Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  13. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  14. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Gerichtsverhandlung: Hatte Aachener Pfarrer zwei Buben missbraucht?

9. Jänner 2015 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorwurf: Katholischer Pfarrer habe seinen damals elfjährigen Patensohn in 23 Fällen, dessen achtjährigen Bruder dreimal sexuell missbraucht. Anklageschrift nennt Sexspielzeug, Alkohol, Marihuana - UPDATE: Bistumsstellungnahme


Krefeld (kath.net) „Schon die Zusammenfassung der Anklageschrift gegen den aus Willich stammenden Pfarrer Georg K. lässt den Atem stocken“, stellt die „Rheinische Post“ fest. Ein heute 56-Jähriger soll in seiner Zeit als Pfarrer der Pfarrei St. Sebastian in Lobberich (Bistum Aachen) seinen damals erst elfjährigen Patensohn in 23 Fällen sexuell missbraucht haben. Auch den achtjährigen Bruder seines Patenkindes soll er in drei Fällen sexuell missbraucht haben. In zwei Fällen soll der Priester mit seinem minderjährigen Patensohn Marihuana geraucht haben, in einem Fall soll der Elfjährige alkoholisiert gewesen sein. Außerdem spricht die Anklageschrift von Verwendung von Sexspielzeug und von pornografischen Bildern. Die „Rheinische Post“ zitiert den Pressesprecher des Amtsgerichtes Krefeld, Christian Tenhofen, mit der Aussage, dass Gegenstand der Verhandlung neben dem sexuellen Missbrauch von Kindern auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sein werden. Dem Priester drohe eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Die Verhandlung des Falles beginnt am 9. Januar.


Die mutmaßlichen Vorfälle datieren auf die Jahre 2001 bis 2006. 2007 war der Priester auf eigenen Wunsch nach Südafrika in die Nähe von Johannesburg versetzt worden. „Doch auch dort dauerte es nicht lange, bis sich Gerüchte verbreiteten: Teilnehmer einer Jugendfreizeit berichteten 2008, was sich im Schlafsaal zugetragen haben soll. Pfarrer K. habe sich zu ihnen in die Betten gedrängt, die Kinder hätten Angst bekommen und geweint und später fliehen wollen. Das habe der Pfarrer aber verhindert, hieß es damals“, berichtete die „Rheinische Post“. Daraufhin hatten mehrere Eltern Anzeige gegen Pfarrer K. erstattet, der Prozess in Johannesburg begann im Jahr 2010. Die südafrikanische Staatsanwaltschaft lies die Anklage wegen der dortigen Tatvorwürfe fallen mit dem Ziel, eine Auslieferung nach Deutschland zu ermöglichen, wo wegen der hiesigen Fälle eine härtere Strafe zu vermuten ist. Pfarrer K. war daraufhin von Südafrika nach Deutschland ausgeliefert worden, gegen ihn hatte ein internationaler Haftbefehl vorgelegen. 2010 hatte er bei der Staatsanwaltschaft Krefeld Selbstanzeige erstattet.

Das Bistum Aachen hat den Priester bereits vor geraumer Zeit von seinen Aufgaben suspendiert und die Unterlagen über sein Fehlverhalten an die römische Glaubenskongregation weitergeleitet. Bisher ist der Priester offenbar noch nicht laisiert.

UPDATE
Auszug aus einer Pressemeldung des Bistuma Aachen vom 9.1.2014:

„Wir hoffen, dass Pfarrer K. durch ein umfängliches Geständnis für ein zügiges Verfahren sorgt und auch vor Gericht zu seiner Selbstanzeige stehen und Verantwortung für seine Taten übernehmen wird“, so Stefan Wieland, Sprecher des Bistums Aachen. „Wir haben die Sorge, dass anderenfalls die Opfer, denen unser tiefes Mitgefühl gilt, noch einmal ihr Leid durchleben müssen“, so Wieland weiter.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  7. Jänner 2015 
 

Ekelig!

Ein homosexueller Priester, der Kinder alkoholisiert, Drogen nimmt und Kinder mißbraucht. Der hat diesen Beruf wohl aus den falschen Gründen gewählt. Die Kontrollen müssen strenger sein! Lieber Priestermangel als sol


9
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  4. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  7. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  8. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  9. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  10. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  11. Apostolisch und nix anderes
  12. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  15. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz