Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Moskauer Patriarch Kyrill übt scharfe EU-Kritik

14. Februar 2014 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Westeuropäische Wertmaßstäbe würden "gegen den Willen des Volkes" auf osteuropäische Länder übertragen - Enges russisch-mazedonisches Verhältnis beschworen


Wien-Moskau (kath.net/KAP) Mit einer scharfen Kritik an der Europäischen Union und der Brüsseler Grundrechte-Politik hat der Moskauer russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill (Foto) aufhorchen lassen. Das traditionelle Verständnis von Familie als Verbindung eines Mannes und einer Frau werde zunehmend in Frage gestellt, "die Institution der Ehe wird zerstört", zitiert die Stiftung "Pro Oriente" am Donnerstag den Patriarchen. Die Sorge um die Familie, aber auch um den Fortbestand christlicher Werte werde von einem Großteil der Europäer - im Gegensatz zur politischen Elite - geteilt, so Kyrill. Der Patriarch äußerte sich im Rahmen eines Empfangs für den mazedonischen Staatspräsidenten Georgij Ivanov in den kirchlichen Kreml-Repräsentationsräumen.

Laut Kyrill werde von der EU auf exjugoslawische bzw. orthodoxe Staaten Druck ausgeübt werde, Vorstellungen des westeuropäischen Establishments zu übernehmen. "Gegen den Willen des Volkes" habe es etwa Homosexuellen-Paraden in Slowenien und Kroatien gegeben. Der Europäische Menschenrechts-Gerichtshof (EGMR) wiederum habe kritisiert, dass es in Griechenland keine Regelung für "Homo-Ehen" gebe. Der EGMR erkenne darin einen Widerspruch zur Europäischen Menschenrechts-Konvention.


Sorge bereite weiters die Ausbreitung der Euthanasie-Gesetzgebung in westeuropäischen Ländern, sagte der Patriarch; in Belgien plane man die Einführung von "Euthanasie für Kinder". Doch "einziges Gesetz des Lebens" dürfe "das moralische Gesetz, das Gott der menschlichen Natur eingeschrieben hat", sein.

Daneben äußerte sich Kyrill außerdem zur innerorthodoxen Auseinandersetzung rund um den Status der mazedonisch-orthodoxen Kirche. Die mazedonisch-orthodoxe Kirche hatte sich 1967 mit Hilfe des damaligen kommunistischen Regimes vom Belgrader Patriarchat gelöst und einseitig ihre Autokephalie (Selbstständigkeit) proklamiert. Dieser Schritt wird von der Weltorthodoxie nicht anerkannt.

Kyrill I. sagte, die Wiederherstellung einer dem Kirchenrecht entsprechenden Situation der mazedonisch-orthodoxen Kirche werde ein "wesentlicher Faktor" für die Bewahrung der "nationalen, kulturellen und religiösen Identität" des Landes sein. Daher sei es wichtig, dieses Problem durch einen "brüderlichen Dialog mit der serbisch-orthodoxen Kirche" zu lösen.

Ausdrücklich betonte der Moskauer Patriarch, dass Russland und das slawische Mazedonien auf Grund der Tätigkeit der Slawenapostel Cyrill und Method eine "gemeinsame Geschichte" haben. Die Stadt Ochrid, von wo das russische Volk seine ersten Bücher in slawischer Sprache empfangen habe, sei ein "intellektuelles Jerusalem für alle Slawen" gewesen. Für die russisch-orthodoxe Kirche sei Mazedonien unauslöschlich mit den Großtaten des Heiligen Cyrill und dem gemeinsamen spirituellen und kulturellen Erbe verbunden.

Auch in der Vergangenheit habe Russland immer getrachtet, das mazedonische Volk und seine heiligen Stätten - die für die ganze orthodoxe Welt von Bedeutung seien - zu verteidigen. Für den vorrevolutionären russischen Staat sei die Unterstützung der orthodoxen Brudervölker immer eine hohe Priorität in seiner Außenpolitik gewesen.

Heute - so Kyrill - seien in den bilateralen Beziehungen Moskau-Skopje auch die Pilgerfahrten von russischen Gläubigen nach Mazedonien und von mazedonischen Gläubigen nach Russland von großer Bedeutung. Zudem bilde auch die Gemeinde der Nachfahren der russischen Flüchtlinge, die nach der Oktoberrevolution nach Mazedonien kamen, eine Brücke zwischen den beiden Ländern.



Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
Foto (c) www.mospat.ru


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Russland

  1. Russischer Metropolit für Besetzung weiterer Gebiete der Ukraine
  2. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  3. Russland – Ein Beispiel für eine politische Religion
  4. Putins 'P.R.-Auge' blickt auf Österreich-Ungarn
  5. Von Russen verschleppt - Papst erhielt Gebetbuch von vermissten ukrainischen Ordensleuten
  6. Wladimir Putin ist KEIN 'Geschenk Gottes'
  7. Ukraine: "An der Front gibt es keinen Atheisten"
  8. Russischer Diktator Putin "im Bann" von Schamanen
  9. Weihe Russlands und der Ukraine: Vatikanischer Mariologe sieht keinen Bezug zu Fatima
  10. Weihbischof Schneider: Freude über die Einladung des Papstes an Bischöfe zur Weihe Russlands






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  14. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  15. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz