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‚Was ist der Unterschied zwischen Spätabtreibung und Kindstötung?’

3. Juli 2013 in Chronik, 12 Lesermeinungen
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Nancy Pelosi, eine der wichtigsten Politikerinnen der USA, solle endlich die Frage beantworten, worin der Unterschied zwischen einer Spätabtreibung und einer Kindstötung bestehe, fordert P. Frank Pavone von den ‚Priests for Life’.


Staten Island (kath.net/LSN/jg)
„Was ist der Unterschied zwischen Spätabtreibung und Kindstötung?“ P. Frank Pavone, der Vorsitzende der Lebensschutzorganisation „Priests for Life“ (dt. Priester für das Leben) hat Nancy Pelosi, die Fraktionsvorsitzende der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, aufgefordert diese „einfache Frage“ endlich zu beantworten.

Indem sie sich weiterhin für legale Spätabtreibungen einsetze, sich aber gleichzeitig weigere, den Unterschied zu Mord zu erklären, habe Pelosi sich sowohl vom Glauben als auch von der Vernunft verabschiedet. Die „Priests for Life“ würden in dieser Sache nicht locker lassen, schrieb der Priester in einer Aussendung. Sie ist der bislang letzte Schritt einer bereits länger andauernden Auseinandersetzung. Sie hatte begonnen, als sich Pelosi geweigert hatte, die Frage eines Reporters zur Verurteilung des Abtreibungsarztes Dr. Kermit Gosnell zu beantworten. Der Reporter wollte wissen, worin Pelosi den Unterschied zwischen dem Mord Gosnells an einem Baby, das in der 23. Schwangerschaftswoche geboren war, und einer Abtreibung im selben Stadium sieht. Der Reporter fragte mehrmals nach, Pelosi wich einer konkreten Antwort aber stets aus. Im Gespräch mit dem Reporter bezeichnete sie Spätabtreibungen einmal als „heiligen Boden“. Die Entscheidung einer Frau hinsichtlich ihrer „reproduktiven Gesundheit“ müsse respektiert werden, sagte sie.


Pelosi bezeichnet sich immer wieder als praktizierende und gläubige Katholikin, ist aber eine der prononciertesten Verfechterinnen der Abtreibung unter den Kongressabgeordneten. Nach ihrer Auseinandersetzung mit dem Reporter schrieb Pavone einen offenen Brief an Pelosi. Darin warf er ihr vor, den katholischen Glauben und die Verantwortung eines öffentlichen Amtes missachtet und falsch dargestellt zu haben. „Wir haben genug“, schrieb er wörtlich. „Kommen sie entweder ihren Pflichten als Staatsdienerin und Katholikin nach oder seien sie so ehrlich und nehmen beides nicht mehr für sich in Anspruch “, fuhr er fort.

Pelosi antwortete auf den Brief nicht, meinte aber in einem Interview, Pavone verhalte sich „hysterisch“. Hätte Pavone sachlicher argumentiert, hätte sie ihn vielleicht sogar beachtet, sagte sie. Sie kenne die Position der katholischen Kirche zur Abtreibung, ihr persönlicher Glaube habe damit aber nichts zu tun, fügte sie hinzu. In einem anderen Interview sagte sie 2010, sie habe gelernt, dass alle Menschen mit freiem Willen ausgestattet seien und für ihre Handlungen Verantwortung tragen würden. Die Frauen müssten daher die Möglichkeit haben, ihre Willensfreiheit auch auszuüben, sagte sie im Hinblick auf die Abtreibung.

Mit diesen Aussagen habe Pelosi die Lehre der Kirche zurückgewiesen, schrieb Pavone in seiner Aussendung. Das Schöne am katholischen Glauben sei es, dass er für jedermann zugänglich sei. Man müsse kein Theologe sein, um zu wissen dass es falsch ist, ein Baby im Mutterleib zu zerstückeln. Pelosi versuche, sich mit religiösen Formulierungen um eine Antwort auf eine einfache Frage zu drücken: „Worin besteht der moralische Unterschied zwischen der Tötung eines Frühgeborenen und einer Abtreibung?“


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