Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

Zur Demut durch Erniedrigung – der Weg der Heiligkeit

1. Februar 2016 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Es ist schwierig, dass die Wunden der Korruption heilen. Das prophezeiende Verhalten des Königs David. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) In seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der vierten Woche im Jahreskreis konzentrierte sich Papst Franziskus auf die Geschichte von König David, wie sie in der Lesung aus dem zweiten Buch Samuel (2 Sam 15,13-14.30; 16, 5-13a) berichtet wird, und ergänzte diesen Text mit dem Bericht über Gottes Strafe für David und die Hilfe des Propheten Natan (2 Sam 12,1-25).

König David, „der Heilige und Sünder“, sei kurz davor, der verdorbenen Korruption zu verfallen. Doch der gottgesandte Prophet Nathan lasse ihn begreifen, welch großes Übel er angerichtet habe. David sei ein Sünder, jedoch nicht korrupt, da sich ein Korrupter dessen nicht bewusst sei:

„Es bedarf einer besonderen Gnade, um das Herz eines Korrupten zu ändern. Und David, der ein edles Herz hatte – ‚Richtig, ich habe gesündigt!’ –, erkennt seine Schuld an. Und was sagt Natan? ‚Der Herr vergibt deine Sünde, doch die Korruption und Verdorbenheit, die du gesät hast, werden wachsen. Du hast einen Unschuldigen getötet, um einen Ehebruch zu verdecken. Das Schwert wird nie von deinem Haus weichen’ (vgl. 2 Sam 12,9-10). Gott vergibt die Sünde, David kehrt um, doch es ist schwierig, dass die Wunden einer Korruption heilen. Das sehen wir in vielen Teilen der Welt“.


David sei dann gezwungen, seinem Sohn Abschalom entgegenzutreten, der in seiner Verdorbenheit gegen ihn Krieg führe. Doch der König versammle die Seinen und entscheide, die Stadt zu verlassen und die Bundeslade zurückzulassen. Er benutze Gott nicht zu seiner Verteidigung. Er gehe fort, um sein Volk zu retten. „Das“, so Franziskus, „ist der Weg der Heiligkeit, den David nach jenem Moment, da er in die Korruption eingetreten ist, zu beschreiten beginnt“.

David also verlasse die Stadt weinend und mit verhülltem Haupt: „Als König David nach Bahurim kam, da kam plötzlich aus der Stadt ein Mann namens Schimi, ein Sohn Geras aus der Sippe des Hauses Saul. Er kam David mit Flüchen entgegen“ (2 Sam 16,5). „Schimi schrie und fluchte: Verschwinde, verschwinde, du Mörder, du Niederträchtiger!“ (2 Sam 16,7). David akzeptiere dies, denn: wenn er fluche, dann deshalb, weil ihm der Herr dies eingegeben habe:

„Dann sagte David zu seinen Dienern: ‚Mein leiblicher Sohn trachtet mir nach dem Leben’. Abschalom. ‚Wie viel mehr muss es dann dieser Benjaminiter tun. Lasst ihn fluchen! Sicherlich hat es ihm der Herr geboten’ (2 Sam 16,11). David versteht es, die Zeichen zu erkennen. Es ist dies der Moment seiner Erniedrigung, es ist der Moment, in dem er für seine Schuld bezahlt. ‚Vielleicht sieht der Herr mein Elend an und erweist mir Gutes für den Fluch, der mich heute trifft’ (2 Sam 16,12), und er vertraut sich den Händen des Herrn an. Das ist der Weg Davids, vom Augenblick der Korruption hin zu dieser Überantwortung in die Hände des Herrn. Und das ist Heiligkeit. Das ist Demut“.

„Ich denke“, so der Papst, „dass ein jeder von uns, wenn ihm etwas Hässliches gesagt wird, sofort versuchen wird zu antworten: ‚Das ist nicht wahr’. Oder wir tun so wie Schimi und geben eine noch hässlichere Antwort“.

Ein Herz könne zur Demut allein durch Demütigungen gelangen: „Es gibt keine Demut ohne Demütigungen, und wenn du nicht fähig bist, einige Demütigungen im Leben zu ertragen, dann bist du nicht demütig“. Das sei eine „einfache“, „mathematische“ Tatsache:

„Der einzige Weg zur Demut ist die Demütigung. Das Ziel Davids, das die Heiligkeit ist, kommt durch die Demütigung. Das Ziel der Heiligkeit, die Gott seinen Kindern schenkt, die er der Kirche schenkt, kommt durch die Erniedrigung seines Sohnes, der sich schmähen lässt, der sich kreuzigen lässt – trotz aller Ungerechtigkeit... Und dieser Sohn Gottes, der sich erniedrigt, ist der Weg der Heiligkeit. Und mit seiner Haltung prophezeit David diese Demütigung Jesu. Bitten wir den Herrn um die Gnade, für einen jeden von uns, für die ganze Kirche, bitten wir den Herrn um die Gnade der Demut, aber auch um die Gnade zu begreifen, dass es unmöglich ist, ohne Erniedrigung demütig zu sein“.

Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  13. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz