Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Kinder des Lichts – Kinder der Finsternis – die grauen Christen

27. Oktober 2014 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Die vier Worte der Kinder der Finsternis, die vom Teufel stammen, und die Worte der Heiligen. Die grauen Christen: Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Menschen – man erkenne sie in ihren Worten. Der heilige Paulus fordere alle Christen auf, als „Kinder des Lichts“ zu leben und nicht als Kinder der Finsternis. In seinen Betrachtungen bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Montag der 30. Woche im Jahreskreis beschäftigte sich Papst Franziskus mit der „Katechese“, wie sie der Völkerapostel in der ersten Lesung aus dem Brief an die Epheser vorlegt (Eph 4,32 - 5,8).

Der Papst erklärte, dass es vier Worte gebe, die verstehen ließen, ob wir „Kinder der Finsternis“ seien: „Ist es ein heuchlerisches Wort? Ein wenig hier, ein wenig dort, um es allen recht zu machen? Ist es ein leeres, substanzloses Wort ‚voller Leere’? Ist es ein vulgäres, albernes, das heißt weltliches Wort? Ein schmutziges, obszönes Wort? Diese vier Worte geziemen sich nicht für die Kinder des Lichts, sie kommen nicht vom Heiligen Geist, sie sind keine dem Evangelium entsprechenden Worte... diese Art zu reden, immer über schmutzige Dinge oder über Dinge der Weltlichkeit oder der Leere oder heuchlerisch zu reden“.


„Was sind dagegen die Worte der Heiligen, der Kinder des Lichts?“, fragte sich der Papst:

„Paulus sagt es: ‚Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder’ (Eph 5,1), geht in der Liebe, geht in der Güte, geht in der Sanftmut. Wer so geht... ‚Seid barmherzig’, sagt Paulus, ‚vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat’ (Eph 4,32). Werdet also zu Nachahmern Gottes und geht in der Liebe, das heißt: geht in der Barmherzigkeit, in der Vergebung, in der Liebe. Und das ist das Wort eines Kindes des Lichts“.

„Es gibt leuchtende Christen, die voller Licht sind“, so Franziskus, „die versuchen, dem Herrn mit diesem Licht zu dienen“. Gleichzeitig gebe es „finstere Christen“, die ein Leben der Sünde führten – ein Leben fern vom Herrn – und die jene vier Worte benutzten, die vom Teufel stammten. Doch es gebe auch eine dritte Gruppe von Christen, die weder leuchtend noch finster seien:

„Das sind die grauen Christen. Und diese grauen Christen stehen einmal auf dieser Seite, das andere Mal auf jener. Von diesen sagen die Leute: ‚Ja, wie nun, steht der jetzt auf der Seite Gottes oder auf der des Teufels?’ Ja? Immer im Grauen. Das sind die Lauen. Sie sind weder hell noch finster. Und solche liebt Gott nicht. In der Offenbarung des Johannes sagt der Herr zu diesen grauen Christen: ‚Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist – zum Grauen gehörst –, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien’ (Offb 3,15-16). Der Herr ist stark mit den grauen Christen. ‚Ja, aber ich bin doch Christ, ohne zu übertreiben!’, sagen sie, und tun sehr schlecht daran, denn ihr christliches Zeugnis ist ein Zeugnis, das am Ende Verwirrung stiftet, das ein negatives Zeugnis stiftet“.

„Lassen wir uns nicht von den leeren Worten täuschen!“, so die abschließende Mahnung des Papstes: „Viele solcher Worte hören wir, einige sind schön und wohl formuliert, doch leer, ohne Inhalt. Benehmen wir uns dagegen wie Kinder des Lichts. Heute wird es uns gut tun, über unsere Sprache nachzudenken und uns zu fragen: ‚Bin ich ein Christ des Lichts? Bin ich ein Christ der Finsternis? Bin ich ein grauer Christ?’. Und so können wir einen Schritt vorwärts tun, um dem Herrn zu begegnen“.


Dem Autor auf Twitter folgen!



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  27. Oktober 2014 
 

Heuchler

Am schlimmsten sind die Heuchler, welche bloss zur Kirche gehen, um gesehen zu werden und "das Gesetz zu erfuellen". Den Rest der Woche aber haben sie die Welt lieb...Parisaer nennt man sie, auch heute noch.


1
 
 Genesis 27. Oktober 2014 

Wie immer, eine wunderbare Predigt!

Klare Worte, für jeden verständlich, danke!


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz