Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  2. Maria 2.0: „Wir machen die Dinge einfach selbst… Das ist eine Art Selbstermächtigung“
  3. "Dieser Vergleich macht mich wütend"
  4. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  5. DBK-Vorsitzender Bätzing: „Wir leben in einem Missionsland“
  6. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  7. Wir brauchen einen Beauftragten für die Theologie des Leibes
  8. Papst zu Liturgiestreit in Kerala: "Wo Ungehorsam ist, ist Schisma"
  9. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  10. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  11. ,Baby Lasagna‘: ,Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen‘
  12. Polens Bischöfe bekräftigen Position der Kirche zu Abtreibung
  13. Football-Spieler Harrison Butker ermutigt Frauen ihrer Berufung als Mutter zu folgen
  14. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen
  15. Marienmonat Mai: Priester startet "Rosenkranz-Challenge"

KjG und 'Moralpornos'

13. Juni 2014 in Deutschland, 39 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Streit um die KjG verschärft sich: Carsten Leinhäuser, Priester und Referent für Ministrantenseelsorge im Bistum Speyer, meldet sich dezidiert zu Wort – Katholische Blogger halten dagegen


Köln (kath.net)
Der Streit rund um die "Katholische Junge Gemeinde" (KjG) erregt seit Tagen die Gemüter in verschiedenen Blogs und bei sozialen Netzwerken. Für Irritiationen hat jetzt ein Blog-Beitrag des deutschen Priesters Carsten Leinhäuser gesorgt. Der Referent für Ministrantenseelsorge & Leiter der Stelle Berufe der Kirche im Bistum Speyer hat sich jetzt in einem Beitrag dezidiert zu Wort gemeldet und diese als "selbsternannte Glaubenshüter & Moralwächter" bezeichnet. Denn diese hätten "einen neuen Feind" gefunden. Gleichzeitig findet Leinhäuser – so zumindest die Einschätzung einiger seiner Kritiker – nur sehr wenig Kritik für die umstrittenen Arbeitsmaterialien der KjG, die jetzt zum Teil von der KjG-Website entfernt wurden.

Seinen Kritikern unterstellt der Priester dann, dass dieser Konflikt ein "willkommener Anlass" sei, der KjG mal "gehörig ans Bein" zu treten. KjG-kritische Websites bezeichnet der Referent dann als "Hetzseiten". Über KjG-Arbeitshilfen wie einen "Grabbelsack" u.a. mit Kondom, Handschellen und Bravo-Heft vertritt Leinhäuser, dass man darüber streiten könne und man hier "nicht jede Meinung" teilen müsse. Relativierend meint er, dass Jugendverbände "auch mal über’s Ziel" hinausschießen. Diese dürften "ihre Meinung" haben und diese auch vertreten. Leinhäuser möchte diese "jungen Leute" (A.d.Red. Gemeint sind de facto die KjG-Funktionäre, die diese Materialien erstellen) "ernst nehmen".


Dann legt der Priester noch etwas drauf und meint, dass ihn der "Moralporno" anwidere. Leinhäuser behauptet dann ohne Beweise, dass die "selbsternannten Glaubenshüter und Moralwächter" mit "perfider Akribie" auf die Suche "nach Verfehlungen und Häresien" gingen. Der Priester bezeichnet dies als das "hassverzerrte Gesicht des Pharisäers". Dies schmecke, so erläutert Leinhäuser weiter, nach "Voyeurismus" und nach einem sich Aufgeilen an der eigenen “Reinheit”. Auch Erkenntnisse über die Motivation hat Leinhäuser gefunden: Es gehe nicht mehr um eine Kritisieren, sondern um "Auslöschung". Dann unterstellt er, dass die "Leichen im eigenen Keller" "schon lange verdrängt" werden. Am Ende meinte er sogar, dass der weitaus "größere Skandal" dieser sei: "Der Skandal des puren Hasses. Der Skandal der Lust auf Vernichtung."

Inzwischen hat Leinhäuser von verschiedenen katholischen Bloggern bereits deutliche Antworten auf seine Behauptungen bekommen. Peter Winnemöller schreibt auf KATHOLON klar: "Auf vermeintlich selbsternannte Moralwächter einzuprügeln ist, nimmt man einmal an, daß diese selber Eltern sind, nicht nur eine Unverschämtheit, sondern mehr als nur ein wenig pikant. Nur vier Jahre ist es her, da kochte in unserem Land der Mißbrauchsskandal. Die pikante Note ist nicht zu leugnen, wenn ein katholischer Verband Sexspielzeuge als Unterrichtsmedien empfiehlt. Doch es läßt sich noch steigern, wie man sehen konnte. Was soll denn ein Vater oder eine Mutter darüber denken, wenn ein Priester in seinem Weblog dies auch noch indirekt rechtfertigt. Indirekt will hier sagen: indirekt, eben nicht expressis verbis, doch das allein reicht schon, um mißverständlich zu sein.[Anmerkung PW: Auf Bitten eines Priesters und Bloggerkollegen ist der Text an dieser Stelle geändert worden.]"

Im Blog KIKREUKREU heißt es zu Leinhäuser: "Hier findet statt, was man immer häufiger beobach­ten kann: Der Kritiker wird zum Bösewicht abgestempelt und der Kritisierte ist das Opfer. Nicht der Falschparker hat Schuld, sondern die Politesse; nicht der Raser ist im Unrecht, sondern der Polizist, der ihn bei einer mit Akribie auf der Suche nach Verfehlungen durchgeführten Geschwindigkeitskontrolle erwischt."

Anm. der Redaktion: Als Maßnahme der Deeskalation wurden inzwischen Beiträge verschiedener Seiten überarbeitet, so auch dieser kath.net-Artikel.

Peter Winnemöller in katholon: Was nennst Du die kjg böse?

Blog Kikreukreu: Der Pfarrer und der Porno


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Kirche

  1. Bischof Strickland warnt vor ‚Crescendo der Apostasie’ in der Kirche
  2. Erzbischof Aguer: Nächster Papst muss die katholische Lehre gegen ‚progressive Mythen’ verteidigen
  3. ‚Ideologie’, ‚Schisma’ – Kardinal Burke befürchtet radikale Veränderung der Kirche
  4. ‚Lieber in der Kirche Gottes mit Unkraut als in einer Kirche die ich baue’
  5. Alexander Kissler: ‚Als Klimasekte haben die Kirchen keine Zukunft’
  6. Südtiroler Bischof: Kirche muss auch gegen den Strom schwimmen
  7. Erster Kirchen-Neubau in Türkei seit 100 Jahren vor Eröffnung
  8. Neigung vor Gott und Zuneigung zum Menschen
  9. Für eine Kirche ohne Privilegien
  10. ‚Fest im Glauben bleiben’ – Kardinal Müller warnt vor ‚LGBT-Wahnsinn’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. ,Baby Lasagna‘: ,Mit Gott habe ich mich selbst zurückgewonnen‘
  2. Kirche und Kommunismus: Gedanken über ein Bekenntnis von Papst Franziskus
  3. "Dieser Vergleich macht mich wütend"
  4. St. Michael/Emden: Kirchenbänke verscherbeln, dafür aber neue Stühle für die Kirche kaufen
  5. 'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'
  6. Maria 2.0: „Wir machen die Dinge einfach selbst… Das ist eine Art Selbstermächtigung“
  7. Marienmonat Mai: Priester startet "Rosenkranz-Challenge"
  8. Wir brauchen einen Beauftragten für die Theologie des Leibes
  9. „Eine Transfrau ist eine Frau. Punkt!“ – Wirklich?
  10. P. Karl Wallner: „Es gibt keine Pflicht, immer zu Kommunion zu gehen bei der Hl. Messe“
  11. Kritik an Video über ,selbstbestimmte Sexarbeiterin‘ und Christin
  12. CDU-Politiker Wolfgang Bosbach: "Die Kirchentage sind für mich mittlerweile eher Parteitage..."
  13. USA: Bewaffneter löst bei Erstkommunion Panik aus
  14. Papst zu Liturgiestreit in Kerala: "Wo Ungehorsam ist, ist Schisma"
  15. Johannes Hartl wurde in den Deutschen Knigge-Rat berufen

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz