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Bode: Kirche muss Lebensrealität der Menschen berücksichtigen

14. Oktober 2015 in Deutschland, 41 Lesermeinungen
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In seinem Synodenbeitrag sprach sich der Osnabrücker Bischof für einen differenzierteren Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen aus.


Bonn/Vatikanstadt (kath.net/KNA) Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat sich bei der im Vatikan tagenden Weltbischofssynode für eine positivere Sicht auf voreheliche Beziehungen ausgesprochen. Dies geht aus Bodes Redebeitrag hervor, den die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn am Mittwoch im Wortlaut veröffentlichte. Darin fragt Bode, der seit fünf Jahren die Pastoralkommission der Bischofskonferenz leitet, unter anderem: «Können wir junge Paare, die - nicht nur in Deutschland - in aller Regel zunächst in einer nicht ehelichen Gemeinschaft zusammenleben, wirklich für die Ehe gewinnen, wenn wir ihnen als Erstes vorhalten: Ihr lebt in schwerer Sünde?»


Der Mensch sei als geschichtliches Wesen niemals «neutraler Empfänger einer auszurichtenden Botschaft», sagte Bode weiter. Um heutigen Menschen «die Hochschätzung der Ehe» zu vermitteln, müsse die Kirche auf die individuelle Biografie eingehen, so Bode. Dieser Lebensbezug sei keine «pastorale Strategie» oder eine «methodischer Kunstgriff, sondern »Teil der kirchlichen Lehre« selbst.

In seinem bereits am Samstag vorgetragenen Synodenbeitrag sprach sich der Osnabrücker Bischof auch für einen differenzierteren Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen aus. Die Kirche müsse sich fragen, ob »eine Zulassung zu Buße und Eucharistie wirklich in jedem Fall kategorisch auszuschließen« sei.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Bischof Bode (c) Bistum Osnabrück


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