Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Woelki-Rücktritt wäre Präzedenzfall, folgen dann Rücktritte von Bode, Overbeck, Marx und Bätzing?
  2. Zum „Maria 2.0“-Thesenanschlag: Luther ante portas
  3. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  4. Papst an Fokolarini: freudiges Zeugnis für das Evangelium
  5. Erzbistum Freiburg: „Priesterinnen“ spenden Aschenkreuz
  6. Die Aktivistinnen von “Maria 2.0” nerven – Lasst mich einfach katholisch sein!
  7. Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus
  8. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  9. VERLOGEN!
  10. Psychiater und Theologe Manfred Lütz: Versetzung von Missbrauchstätern vor 1990 "fast unvermeidlich"
  11. Klassiker wie Homer oder Platon sollen aus US-Lehrplänen verschwinden
  12. Gender- und LGBT-Ideologie soll in Österreichs Schulen kommen
  13. Wo bleibt das Totengedenken für die vielen?
  14. Reminiscere. Der Sinn der Verklärung. Kleine Lampen des Evangeliums sein
  15. ‚Die Eucharistie ist sehr lebendig’

Christliche NGOs kritisieren EU-Abstimmung zu Gleichbehandlung

10. Juni 2015 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weiter Empörung über umstrittenen Noichl-Bericht - Politische Agenda, für die der Bericht steht, werde in Europa "von einer wachsenden Mehrheit von Bürgern abgelehnt"


Wien-Brüssel (kath.net/KAP) Scharfe Kritik an der Abstimmung zum "Noichl-Bericht" im EU-Parlament haben am Mittwoch die europäischen katholischen Familienverbände und die christliche NGO "Alliance Defense Fund" (ADF) geübt. Mit der am Dienstag erfolgten Annahme des Berichts überschreite das EU-Parlament einmal mehr die Grenzen seiner Kompetenz, so der Dachverband der Familienverbände (FAFCE) und der ADF.

Anstatt sich entsprechend dem Titel des Berichts der wirklichen Probleme bei der Gleichbehandlung von Männern und Frauen anzunehmen, fordere das Parlament ein Recht auf Abtreibung, die rechtliche Anerkennung von "LGBT-Elternschaft", die Förderung künstlicher Fortpflanzung und aggressive Sexualerziehung, betonten die NGO-Verantwortlichen. Die politische Agenda, für die der Bericht stehe, werde allerdings in Europa von einer wachsenden Mehrheit von Bürgern abgelehnt.


"Alle diese Bereiche fallen außerhalb der EU Kompetenz", so Sophia Kuby von ADF: "Damit missachtet das Parlament nicht nur die europäischen Verträge und das Subsidiaritätsprinzip, sondern will die kontroversen und einseitigen Sichtweisen von gerade einmal 341 Abgeordneten als Konsens in Europa verkaufen."

Dass dies nicht der Fall sei, habe der ähnlich kontroverse Estrela-Bericht in der letzten Legislaturperiode gezeigt. Der Bericht hatte auch deshalb für Empörung gesorgt, weil er der Europäischen Bürgerinitiative (ECI) "One of Us" entgegengestellt wurde. "One of Us" hatte 2013 mit über 1,86 Millionen Unterschriften die bis dahin erfolgreichste ECI "Wasser ist ein Menschenrecht" überholt.

Am Dienstag hätten 341 Ja-Stimmen zu 281 Gegenstimmen und 81 Enthaltungen gezeigt, dass es auch knapp zwei Jahre später keinen Konsens für Noichls Positionen gebe. Auch wenn der Noichl-Bericht nicht rechtlich bindend sei, müsse sich jeder Parlamentarier, der weder die ihm auferlegten Kompetenzgrenzen noch die wachsende Anzahl von Bürgern respektiere und für eine radikal lebens- und familienfeindliche Agenda mit Ja gestimmt habe, fragen lassen, ob er das Vertrauen seiner Wähler verdiene, hieß es.

Unterstützt wurde der Noichl-Bericht von den Sozialisten/Demokraten (Sozialdemokraten), ALDE (Liberale), der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke sowie den Grünen. Die christdemokratische Europäischen Volkspartei (EVP) zeigte im Stimmverhalten der Abgeordneten erhebliche Abweichungen von der Fraktionslinie; im deutschen Sprachraum herrschte aber hohe Fraktionsdisziplin. Von 219 Frationsmitgliedern der EVP waren 208 anwesend. Von diesen stimmten lediglich 138 gegen die Strategie, 53 aber enthielten sich und 19 stimmten sogar dafür. Österreichs Abgeordnete stimmten nach Fraktionsempfehlung: die neun Abgeordneten von SPÖ, Grünen und NEOS für die "Strategie", die neun Abgeordneten von ÖVP und FPÖ dagegen.

Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 denkmalnach 11. Juni 2015 
 

Dem EU-Parlament

... steht - im Gegensatz zu nationalen Parlamenten, wie z.B. dem Bundestag, keine - oder eine sehr schwache "Europäische Öffentlichkeit" entgegen, die Kontrollfunktionen von unten wahrnehmen würde. Mit zu verantworten haben das die GEZ-finanzierten Medien, die bewusst die "Arbeit" des EU-Parlament totschweigen - zumindest, wenn es um Estrella & Co geht. Das hat Methode. Daher sollte sich jeder Christ und Katholik in Deutschland gut überlegen, ob er dem Statement von Herr Erzbischof Zollitsch folgen möchte, dass Deutschlands Zukunft nur in der EU sein kann.


2

0
 
 Chris2 10. Juni 2015 
 

LGBT*SMPä

Wenn schon, dann konsequent, liebe "Ja"-Stimmer. Und wetten, das "(Gr)Un(d)recht" auf Kindstötung wurde wieder in den netten Euphemismus "reproduktive Gesundheit" verpackt? A propos "Gesundheitsleistungen": Mit staatlich finanzierten Kindstötungen und anschließender Behandlung der Frauen kann man angeblich ganz gut Kasse machen. Wie viele hundert ganz offiziell akkreditierte Lobbygruppen gibt es nochmal in Brüssel?


4

0
 
 Limburger 10. Juni 2015 
 

Abstimmungsverhalten

Das Abstimmungsverhalten der einzelnen Abgeordneten kann man hier gut einsehen: http://www.votewatch.eu/en/term8-eu-strategy-for-equality-between-women-and-men-post-2015-motion-for-resolution-vote-femm-committee-r.html#/##vote-tabs-list-4

Die deutschen EVP-Mitglieder haben immerhin bis auf eine Enthaltung geschlossen gegen den Noichl-Bericht gestimmt, und auch Alexander Graf Lambsdorff und Klaus Buchner halte ich für hervorhebenswert, da sie gegen ihre jeweilige Fraktionsmehrheit den Bericht ebenfalls abgelehnt haben.


4

0
 
 fmeister 10. Juni 2015 
 

kein Problem von rechts und links!

Ich hoffe bloss, dass dieses Thema nicht immer weiter nach rechts rutscht. Denn es geht um Feminismus und dieser kommt nicht von rechts oder links, sondern ist eine unabhängige Ideologie. Es gibt mittlerweile überall in der Politik Feministinnen und Anhänger der LGBT, auch bei der FDP, der CDU und in der Schweiz hat die rechtskonservative Partei SVP sogar einen speziellen Ableger für Homosexuelle:

http://www.gaysvp.ch/

Also Vorsicht, sonst werden traditionell denkende Menschen bald in die rechtsextreme Ecke gedrängt!


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. "Austragendes Elternteil' - Australische Uni möchte "Mutter" und "Vater" abschaffen
  2. DemoFürAlle protestiert gegen geplantes „Geschlechtseintragsänderungsgesetz“
  3. US-Bischöfe gegen Transgender-Erlass von Präsident Biden
  4. New England Medical Journal: Geschlechtsangabe auf Geburtsurkunde sollte entfallen
  5. Bischöfe Kanadas warnen: Verkündigung des Christentums würde kriminalisiert
  6. Wenn das Gendersternchen gesprochen wird
  7. Gesellschaft für deutsche Sprache rät vom Genderstern ab
  8. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  9. Irischer Minister will ‚Geschlechtsänderung’ für Jugendliche vereinfachen
  10. Geschlechtsverwirrung in den Niederlanden








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  2. Erzbistum Freiburg: „Priesterinnen“ spenden Aschenkreuz
  3. kath.net-Gewinnspiel 2021: Gewinnen Sie jetzt eine REISE nach ROM!
  4. Woelki-Rücktritt wäre Präzedenzfall, folgen dann Rücktritte von Bode, Overbeck, Marx und Bätzing?
  5. Die Aktivistinnen von “Maria 2.0” nerven – Lasst mich einfach katholisch sein!
  6. VERLOGEN!
  7. Benedikt XVI.: „Es gibt keine zwei Päpste. Nur einer ist Papst…“
  8. Zum „Maria 2.0“-Thesenanschlag: Luther ante portas
  9. Bätzing 2.0: Der Kampf geht weiter!
  10. „Ein Teenie gegen die katholische Kirche“
  11. Psychiater und Theologe Manfred Lütz: Versetzung von Missbrauchstätern vor 1990 "fast unvermeidlich"
  12. Das „Forum Deutscher Katholiken“ spricht Kardinal Woelki seine Solidarität aus
  13. Künftiger US-Gesundheitsminister spürt geistlichen Rückenwind zur kompletten Freigabe der Abtreibung
  14. Abt Maximilian Heim: Corona traf Stift Heiligenkreuz schwer
  15. Papst will in Rom sterben - im Amt oder emeritiert

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz