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'Der interreligiöse Dialog ist nicht unmöglich, sondern umso nötiger!'

16. September 2014 in Deutschland, 44 Lesermeinungen
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Bischof Voderholzer erinnert an Benedikts XVI. „denkwürdige“ Regensburger Rede: Unter dem Eindruck der aktuellen Meldungen aus den Krisengebieten erreichen „ist man erschüttert über die Aktualität, die diese Worte neuerdings bekommen haben“.


Regensburg/Burgweinting (kath.net/pbr) „Wo ist die Solidarität der Christen weltweit für und mit den verfolgten Schwestern und Brüdern? Zur Verfolgung muss doch, so sieht es aus, auch noch das Gefühl kommen, verlassen und verraten zu sein. Wie steht es um das, was wir gesungen haben: ‚Wer glaubt, ist nie allein!‘?“ Dies fragte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer (Archivfoto) bei seiner Ansprache beim „Gebet am Kreuz“. Wegen schlechten Wetters war die Erinnerungsveranstaltung an den Papstbesuch Benedikts XVI. vor acht Jahren vom Islinger Feld in die Pfarrkirche in Burgweinting verlegt worden. Der Regensburger Bischof betonte nachdrücklich: „Ich werbe um eine Koalition der wirklich Gottesfürchtigen in allen Religionen, ungeachtet der Differenzen, die ich nicht kleinreden will; wir brauchen eine Koalition der Gottesfürchtigen, die unmissverständlich erklärt: Niemals kann im Namen Gottes Gewalt gegen Menschen ausgeübt oder jemand mit Gewalt bekehrt oder zu einem bestimmten Glauben gebracht werden.“

kath.net dokumentiert die Ansprache von Bischof Voderholzer in voller Länge:

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Acht Jahre ist es her, dass Papst Benedikt XVI. im Rahmen seines Pastoralbesuches in seiner bayerischen Heimat nach Regensburg gekommen war. Schön, dass Sie heute Abend trotz des herbstlichen Wetters so zahlreich hierher in die Burgweintinger Kirche gekommen sind, wohin wir unser traditionelles „Gebet am Kreuz“ heuer verlegt haben.

Die Erinnerungen werden wach: Am Vormittag – damals bei strahlendem Sonnenschein – die Heilige Messe unter dem Kreuz am Islinger Feld, am Nachmittag dann jene denkwürdige Rede im Auditorium Maximum an der Universität zum Thema Glaube und Vernunft sowie – damit zusammenhängend – die Gottesfrage und das Thema Gewalt.

Mit dem gelehrten byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaeólogos erörterte der Papst, dass Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig sei. „Gewalt steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. ‚Gott hat kein Gefallen am Blut‘.“ Und an anderer Stelle sagte Benedikt XVI.: „Nicht die Gewalt erlöst, sondern die Liebe“ – näherhin die gekreuzigte Liebe des menschgewordenen Gottessohnes.

Wenn wir diese Aussagen heute hören unter dem Eindruck der Meldungen, die uns aus den Kriegs- und Krisengebieten, vor allem des Nahen und Mittleren Ostens erreichen, dann ist man erschüttert über die Aktualität, die diese Worte neuerdings bekommen haben.


Im Namen Allahs werden unvorstellbare Gräueltaten vollbracht. Frauen und Kinder werden umgebracht, Journalisten enthauptet und die Videos davon in der ganzen Welt verbreitet. Und: Man glaubt es kaum. Christen wurden gekreuzigt, das Kreuz, das der Herr aus einem Zeichen der menschlichen Grausamkeit in das Zeichen der göttlichen Liebe verwandelt hatte, wird in seine alte Funktion zurückverkehrt und zur Demütigung der Christen verwendet, die auf das Kreuz ihre ganze Hoffnung setzen. Die Wiege des Christentums wird bald von Christen verlassen sein. Diese Verbrechen sind entsetzlich. Aber, liebe Schwestern und Brüder, was mich fast noch mehr betrübt: die Welt schaut zu, so hat man das Gefühl; jedenfalls kein Sturm der Entrüstung, wie man erwarten könnte oder müsste. Wo ist die Solidarität der Christen weltweit für und mit den verfolgten Schwestern und Brüdern? Zur Verfolgung muss doch, so sieht es aus, auch noch das Gefühl kommen, verlassen und verraten zu sein. Wie steht es um das, was wir gesungen haben: „Wer glaubt, ist nie allein!“?

Dabei muss klar sein: Es geht nicht um eine Anklage des Islam oder einen Generalverdacht gegen die Muslime. Tatsache ist, dass viele Tausende Muslime ja selbst Opfer dieser menschenverachtenden Terrorgruppe geworden sind und täglich werden.

Was wir erwarten können und was sich Gottlob jetzt auch vermehrt zeigt, ist eine deutlich Distanzierung islamischer Eliten von diesen Machenschaften. Die Einsicht setzt sich durch, dass man sich auf besonnen islamischer Seite nicht darauf hinausreden kann, dass sie das nichts anginge. Auch die Glaubensgemeinschaft des Islam sitzt in einem Boot. Und die Berufung auf Allah und die Inanspruchnahme des Namens Allah und Islam ist offenkundig. Ein eindeutiges Votum der Distanz von diesem gewaltsamen Vorgehen ist vor allem auch deshalb wichtig, um möglichen jungen Sympathisanten bei uns in den westlichen Ländern deutlich zu machen, dass dieser menschenverachtende Terror mit dem Islam nichts zu tun hat.

Wir brauchen ein gemeinsames Zeugnis aller, die an Gott glauben, dass Gewalt und Krieg niemals im Namen Gottes geführt werden dürfen. Wir dürfen nicht zulassen, dass der heilige Gott derart in Misskredit gebracht wird, der heilige Name Gottes derart beschmutzt und mit Füßen getreten wird. Ich werbe um eine Koalition der wirklich Gottesfürchtigen in allen Religionen, ungeachtet der Differenzen, die ich nicht kleinreden will; wir brauchen eine Koalition der Gottesfürchtigen, die unmissverständlich erklärt: Niemals kann im Namen Gottes Gewalt gegen Menschen ausgeübt oder jemand mit Gewalt bekehrt oder zu einem bestimmten Glauben gebracht werden.

Kardinal Koch hat mit Recht davon gesprochen, „der IS sei eine grausame Pervertierung von Religion.“ Diese Vorgänge machen freilich den interreligiösen Dialog nicht unmöglich, sondern umso nötiger, ganz im Sinne der Anregungen von Papst Benedikt XVI. in seiner Regensburger Rede, für die wir nicht genug dankbar sein können.

Ringen wir um eine Allianz der wirklich gläubigen Menschen, damit die Religionen einen Quelle des Friedens unter den Menschen werden und nicht der gegenteilige Eindruck erweckt wird.

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn! Ich möchte das Gebet am Kreuz heute Abend auch dazu nützen, Sie alle ganz herzlich einzuladen zu einem weiteren öffentlichen Gebet: Am Abend des 10. Oktober, das ist heute in vier Wochen, findet in Regensburg – auch schon traditionell – die Rosenkranzprozession statt. Wir versammeln uns um 19 Uhr im Dom, beten dort den Rosenkranz und ziehen dann bei einbrechender Nacht in einer Lichterprozession singend und betend durch die Stadt bis hinüber zur Dominikanerkirche, wo die Feier abgeschlossen wird.

Wir wollen diese Prozession mit dem besonderen Gebetsanliegen für die Christen und für alle Menschen verbinden, die gegenwärtig so unsäglich unter Krieg und Gewalt leiden müssen und den Himmel bestürmen, dass er die Herzen der Mächtigen bewege, dass sie die Waffen schweigen lassen und Wege zum Frieden und zum friedlichen Miteinander suchen.

Und ich erhoffe mir auch ein starkes öffentliches Zeichen, das nicht übersehen werden kann; dass in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird: Uns lässt das nicht kalt. Wir sind noch nicht so satt und selbstgenügsam, dass uns das Schicksal unserer Schwestern und Brüder nicht auf die Straße brächte. Ich bitte Sie schon heute: Kommen Sie zahlreich am 10. Oktober! Setzen wir dieses Zeichen der Solidarität. Ein Zeichen auch, dass wir nach wie vor mehr auf die Kraft des Gebetes als auf die Kraft der Waffen vertrauen!

Und vielleicht kann dieses öffentliche Zeichen der Solidarität auch uns und anderen die Herzen öffnen angesichts der gewaltigen Herausforderungen, die die Flüchtlinge und Asylanten für unser Land darstellen. Es werden in den nächsten Tagen dringende Aufrufe an uns alle ergehen, mitzuhelfen, den stetig anschwellenden Strom der Menschen aus den Kriegs- und Krisengebieten aufzunehmen und den Menschen, die oft unvorstellbar Schweres mitgemacht haben, eine menschenwürdige Bleibe zu geben. Da kommen Menschen zu uns, die alles zurücklassen mussten, deren Herzen bedrückt sind von Trauer um ermordete Angehörige oder von der Ungewissheit angesichts des unsicheren Verbleibs ihrer Lieben. Liebe Schwestern und Brüder! Wir leben doch in einem reichen Land. Und niemand wird über seine Kräfte in Anspruch genommen werden. Aber ich bitte Sie, in den Pfarreien zu überlegen, wie Sie mithelfen können. Wir haben gerade auch in Bayern, liebe Schwestern und Brüder, große Erfahrung in der gastlichen Aufnahme von Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden oder fliehen mussten. Ich weiß darum aus der Erfahrung der Familie meiner Mutter. Wer, wenn nicht vor allem auch wir Christen, sollte dafür sorgen und tatkräftig mithelfen, dass den oft tief verwundeten Menschen eine neue Perspektive geschenkt wird.

Denn, um noch einmal mit Papst Benedikt XVI. zu sprechen: „Nicht die Gewalt erlöst, sondern die Liebe.“ Nicht die Gewalt verändert die Welt, sondern die Liebe!

Heilige Maria, Mutter Gottes, deren Namensfest wir heute feiern dürfen, heilige Maria, bitte für uns! Amen.“

Die Rede von Papst Benedikt XVI. an der Universität Regensburg in voller Länge


Benedikt XVI. in Regensburg - Ende der Hl. Messe: Segen und Lied ´Großer Gott, wir loben dich´


Archivfoto Bischof Voderholzer (c) Bistum Regensburg


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Lesermeinungen

 Theodor69 19. September 2014 
 

@Zarah N

Da stimme ich vollkommen überein. Den Auszug aus "Salz der Erde", das "gertrud mc" zitiert hat, ist eine islamkritische Betrachtung. Das zitierte Zitat aus der Regensburger Rede - das ausdrücklich NICHT die Meinung des Papstes war - war islamfeindlich.


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 gertrud mc 19. September 2014 
 

@Theodor69

Gern geschehen, finde ich auch :-)


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 Zarah N 19. September 2014 
 

Mission nötiger den je.

Wir Christen sollten unserem Auftrag gemäß den Muslime das Evangelium verkünden und ihnen Jesus Christus bezeugen. Gerade wenn man Muslime liebt, sollte man ihnen Christtus den Heiland und Erlöser nicht vorenthalten. Jesus sagte nicht geht hin und dialogisiert mit allen Völker sondern, er sagte vielmehr geht hin und verkündet das Evangelium und macht alle Völker zu meinen Jünger. Mission ist alternativlos nicht jedoch der interreligiöse Dialog. Frieden haben interreligiöse Dialoge auch nicht wirklich gebracht im Gegenteil, den Christen in den islamischen Ländern geht es schlechter wie nie zuvor. Der Weltfrieden ist eine Illision der auch nicht durch interreligiöse Diskussionen herbeigezaubert werden kann.
Es besteht die Gefahr dass der interreligiöse Dialog zum Goldenen Kalb wird um das die Kirche und Gläubigen tanzen und kreisen.


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 Zarah N 19. September 2014 
 

Islamkritisch ist nicht gleich islamfeindlich.

@Theodor,
sie sollten bitte zwischen islamfeindlich und islamkritisch unterscheiden. Es besteht für uns Christen keine Pflicht eine widerchristliche Irrlehre, die der Islam nun mal ist. zu verteidigen und schönzufärben.Christen müssen um die Wahrheit streiten können, Irrlehren aufdecken und davor warnen. Lieber ein offener Disput als faule Kompromisse und ein falscher Friede. Harmoniesucht und Konfliktscheue sind keine Tugenden.


9

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 marienkind 19. September 2014 
 

Für Atheisten und Agnostiker einfach erklärt

Für einen Außenstehenden ist eine Religion eine austauschbare Ideologie. Da der Außenstehende weder Kenntnisse der Inhalte noch der Widersprüche zwischen den Religionen hat versteht er nicht, dass jeder Glaubende von seiner Religion überzeugt ist und dies auch äußert. Er sieht diese Äußerung als Provokation anderen Religionen und deren (mehr oder weniger empfindlichen) Anhängern. Es interessiert Außenstehende der Inhalt der Religionen nicht und welches Ergebnis diese auf das Leben haben, solange er nicht davon betroffen ist. Aktuell haben wir sogar den Fall, dass aktiv weggeschaut wird, nach dem Motto, wir sind nicht das Ziel uns (Atheisten/Agnostiker) geht das gar nichts an. Doch geht es wohl. Denn der Islam ist nicht tolerant gegenüber Ungläubigen. Er bedroht mit Gewalt und Tod und wenn man konvertiert wird man in ein enges System gepresst, dass man nicht leben möchte. BXVI hat gewarnt vor der Diktatur des Relativismus, vor dem Verbot seine Überzeu. zu haben und zu verkünden. Lesen!


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 Theodor69 19. September 2014 
 

@gertrud mc

Vielen Dank für die Auszüge vom damaligen Kardinal Ratzinger. Es ist immer wieder eine Wohltat seine sehr klaren und differenzierten Ausführungen zu lesen.


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 gertrud mc 19. September 2014 
 

Fortsetzung 2

VOR der Regensburger Rede als Papst Benedikt und VOR ISIS.
Tut mir leid, aber nur reine Ehrfurcht und Wertschätzung des Islams kann ich da nicht rauslesen. Bei allem Respekt und Behutsamkeit des damaligen Kardinals Menschen (Muslimen) und ihrer Religion gegenüber.

Es verletzt auch und ist nicht christlich, ungerechterweise unterstellt zu bekommen, man würde bei Muslimen über ihren Glauben schimpfen, statt mit Liebe und Freude am eigenen Glauben Zeugnis zu geben.
Aber HIER darf man doch wohl noch seine ehrliche Meinung sagen?

Wenn die Muslime Jesus besser kennen- und lieben lernen, dann sind SIE SELBER es, die den Islam sehr kritisch sehen und hinterfragen.


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 Antigone 19. September 2014 
 

Schade eigentlich...

im Umkehrschluss (@Theodor69) hieße das ja: katholisch = islamfeindlich. Ich finde, das lassen wir! Im Sinne der Lehre Jesu Christi. :-)


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 gertrud mc 18. September 2014 
 

Fortsetzung

auch Körperschaft des öffentlichen Rechts, jetzt sind wir genauso präsent wie die Katholiken und die Protestanten.
Da ist er immer noch nicht an seinem eigentlichen Punkt angelangt, das ist noch ein Entfremdungspunkt.
Der Islam hat eine ganz andere Totalität der Lebensordnung, er umgreift einfach alles, und seine Lebensordnung ist anders als die unsere. Es gibt eine ganz deutliche Unterordnung der Frau unter den Mann, es gibt eine sehr festgefügte und unseren modernen Gesellschaftsvorstellungen entgegengesetzte Ordnung des Strafrechts, der ganzen Lebensbezüge.

Darüber muss man sich klar sein, dass er nicht einfach eine Konfession ist,
die man auch in den freiheitlichen Raum der pluralistischen Gemeinschaft einbezieht.

Wenn man das so hinstellt, wie das heute manchmal geschieht, ist der Islam nach einem christlichen Modell dekliniert und nicht in seinem Selbstsein gesehen.....

Aussagen von KARDINAL JOSEPH RATZINGER
aus dem Buch: Salz der Erde von Peter Seewald


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 gertrud mc 18. September 2014 
 

...wenn man heute im Westen die Möglichkeit islamischer theologischer Fakultäten oder die Vorstellung von Islam als Körperschaft des öffentlichen Rechts diskutiert, dann setzt man voraus, dass alle Religionen irgendwo gleich strukturiert sind; dass alle sich in ein demokratisches System mit ihren Rechtsordnungen und ihren Freiräumen, die diese Rechtsordnung gibt, einfügen.
Dem Wesen des Islams aber muss das an sich widersprechen.
Er kennt nun die Trennung des politischen und des religiösen Bereiches, die das Christentum von Anfang an sich trug, überhaupt nicht.
Der Koran ist ein ganzheitliches Religionsgesetz, das die Ganzheit des politischen und gesellschaftlichen Lebens regelt und darauf aus ist, dass die ganze Lebensordnung eine solche des Islams sei.
Die Scharia prägt eine Gesellschaft von Anfang bis zum Ende.
Insofern kann er zwar solche Teilfreiheiten, wie unsere Verfassung sie gibt, schon ausnutzen, aber es kann nicht sein Zielpunkt sein, dass er sagt: ja, jetzt sind wir


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 Theodor69 18. September 2014 
 

Aber ich gebe schon zu...

...wenn man nicht in den islamfeindlichen Chor miteinstimmt, dann ist man schon verdächtig nicht wirklich katholisch zu sein. Der Papst und seine Vorgänger ziehen zwar auch nicht über den Islam her, sind aber hoffentlich doch katholisch.


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 Stiller 18. September 2014 
 

Mich erschreckt,

wieviel selbstgerechter Unfug hier losgelassen wird - noch dazu aus einer vermeintlich richtigen Überzeugung -, wie hier Menschen und ihr kommunikatives Bemühen infrage gestellt werden.
Katholisch?


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 Theodor69 18. September 2014 
 

@Thaddäus Öllenstroth

Zu ihrem 1. Posting: Der Papst Benedikt wurde mit einem islamfeindlichen Zitat zitiert, dass – nach seiner eigenen Aussage nicht seiner Meinung ist – und dafür gab es jede Menge „Empfehlungen“… Das musste ich einfach richtigstellen, denn das tut weh.
Zu ihrem 2. Posting: Papst Benedikt hat (unter großem Protest der Medien) den Absolutheitsanspruch der kath. Kirche bekräftigt, aber er empfindet auch Ehrfurcht gegenüber dem Koran. Das ist kein Widerspruch – und so sehe ich es auch!
Zu ihrem 3.Posting: Die Nachfolge Jesu verstehe ich gerade in der Liebe zum Nächsten. Ein Moslem wird nicht durch das Hören von islamfeindlichen Äußerungen Christ, sondern durch das Erkennen der Liebe die zu Christus führt und die kann man glaubwürdig nur liebevoll verkünden.


1

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 Thaddäus Öllenstroth 18. September 2014 
 

@Theodor69, Nachtrag

Es stellt sich im Übrigen die Frage angesichts Ihrer vielen Beiträge zum Islam in diversen Threads, ob Sie sich in der Nachfolge Jesu Christi genauso intensiv einsetzen, wie Sie es beim Islam tun.
Haben Sie Sehnsucht danach, daß Jesus von den Völkern erkannt wird?


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 Thaddäus Öllenstroth 18. September 2014 
 

@Theodor69

Wenn Sie aber schon Ihre Fragen an mich richten, antworte ich wie folgt:

Im Gegensatz zu manchen Laien wie Geistlichen, die in ihren Äußerungen keinen Unterschied mehr zwischen den Religionen machen und damit dem Verkündigungsauftrag Jesu nicht mehr nachkommen, und ihr Licht unter den Scheffel stellen, verkünden die Päpste Jesus Christus und geben damit –auch den Muslimen gegenüber– zu erkennen, daß es sich lohnt, sich mit der Person Jesu zu befassen und sich von Ihm im Herzen berühren zu lassen.

B16 hat in einer Moschee gebetet, weil ein Christ überall beten kann.

Nun, und Franziskus vermag denke ich zu unterscheiden zwischen dem Mensch und der Ideologie. Er handelt nach dem Vorbild des Hl. Paulus: Allen bin ich alles geworden, um auf jeden Fall einige zu retten (Lesen Sie dazu 1. Kor. 9,19-23). Oder glauben Sie im Ernst, die Achtung vor den Überzeugungen anderer Menschen geht so weit, daß der Hl. Vater Jesus nicht mehr an die erste Stelle setzt?


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 Thaddäus Öllenstroth 18. September 2014 
 

@Theodor69: Zur gfl. Kenntnisnahme:

Ich habe kein Wort zu irgendeinem Papst gesagt und möchte hiermit ausdrücklich darum bitten, aus der Diskussion um die Rechtmäßigkeit des Tuns des Stellvertreter Christi herausgehalten zu werden.


6

0
 
 Antigone 18. September 2014 
 

Ich weiß nicht, was diese Diskussion soll,

die Worte von Papst Benedikt, die Theodor69 nun schon zweimal zitiert hat, sind klar, direkt und eindeutig. Wer etwas anderes hineinlesen möchte, würde dem Papst Lüge und Heuchelei unterstellen. Das möchte doch wohl hier niemand.


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 Herbert Klupp 18. September 2014 
 

Klugheit

@Antigone und @Theodor69
Der Papst war in der Pflicht, das weltweit von "verrückten" Muslimen angefangene Morden möglichst zu begrenzen, er durfte keinesfalls neues Öl ins Feuer schütten. Jesus sagt uns für solche Situationen auch das Wort: "seid klug wie die Schlangen".


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 Theodor69 18. September 2014 
 

@marienkind

Warum ist es so schwer die Worte des Papstes so anzunehmen, wie er es gesagt hat? Nochmal: Er schreibt zu diesem zitierten Zitat „Ich hoffe, daß der Leser meines Textes sofort erkennen kann, daß dieser Satz nicht meine eigene Haltung dem Koran gegenüber ausdrückt, dem gegenüber ich die Ehrfurcht empfinde“ – Es drückt also NICHT seine Meinung aus! Er hat EHRFURCHT gegenüber dem Koran! Gegen den Islam zu hetzen ist kein Merkmal für einen engagierten Christen und keinesfalls kann sich dieser „engagierte Christ“ zumindest in dieser Frage auf den Papst berufen.


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 marienkind 18. September 2014 
 

@antigone und theodor69

Ich empfinde die Äußerungen zum Islam nicht verachtend. Kritik ist nicht dasselbe wie Verachtung. Bitte engagierte Katholiken nicht einschüchtern. Es wird mild über die Muslime geschrieben und auf die tatsächlich vorhandene Gefährlichkeit des Islam hingewiesen (ich erinnere mich sehr gut auch an die Reaktionen auf die Mohammed Karikatur und einen kritischen hol. Film über weibliche Beschneidung). Dass Papst Benedikt damals dieses Zitat nutzte war eine notwendige aber aufgrund der Empfindlichkeit und Kritikunfähigkeit von vielen Muslimen und Negativ gesinnten Medien war es doch eine indirekte und sehr vorsichtige und sehr sachliche Kritik, die dann wiederum Medien und Muslime aufbauschten. Auch als ehrlicher und direkter Mensch kann man vorsichtig sein! Doch müssen manche Dinge einfach angesprochen werden! Ich hoffe, dass der Rummel auch einige Muslime dazu gebracht hat den Text von PB genau zu lesen und darüber nachzudenken.


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 orthodox58 18. September 2014 
 

@gertrud mc

"... Und LEIDER sind das die zu beachtenden."

Diese Aussage halte ich für falsch, denn der Koran gilt in seiner Gesamtheit als heilige schrift. Allerdings ist er eben nicht frei von Widersprüchen und muss dann ausgelegt werden. Der (selbsternannte) Kalif (= Stellvertreter des Propheten auf Erden) des Islamischen Staates hat sich für die gewaltätige Auslegung entschieden, mit den bekannten Folgen. Nur ist diese Auslegung nicht zwingend, und die Mehrheit der Muslime lehnt die Gewaltexzesse des Islamischen Staates zweifellos ab.

Leider ist Mohammed oft selbst mit schlechtem Beispiel vorangegangen, nachzulesen neben dem Koran vor allem in den Hadithen (Überlieferungen über die Aussprüche und Handlungen des Propheten Mohammed).


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 Antigone 18. September 2014 
 

@Herbert Klupp

Theodor69 hat schon erschöpfend geantwortet. Aber mein Erstaunen über Ihren kuriosen Gedanken "Er wusste, daß es gefährlich ist, die Wahrheit über den Islam offen auszusprechen. Daher hat er es in ein Zitat gepackt, und sich "gehütet", das explizit als seine Meinung zu bestätigen" möchte ich doch loswerden. Also, eine solche Denke entspräche nicht der Redlichkeit des Papstes emeritus!


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 gertrud mc 17. September 2014 
 

orthodox58

Sie schreiben es ja selbst: Je mächtiger Mohammed wurde, desto mehr nahmen die gewalttätigen "Offenbarungen" zu. So ist es. Und LEIDER sind das die zu beachtenden.

Und wie kommen Maria und Isa und Gabriel (fälschlicherweise) in den Koran? Wird ja immer so positiv gesehen diese angebliche Gemeinsamkeit.
Nun, vielleicht weil das Juden- und Christentum VOR dem Islam waren und Mohammed beides kannte...
Die Muslime brauchen Jesus genauso wie wir und sie warten auf unser Zeugnis und Bekenntnis und NICHT, dass wir Christen den Islam verteidigen. Das haben mir alle Konvertiten so gesagt.


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 gertrud mc 17. September 2014 
 

Danke @Thaddäus Öllenstroth!

W A S sollte denn Papst Benedikt anderes antworten, als das, was er nach dem Vorwurf sagte?! Oder auch Bischof Voderholzer hier oder Papst Franziskus? Sie müssen immer vorsichtig sein und diplomatisch reden, damit nicht noch mehr Unheil geschieht!
Wenn schon nach "einem NUR zitierten Satz" so ein Aufruhr und Brand in der islamischen Welt ist! Spricht das nicht für sich?
Die Muslime zu lieben ist nicht das Gleiche wie den Islam wert zu schätzen, im Gegenteil. Die es nicht glauben wollen, können mal alle Ex-Muslime, die Christen geworden sind fragen, auch gibt es genug Bücher darüber. Vielleicht wachen die Letzten dann auf, wenn ihnen selber das Messer an die Kehle gesetzt wird. Nicht einmal von ISIS, vielleicht von einem langjährigen friedlichen Nachbarn, der dann einfach nur seine Pflicht tut, weil Allah es dann so will! Weil der Islam es so befiehlt! Haben ja praktisch alle Konvertiten so erlebt, da war es meistens gleich die eigene Familie!


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 Thaddäus Öllenstroth 17. September 2014 
 

Es braucht also keinen Dialog, sondern das Gebet darum, daß der Herr die Menschen von der Knute des Islam befreit, sowohl die Verfolgten wie auch die Verfolgenden wie auch die, die jetzt erschrocken sind von der Fratze ihrer eigenen Religion.
Liebe Moslems: kommt heim zum Vater!
Er ist es, der eure Sehnsucht stillt. Im Namen Jesus Christus.


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 Wunderburger 17. September 2014 
 

Islam kann Satanismus sein!

Der Islam ist eine bedenkliche, ja teuflische Sache! Man kann ohne Übertreibung sagen: Islam kann zum Satanismus ausarten! Dass der Teufel beim Islam seine Finger im Spiel hat, sieht man an den mehrfachen Aufforderungen zu Gewalt oder gar Tötung. Das ist eindeutig das Programm des "Vaters der Lüge" und des "Menschenmöders von Anbeginn"! Der Islam bringt über Menschen nichts Gutes, ganz gleich ob sie Muslime sind oder nicht. Das sieht man auch bei der Pilgerfahrt nach Mekka, wo jedes Jahr mehrere Pilger beim Umzug um die Kaba sterben! Von diesem schwarzen Kubus, einem satanischen Symbol durch und durch, geht wahrlich Unheil aus! Papst Benedikt XVI. wusste meiner Überzeugung nach sehr wohl, was er in Regensburg über den Islam als geistiger Einstellung klug angedeutet und den sehenden Zeitgenossen zu sagen beabsichtigt hat. Auch das Gebot der Taqiya ist ein deutlicher Hinweis auf den Teufel, der nichts so sehr hasst wie die Wahrheit. Daher gilt: Vorsicht vor dem Islam, Liebe zu Muslimen!


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 orthodox58 17. September 2014 
 

Islam und Toleranz - Fortsetzung

In Medina, dem Zufluchtsort nach seiner Vertreibung aus Mekka, stieg er schnell zu einem Stammesführer und unumschränkten Herrscher auf. Je größer seine Macht wurde, desto unbarmherziger wurde er gegen seine Gegener und gegen die Angehörigen anderer Religionen (vgl. den Massenmord am Stamm der Banu Quraiza). Entsprechend lesen sich auch die Offenbarungen aus der späteren medinischen Zeit.


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 orthodox58 17. September 2014 
 

Islam und Toleranz

@Scotus
Dass in islamischen Ländern die Religion die politischen und sozialen Regeln beeinflusst ist keine Besonderheit des Islam. Alle Religionen schreiben ihren Mitgliedern Handlungsweisen vor und legen ihnen moralische Verpflichtungen auf. Zwangsläufig wirkt dies auf die politische und soziale Ordnung ein, das war auch im christlichen Abendland lange Zeit so.

Das Problem sind die widersprüchlichen Aussagen des Koran zum Umgang mit anderen Religionen und dies hängt mit dem persönlichen Werdegang Mohammeds zusammen. Solange er in Mekka lebte war er lediglich der Verkünder einer neuen Religion ohne politischen Einfluss. Die ihm in dieser Zeit geoffenbarten (älteren) Suren des Koran sprechen durchaus auch von der Toleranz mit den Menschen anderen Glaubens.


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 Theodor69 17. September 2014 
 

@Herbert Klupp - Völlig falsch!

Entschuldigen Sie, aber sie interpretieren den Papst falsch. Der Papst erklärte später dazu: Dieses Zitat ist in der muslimischen Welt leider als Ausdruck meiner eigenen Position aufgefaßt worden und hat so begreiflicherweise Empörung hervorgerufen. Ich hoffe, daß der Leser meines Textes sofort erkennen kann, daß dieser Satz nicht meine eigene Haltung dem Koran gegenüber ausdrückt, dem gegenüber ich die Ehrfurcht empfinde, die dem heiligen Buch einer großen Religion gebührt." (http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20060912_university-regensburg_ge.html#_ftn3)


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 Herbert Klupp 17. September 2014 
 

Zitierte Meinung - aus Vorsicht

@Antigone und @Theodor69:
Daß es nur ein Zitat unseres geliebten Papstes war, in guter professoraler Tradition formuliert, war und ist mir klar. Benedikt war aber nicht weltfremd. Er wußte, daß es gefährlich ist, die Wahrheit über den Islam offen auszusprechen. Daher hat er es in ein Zitat gepackt, und sich "gehütet", das explizit als seine Meinung zu bestätigen. Leider hat auch er (wie wir alle) die kriminelle Aggression des Islam, der sich immer sofort als tief beleidigt betrachtet, unterschätzt, und es gab weltweite blutige Pogrome ! Wegen eines Zitats !
Auch bei Hitler hat der Papst klugerweise nicht einfach "den Mund voll genommen", einfach um zusätzliche blutige Opfer zu vermeiden. Niemand sollte aber spekulieren, der Papst habe deshalb keine eigene klare Meinung über die antichristlichen Vorgänge gehabt.


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 Theodor69 17. September 2014 
 

@Herbert Klupp

Das "Zitat" aus der Regensburger Rede von Papst Benedikt ist ein Zitat von einem Kaiser, das Papst Benedikt wiedergegeben hat. Von den Medien wurde so getan, als ob dies die Meinung des Papstes wäre, was ein völliger Unsinn ist. Wenn man jemanden zitiert heißt es nicht, dass man dessen Meinung teilt. Papst Benedikt eignet sich jedenfalls nicht - genauso wenig wie sein Vorgänger oder Nachfolger - für eine Hetze gegen die Muslime.


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 Antigone 17. September 2014 
 

Zitat

Ich würde mal ganz vorsichtig damit sein, das Zitat, das Papst Benedikt in der Regensburger Rede verwendet hat, jetzt plötzlich 1:1 mit s e i n e r Meinung gleichzusetzen. Das wurde seinerzeit dementiert!


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 myschkin 16. September 2014 
 

Wichtig ist, dass die Muslime akzeptieren,

dass diese Verbrechen von Muslimen begangen werden, die freilich in himmelschreiender Sünde sich gegen Gott, den Herrn, vergehen. Falsch ist es zu behaupten, was von Muslimen so oft gesagt wird: Diese Schlächter seien ja aufgrund ihrer Taten keine Muslime mehr. Nein, diese Täter bleiben Muslime trotz ihrer Sünden. Wir Katholiken müssen ja auch damit leben, dass wir allesamt als Sünder uns um das schuldlose Gotteslamm versammeln. Und genauso ist es Aufgabe der Muslime, die Sündhaftigkeit ihrer Brüder und Schwestern anzuerkennen und zu beklagen. Wir Christen leiden unter dem Schmutz, den jeder einzelne von uns und andere christliche Sünder über die Christenheit bringen. Ebenso müssen die Muslime den Schmutz erkennen, den ihre Gläubigen aufgrund abstoßender Verirrung in den Fanatismus in die Welt bringen.


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 Herbert Klupp 16. September 2014 
 

Nicht klar genug

Im Text heißt es (leider): "Dabei muss klar sein: Es geht nicht um eine Anklage des Islam" - JA WAS DENN SONST ? Naja, gut, das Anklagen ist nicht so wichtig, aber die klare Analyse, daß der Terror aus dem Herzen des Islam kommt, die fehlt. Ohne Wahrheit und Wahrhaftigkeit kann man aber keinen Blumentopf gewinnen. Denken wir doch an unseren geliebten Papst Benedikt, der zitierte (sinngemäß): Nun sag mir doch, was Mohamed gutes gebracht hat, und da wirst du nur schlechtes finden, wie die Ausbreitungs seiner Religion mit dem Schwert (aus dem Kopf zitiert). Zu dieser Klarheit müssen wir wieder hinfinden, sonst wird das nichts mit einem Dialog in der Wahrheit !


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 Eremitin 16. September 2014 
 

man wird sich in Zukunft nach gerne an

unseren verehrten Papst Benedikt erinnern und erst anfangen , seine überaus durchdachten klugen Worte zu verstehen. Ja , er ist brandaktuell.


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 Scotus 16. September 2014 

Das Problem ist die Lehre des Islam selbst (Teil 2)

✐ Islam: nicht "nur" Religion sondern auch politisch-soziale Ordnung

Der Islam ist dem Wesen nach mehr als eine Religion. Er ist ein kultisches, politisches und soziales Regelwerk, will religiöse und politisch-soziale Ordnung sein. Und er war von Anfang an kriegerisch. Der Islam will das "Haus des Islam" auf der ganzen Welt verbreiten. Es geht ihm dabei nicht so sehr um religiöse Bekehrung der Nichtmuslime als um ihre Unterwerfung unter die Scharia.

Der Islam müsste sich von seiner Gründungsidee distanzieren, sein politisch-religiöses Doppelwesen aufgeben und sich damit in seiner religiösen Substanz verändern. Solange das nicht geschieht, wird es immer nur eine Frage der konkreten politischen Konstellation sein, ob und in welcher Form er sein gewalttätiges Gesicht zeigt.


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 Scotus 16. September 2014 

Das Problem ist die Lehre des Islam selbst (Teil 1)

✐ Kein Tötungsverbot - sondern eine Tötungslizenz

Die bisherigen Distanzierungen islamischer Eliten sind nicht überzeugend. Sie wenden sich lediglich gegen die Brutalität, nicht aber gegen das Prinzip. Der IS ist demnach keine Häresie: Das Vorbild ist Mohammed selbst. Legitimationsgrundlage sind der Koran und das islamische Recht, die Scharia. Die islamische Lehre besitzt keine argumentativen Ressourcen, um das Vorgehen des IS als "islamistisch" zu verurteilen.

Im Islam gibt es kein generelles Tötungsverbot. Hingegen gibt es eine generelle Tötungslizenz. "Ungläubige", die sich der Konversion zum Islam widersetzen, sollen getötet werden (vgl. Sure 9,5). Gemäß islamischer Lehre ist der Mensch von Natur aus Muslim, die menschliche Natur selbst, die "fitra" ist muslimisch. Nichtmuslime sind demnach Abtrünnige, "denaturierte" Menschen. Die Barmherzigkeit Allahs gilt nur den Bekehrten, gegen die Ungläubigen befiehlt er, mit dem Schwert vorzugehen.


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 Catherine 16. September 2014 
 

Islam ist ein Totalitarismus

@ Selene
Ich kann Ihnen nur zustimmen, der Islam ist keine Religion. Er ist so gefährlich wie alle anderen Totalitarismen. Der religiöse Dialog ist nicht möglich, weil Begriffe wie z.B. Frieden andere Inhalte haben.

Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, daß es auch im hohen Klerus inzwischen Hirten gibt, die das begriffen haben. Unser em. deutscher Papst ist ausreichend über den Islam informiert. Der von ihm noch eingesetzte Glaubenspräfekt, der Allah nicht mit dem Gott der Bibel verwechselt, hat auch den klaren Blick.

Viele Muslime bekehren sich inzwischen zu Christus, andere würden es tun, wenn der Islam nicht in allen vier kanonischen Rechtsschulen den Tod anordnete.


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  16. September 2014 
 

... der Islam

Der Islam ist durchaus in der Lage, von seinen Anhängern Ganzopfer, und quasitheozentrische Lebensführung zu fordern. ... Das ist ja auch gerade der Vorwurf des Islam an das westliche bequem und dekadente "Schnarcherchristentum". ... Da können wir den Muslimen schon versuchen zu erklären, daß unsere Ganzhingabe nicht in der Bereitschaft zum Selbstmordattentat besteht, sondern etwa in der Form des gottgeweihten Leben, des zölibatären Priestertums, der monogamen und lebenslänglichen Ehe. ... und vor allem der Nächstenliebe, auch der Feindesliebe.


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 Theodor69 16. September 2014 
 

@Selene

Das ist natürlich eine sehr scharfe Kritik am Papst und seinen Vorgängern - Aber wenn Sie meinen, dass Sie mehr verstehen, gebildeter sind und mehr vom Heiligen Geist geleitet sind, als der Papst, dann werden Sie schon recht haben


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 Antigone 16. September 2014 
 

Islam ist eine Religion,

auch wenn er leider diese Nebenaspekte auch hat, die Sie, Selene erwähnen. Dennoch bleibt ja nur der positive Dialog. Oder Krieg, oder was?
Schon Johannes Paul II. hat auf Verständigung gesetzt, subsummieren sie ihn auch unter den Satz "Aber das begreifen unsere Kirchenleute einfach nicht."? Wer sind Sie, so zu urteilen?


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 Callicles 16. September 2014 
 

War beim "Gebet am Kreuz" dabei,...

Bischof Rudolf hat wirklich sehr leidenschaftlich gepredigt!


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 Theodor69 16. September 2014 
 

Sehr gute Ansprache

nicht zuletzt, weil er immer wieder Papst Benedikt zitiert - und da kann eine Ansprache nicht gehässig sein.


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 Selene 16. September 2014 
 

Islam ist keine Religion ...

... im üblichen Sinne, also was wir unter Religion verstehen, sondern ein politisches und gesellschaftliches System, das sich mit Gewalt ausbreiten will mit dem Ziel, die westlichen Demokratien mit ihren Errungenschaften von Freiheit zu vernichten und dafür einen Polizeistaat im Sinne der Scharia zu errichten.

Deswegen ist mit dem Islam kein intereligiöser Dialog möglich.

Aber das begreifen unsere Kirchenleute einfach nicht.


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