt hat mehrfach auf diesen Sachverhalt hingewiesen und betont, dass die Rücknahme nichts mit einer positiveren Einschätzung der Piusbrüder zu tun gehabt hätte, sondern rein formale Rechtsgründe hatte, er also so handeln musste, wie auch im Fall illegaler Bischofsweihen in China.

Die Presse hat dann diesen Vorgang unter tatkräftiger Unterstützung innkirchlicher Kräfte zu einem Skandal hochgespielt.

Wenn es progressiven Katholiken in den Kram passt, wird die Wahrheit zur Marginalie.“


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 Tonika 11. Jänner 2017 
 

Bald werden sogenannte "Einzelfälle" zu Allgemeinfällen,





Es ist doch mehr als absehbar und klar, wohin uns die "Einzelfallentscheidungen statt "trockene theologische oder formale Fragen" hinführen sollen.
Die kirchliche Lehre wird zu einem Lippenbekenntnis reduziert werden und die sogenannte "Einzelfälle" zu Allgemeinfällen ausgeweitet werden, vor allem in den deutschsprachigen Ländern, wo eh jeder macht, was er will. Sehr kurzsichtig gedacht und schädlich für den katholischen Glauben.


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 Tonika 11. Jänner 2017 
 

@Bernhard Joseph

Die Abneigung des Monsignores gegenüber den Piusbrüdern ist derart extrem, dass er jeden User, der Piusbrüder als Brüder und nicht als Feinde betrachtet als Schismatiker, die mit ihrem Seelenheil spielen, beschimpft. Anderseits predigt Msgr Schlegl bibelwidrig und typisch humanistisch modern, dass Muslime unsere Brüder seien und kritisiert Katholiken, die zu Recht dies anders sehen. Gemäß Msgr Schlegel sind Muslime, die Christus und das Evangelium ablehnen und Christen nicht als Brüder betrachten unsere Brüder aber Piusbrüder, die an CHRISTUS GLAUBEN jedoch nicht unser Brüder mit denen man auch keine Einheit suchen sollte. Da sieht man, dass heutzutage bei vielen Theologen und Hirten der Glaube an Christus bedeutungslos geworden ist.


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 Tonika 11. Jänner 2017 
 

@Lesa Ausnahme bezog sich auf Verlobung nicht auf Ehe.

Jesu spricht von Unzucht und nicht Ehebruch. Daher bezog sich die Ausnahme in Mt auf die Verlobung. Wegen Unzucht konnte man die Verlobung scheiden. Unter den Juden wurde die Verlobung als eine Bindung betrachtet, die der Ehe nahezu gleichgesetzt wurde. Die Verlobung konnte nicht aufgelöst werden, nur durch eine Scheidung beendet werden.


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 Tonika 11. Jänner 2017 
 

Elija- Paul der Umgang mit der Wahrheit im Vatikan ist wirklich bedenklich!!!!


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 Tonika 11. Jänner 2017 
 

Was ist eigentlich mit den abschließenden Entscheidungen der anderen 265 Päpste in der Ehemoral?


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 SCHLEGL 9. Jänner 2017 
 

@Bernhard Joseph

Entschuldigung bitte, ich wollte nicht unfreundlich zu Ihnen sein. Aber ich habe schon vorausgesetzt, dass die Sache mit der Gültigkeit aller Weihe von FSSPX allgemein bekannt ist! Sonst hätte der Papst den FSSPX Priestern KEINE Jurisdiktion zur Beichte gnädigerweise erteilen können.Weil dann die Herrschaften KEINE Bischöfe/Priester wären. Dann wäre alles viel einfacher, aber der Horror hat eben mit UNERLAUBTEN Bischofsweihen GEGEN die Weisung von Paul VI begonnen. Ebenso sind alle altorientalischen und Orthodoxen Amtsträger GÜLTIG geweiht. Aber sie üben, ebenso wie FSSPX, KEIN rechtmäßiges Amt in der katholischen Kirche aus. Ein gutes, gesundes Jahr 2017 für Sie.Msgr. Franz Schlegl


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  9. Jänner 2017 
 

Papst schließ Kommunion in bestimmten Fällen und unter bestimmten Bedingungen

nicht aus, so Kardinalvikar Vallini zu Anwendung des päpstlichen Schreibens AL.
Im Bistum Rom können WvGs in bestimmten Einzelfällen die Kommunion empfangen.

Vallini mein Priester müssten übermäßige Strenge ebenso wie Laxheit vermeiden.

Äußerungen über die Bestimmungen gibt es keine. Wie pastoral!
`Unterscheiden und Begleiten` wie es euch gefällt.


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 Bernhard Joseph 9. Jänner 2017 
 

Msgr. Franz Schlegl - 4

Ich wundere mich etwas über Ihre scharfe Reaktion, wo Sie doch bei anderen Lesern durchaus Milde walten lassen. Natürlich ist es richtig, mich zu korrigieren, aber der Ton stört mich dann schon etwas.

Und wenn Sie schon so deutlich auf die Gültigkeit der Weihen hinweisen, dann verstehe ich Ihre sonst immer wieder scharf hervorgehobene Abneigung gegen die FSSPX nicht, die Schismatiker seien, die man nicht ernst nehmen könne.

Wenn die Weihe gültig ist, verbindet sich mit ihr doch auch eine gewisse Würde oder irre ich da?

Gerade Ihr Hinweis scheint mir ein Fingerzeig, dass die Ausgrenzung der FSSPX möglicherweise problematischer ist als bislang gesehen. Ein sicher interessantes Thema.

Aber nochmals vielen Dank für Ihre Korrektur, Sie mögen mir den Fauxpas nachsehen, da ich erstens kein Kirchenrechtler bin und zweitens mit meinem Hinweis auf die fehlende Amtsausübung in der Kirche abzielte.


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 Bernhard Joseph 9. Jänner 2017 
 

Msgr. Franz Schlegl - 3

Ich konnte mein Zitat am Samstag nicht abschließen, da der Kommentarbereich geschlossen wurde.

Hier also die Fortsetzung: "...sehr nachsichtig um, während linke und liberale Protagonisten schnell mundtot gemacht würden.

Hier ging es einfach um eine klare rechtliche Situation. Das Zweite Vatikanum war überhaupt nicht im Spiel. Auch nicht die Frage sonstiger theologischer Positionen. Mit der Anerkennung des Primates des Papstes waren diese Bischöfe rechtlich gesehen von der Exkommunikation zu befreien, ohne dass sie dadurch Ämter in der Kirche erhalten hätten(!!) oder etwa ihre Position, die sie zum Zweiten Vatikanischen Konzil einnehmen, akzeptiert worden wäre."

Sie haben natürlich Recht, dass die Bischofsweihen gültig waren, aber mit der Weihe kein Amt in der Kirche damit verbunden war. Hier habe ich den Sachverhalt falsch dargelegt.

Mir kam es in meinem Kommentar darauf an, deutlich zu machen, dass die Rücknahme der Exkommunikation kein Akt der Barmherzigkeit war.


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 lesa 9. Jänner 2017 

Mt 19, 9 Keine Ausnahme

Ein renommierter Theologe argumentiert so: Es fällt auf, dass weder Markus noch Lukas eine solche Ausnahme einräumen. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Evangelisten eine so schwerwiegende Frage unterschiedlich beurteilen. Mt 5, 32 lautet etwas anders als Mt 19, 9. Der Akzent liegt hier auf der Warnung, andere dem Ehebruch auszuliefern.: "Jeder, der seine Frau entlässt, außer im Fallvon Unzucht, liefert sie dem Ehebruch aus und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch;
"Ein Mann, der seine Frau entlässt, eil sie Unzucht getrieben hat, macht sich in dem Sinn nicht des Ehebruchs schuldig, dass der Ehebruch bereits begangen ist. Er darf sie entlassen. Allerdings begeht der Mann in dem Moment, in dem er eine andere Frau heiratet, auch seinerseits Ehebruch. Die Wendung "außer im Fall von Unzucht" bringt also keine Ausnahmeregelung zum Ausdruck, sondern beschreibt lediglich den Umstand,dass ja in diesem Fall der Ehebruch schon begangen ist.


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 SCHLEGL 7. Jänner 2017 
 

@ Bernhard Joseph

Sie haben noch immer nicht verstanden, was Papst Benedikt gesagt hat!Die Exkommunikation macht die WEIHEVOLLMACHT NICHT UNGÜLTIG, sondern UNERLAUBT!Das gilt auch für FSSPX!Die Bischöfe,sogar Williamson sind GÜLTIG geweihte Bischöfe,aber alle SUSPENDIERT!Währen die Bischofsweihen nämlich ungültig,währen auch die Priester von FSSPX KEINE Priester, sondern LAIEN!Dann hätte Papst Franziskus ihnen aber nicht für das Heilige Jahr der Barmherzigkeit die Vollmacht GÜLTIG das Sakrament der Buße zu spenden erteilen können! Ist das klar?
Analog dazu sind alle Hierarchen der Altorientalischen/orthodoxen Kirchen GÜLTIG geweihte Bischöfe,ebenso die Priester,aber weil die Einheit noch nicht hergestellt ist,über diese KEIN Amt in der katholischen Kirche aus. Wird ein altorientalischer/orthodoxer Bischof/Priester katholisch,gehört er automatisch der seinem Ritus entsprechenden katholischen Ostkirche an,wird weder neu geweiht, noch sonst etwas!Ich hoffe, Sie haben das jetzt verstanden?Msgr.Franz Schlegl


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 Bernhard Joseph 7. Jänner 2017 
 

Msgr. Franz Schlegl - 2

"... im Allgemeinen als auch des amtierenden Papstes im Besonderen erklärt, wird seine Exkommunikation zurückgenommen, weil sie nicht mehr begründet ist. So machen wir das in China - und hoffen, dadurch langsam die Spaltung aufzulösen -‚ und so verfuhren wir auch in den hier betroffenen Fällen. Kurz: Aus dem einzigen Grund, dass sie ohne päpstlichen Auftrag geweiht worden waren, wurden sie exkommuniziert; und aus dem einzigen Grund, dass sie nun eine Anerkennung des Papstes aussprachen - wenn sie ihm auch noch nicht in allen Punkten folgen -‚ wurde ihre Exkommunikation zurückgenommen.

Das ist an sich ein ganz normaler rechtlicher Vorgang. Wobei ich sagen muss, dass hier unsere Pressearbeit versagt hat. Es wurde nicht genügend erklärt, warum diese Bischöfe exkommuniziert worden waren und warum sie nun, schon aus rein rechtlichen Gründen, von der Exkommunikation losgesprochen werden mussten.

In der Öffentlichkeit entstand der Eindruck, mit rechtskonservativen Gruppierungen gehe Rom ...


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 Bernhard Joseph 7. Jänner 2017 
 

Msgr. Franz Schlegl / Aus "Lircht der Welt" Papst Benedikt:

"Hier muss vielleicht zur Rücknahme der Exkommunikation selbst etwas gesagt werden. Denn da ist unglaublich viel Unsinn verbreitet worden, auch von gelehrten Theologen. Es ist nicht so, dass diese vier Bischöfe, wie vielfach unterstellt wurde, wegen ihre: negativen Haltung zum Zweiten Vatikanum exkommunizier wurden. Sie waren in Wirklichkeit exkommuniziert, weil sie die Bischofsweihe ohne päpstlichen Auftrag empfangen hatten. Es wurde also nach dem hierfür geltenden Kanon gehandelt, der bereits im alten Kirchenrecht stand. Danach werden jene mit der Exkommunikation belegt, die ohne päpstlichen Auftrag andere zu Bischöfen weihen, und auch diejenigen, die sich so weihen lassen. Sie waren also exkommuniziert, weil sie gegen den Primat verstoßen hatten. Es gibt eine analoge Situation in China, wo ebenfalls Bischöfe ohne päpstlichen Auftrag geweiht wurden und daher nicht in voller Einheit mit dem Papst waren. Nun ist es so: Wenn ein solcher Bischof sowohl die Anerkennung des Primates ..."


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 Josef Menke 7. Jänner 2017 
 

@Bernhard Joseph

Ich möchte Ihnen von ganzem Herzen für diese Klarstellung danken.


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 Bernhard Joseph 7. Jänner 2017 
 

Verehrter Stefan Fleischer,

die Rücknahme der Exkommunikation wegen der illegalen Bischofsweihen bei den Piusbrüdern beruhte nicht auf einem Akt der Barmherzigkeit, sondern entsprach den Regeln des Kirchenrechtes, da die Beteiligten den Primat des Papstes später anerkannt hatten. Darum blieben die Weihen selbst natürlich weiterhin ungültig!

Papst Benedikt hat mehrfach auf diesen Sachverhalt hingewiesen und betont, dass die Rücknahme nichts mit einer positiveren Einschätzung der Piusbrüder zu tun gehabt hätte, sondern rein formale Rechtsgründe hatte, er also so handeln musste, wie auch im Fall illegaler Bischofsweihen in China.

Die Presse hat dann diesen Vorgang unter tatkräftiger Unterstützung innkirchlicher Kräfte zu einem Skandal hochgespielt.

Wenn es progressiven Katholiken in den Kram passt, wird die Wahrheit zur Marginalie.


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 lakota 7. Jänner 2017 
 

@Stefan Fleischer

Sie haben da völlig recht. Mir ist auch schon oft aufgefallen, daß Fehler im menschlichen Bereich schlimmer bewertet werden, als Sünden gegen Gottes Gebote. Und dann soll man das eigene Gewissen entscheiden lassen? Das reagiert bei vielen alles andere als im Sinne Gottes.


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 Chris2 7. Jänner 2017 
 

Im Klartext heißt das doch,

es gibt zwar klare Gebote Gottes und der Kirche, aber sie alle gelten nur so lange, wie mir dies im konkreten Fall pastoral sinnvoll erscheint (und wir reden hier nicht von Ähren am Sabbat). Ich bin immer mehr gespannt auf die Antwort des Papstes. Sollte sie nicht bald kommen, weiß ich jedenfalls, wo ich diese Krise des Schiffleins Petri betend 'ausknien' und auf den nächsten Papst, der sich hoffentlich wieder als Fels Petri erweist, warten werde. Bis dahin halte ich mich an das Bewährte, möglichst auch liturgisch...


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 Stefan Fleischer 6. Jänner 2017 

Nur so als Randbemerkung

In einem anderen Zusammenhang wurde hier auf kath.net der Fall Richard Williamson/ Papst Benedikt XVI erwähnt. Da dachte ich mir: Es gibt sie also doch in den Augen der Welt, ja sogar in den Augen von Katholiken, jene Sünden, denen gegenüber schon die kleinste Regung von Barmherzigkeit absolut verboten ist, bei denen es unter keinen Umständen mildernde Umstände oder ein irrendes Gewissen geben kann, die weitaus unverzeihlicher sind, als selbst das Hinzutreten zum Hochzeitsmahl des Lammes ohne hochzeitliches Gewand, das heisst ohne im Zustand der heiligmachenden Gnade zu sein.


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 Stefan Fleischer 6. Jänner 2017 

Was unser Heiliger Vater

- immer nach meinem persönlichen Empfinden - auch einmal ganz energisch und klar sagen dürfte:
"Man verwechsle nie die pastorale mit der psychologischen und/oder der sozialen Begleitung!"


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 Josef Menke 6. Jänner 2017 
 

@cat

"Auch Jesus ermöglicht Ausnahmen vom grundsätzlichen Verbot der Scheidung und Wiederverheiratung (Mt 5,32; Mt 19,9)."

Jesus lässt nur EINE Ausnahme zu: wenn ein Fall von Unzucht vorliegt. Wir können also nicht von "Ausnahmen" sprechen, sondern von EINER Ausnahme. Bei Markus 10. 5-12, Lukas 16.18, Römerbrief 7.3, 1. Korinther 7. 10-11 lässt sich das klar und deutlich nachlesen.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass in einigen Jahren die entsprechenden Textstellen so "manipuliert" übersetzt werden, dass daraus "viele" Ausnahmen werden. Ganz so, wie ws uns gerade passend ist.

Nach 37 Ehejahren haben meine Frau und ich in guten wie in schlechten Tagen zusammengehalten. Haben 3 Kinder und 2 Enkelkinder bekommen. Das Versprechen galt in der Vergangenheit und wird seltverständlich bis zum Tode gelten, ganz so, wie wir es uns vor 37 Jahren gegeben haben und wie Jesus es gemeint hat. Da gab und wird es KEINE Diskussionen bei uns geben.

Und nichts anderes sagt Jesus über die Ehe.


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 mirjamvonabelin 5. Jänner 2017 
 

Dem Mann, der sich über den Papst aufgeregt hatte

sagte ich, er könne die erste Ehe annullieren lassen, da meinte er es gäbe keinen Annulierunggrund.

AL hab ich bis jetzt nicht gelesen.

Meine Vermutung nach, bewegen sich die meisten Kommentatoren in "vornehmeren" Kreisen als ich, und die Menschen in meinem Kreis sind nicht so aufdringlich wie ich und geben keine Ruhe bis sie eine Antwort gefunden haben.

Tja, "was ist Wahrheit," fragte Pilatus.


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 mirjamvonabelin 5. Jänner 2017 
 

Danke für eure Sorge um mich,

seid unbesorgt mir geht es gut, ich will auch meine Ehe nicht annullieren lassen. Mein Mann hat mich zwar verlassen aber ich wahre "Treue auf Distanz". Das ist eine persönliche Entscheidung. Ich stehe zu meinem Wort, das hat nichts mit Kirche zu tun.

Es ist meine Art in der ich-form zu reden, weil ich ähnliche Situationen erlebe/erlebt habe und mich deshalb hineinfühlen/nachvollziehen kann oder wie man so sagt(habe wirklich nicht studiert).

Ja, und schwere Zeiten hab ich auch erlebt. Hilfe bekam ich nicht vom jeweiligem Ortspfarrer, sondern Patres, Exerzitienleitern, Walfahrbegleitern, Priestern die Laiengemeinschaften leiten, Priestern die Vorträge hielten(live, Tonträger, Internet, Bücher).

Im Sommer ist mir einer begegnet, der geschieden wiederverheiratet war und sich maßlos über den Papst aufgeregt hat, weil er meinte der Papst hat nicht eindeutig gesagt ob die geschiedenen Wiederverheirateten Kommunion empfangen dürfen oder nicht.


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 Stefan Fleischer 5. Jänner 2017 

Eine klare Linie für die betroffenen Seelsorger

würde ich mir auch wünschen in der Frage, wie weit sie aus pastoralen Gründen gehen dürfen, wenn z.B. die Gefahr besteht, dass andere darunter leiden, oder dass daraus ein Präzedenzfall wird ("Was der darf, darf auch ich!)"


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 Martyria 5. Jänner 2017 

@Ninivebote

1) Wollen wir uns jetzt gegenseitig Inkompetenz vorwerfen? Das sollte unter Ihrem Niveau liegen. "Gewichtigkeit" kann ich in anderen Kommentaren als dem Ihren allerdings erkennen.
2) Zur Respektlosigkeit habe ich mich bereits geäußert.
3) Wer des Altgriechischen mächtig ist, muss durchaus ein auf -a endendes Substantiv im Deutschen nicht als primär weibliches Genus und schon gar nicht als Sexus begreifen. Oder fechten Sie lieber mit Frauen? ;-)


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 Elija-Paul 5. Jänner 2017 
 

Keine Missverständnisse bitte!

@cooperator veritatis

Ich hoffe wir reden nicht aneinander vorbei! Ich finde das Wort anschaffen für den Vorgang eines Mißbrauchs des Sakramentes nicht passend!
Darauf wolle ich hinaus! Wenn sie das Wort Praxis verwenden, dann kann ich sagen: Ja, es wäre gut, wenn diese mißbräuchliche Praxis wieder abgeschafft würde! Je früher, desto
besser! Sie schadet der Kirche wie alle
Mißbräuche! Umso trauriger wäre es, wenn dieser Mißbrauch nun als eine gültige Praxis eingeführt würde! Traurig ist aber nicht deutlich genug, sie wäre verheerend! Sie mögen da eine andere
Sicht haben, aber wir finden dann wenigstens in der Gesetzen der Logik zusammen!
Gruß aus Jerusalem!


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 Wiederkunft 5. Jänner 2017 
 

Synodalität

Der Papst ist beseelt von der Idee einer besonderen Synodalität in seinem Pontifikat. In Wien tagen derzeit einige Theologen unter dem Thema: Was kommt nach Papst Franziskus? Auch Frau Polak wird dort zitiert, da sie sich sorgt, das die Reformen nach diesem Papst wieder zurück genommen werden könnten, da der Papst viel Feinde im Vatikan hat. Nach zu lesen, heute in den ORF News. Ob sich der Papst bewusst ist welche Leute, ihn für sich beanspruchen bin ich mir nicht ganz sicher. Aber leider macht er so weiter, denn eine weltweite Jugendbefragung für die Synode 2018 ist schon in Vorbereitung! Warum hat Jesus nicht zuerst eine Umfrage unter den Juden gemacht, ob ihnen die 10 Gebote noch gefallen, oder ob sie sich vorstellen können, dass er der Messias ist!


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 Cat1 5. Jänner 2017 
 

Auch Jesus ...

... ermöglicht Ausnahmen vom grundsätzlichen Verbot der Scheidung und Wiederverheiratung (Mt 5,32; Mt 19,9).
Das Prinzip des "fortgesetzten Ehebruchs" findet sich in der Bibel auch nicht explizit.

Vielleicht haben manch hohe Kirchenvertreter der Vergangenheit die Lehre durch Missinterpretation der Bibel in eine Sackgasse geführt, aus der sie Papst Franziskus behutsam wieder herausführen möchte?

Ist die Lehre der Kirche bei anderen, tatsächlich fortgesetzten Sünden auch so konsequent? Jemand, der im Vollzug der Todesstrafe arbeitet (bspw. in den USA) und seinen Job nicht aufgeben möchte, darf auch nicht zu Kommunion?
Wieviele katholische Unternehmer beuten Menschen irgendwo auf der Welt in Niedrigstlohnländern fortgesetzt aus, gelten aber als "wertvolle" Mitglieder der Gemeinde, ohne Frage mit Zulassung zur Eucharistie?

Oder im "Kleinen": Jemand, der regelmäßig sonntags arbeitet und dies nicht ändern möchte, darf auch nicht zur Kommunion?


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 Ninivebote 5. Jänner 2017 
 

schwadronieren

Liebe Martyria,
wer so undifferenziert von einer Legion theologischer und philosophischer Defizite des Papstes spricht, sollte die Gewichtigkeit anderer Kommentare nicht werten. Schwadronieren kommt ursprünglich aus den Fechtschulen und meint wildes Umherfuchteln. Genau das machen Sie, wenn sie dem Papst unterschieben, gar nicht adäquat auf die Dubia reagieren zu können. Solche Unterschwelligkeiten sind keine sachliche Kritik, sondern schlicht respektlos.


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 Irustdim 5. Jänner 2017 
 

Wenn die Linie klar...

und im Einklang mit der Lehre ist; dann sind zivil wiederverheiratete Personen, deren kirchliche Ehe gültig ist (d.h. es liegen keine der Ungültigkeitsgründen vor), nicht zum Sakramenten der Beichte und Kommunion zugelassen. Schlicht und einfach.


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 Stefan Fleischer 5. Jänner 2017 

Der Papst gibt eine klare Linie vor

Sicher. Aber er reduziert das Problem auf die Frage der Schuld im konkreten Einzelfall und klammert die Frage nach der Sünde an sich aus. Eine solch einseitige Betrachtungsweise kann der ganze Problematik eben nur im Einzelfall gerecht werden, nicht aber im Grundsatz. Sie verleitet zudem dazu, die Sünde an sich - bewusst oder unbewusst - zu rechtfertigen oder zumindest zu verharmlosen. Die Lebensrealität aber ist, dass eine solche Verharmlosung die Verbreitung der Sünde fördert, statt, wie es sich Papst Franziskus vermutlich wünscht, sie einzuschränken oder wenn möglich gar auszurotten. Immer nach meiner Meinung ist die Vorstellung unseres Heiligen Vaters sehr gut gemeint, aber viel zu wenig umfassend durchdacht.


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 Sefa 5. Jänner 2017 
 

@mirjamvonabelin

Ihre Worte haben mich betroffen gemacht. Wir haben in den 70ern aus guten Gründen das Schuldprinzip bei Scheidungen abgeschafft; nicht immer ist nur einer verantwortlich. Vielleicht haben wir darüber vergessen, dass das Böse real existiert, dass es Opfer und Leidende gibt, die des Trostes und der Gnade bedürfen.

Mich irritiert aber der Mittelteil: Eine Eheanulierung bedarf nicht Anstrengungen, sondern bestimmter streng definierter Voraussetzungen. "Wiederheirat" ist nicht, außer der Ehepartner verstirbt. Nach unserer Auffassung wäre das quasi eine Vielehe. Wenn Sie den katholischen Glauben näher kennenlernen, werden Sie es verstehen.

Amoris laetitia ändert daran nichts, kann es nicht. Aber sie bietet immerhin Aussicht auf Trost.

(Unabhängig davon bin ich der Meinung, dass der Staat sich mehr um Unterhaltsschuldner kümmern sollte. Falschparker werden fast strenger verfolgt als Väter, die Frau und Kinder im Stich lassen. Wäre auch ein wirksames Mittel gegen Abtreibungen.)


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 carl eugen 5. Jänner 2017 

Langsam macht es wirklich keinen Spass mehr!

Der Glaubenspräfekt sagt, es gelten die Regeln von Johannes Paul II. und Benedikt XVI. weiter. Der Generalsekretär der Synode sagt das genaue Gegenteil. Entschuldigung, aber das ist wirklich bescheuert! Wann kommt endlich ein Machtwort des Papstes? Sonst sind ihm absolutistische Marotten doch auch nicht fremd.


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 Elliver 5. Jänner 2017 
 

@scopos
Nicht zu vergessen Mt 6,27ff es gilt aber auch Joh 8,3ff

LG & Gottes Segen
Elliver


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 cooperator veritatis 5. Jänner 2017 
 

@SCHLEGL

Geschätzter Monsignore! Danke, dass Sie sich der Sorgen und des Anliegens unserer armen Schwester mirjamvonabelin angenommen haben. Auch ich würde ihr als Laie gern mit Rat und Tat beistehen, weiß aber nicht wie.


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 Mr. Incredible 5. Jänner 2017 
 

Ehrlich?

Diese "AL-Geschichte" ist zu einem einzigen Trauerspiel verkommen.
Selbstverständliche klare Ree ist es nicht mehr, und man dreht sich nur noch im Kreis. Das muss doch für die "Progressiven" ebenso ärgerlich sein.
Aber mit gesundem Menschenverstand hat das schon lange nichts mehr zu tun.
Die normalen, einfachen Menschen (noch nicht einmal Christen notwendigerweise) werden sich von diesem Unsinn abwenden. Die Bischöfe machen Theater mir für sich selbst. Die Wirklichkeit der Entchristlichung ist viel schneller und wirksamer als die Kurie.
Das ist mittlerweile so wie mit den Menschen in Deutschland und den etablierten Politikern. Diese sind uninteressant geworden.


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 cooperator veritatis 5. Jänner 2017 
 

@Elija-Paul

Die Denkgesetze der Logik sollen auch in diesem Forum nicht ganz zu kurz kommen. Daher muss ich Sie bitten, mir zu erklären, warum Sie glauben, dass eine gängige, aber unerlaubte Praxis nicht abgeschafft werden kann.


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 zeitundewigkeit 5. Jänner 2017 
 

zeitundewigkeit

Hier spricht der Präfekt der Glaubenskongregation:

http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/muller/rc_con_cfaith_doc_20150916_gott-oder-nichts_ge.html


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 quovadis 5. Jänner 2017 
 

Muss man den Einzelfall sehen? (2)

In seltenen Fällen auch unter Zuhilfenahme ALLER Stärkungsmöglichkeiten der Kirche (Kommunion), mit dem ZIEL, dass man die Wahrheit erkennt und tut, und dass die Seele gerettet wird. - Nichts anderes sagt der Papst. Und ich mein: Dass so vorzugehen ist, ist eigentlich KLAR. - Dass es dabei auch Missdeutungen geben wird, ist auch ganz klar. Missdeutungen in ALLE Richtungen. So wie es das auch bisher gab, mag der Papst noch so heilig gewesen sein.


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 quovadis 5. Jänner 2017 
 

Muss man den Einzelfall sehen? (1)

Wenn jemand sagt, er habe den Nachbarn geschlagen, kann man da - ohne auf diesen Einzelfall genauer einzugehen - klar sagen, ob es eine schwere Sünde sei oder nicht? Ob der Betreffende zur Kommunion gehen könne oder nicht? Es gilt doch: "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen." - Darf der Betreffende, wenn er sonst keine schwere Schuld hat, zur Kommunion gehen? Ja oder nein? -
Man kann das nicht so einfach beantworten, man muss den Einzelfall genauer anschauen. Da gibt es doch die Möglichkeit, er hat in Selbstverteidigung gehandelt, oder er habe ihn töten wollen, und vieles andere, das zu beachten ist. Die konkrete Situation eines (Ehe)Lebens kann sehr kompliziert sein. -
- Bei der konkreten Suche nach der richtigen Entscheidung wird es immer Dubia geben. Und diese sind nur in der Weisheit Gottes zu lösen. In aufrichtiger SUCHE nach der Wahrheit. In Beratung mit dem betenden Priester….


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 Katholicus 5. Jänner 2017 
 

Die Praxis

in D. ist übrigens so, dass jeder Gottesdienstbesucher die Sakramente Kommunion usw.auf Wunsch erhält. Es gibt keine Prüfung des Status ob geschieden und wieder verheiratet usw. Der Ortspfarrer müsste auch diejenen kennen die wvg sind. Auch den evangelischen Christen wird die Kommunion angeboten. In der Regel ist allerdings der Pfarrer vom indischen Subkontinent vor Ort. Der kennt persönlich niemanden. Der Pfarrer sagte mir, dass er um jeden und jede froh sei der/die käme. Weihnachten 2016: Pfarrkirche Kleinstadt 16 000 Einwohner. 10 000 Katholiken.
Aber fast nur Karteileichen. 180 Plätze in der Kirche. Am 1. Feiertag 45 Plätze besetzt. Festlicher Gottesdienst. Mehr als die Hälfte Rentner. Einige Familien mit Kindern unter 12 Jahren. Kein einziger Teilnehmer den man als Jugendlichen bezeichnen könnte.
Das sind die Probleme. Diesen Gläubigen kann man nicht mit Dubia kommen.


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 scopos 5. Jänner 2017 
 

Ohnehin eindeutig, was Jesus dazu lehrt. Es bedarf keiner/s weiteren Erläuterung,

außer für Pharisäer, die eine andere Lehre dazu möchten oder gar Fallen stellen wollen. Auf deren Frage kommt eine klare Antwort, warum Ehe nicht getrennt werden kann und welche einzige Ausnahme für eine Entlassung besteht.

Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen?

Mt 19,4 Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat
Mt 19,5 und dass er gesagt hat:

Mt 19,6 Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Mt 19,7 Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, dass man (der Frau) eine Scheidungsurkunde geben muss, wenn man sich trennen will?
Mt 19,8 Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so.
Mt 19,9 Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch.


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 SCHLEGL 5. Jänner 2017 
 

@mirjamvonabelin

Ihr zuständiger Pfarrer sollte sich nach Vereinbarung einer Sprechstunde schon so viel Zeit nehmen, Sie anzuhören!
Wenn Sie eine Annullierung möchten, melden Sie sich einfach telefonisch beim Kirchengericht Ihrer Diözese zu einem Gespräch an. Nicht selten sind es Damen, die als Anwältinnen am Kirchengericht fungieren und sehr gut und einfühlsam Gespräche führen. Jedenfalls ist das in der Erzdiözese Wien der Fall. Das Gespräch kostet NICHTS!Msgr. Franz Schlegl


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 Helena_WW 5. Jänner 2017 
 

@mirjamvonalbin : ja die kleinen Christen fühlen sich verlassen

wenn sie die Kirche aufsuchen um Trost zu finden werden sie auch noch beschimpft(Sakristeichristen und so) und ihre Sorgen lächerlich gemacht.(vermeintlich unbegründete Angst vor sowieso..)

Auch für normale Familien, Ehen mit ihren Alltagsorgen und Lasten oder wo z.B. zusätzlich der eine Eheparter schwer chronisch krank ist, was auch für eine Ehe und für beide Ehepartner schwer zu tragen ist, haben die Priester keine Zeit und keinen Blick mehr für die Lebensituationen ihrer kleinen Schafe.


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 Bernhard Joseph 5. Jänner 2017 
 

@Elliver

Warum dann diese Furcht davor die Fragen der vier Kardinäle zu beantworten, wenn doch der Papst Al auf dem Boden der Lehre der Kirche sieht.

Für mich sind diese Versicherungen solange Schall und Rauch, wie die Dubia nicht beantwortet sind. Hier hilft auch kein Lavieren und leeres Bekunden der Treue zum Wort Christi.

Auch was Kardinal Schönborn zu AL schreibt hat für mich als Katholik keine bindende Kraft, denn der Präfekt der Glaubenskongregation, Kard. Müller, sieht es genau anders.

Ja und der Kurienkardinal(!) Brandmüller sagt beim Thema Wiederverheiratete Geschiedene "geht es hier salopp gesagt um die Wurst - nämlich um den Kern des Ganzen, um die Glaubenslehre...Wer fortgesetzten Ehebruch und den Empfang der Heiligen Kommunion für vereinbar hält, ist Häretiker und treibt das Schisma voran."

Da sind also schwergewichtige Einwände vorhanden, die man doch nicht wegreden kann.

Wahrheit gibt es oder es gibt sie nicht. Gibt es sie nicht im absoluten Sinn, dann ist AL überflüssig.


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 Elliver 5. Jänner 2017 
 

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Aus: Vorstellung des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris laetitia (L`Osservatore Romanum vom 15.04.2016)
(…) „Wenn man die zahllosen Unterschiede der konkreten Situationen (…) berücksichtigt, kann man verstehen, dass man von der Synode oder von diesem Schreiben keine neue, auf alle Fäle anzuwendende generelle gesetzliche Regelung erwarten durfte. (AL 300)“ (…) Und Papst Franziskus erinnert noch einmal an die Notwendigkeit, die Situationen gut zu unterscheiden nach der Linie von Familiaris consortio (84) von Johannes Paul II. (AL 298). (…)Im Sinne dieser „via caritatis“ (AL 306) sagt der Papst dann schlicht und einfach „in einer Fußnote“ (351), dass auch die Hilf der Sakramente „in gewissen Fällen“ gegeben werden kann. Dazu bietet er keine Kasuistik, keine Rezepte.
Die Fußnoten dürften bekannt sein.


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 Elliver 5. Jänner 2017 
 

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Sehr geehrter Herr Bernhard Joseph,
die Dubia werde ich selbstverständlich nicht beantworten.
Papst: «Amoris laetitia» steht auf dem Boden kirchlicher Lehre
Franziskus sagte vor den Vertretern des Bistums Rom weiter, es gehe darum, im Umgang mit Familien, deren Lebenssituation nicht der kirchlichen Lehre entsprechen, weder in Laxheit noch in Rigorismus zu verfallen. Oft wolle man, dass die kirchliche Lehre eine «mathematische Gewissheit hat, die nicht existiert».
Papst: Zu 'Amoris laetitita' auch das Exposé von Schönborn lesen
sagte der Papst "Ich könnte schon sagen: Ja. Aber das wäre eine zu kurze Antwort. Wenn Sie die Einführung von Kardinal Schönborn, der ein großer Theologe ist, zu dem Text lesen, dann haben Sie die Antwort", so Franziskus laut Radio Vatikan.


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 mirjamvonabelin 5. Jänner 2017 
 

Wie ich das sehe....

Ich bin ungebildet, habe Migrationshintergrund, bin arm, vom Mann verlassen....

Die meisten Priester geben sich mit mir nicht ab, haben keine Zeit... keine Antworten auf meine Fragen....

Meiner Meinung nach, hat es der Papst so gemeint, das die geschiedenen Wiederverheirateten eine intensive Klärung ihrer Situation mit Hilfe eines Priesters bedürfen. Sie müssen zu einer der kirchliche Lehre entsprechenden Lösung kommen.
Aber wie gesagt, wenn man arm, ungebildet, unbedeutend ist, haben die Priester "keine Zeit".

Man beachtet in diesem Sinn, die erleichterte Eheanulierung des Papstes. Aber natürlich, eine Eheanulierung bedarf Anstrengung, Ehrlichkeit, kennenlernen des katholischen Glaubens....und das alles mit Hilfe eines Priesters....aber wer hat schon so viel Zeit???

Aber wie gesagt, das ist die Meinung einer armen(finanziell), verstoßenen Frau....


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 Elija-Paul 5. Jänner 2017 
 

In der Wahrheit leben!

@cooperator veritatis
Ich glaube nicht, daß es den deutschsprachigen Diözesen zum Segen gereicht, daß sie im Ungehorsam die Kommunion den WvG reicht! Im Gegenteil! Vielleicht ist dies sogar u.a.
ein Grund, warum diese Diözesen geistlich so schwach ist wie insgesamt die Kirchen in diesen Ländern (Austria, Deutschland, Schweiz),sie innerlich wie kraftlos wirken! Man kann die gängige Praxis in jenen Diözeses eigentlich nicht abschaffen, weil das nie erlaubt war! Man kann nur und sollte mit dem Mißbrauch aufhören! Wenn sich der Papst dafür einsetzen würde, wäre ich ihm so dankbar wie Johannes Paul II. der durchgesetzt hat, daß die Schwangerenberatung keine Scheine mehr ausstellt, die zum Töten unschuldiger Kinder berechtigt! Man kann andere Wege finden, die den WvGs wirklich dienen und nicht eine irreguläre Situation mit einer noch irreguläreren Situation beantworten! Wenn man übrigens etwas nicht ernst nimmt heißt das nicht, daß es nicht doch wahr ist!


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 Helena_WW 5. Jänner 2017 
 

EB Zollitsch hatte sich seinerzeit für BP Wulf Kommunion WVG

stark gemacht, siehe https://www.welt.de/politik/deutschland/article13577125/Erzbischof-Zollitsch-will-Menschen-wie-Wulff-helfen.html

mich hat das damals schon sehr irritiert. Gegen die eindeutige Lehre der katholischen Kirche Polit Popanz. An die erste Frau des Herrn Wulf und Tochter wurde nicht gedacht. Die war einfach aussortiert worden, nachdem sie in jüngeren Jahren selbst zurückgestanden, für die Familie da war, die Karriere des Herrn Wulf unterstützt hatte.


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 Josef Menke 5. Jänner 2017 
 

@Hortensie

Nach einer Scheidung keine neue Liebesbeziehung eingehen zu dürfen, ist sicherlich nicht einfach. Aber darum geht es doch nicht. Es geht um Jesu Aussagen: „Was Gott verbunden hat, dass darf der Mensch nicht trennen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein.“ Ansonsten werden immer mehr Aussagen Jesu dem Zeitgeist angepasst. Wer würde eine Abtreibung, falls die Frau noch sehr jung und finanziell nicht gut gestellt ist, aus Barmherzigkeit nicht als „Ausnahme“ für gutheißen? Nein, Jesus war sehr konsequent und das sollte auch sein Stellvertreter auf Erden sein. Sinnvoll wäre es sicherlich, bei der so liberalen, freien und „alles ist erlaubt“ Welt eine Kehrtwendung anzustoßen.
Hilfreich könnte der Brief des Apostels Paulus sein: 1. Korinther 6, 9-20.


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 Fides Mariae 5. Jänner 2017 
 

@Hortensie: Christentum ist heroisch,

und dazu hilft nur die Gnade.
Jeder von uns, der den Glauben ernsthaft lebt, kommt an den Punkt, wo eine heroische Entscheidung notwendig ist. Das ist das Kreuz.
UND: Selbst wenn man mit 26 von seinem Mann verlassen wird: GOTT darf man immer lieben.


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 frajo 5. Jänner 2017 

Ist es wirklich richtig,

sich über unseren Petrus zu äußern, als stehe fest er sei ein Antichrist. Er sei im Unrecht, er spalte die Kirche, er ...

Ich kenne keine einzige Aussage Jesu, die zu der Aussage "auch ich verurteile dich nicht" in Widerspruch stehen würde. Wieviel von Verurteilung meine ich in den Kommentaren zu lesen. Jesus jedenfalls fordert uns bestimmt nicht dazu auf.

Sagen wir nicht, im Beichtstuhl spricht Jesus selbst? Wenn P. Franziskus von über 50 oder mehr % von ungültigen Ehen spricht (in Südamerika und nicht in D!); warum darf er im Beichtstuhl dann nicht so sprechen wie er es für richtig hält? Hat er nicht auch David nicht verurteilt, weil er auf der Flucht vor König Saul die Schaubrote gegessen hat, die ihm bei Todesstrafe zu berühren verboten war? Wie kommen wir dazu, eine ungültige Ehe - die vielleicht erst nach vielleicht 5 Jahren vor dem Ehegericht für ungültig erklärt worden ist /werden wird - für unauflöslich zu erklären?

Warum sollte die Einzelfallbeurteilung unzulässig sein?


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 Bernhard Joseph 5. Jänner 2017 
 

@Katholicus

Und warum will der Papst die Dubia der vier Kardinäle nicht beantworten!

Gottes Worte sind heute wieder zu hart geworden, als das sie für progressiv gestimmte Kräfte in der Kirche erträglich wären.

Es waren auch schon bei Jesus die vielen Jünger, die seine Worte für unerträglich hielten (Joh 6,60).

Mich dünkt immer mehr, dass hier noch viel weitergehende Interessen im Spiel sind als nur die Zulassung von WvG zur Kommunion. Ist die Ehe erstmal relativiert, ist auch die Schöpfungsordnung lediglich ein Ideal, das meistens eben nicht erreicht wird und damit eigentlich keine tiefere Relevanz in der Lebenswirklichkeit hat.

Nun, der Papst wird das vor Gott verantworten müssen, hoffen wir, dass er das kann!


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 cooperator veritatis 5. Jänner 2017 
 

Einzelfallsentscheidungen; Praxis

Lieber Elija-Paul! Als Jurist kann ich von den "Einzelfallsentscheidungen" ein Lied singen. Seit der griechisch-römischen Antike haben sich Generationen von Juristen und Philosophen daran die Zähne ausgebissen. Die lateinische Formel dafür klingt wunderschön und scheint glasklar: "ius suum cuique tribuere" - jedem das Seine bzw. sein Recht zuteil werden lassen. Aber wenden Sie diese Formel einmal auf einen konkreten Fall an. Viel Glück, kann ich dazu nur sagen.
Und was die von Ihnen erwähnte "bisherige Praxis" anlangt: Würde man diese gemäß Ihrer Anregung ÄNDERN, müsste man in den meisten Diözesen deutscher Zunge den Kommunionempfang wiederverheirateter Geschiedener ABSCHAFFEN!
Und noch ein Letztes: Ist nicht das Verbot des Schwörens, das Jesus in Mt 5,33-37 ausspricht (und in Jak 5,12 in Kurzfassung wiederholt wird), um vieles eindeutiger als manch anderes im NT? Und können Sie bestätigen, dass dieses Verbot jemals ernst genommen wurde?


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 Katholicus 5. Jänner 2017 
 

Klare Linie

war schon vor dieser Einlassung des Kardinals da. Einige Kardinäle verstehen halt nicht gleich was tausende Kardinäle und andere sofort verstehen. Ist nichts Neues verkündet worden. Es lebe Papst Franziskus.


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 Katholicus 5. Jänner 2017 
 

Diese Klarheit war schon da.


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 Ninivebote 5. Jänner 2017 
 

Hochmut

Hier über die theologischen Defizite des Papstes zu schwadronieren, ist schlichtweg hochmütig und überheblich. Der Respekt vor dem Lehramt und vor der großen Mehrheit der Synodenmitglieder, die zwei Jahre lang mit den Fragen gerungen haben, ist in rasender Geschwindigkeit bei denen abhanden gekommen, die jahrelang genau diesen Respekt unentwegt eingefordert haben und jede Kritik an den Vorgängerpäpsten vehement abgelehnt haben.


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 Herbstlicht 5. Jänner 2017 
 

@Martyria

Wenn Papst Franziskus endlich Stellung beziehen würde, würde das bedeuten, dass er sich öffentlich positionieren müsste: Lehre ändern oder nicht.
Diese Klarstellung scheut er vermutlich.
Doch etwas ungeklärt zu lassen, ist ungeheuer belastend für die Lehre, für die Kirche, für die Gläubigen.
Kann er das vor sich verantworten?
Mit freundlichem Lächeln und medienwirksamen Gesten allein ist nichts gewonnen, das funktioniert nur für eine gewisse Zeit, nicht auf Dauer.
Es liegt allein an ihm.
Auch wüssten wir dann endlich, woran wir mit ihm sind.


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 Ottaviani 5. Jänner 2017 

@Gabrinus

Ich nehme den Kardinälen die die Dubia verfasst haben nicht ab daß sie es nicht verstanden haben und eine Aufklärung wünschen da sie mit ihrem Gang an die Öffentlichkeit gezeigt haben sie wollen Kirchenpolitik betreiben
Auf die Beantwortung solcher Fragen in Form von Dubiae wartet man oft mehrere Jahre


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 Helena_WW 5. Jänner 2017 
 

Wir haben doch schon eine klare Linie von Gott wie Jesus Christus uns selbst gelehrt hat

Warum soll das jetzt unterminiert werden?


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 Martyria 5. Jänner 2017 

@Herbstlicht

Sie schreiben: "Viele fordern bzw. wünschen sich endlich eine fundierte Stellungnahme von Papst Franziskus."

Genau darin sehe ich das große Problem. Die theologischen und philosophischen Defizite von Papst Franziskus sind mittlerweile fast Legion, und immer wieder "schafft" er es, lächelnd und medienwirksam mit Flapsigkeiten oder klammheimlich mit Härte darüber hinweg zu täuschen.

Ich fürchte, er _kann_ auf die Dubia gar nicht adäquat reagieren - und mit denjenigen, die es vielleicht könnten, hat er es sich bereits verscherzt. (Wobei eine Widerlegung der Dubia schon vieler argumentativer Klimm- und Winkelzüge bedürfte.)


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 Herbstlicht 5. Jänner 2017 
 

Kardinal Baldisseri:
Einzelfallentscheidungen statt "trockene theologische oder formale Fragen".
Diese Wortwahl empfinde ich als Beleidigung der Worte Jesu. ER nämlich hat sich stets eindeutig geäussert.

Es stimmt halt einfach nicht, dass bei der Beurteilung von AL alles klar ist.
Bischof Elbs sagt, die Lehre habe sich geändert, Kardinal Marx sagt genau das Gegenteil.
Viele fordern bzw. wünschen sich endlich eine fundierte Stellungnahme von Papst Franziskus. Solange er diesen Wünschen nicht nachkommt, wird es keine Ruhe geben.
Warum entzieht er sich dieser so wichtigen Aufgabe und lässt andere für sich sprechen?
Es muss ihm mittlerweile doch klar geworden sein, dass durch sein Nichtreagieren viel Schaden angerichtet wurde und noch immer wird.
Um des inneren Friedens der Katholiken und aller Gutgläubigen willen sollte er sich endlich aufraffen, das Notwendige zu tun.


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 Gambrinus 5. Jänner 2017 
 

Wenn das alles so völlig klar ist...

... dann kann man es ja vielleicht auch denen erklären, die es nicht verstehen.
Nur zu sagen "es ist eh alles klar" reicht nicht. Die "dubia" der vier Kardinäle haben eine klare und ausführliche Antwort verdient. Bisher ist nämlich überhaupt nicht klar, wie das "Eingehen auf besondere Situationen" mit der Unauflöslichkeit der Ehe unter einen Hut gebracht werden kann.


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 nicodemus 5. Jänner 2017 
 

Verstehe ich AL richtig?

Ab sofort entscheide nicht mehr ich, ob mein vergehen Sünde ist, sondern bei der Einschätzung - beim Papst beginnent bis zum Kaplan/Vikar - der mir die Beichte abnimmt!Und wenn das bei AL so ist, dann bin ich auch bei allen anderen Sünden - aus dem Schneider!
Nur, ich muss einen s u b i e k t i v
eigestellten Priester finden, dann ist alles klar! Wo sind wir gelandet?!


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 kreuz 5. Jänner 2017 

klar ist nur die Spaltung die für Viele zu sehen und zu

spüren ist.
showdown ist in diesem Fatima-Jahr, da wette ich einen Capuccino.
gesegnetes Neues Fatima-Jahr 2017 allen noch ╬

www.kathtube.com/player.php?id=2887


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 Elija-Paul 5. Jänner 2017 
 

Unverständlich?

@julifix ????
Vielleicht stehe ich irgendwo auf dem Schlauch! Aber ich verstehe nicht, was Sie mir sagen wollen! Sorry!


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 Elliver 5. Jänner 2017 
 

Ja, ja, nein, nein im Kontext

Mt 5,33ff
Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs. Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen. Eure Rede sei: Ja, ja, nein, nein; was darüber hinausgeht ist vom Bösen.


LG & Gottes Segen
Elliver


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 tünnes 5. Jänner 2017 
 

Ziel müsse die Integration der Menschen in das Leben der Kirche sein, "nach den Möglichkeiten, dem zurückgelegten Weg und den Modalitäten jedes Einzelnen".

Die Praxis wird so aussehen, dass sich k e i n Priester finden lassen wird, der wiederverheiratetgeschiedene n i c h t zur Kommunion zulässt, weil diese spätestens beim Bischof auf B a r m h e r z i g k e i t stoßen werden.


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 Hortensie 5. Jänner 2017 

Wie schwer es ist

Wissen eigentlich alle, die Papst Franziskus kritisieren, wie schwer es ist, z.B. mit 26 Jahren von seinem Ehepartner verlassen zu werden und man nachher nie mehr einen andern lieben darf? Das ist schon ein heroischer Akt, in diesem Alter.


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 Elliver 5. Jänner 2017 
 

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Dem füge ich hinzu: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden und nach dem Maß, nach dem ihr messt, werdet ihr gemessen werden.“ (Mt 7,1f)
LG & Gottes Segen
Elliver
PS: Wir sollten für unsere Hirten und für die WvG beten, für Glaube, Treue, Erkenntnis und Weisheit.


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 Elliver 5. Jänner 2017 
 

4

Wenn ein WvG durch eine Beichte ein Gotteserlebnis haben kann und auch dann wirklich bekehrt und die zweite Verbindung dann im Anschuss tatsächlich als „Josefsehe“ geführt wird, was haben wir dann verloren? Und wenn ein WvG bei einer Beichte „flunkert“, nicht bereut, oder einfach so zur Eucharistie geht etc., dann wird Gott über die jeweilige Person zu richten wissen – so wie er uns alle richten wird. Jeden nach seinen Werken, Worten und Gedanken.
Und wenn in Anlehnung an das Gleichnis vom Zöllner und Pharisäer, ein Geschiedener ein demütiges Gebet spricht und der sog. gläubige Mensch denkt „Gott sei Dank, bin ich besser als dieser dort!“, wer wird wohl bestehen(Lk 18,9-14).
Wie carl eugen bereits woanders kommentiert hat: „Geht durch das enge Tor! Denn weit ist das Tor und breit der Weg, der ins Verderben führt, und es sind viele, die auf ihm gehen. Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und es sind wenige, die ihn finden.“ (Mt 7,13f)


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 Elliver 5. Jänner 2017 
 

3

Die Aufgabe WvG in die Kirche zu (re)integrieren, ist unsagbar wichtig, vor allen Dingen um der Kinder willen. Wenn also ein WvG durch die Beichte oder die Eucharistie wieder in den Schoß der Mutter Kirche zurückkehrt, was geht uns dabei ab? Wir finden eine Person, die zuvor verloren war –eine Schwester oder einen Bruder(Lk Kap. 15). Wie in AL ebenfalls geschrieben steht ist und bleibt die Scheidung ein Übel insbesondere unserer Zeit. Ferner werden durch AL bereits viele WvG ausgeschlossen, jene, die nach der Scheidung unmittelbar wieder eine neue Partnerschaft beginnen oder diese Fortführen, nur jetzt weltlich legitimiert.
Der Ansturm auf die Eucharistie von WvG ist in meinen Breitengraden nicht erfolgt. Viell. ist es bei euch anders.


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 Cosmas 5. Jänner 2017 
 

Ja! Eine klare Linie zur Unklarheit!

..was offenbar dem Grundcharakter dieses Pontifikats entspricht!


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 elisabetta 5. Jänner 2017 
 

Jesus hat nicht...

...von Einzelfallentscheidungen gesprochen, sondern hat ganz klar und deutlich gesagt: Euer Ja sein ein Ja, euer Nein ein Nein, alles andere kommt vom Bösen. Aber wenn man die Gebote Gottes und der Kirche als trockene Formalitäten sieht, dann ist das der heutigen Gesellschaft natürlich nicht mehr zumutbar, sie müssen situationselastisch für jeden Einzelnen angepasst werden. Das heißt, jeder kann so leben wie er will und Gott hat kein Wörtchen mitzureden.


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 Laus Deo 5. Jänner 2017 

Kardinal Müller

Der Chef der Glaubenkongregation (diese Institution sichert die Lehre) hat bezüglich der Dubia nicht antworten dürfen aber klar auf das Schreiben von Papst Benedikt an die Bischöfe verwiesen wo es klar heisst: Wiederverheiratet dürfen NUR UNTER ENTHALTSAMKEIT zur Kommunion und Beichte, alle anderen pastoralische Handlungen sind nicht in Vereinbarung mit der Offenbarung Christi. Nach dieser Aussage von Kardinal Müller kam weder vom Heiligen Vater noch vom Vatikan eine Korrekt somit ist das eine Bestätigung die für alle gilt. Ansonsten ist es wirklich eine IRRLEHRE.


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 bernhard_k 5. Jänner 2017 
 

Eines ist klar: Argumentieren sieht anders aus!

Im Einzelfall fällt der Regen einfach von unten nach oben ... schon klar ...


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 Kostadinov 5. Jänner 2017 

Franziskus hat in der Tat eine klare Linie...

Lifesitenews (und dass sind m.E. keine Piusbrüder) hat die Linie noch einmal konsequent aufgezeigt in diesem Artikel: https://www.lifesitenews.com/news/2016-the-year-pope-francis-finally-showed-his-hand


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 W.S. 5. Jänner 2017 

Dubia

Mittlerweile hoffe ich wirklich, dass eine Korrektur durch die Kardinäle erfolgt. Dann sind endlich klare Linien gegeben.


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 julifix 5. Jänner 2017 

@Elija-Paul

Entschuldigung, aber genau das habe ich erwartet. Nichts an AL ist unklar, ausser man möchte es im eigenen, liberalen und bequemen Sinne verstehen! Und genau das tut besonders ein großer Teil der deutschen katjolischen Kirche und deren Hirten seit den 68igern. Es ist dasselbe, wie mit dem II. Vatikanum. Auch hier wollte jeder das verstehen und rauslesen, was ihm gerade bequem war und seinem Sinnen entsprach. Ich kann langsam Euer Gejammer nicht mehr hören!! Haltet Euch an die Wahrheit und die heißt Jesus Christus und seine Aussagen sind so klar wie Wasser! "Leider" schumeichelt Christi Lehre halt nicht den Ohren, wie das so viele gerne hätten. Papst Franziskus hält klare Linie, wenn man es denn sehen will!


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 Bernhard Joseph 5. Jänner 2017 
 

Die kirchliche Lehre gibt eine klare Linie vor

"Wer fortgesetzten Ehebruch und den Empfang der Heiligen Kommunion für vereinbar hält, ist Häretiker und treibt das Schisma voran."

Das sagt kein Geringerer als Kurienkardinal Brandmüller und an diesem Satz kommt auch der Papst nicht vorbei!

Die Quadratur des Kreises, die hingegen der Generalsekretär der Familiensynoden zu verteidigen sucht, wird lediglich in der sukzessiven Entleerung der Lehre enden.

Statt einem festen Glauben werden dann Stürme subjektiver Glaubensbefindlichkeit die Planken des Schiffes Kirche zum Bersten bringen. Die vier Kardinäle versuchen den harmlos erscheinenden, aber darum nur umso gefährlicheren Anfängen der Substanzkrise zu wehren. Beten wir, dass die Relativierung der Lehre, die hier der Generalsekretär der Familiensynoden vertritt, sich nicht durchsetzt.


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 Elija-Paul 5. Jänner 2017 
 

Leider wieder äußerst unklar!

Einzelfallentscheidungen statt "trockene theologische oder formale Fragen". Zugleich betonte der Kardinal, die Normen der Kirche würden nicht verändert und trügen auch "traditionellen moralischen Überlegungen" Rechnung.

Die theologischen oder formalen Fragen sind nicht trocken, sondern das notwendige Gerüst, um die einzelnen Fälle gemäß der Lehre der Kirche richtig zu behandeln!

Entschuldigung, aber ich kann es bald nicht mehr hören! Sagt doch einfach, daß Ihr die bisherige Praxis ändern wollt, daß subjektive statt objektive Kriterien in Zukunft gelten, daß Familiaris consortio an bestimmten Punkten nicht mehr gilt und überholt ist usw. Sagt doch einfach, daß Ihr ein andere Kirche wollt, eine barmherzige nach Euren Vorstellungen, daß wir anderen die Rigoristen sind, die nichts verstehen, die sich hinter Moralvorstellungen vestecken usw., nicht erleuchtet sind usw. Das könnt Ihr ruhig sagen, wichtig ist jedoch nur die Wahrheit und damit habt Ihr Probleme!


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