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Der Durst nach der vertrockneten Seele

23. März 2014 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Franziskus: Die Barmherzigkeit ist größer als das Vorurteil! Der Papst lädt zum 'Fest der Vergebung' ein: '24 Stunden für den Herrn' am kommenden Freitag, 28. März, und Samstag, 29. März. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am dritten Fastensonntag, der das Evangelium von der Begegnung Jesu mit der samaritanischen Frau in Sychar beim Jakobsbrunnen vorlegt (Joh 4,5-42). In seiner Ansprache zum traditionellen Mittagsgebet betonte Papst Franziskus, dass Jesus die Barriere der Feindseligkeit zwischen Juden und Samaritern mit seiner Bitte um Wasser überwinde. Gleichzeitig breche er mit den Mustern des Vorurteils gegenüber den Frauen. Es hebe ein ehrlicher Dialog an, durch den Jesus in die innere Welt eines Menschen eintrete, an den er nicht einmal ein Wort hätte richten dürfen. Jesus urteile nicht über die Situation der Frau, sondern lasse sie verspüren, dass er sie beachte und anerkenne. So erwecke er das Verlangen, über die alltägliche Routine hinauszugehen.

Der Durst Jesu sei der Durst danach gewesen, einer vertrockneten Seele zu begegnen, um ihr das Herz zu öffnen. Er bitte um etwas zu trinken, um den Durst in ihr hervorzuheben. Die Frau sei beeindruckt und richte jene tiefen Fragen an Jesus, die wir alle in uns hätten, aber oft ignorierten. Die Fastenzeit sei daher eine günstige Zeit, um in sein Inneres zu blicken, die wahrsten geistlichen Bedürfnisse hervortreten zu lassen und den Herrn im Gebet um Hilfe zu bitten.


Das Evangelium berichte, dass sich die Jünger über den Meister und sein Gespräch mit der Frau gewundert hätten. Doch der Herr sei größer als alle Vorurteile. Daher habe er keine Angst gehabt, sich mit der Samariterin abzugeben: „die Barmherzigkeit ist größer als das Vorurteil“. So sei die Frau verwandelt worden. Sie habe das Wasser gefunden, „das lebendige Wasser der Barmherzigkeit", das für das ewige Leben sprudle: „Sie hat das Wasser gefunden das sie immer suchte!“. So habe sie ihren Wasserkrug stehen gelassen, sei sie in den Ort geeilt und habe den Leuten gesagt: „Kommt her, seht, da ist ein Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias?“

Das Evangelium stimuliere dazu, „unsere Wasserkrüge“ stehen zu lassen, Symbol für alles, was dem Anschein nach wichtig sei, aber vor der Liebe Gottes seinen Wert verliere. Franziskus rief alle auf, darüber nachzudenken, welche die eigenen Wasserkrüge seien, die man zurücklassen solle. So sei der Mensch berufen, die Wichtigkeit und den Sinn seines christlichen Lebens zu entdecken, das mit der Taufe begonnen habe, und wie die Samariterin die Freude über die Begegnung mit Jesus und die Wunder, die seine Liebe in unserem Dasein vollbringt, zu bezeugen: "Jede Begegnung mit Jesus ändert uns das Leben, jede Begegnung mit Jesus erfüllt mit Freude".

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an den besonderen Moment der Buße am kommenden Freitag, 28. März, und Samstag, 29. März, der „24 Stunden für den Herrn“ genannt wird. Es werde dies ein „Fest der Vergebung“ sein, das auch in vielen anderen Bistümern und Pfarreien der Welt stattfinden wird. Die Vergebung des Herrn müsse gefeiert werden, so Franziskus, wie dies der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn getan habe. Er habe ein Fest gefeiert, als der Sohn nach Hause zurückgekehrt sei, und alle seine Sünden vergessen.




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