Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  8. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  9. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  10. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  11. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  12. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  15. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur

Weltanschauung: Konfessionslose auf dem Sprung zur Mehrheit?

17. Oktober 2013 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Zahl der Bürger ohne Religionszugehörigkeit wächst – fast 40 Prozent


Köln (kath.net/idea) Sind Konfessionslose in Deutschland auf dem Sprung zur Mehrheit? Mit dieser Frage befasste sich das Deutschlandradio Kultur (Köln) am 12. Oktober in einer Sendung. Danach gehören knapp 40 Prozent der Bürger in Deutschland keiner Religionsgemeinschaft an. Die Gruppe der Konfessionslosen wachse sowohl im Westen als auch im Osten, sagte der Religionssoziologe und evangelische Theologe Prof. Detlef Pollack (Münster) in dem Beitrag von Kirsten Dietrich. „Im Westen haben wir inzwischen mehr als 20 Prozent Konfessionslose, im Osten sind es über 70 Prozent, die konfessionslos sind.“ Pollack führte für den Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung Befragungen durch. Nach seinen Worten haben viele nach der Wende in der DDR erwartet, dass es eine Rückkehr zu den Kirchen und zur Religion gebe, aber das habe sich nicht bestätigt: „Ganz im Gegenteil, der Anteil Konfessionsloser ist auch im Osten, wo er ohnehin schon hoch war, weiter gestiegen.“ Allerdings sind nur wenige von ihnen in Verbänden organisiert. So habe der Humanistische Verband „wohlwollend geschätzt“ 15.000 bis 20.000 Mitglieder, so der Bericht. Aber nach den Worten eines früheren Referenten bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW/Berlin), Pfarrer Andreas Fincke, reicht der Blick auf die Mitgliederzahl nicht aus: „Meines Erachtens ist die Konfessionslosigkeit in Deutschland die mit Abstand am stärksten wachsende Weltanschauung, die es gibt. Und dafür stehen die Verbände eben, selbst wenn sie im Moment wenige Mitglieder haben.“


Atheistische Angebote für ein religionsfreies Leben

Der Humanistische Verband macht Angebote für ein religionsfreies Leben von der Wiege bis zur Bahre. So veranstaltet er Jugendfeiern als Alternative zur Konfirmation und humanistischen Lebenskundeunterricht in Berlin und Brandenburg als Alternative zum Wahlfach Religion. An diesem Unterricht nehmen in der Bundeshauptstadt rund 50.000 Schüler teil. Seit fünf Jahren bietet der Landesverband Berlin-Brandenburg Bestattungen auf einem eigenen Gräberfeld auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof an. Dazu sagte dessen Kulturreferentin Regina Malskies in der Sendung: „Für uns Humanisten gibt es ja kein Danach, es gibt ja kein Jenseits, kein Auferstehen, wir glauben an keinen Gott, aber mit der Natur sich wieder eins zu wissen, nach dem Tod dann auch, das ist ein schönes Symbol.“ Zu den Gründen, warum religionskritische Organisationen vergleichsweise wenige Mitglieder haben, sagte die Berliner Landesvorsitzende des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten, Silvia Kortmann: „Im Gegensatz zu verfassten Kirchen und Religionsgemeinschaften, die irgendwie organisiert sind, sind die Atheisten schon eher individuell denkende Personen und lassen sich nicht so einfach in eine einheitliche Strömung bringen.“

Atheistische Stiftung: „Medienwirksam“ trotz geringer Mittel

Dem Beitrag zufolge ist die atheistische Giordano Bruno Stiftung (Oberwesel/Mittelrhein) an einer „medienwirksamen Religionskritik“ beteiligt. Sie habe gerade einmal 50 Mitglieder im Förderkreis und etwa 4.000 Unterstützer im Internet. Ihr Jahresetat belaufe sich auf rund 100.000 Euro aus Stiftungskapital und Spenden. Die Stiftung trete ein „für die Verbreitung der Evolutionslehre, gegen christlich-fundamentalistischen Kreationismus und gegen falschen Respekt vor der Befindlichkeit gläubiger Muslime“. Zu ihrem Selbstverständnis sagte Pressereferent Philipp Möller: „Immer, wenn es darum geht, dass Religion sich zu sehr in den Alltag einmischt, versteht sich die Giordano Bruno Stiftung als Denkfabrik, die dem Einhalt gebieten möchte und säkulare, weltliche, vernünftige Alternativen bieten will.“

Hochreligiöse haben mehr Vertrauen als Religionslose

Nach Ansicht des bereits erwähnten Religionssoziologen Pollack wird die Zunahme der Konfessionslosigkeit die Gesellschaft verändern. Umfragen hätten ergeben, dass es einen Zusammenhang gebe zwischen Religiosität und Vertrauen in andere Menschen: „Diejenigen, die hochreligiös sind, sind deutlich vertrauensvoller, zeigen eine höhere Bereitschaft, anderen Menschen zu vertrauen, als diejenigen, die religionslos sind. Fazit der Sendung: Auch mit Atheisten, Agnostikern, Humanisten und Konfessionslosen „landet man am Ende beim Glauben, wenn es darum geht, wie man ein sinnvolles Leben mit anderen führt, wenn es um Werte geht, um das, was bleibt. Einen solchen Glauben hatten die religiösen Menschen noch nie exklusiv für sich gepachtet, auch wenn das beide Seiten manchmal immer noch ignorieren“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Atheisten

  1. Nach Atheistenprotest entfernt US-Schule eine Zehn-Gebote-Tafel
  2. „Es ist wieder soweit“
  3. Innsbrucker Theologe: Atheisten argumentieren häufig unter Niveau
  4. Auch Atheisten zweifeln
  5. Ungläubige gelten als moralisch verkommen und gefährlich
  6. Nichtchristliche Kapelle als Hochzeits-Location für Atheisten
  7. US-Atheisten: Auf den Weihnachtsgottesdienst verzichten
  8. Atheisten kopieren kirchliche Bierdeckelaktion
  9. USA: Atheisten wollen Gideon-Bibeln aus Hotelzimmern verbannen
  10. 'Spaghettimonster-Kirche' verklagt das Land Brandenburg






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  8. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  9. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  10. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  11. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  12. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  13. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  14. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz