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China: Behörden verschärfen ihren antichristlichen Kurs

18. August 2016 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Christen sollen Rente und Sozialhilfe gestrichen werden, wenn sie zur Kirche gehen


Hangzhou/Midland (kath.net/idea) In China haben die kommunistischen Machthaber ihren antireligiösen Kurs in mehreren Provinzen erneut verschärft. Das meldet die Menschenrechtsorganisation China Aid (Midland, US-Bundesstaat Texas). In der Provinz Guizhou kündigten Behörden offenbar an, älteren Christen die Renten- oder Sozialhilfebezüge zu streichen, wenn sie weiterhin Gottesdienste besuchten. Die Provinzregierung rief die lokalen Verwaltungen auf, Christen eine entsprechende Erklärung unterschreiben zu lassen. In Hangzhou (Provinz Zhejiang) haben Behörden unterdessen eine prominente, rund 2.000 Mitglieder zählende Hauskirche wegen „unerlaubter Zusammenkünfte“ schließen lassen. Hinzu kämen Sicherheitsbedenken im Vorfeld des G20-Gipfels am 4. und 5. September, hieß es. Dann werden in der Millionenmetropole die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern zusammenkommen.


Der Präsident von China Aid, Bob Fu, forderte US-Präsident Barack Obama auf, die Menschenrechtslage in China während des G20-Gipfels anzusprechen. Er solle sich dafür einsetzen, dass inhaftierte Pastoren und Menschenrechtler zügig freigelassen würden.

Täglich werden 10.000 Chinesen Christen

Das Zentrum für Studien der Weltchristenheit am theologischen Gordon-Conwell-Seminar in South Hamilton bei Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) schätzt, dass in China 111 Millionen Christen leben. 90 Prozent davon seien Protestanten, die meisten Pfingstkirchler.

Jeden Tag würden 10.000 weitere Chinesen Christen. Bereits jetzt sei China das Land mit der drittgrößten christlichen Bevölkerung nach den USA und Brasilien. Andere Schätzungen gehen von bis zu 130 Millionen Christen in China aus.

Der kommunistischen Regierung ist diese Entwicklung ein Dorn im Auge. Sie fürchtet, dass Christen zu viel Einfluss bekommen könnten. Aus diesem Grund hat die Regierung verschiedene Maßnahmen ergriffen. So sollen Religionsvertreter künftig sogenannte Berechtigungsausweise erhalten, die ihnen die legale Ausübung ihrer Arbeit ermöglichen. Ziel ist es, so Menschenrechtsbeobachter, auf diese Weise die religiösen Gruppen im Land besser zu kontrollieren. Wer kein solches Dokument vorweisen könne, dem soll nach Vorstellung des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten künftig die Ausübung seiner Religion untersagt werden. Die Volksrepublik China hat 1,4 Milliarden Einwohner.

China: Behörde reißt Kirche ab (2014)- Gemeinde hatte wochenlang vergeblich einen menschlichen Schutzwall gebildet - Gebäude hatte Architekturpreis (engl.)


China fragt nach Christus -- Kirche und gesellschaftlicher Wandel im Reich der Mitte


Chinesische evangelische Christen erhalten eigene Bibeln - bewegend!



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Lesermeinungen

 Suebus 18. August 2016 
 

Sorry, aber...

diese Meldung kann nicht ganz stimmen!

Die Kirchen in China haben oft Grundbesitz, d.h. sie sind - zumindest - als juristische Personen anerkannt.
Man kann nicht eine Organisation einerseits als juristische Person anerkennen und andererseits ihre Mitgliedschaft verbieten!
Natürlich sind das die "offiziellen" Kirchen, aber die Grenze zwischen "offiziell" und "Untergrund" verschwimmt vielerorts immer mehr.

Möglicherweise werden Beamten Beamten bzw. Parteimitgliedern die Pensionen gestrichen werden, wenn sie in die Kirche gehen. Oder anderen Leuten, wenn sie in eine Untergrundkirche gehen. Wenn dem so wäre, wäre das keine gute Sache, in der Absolutheit, wie der Artikel es kolportiert, kann es nicht stimmen.


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