Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  10. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  11. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  14. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  15. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“

Moskauer Patriarch Kyrill übt scharfe EU-Kritik

14. Februar 2014 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Westeuropäische Wertmaßstäbe würden "gegen den Willen des Volkes" auf osteuropäische Länder übertragen - Enges russisch-mazedonisches Verhältnis beschworen


Wien-Moskau (kath.net/KAP) Mit einer scharfen Kritik an der Europäischen Union und der Brüsseler Grundrechte-Politik hat der Moskauer russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill (Foto) aufhorchen lassen. Das traditionelle Verständnis von Familie als Verbindung eines Mannes und einer Frau werde zunehmend in Frage gestellt, "die Institution der Ehe wird zerstört", zitiert die Stiftung "Pro Oriente" am Donnerstag den Patriarchen. Die Sorge um die Familie, aber auch um den Fortbestand christlicher Werte werde von einem Großteil der Europäer - im Gegensatz zur politischen Elite - geteilt, so Kyrill. Der Patriarch äußerte sich im Rahmen eines Empfangs für den mazedonischen Staatspräsidenten Georgij Ivanov in den kirchlichen Kreml-Repräsentationsräumen.

Laut Kyrill werde von der EU auf exjugoslawische bzw. orthodoxe Staaten Druck ausgeübt werde, Vorstellungen des westeuropäischen Establishments zu übernehmen. "Gegen den Willen des Volkes" habe es etwa Homosexuellen-Paraden in Slowenien und Kroatien gegeben. Der Europäische Menschenrechts-Gerichtshof (EGMR) wiederum habe kritisiert, dass es in Griechenland keine Regelung für "Homo-Ehen" gebe. Der EGMR erkenne darin einen Widerspruch zur Europäischen Menschenrechts-Konvention.


Sorge bereite weiters die Ausbreitung der Euthanasie-Gesetzgebung in westeuropäischen Ländern, sagte der Patriarch; in Belgien plane man die Einführung von "Euthanasie für Kinder". Doch "einziges Gesetz des Lebens" dürfe "das moralische Gesetz, das Gott der menschlichen Natur eingeschrieben hat", sein.

Daneben äußerte sich Kyrill außerdem zur innerorthodoxen Auseinandersetzung rund um den Status der mazedonisch-orthodoxen Kirche. Die mazedonisch-orthodoxe Kirche hatte sich 1967 mit Hilfe des damaligen kommunistischen Regimes vom Belgrader Patriarchat gelöst und einseitig ihre Autokephalie (Selbstständigkeit) proklamiert. Dieser Schritt wird von der Weltorthodoxie nicht anerkannt.

Kyrill I. sagte, die Wiederherstellung einer dem Kirchenrecht entsprechenden Situation der mazedonisch-orthodoxen Kirche werde ein "wesentlicher Faktor" für die Bewahrung der "nationalen, kulturellen und religiösen Identität" des Landes sein. Daher sei es wichtig, dieses Problem durch einen "brüderlichen Dialog mit der serbisch-orthodoxen Kirche" zu lösen.

Ausdrücklich betonte der Moskauer Patriarch, dass Russland und das slawische Mazedonien auf Grund der Tätigkeit der Slawenapostel Cyrill und Method eine "gemeinsame Geschichte" haben. Die Stadt Ochrid, von wo das russische Volk seine ersten Bücher in slawischer Sprache empfangen habe, sei ein "intellektuelles Jerusalem für alle Slawen" gewesen. Für die russisch-orthodoxe Kirche sei Mazedonien unauslöschlich mit den Großtaten des Heiligen Cyrill und dem gemeinsamen spirituellen und kulturellen Erbe verbunden.

Auch in der Vergangenheit habe Russland immer getrachtet, das mazedonische Volk und seine heiligen Stätten - die für die ganze orthodoxe Welt von Bedeutung seien - zu verteidigen. Für den vorrevolutionären russischen Staat sei die Unterstützung der orthodoxen Brudervölker immer eine hohe Priorität in seiner Außenpolitik gewesen.

Heute - so Kyrill - seien in den bilateralen Beziehungen Moskau-Skopje auch die Pilgerfahrten von russischen Gläubigen nach Mazedonien und von mazedonischen Gläubigen nach Russland von großer Bedeutung. Zudem bilde auch die Gemeinde der Nachfahren der russischen Flüchtlinge, die nach der Oktoberrevolution nach Mazedonien kamen, eine Brücke zwischen den beiden Ländern.



Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
Foto (c) www.mospat.ru


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Russland

  1. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  2. Russischer Metropolit für Besetzung weiterer Gebiete der Ukraine
  3. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  4. Russland – Ein Beispiel für eine politische Religion
  5. Putins 'P.R.-Auge' blickt auf Österreich-Ungarn
  6. Von Russen verschleppt - Papst erhielt Gebetbuch von vermissten ukrainischen Ordensleuten
  7. Wladimir Putin ist KEIN 'Geschenk Gottes'
  8. Ukraine: "An der Front gibt es keinen Atheisten"
  9. Russischer Diktator Putin "im Bann" von Schamanen
  10. Weihe Russlands und der Ukraine: Vatikanischer Mariologe sieht keinen Bezug zu Fatima






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Kasper: Deutschsprachige Theologie ist Christologie-vergessen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz