Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

‚Wahre Dogmatik erwächst aus der Bibel selbst’

4. April 2014 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Trennung von systematische Theologie und Bibelwissenschaften hat sich in der Theologie der letzten Jahrzehnte manifestiert. Die beiden Bereiche hängen aber eng zusammen, wie sich anhand klassischer Theologen von Origenes bis Newman zeigen lässt.


Chicago (kath.net/jg)
Bibel und systematische Theologie hängen eng miteinander zusammen. Die Trennung der beiden Bereiche, die sich in den theologischen Disziplinen der letzten Jahrzehnte manifestiert hat, ist falsch, schreibt der amerikanischer Theologe Robert Barron in einem Beitrag für das Magazin First Things. Barron ist Rektor und Professor für systematische Theologie an der Universität St. Mary of the Lake, die in der Nähe von Chicago gelegen ist.

Während seines Studiums in den 1970er und 80er Jahren sei die Trennung von systematischer Theologie und Bibelwissenschaft selbstverständlich gewesen. Die historisch-kritische Methode habe damals ihren Höhepunkt erreicht. Seine Lehrer hätten in der systematischen Theologie eine Art störenden Überbau gesehen, der zuerst entfernt werden müsse, um das zu sehen, was die biblischen Autoren wirklich hätten sagen wollen. Letztere wurden seien vor allem aus ihrer spezifischen historischen Situation her verstanden worden, was dazu geführt habe, dass man die Bibel nicht mehr als integrales Ganzes habe sehen können, schreibt Barron.


Auf der anderen Seite seien die Theologen, die er während seines Studiums gelesen habe, erstaunlich bibelfern gewesen. Man könne tausende Seiten Theologie der letzten zweihundert Jahre lesen und dabei sehr wenig Bezug zur Bibel finden, stellt Barron fest.

Ein Wendepunkt sei ein Seminar gewesen, dass er Ende der 1990er Jahre zum Thema „Die Christologie der Poeten und Prediger“ gehalten habe. In Vorbereitung darauf habe er die Predigten der wichtigsten Dogmatiker gelesen, darunter Origenes, Augustinus, Bernhard von Clairvaux, Anselm von Canterbury, Thomas Aquin und John Henry Newman. Voller Überraschung habe er festgestellt, wie stark der biblische Bezug darin sei, erinnert er sich.

Durch die Lektüre der Predigten habe er erkannt, dass der Vorbehalt vieler Anhänger der historisch-kritischen Methode gegenüber der systematischen Theologie irrig sei. Die wahre Dogmatik erwachse aus der Bibel selbst.


Link zum Artikel von Robert Barron (englisch)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Theologie

  1. Bischof Barron warnt vor postmoderner Umdeutung des Naturrechts in der katholischen Moraltheologie
  2. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  3. Papst Leo: Das Theologiestudium ist keine „akademische Verpflichtung, sondern eine mutige Reise“
  4. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  5. Weihesakrament und Leitungsvollmacht
  6. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  7. Zahl der Theologiestudenten in Passau in drei Jahren versiebenfacht - Von 21 auf 140 Studienanfänger
  8. US-Theologe: Es ist nicht katholisch, wenn man ständig das Lehramt kritisiere
  9. ‚Veritatis splendor – der 30. Jahrestag einer vergessenen Enzyklika’
  10. Knalleffekt am Aschermittwoch: Vier Synodale verlassen den "Deutsch-Synodalen Irrweg"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz