Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  3. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  4. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  5. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  6. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  7. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  8. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  9. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  10. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  11. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  12. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  13. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  14. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  15. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit

Weltanschauung: Konfessionslose auf dem Sprung zur Mehrheit?

17. Oktober 2013 in Deutschland, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Zahl der Bürger ohne Religionszugehörigkeit wächst – fast 40 Prozent


Köln (kath.net/idea) Sind Konfessionslose in Deutschland auf dem Sprung zur Mehrheit? Mit dieser Frage befasste sich das Deutschlandradio Kultur (Köln) am 12. Oktober in einer Sendung. Danach gehören knapp 40 Prozent der Bürger in Deutschland keiner Religionsgemeinschaft an. Die Gruppe der Konfessionslosen wachse sowohl im Westen als auch im Osten, sagte der Religionssoziologe und evangelische Theologe Prof. Detlef Pollack (Münster) in dem Beitrag von Kirsten Dietrich. „Im Westen haben wir inzwischen mehr als 20 Prozent Konfessionslose, im Osten sind es über 70 Prozent, die konfessionslos sind.“ Pollack führte für den Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung Befragungen durch. Nach seinen Worten haben viele nach der Wende in der DDR erwartet, dass es eine Rückkehr zu den Kirchen und zur Religion gebe, aber das habe sich nicht bestätigt: „Ganz im Gegenteil, der Anteil Konfessionsloser ist auch im Osten, wo er ohnehin schon hoch war, weiter gestiegen.“ Allerdings sind nur wenige von ihnen in Verbänden organisiert. So habe der Humanistische Verband „wohlwollend geschätzt“ 15.000 bis 20.000 Mitglieder, so der Bericht. Aber nach den Worten eines früheren Referenten bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW/Berlin), Pfarrer Andreas Fincke, reicht der Blick auf die Mitgliederzahl nicht aus: „Meines Erachtens ist die Konfessionslosigkeit in Deutschland die mit Abstand am stärksten wachsende Weltanschauung, die es gibt. Und dafür stehen die Verbände eben, selbst wenn sie im Moment wenige Mitglieder haben.“


Atheistische Angebote für ein religionsfreies Leben

Der Humanistische Verband macht Angebote für ein religionsfreies Leben von der Wiege bis zur Bahre. So veranstaltet er Jugendfeiern als Alternative zur Konfirmation und humanistischen Lebenskundeunterricht in Berlin und Brandenburg als Alternative zum Wahlfach Religion. An diesem Unterricht nehmen in der Bundeshauptstadt rund 50.000 Schüler teil. Seit fünf Jahren bietet der Landesverband Berlin-Brandenburg Bestattungen auf einem eigenen Gräberfeld auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof an. Dazu sagte dessen Kulturreferentin Regina Malskies in der Sendung: „Für uns Humanisten gibt es ja kein Danach, es gibt ja kein Jenseits, kein Auferstehen, wir glauben an keinen Gott, aber mit der Natur sich wieder eins zu wissen, nach dem Tod dann auch, das ist ein schönes Symbol.“ Zu den Gründen, warum religionskritische Organisationen vergleichsweise wenige Mitglieder haben, sagte die Berliner Landesvorsitzende des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten, Silvia Kortmann: „Im Gegensatz zu verfassten Kirchen und Religionsgemeinschaften, die irgendwie organisiert sind, sind die Atheisten schon eher individuell denkende Personen und lassen sich nicht so einfach in eine einheitliche Strömung bringen.“

Atheistische Stiftung: „Medienwirksam“ trotz geringer Mittel

Dem Beitrag zufolge ist die atheistische Giordano Bruno Stiftung (Oberwesel/Mittelrhein) an einer „medienwirksamen Religionskritik“ beteiligt. Sie habe gerade einmal 50 Mitglieder im Förderkreis und etwa 4.000 Unterstützer im Internet. Ihr Jahresetat belaufe sich auf rund 100.000 Euro aus Stiftungskapital und Spenden. Die Stiftung trete ein „für die Verbreitung der Evolutionslehre, gegen christlich-fundamentalistischen Kreationismus und gegen falschen Respekt vor der Befindlichkeit gläubiger Muslime“. Zu ihrem Selbstverständnis sagte Pressereferent Philipp Möller: „Immer, wenn es darum geht, dass Religion sich zu sehr in den Alltag einmischt, versteht sich die Giordano Bruno Stiftung als Denkfabrik, die dem Einhalt gebieten möchte und säkulare, weltliche, vernünftige Alternativen bieten will.“

Hochreligiöse haben mehr Vertrauen als Religionslose

Nach Ansicht des bereits erwähnten Religionssoziologen Pollack wird die Zunahme der Konfessionslosigkeit die Gesellschaft verändern. Umfragen hätten ergeben, dass es einen Zusammenhang gebe zwischen Religiosität und Vertrauen in andere Menschen: „Diejenigen, die hochreligiös sind, sind deutlich vertrauensvoller, zeigen eine höhere Bereitschaft, anderen Menschen zu vertrauen, als diejenigen, die religionslos sind. Fazit der Sendung: Auch mit Atheisten, Agnostikern, Humanisten und Konfessionslosen „landet man am Ende beim Glauben, wenn es darum geht, wie man ein sinnvolles Leben mit anderen führt, wenn es um Werte geht, um das, was bleibt. Einen solchen Glauben hatten die religiösen Menschen noch nie exklusiv für sich gepachtet, auch wenn das beide Seiten manchmal immer noch ignorieren“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Atheisten

  1. Nach Atheistenprotest entfernt US-Schule eine Zehn-Gebote-Tafel
  2. „Es ist wieder soweit“
  3. Innsbrucker Theologe: Atheisten argumentieren häufig unter Niveau
  4. Auch Atheisten zweifeln
  5. Ungläubige gelten als moralisch verkommen und gefährlich
  6. Nichtchristliche Kapelle als Hochzeits-Location für Atheisten
  7. US-Atheisten: Auf den Weihnachtsgottesdienst verzichten
  8. Atheisten kopieren kirchliche Bierdeckelaktion
  9. USA: Atheisten wollen Gideon-Bibeln aus Hotelzimmern verbannen
  10. 'Spaghettimonster-Kirche' verklagt das Land Brandenburg






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  3. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  4. Écône, zum Zweiten
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  7. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  8. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  9. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  10. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  11. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  12. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  13. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  14. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  15. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz