Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  4. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  10. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  11. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  12. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  13. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  14. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  15. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt

Zur Demut durch Erniedrigung – der Weg der Heiligkeit

1. Februar 2016 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Es ist schwierig, dass die Wunden der Korruption heilen. Das prophezeiende Verhalten des Königs David. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der vierten Woche im Jahreskreis konzentrierte sich Papst Franziskus auf die Geschichte von König David, wie sie in der Lesung aus dem zweiten Buch Samuel (2 Sam 15,13-14.30; 16, 5-13a) berichtet wird, und ergänzte diesen Text mit dem Bericht über Gottes Strafe für David und die Hilfe des Propheten Natan (2 Sam 12,1-25).

König David, „der Heilige und Sünder“, sei kurz davor, der verdorbenen Korruption zu verfallen. Doch der gottgesandte Prophet Nathan lasse ihn begreifen, welch großes Übel er angerichtet habe. David sei ein Sünder, jedoch nicht korrupt, da sich ein Korrupter dessen nicht bewusst sei:

„Es bedarf einer besonderen Gnade, um das Herz eines Korrupten zu ändern. Und David, der ein edles Herz hatte – ‚Richtig, ich habe gesündigt!’ –, erkennt seine Schuld an. Und was sagt Natan? ‚Der Herr vergibt deine Sünde, doch die Korruption und Verdorbenheit, die du gesät hast, werden wachsen. Du hast einen Unschuldigen getötet, um einen Ehebruch zu verdecken. Das Schwert wird nie von deinem Haus weichen’ (vgl. 2 Sam 12,9-10). Gott vergibt die Sünde, David kehrt um, doch es ist schwierig, dass die Wunden einer Korruption heilen. Das sehen wir in vielen Teilen der Welt“.


David sei dann gezwungen, seinem Sohn Abschalom entgegenzutreten, der in seiner Verdorbenheit gegen ihn Krieg führe. Doch der König versammle die Seinen und entscheide, die Stadt zu verlassen und die Bundeslade zurückzulassen. Er benutze Gott nicht zu seiner Verteidigung. Er gehe fort, um sein Volk zu retten. „Das“, so Franziskus, „ist der Weg der Heiligkeit, den David nach jenem Moment, da er in die Korruption eingetreten ist, zu beschreiten beginnt“.

David also verlasse die Stadt weinend und mit verhülltem Haupt: „Als König David nach Bahurim kam, da kam plötzlich aus der Stadt ein Mann namens Schimi, ein Sohn Geras aus der Sippe des Hauses Saul. Er kam David mit Flüchen entgegen“ (2 Sam 16,5). „Schimi schrie und fluchte: Verschwinde, verschwinde, du Mörder, du Niederträchtiger!“ (2 Sam 16,7). David akzeptiere dies, denn: wenn er fluche, dann deshalb, weil ihm der Herr dies eingegeben habe:

„Dann sagte David zu seinen Dienern: ‚Mein leiblicher Sohn trachtet mir nach dem Leben’. Abschalom. ‚Wie viel mehr muss es dann dieser Benjaminiter tun. Lasst ihn fluchen! Sicherlich hat es ihm der Herr geboten’ (2 Sam 16,11). David versteht es, die Zeichen zu erkennen. Es ist dies der Moment seiner Erniedrigung, es ist der Moment, in dem er für seine Schuld bezahlt. ‚Vielleicht sieht der Herr mein Elend an und erweist mir Gutes für den Fluch, der mich heute trifft’ (2 Sam 16,12), und er vertraut sich den Händen des Herrn an. Das ist der Weg Davids, vom Augenblick der Korruption hin zu dieser Überantwortung in die Hände des Herrn. Und das ist Heiligkeit. Das ist Demut“.

„Ich denke“, so der Papst, „dass ein jeder von uns, wenn ihm etwas Hässliches gesagt wird, sofort versuchen wird zu antworten: ‚Das ist nicht wahr’. Oder wir tun so wie Schimi und geben eine noch hässlichere Antwort“.

Ein Herz könne zur Demut allein durch Demütigungen gelangen: „Es gibt keine Demut ohne Demütigungen, und wenn du nicht fähig bist, einige Demütigungen im Leben zu ertragen, dann bist du nicht demütig“. Das sei eine „einfache“, „mathematische“ Tatsache:

„Der einzige Weg zur Demut ist die Demütigung. Das Ziel Davids, das die Heiligkeit ist, kommt durch die Demütigung. Das Ziel der Heiligkeit, die Gott seinen Kindern schenkt, die er der Kirche schenkt, kommt durch die Erniedrigung seines Sohnes, der sich schmähen lässt, der sich kreuzigen lässt – trotz aller Ungerechtigkeit... Und dieser Sohn Gottes, der sich erniedrigt, ist der Weg der Heiligkeit. Und mit seiner Haltung prophezeit David diese Demütigung Jesu. Bitten wir den Herrn um die Gnade, für einen jeden von uns, für die ganze Kirche, bitten wir den Herrn um die Gnade der Demut, aber auch um die Gnade zu begreifen, dass es unmöglich ist, ohne Erniedrigung demütig zu sein“.

Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Christophorus. 2. Februar 2016 

@Karlmaria

Genau, das mit dem Ablass habe ich mir auch so gedacht als ich die Lesung hörte. Die Auslegung von Papst Franziskus auf die Demut hin finde ich noch größer und lehrreicher. Aus unserer Reaktion auf eine Demütigung lernen wir mehr über uns selbst als aus einhundert Lobsprüchen die uns auf die Schulter klopfen.
Ich sag mir inzwischen immer: Erstmal Maul halten und nachdenken vielleicht stimmts ja was da grade über dich gesagt wurde.


0
 
 Karlmaria 1. Februar 2016 

Die Geschichte geht ja noch weiter

Auf seinen Totenbett nimmt David Rache an Schimi 1.Kön 2,8
Demütigung und so das ist ja normale Lehre der Kirche. Da habe ich keine Schwierigkeiten das zu verstehen. Aber dann diese Rache auf dem Totenbett. Wenn man das so sehen will wie Seine Heiligkeit das sagt, dass diese Geschichte auf Christus hindeutet dann bedeutet das doch dass Gott die Sünden vergibt und auch vergisst aber dass uns die Sünden dann doch wieder einholen. Dagegen wirkt der Ablass!


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  4. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  7. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  8. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  9. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  10. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  13. Karoline Preisler: Islamismus ist die größte Gefahr für Deutschland
  14. Die neue Weltjugendtag-Hymne wurde in Seoul vorgestellt
  15. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz