Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  5. "Tun wir so als wäre da nichts"
  6. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  7. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  8. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  9. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  10. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  11. CoV: Mehrere Staaten verschärfen Schutzregeln für Gottesdienste
  12. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  13. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  14. „Sind es nicht wir Katholiken, die sich für den bedingungslosen Schutz des Lebens einsetzen?“
  15. Das Bild Gottes – eingeprägt in die Würde des Menschen

Ungläubige gelten als moralisch verkommen und gefährlich

8. August 2017 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Studie stellt fest: Sogar Menschen, die selbst an keinen Gott glauben, trauen anderen „Gottlosen“ eher schlimme Dinge zu.


Wien (kath.net)
Sogar Menschen, die selbst an keinen Gott glauben, trauen anderen „Gottlosen“ eher schlimme Dinge zu. Dies zeigt eine aktuelle Studie wie der ORF berichtet. Die Studie „Global evidence of extrem intuitive moral prejudice against atheists“ rund um den Forscher um Will M. Gervais von der University of Kentucky hat mehr als 3.000 Menschen aus 13 Nationen dieselben Fragen gestellt. Die Teilnehmer stammten aus recht säkularen Gesellschaften wie etwa Finnland, aber auch sehr religiöse Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate waren dabei. Insgesamt wollten die Forscher ein möglichst diverses Sample zusammenzustellen. Dabei wurde den Befragten eine Geschichte vorgelegt, die von einem Mann handelt, der schon als Kind Tiere gequält hat. Als Erwachsener wurde er immer gewalttätiger. Das Ganze endet mit der Ermordung von fünf Obdachlosen. Die Teilnehmer der Studie wurde dann die Frage gestellt, ob der Täter (A) ein Lehrer ist oder (B) ein Lehrer, der gläubig ist (bzw. nicht an Gott glaubt). Die Tendenz der Experiments war eindeutig. Sowohl in religiösen als auch in säkularen Gesellschaften wählten die Teilnehmer ungefährt doppelt so häuftig die Option (B), wenn dies den Zusatz enthielt, dass es sich um einen Atheisten handelt. Auch die nach eigenen Ungläubigen haben die gleiche Präferenz gezeigt. Auch bei anderen Versuchen fiel das Ergebnis immer zu Ungunsten der Atheisten aus. Der ORF stellt dazu fest: "Anscheinend gelten Ungläubige weltweit tendenziell als moralisch verkommen und gefährlich. Wie die Forscher vermuten, hat die Religion trotz der Säkularisierung tiefe Spuren in unserem moralischen Empfinden hinterlassen."



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Descartes 8. August 2017 
 

Atheismus ist als Kategorie viel zu undifferenziert.

Daher weitgehende Zustimmung @Chris2.
Die Frage, wenn man nach ethischen Gesichtspunkten fragt, ist nicht die Dichotomie Theismus versus Atheismus, sondern Ideologie versus Nicht-Ideologie. Denn es ist leicht zu belegen, dass Gottesglauben auch leicht (als Ideologie) missbraucht werden kann und wurde, um die schlimmsten Dinge zu tun und zu rechtfertigen und sich dann noch im göttlichen Recht zu wähnen.
Daher Widerspruch, @sartone. Denn der Begriff "Gott" kann beliebig gefüllt werden, und das geschah auch im jüdisch-christlichen Glauben und dem davon abgeleiteten Islam. Kann Gott geleugnet werden, während man sich auf ihn beruft in der Art "Gott will es"? Wer entscheidet, was der richtige Gott ist?


2

0
 
 christine.mm 8. August 2017 
 

Irgend etwas stört mich ...???

Wenn ein Kind bewußt Lust am Quälen hat, dann ist das wahrscheinlich ein Abbild der Erwachsenen, die gerne einen Schwachen quälen.
Es gibt bei Kindern aber auch so etwas wie forschenden Spieltrieb. Diesen Kindern muß man sagen, daß das Tier Schmerzen leidet. Und jedes Kind hat Erfahrung mit Erschrecken und oSchmerzen . Wenn im Kindesalter Gott als Übermächtige Bedrohungsinstanz vermittelt wird, wird sich später sicher keine gelungene Gottesbeziehung entwickeln können. Und wenn heimlich verübte Untaten von diesem "Gott" nicht sofort bestraft werden, wie wir das tun, ist dieser "Gott" auch noch unglaubwürdig geworden.
Weiters hängt das von der Religion ab. Schließlich gab es in vielen Religionen auch Menschenopfer.
Ich würde aber schon denken, daß Mord und Selbstmord, je nach Charakter, ob stark oder schwach, als Ausdruck von Justiz bzw.Verzweiflung eine Hoffnungslosigkeit aufzeigen je Gerechtigkeit zu erleben.In langen Kriegszeiten, Verwüstung und Gewaltausbrüchen hat es Gott schwer.


5

0
 
 sartone 8. August 2017 
 

Ohne Gott sind "Werte" nicht mehr legitim. Wenn ich Gott aufgebe, gebe ich auch die christlichen Tugenden auf. Der Kommunismus in der UdSSR hat das eindrucksvoll gezeigt (und auch Hitler hätte alle Bischöfe einen Kopf kürzer gemacht, hätte er den Krieg gewonnen, nur um dann seine germanische Religion einzuführen).
Die Religion ist nach dem heiligen Thomas die höchste Tugend, die uns erst Zugang verschafft zu allen anderen Tugenden, und uns zeigt, wie wir gottgefällig leben können. Selbst das natürliche Gesetz (z. B. Zehn Gebote) kennt eine Gottheit. Das I. Vaticanum sagt ja auch, dass die Vernunft ganz sicher Gott erkennen kann. Wo Gott aber geleugnet wird, gilt weder das natürliche Gesetz noch das Gesetz der Gnade. Wie soll ich denn gegen Abtreibung argumentieren, wenn ich auf die Gottesebenbildlichkeit als Argument verzichten muss? Nietzsche vertrat ja sogar einen Sozialdarwinismus mit seinem "Übermenschen".


5

0
 
 Chris2 8. August 2017 
 

Viel undifferenziert

Zum Einen ist es sicher richtig, dass jemand, der an eine allmächtige und richtende letzte Instanz über sich glaubt, eher vor Straftaten zurückschreckt, als jemand, der nur Nutzen und Risiken abwägen muss. Andererseits halten sich in einer funktionierenden Gesellschaft natürlich auch die meisten (echten) Atheisten an Recht und Gesetz oder denken von Haus aus 'moralisch'. Das Problem sind diejenigen, die die Ratio durch Ideologien ersetzen (Multikulti, Gender) und die, die einem pervertierten und gewalttätigen Gottesbild huldigen (fast immer Islamisten). Die größte Gefahr für unsere Gesellschaft ist jedenfalls nicht ein buchstäblich "vernünftiger" Atheismus (wofür z.B. Helmut Schmidt stand), sondern die buchstäblich fatale Kombination der hochaktuellen Ideologien Multikulti und Islamismus. Die Folgen sind trotz Pressekodex schon jetzt sichtbar, langfristig werden sie verheerend sein...


9

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Atheisten

  1. Nach Atheistenprotest entfernt US-Schule eine Zehn-Gebote-Tafel
  2. „Es ist wieder soweit“
  3. Innsbrucker Theologe: Atheisten argumentieren häufig unter Niveau
  4. Auch Atheisten zweifeln
  5. Nichtchristliche Kapelle als Hochzeits-Location für Atheisten
  6. US-Atheisten: Auf den Weihnachtsgottesdienst verzichten
  7. Atheisten kopieren kirchliche Bierdeckelaktion
  8. USA: Atheisten wollen Gideon-Bibeln aus Hotelzimmern verbannen
  9. 'Spaghettimonster-Kirche' verklagt das Land Brandenburg
  10. Niederlande: Erstmals mehr Atheisten als Gläubige







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  5. "Tun wir so als wäre da nichts"
  6. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  7. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  8. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  9. 'We are pro Life' - Als Kommissar Rex den Wiener Lebensschützern helfend beistand.
  10. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  11. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  12. Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen
  13. "Kirche, du sollst nicht lügen!"
  14. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  15. "Es gibt mittlerweile sehr gute Gottesdienstkonzepte" angesichts von Corona!

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz