Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Forderung: Indien soll bis 2020 rein hinduistisch sein

19. Juli 2015 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hindu-Nationalisten verkünden die Absicht die Muslime und Christen zu vertreiben.


Neu Delhi (kath.net/ KNA)
Indien soll nach den Vorstellungen des Führers der radikalen hindu-nationalistischen Organisation Vishva Hindu Parishad (VHP), Ashok Singhal, bis 2020 ein rein hinduistisches Land sein. Nach indischen Medienberichten vom Samstag, nutzte Singhal eine Rede vor prominenten Funktionären der radikal-hinduistischen Organisation Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS) sowie der regierenden Bharatiya Janata Partei (BJP) in Neu Delhi zu einer Kampfansage an Muslime und Christen. Unter den Teilnehmern der Veranstaltung war demnach auch Indiens Außenministerin und prominente RSS-Funktionärin Sushma Swaraj.


Den Wahlsieg der hindu-nationalistischen BJP vor einem Jahr bezeichnete Singhal demnach als Beginn «einer Revolution» zur «Befreiung von einer 800 Jahre dauernden Sklaverei». Dabei bezog er sich auf die rund 800-jährige Herrschaft muslimischer Sultane und Mogule über Indien.

Die VHP und RSS gelten seit vielen Jahrzehnten als Drahtzieher von Gewaltaktionen extremistischer Hindus gegen Muslime und Christen. Die regierende BJP von Premierminister Narendra Modi gilt als politischer Arm der militanten Hinduorganisationen. Sie verfolgen das Ziel, Christen und Muslimen aus Indien zu vertreiben und einen rein hinduistischen Staat zu errichten.

Die Zahl der Übergriffe auf Christen und Muslime ist seit Modis Regierungsantritt im Mai 2014 deutlich gestiegen. Das geht aus einem im Juni veröffentlichten Bericht der indischen Bürgerrechtsorganisation Act Now for Harmony and Democracy (ANHAD) hervor. Demnach kam es im ersten Regierungsjahr zu 600 Fälle von Gewalt gegen Christen und Muslime. Dabei seien 43 Menschen ums Leben gekommen. Laut Bericht haben unter Modi auch die Schikanen gegenüber Christen und Muslimen durch Behörden sowie Zwangskonversionen zum Hinduismus zugenommen.

Mehr als 80 Prozent der 1,2 Milliarden Inder bekennen sich zum Hinduismus. Gut 13 Prozent sind Muslime und etwa 2,3 Prozent Christen. Eine noch kleinere Minderheiten bilden die Sikhs, Buddhisten, Jainisten und Parsen.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 19. Juli 2015 

Je mehr sich der Relativismus ausbreitet,

desto mehr Raum gewinnen Extremisten für ihre Ideologien.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Indien

  1. Mainz: Pater Joshy Pottackal O.Carm. wurde zum Weihbischof geweiht
  2. Indiens katholische Bischöfe fordern Aufhebung religionsfeindlicher Gesetze
  3. Mögliches eucharistisches Wunder in Indien
  4. Indien: Junge Ordensfrau nach Konversionsvorwürfen in Haft
  5. Indien: Kritik an Behörden wegen anhaltender Gewalt gegen Christen
  6. Indische Regierung hebt Spendenverbot für Mutter-Teresa-Schwestern auf
  7. Mehrere christenfeindliche Übergriffe an Weihnachten
  8. Indien: „Die Pandemie lehrt uns, dass wir gemeinsam kämpfen müssen, wenn wir überleben wollen“
  9. Corona-Hilferuf aus Indien: „Das ganze System bricht erbärmlich zusammen“
  10. Geschlechtsspezifische Abtreibung in Indien: Jedes Jahr werden mehr Jungen als Mädchen geboren







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. „Wenn Gott uns erschaffen hat, so bedeutet dies, dass Er einen Plan für unser Leben hat“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz