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Vatikan-Prälat am Montag vor dem Haftrichter

1. Juli 2013 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Anwalt: Beschuldigter Scarano wird seine Rolle darlegen - Kardinal Calcagno: APSA als Institution unbeteiligt - Zwei IOR-Konten laut Medien im Besitz Scaranos


Rom (kath.net/KAP/red) Der wegen Verdachts auf Korruption verhaftete Vatikanmitarbeiter Nunzio Scarano soll am Montag dem Haftprüfungsrichter vorgeführt werden. Er müsse sich gegen den Vorwurf verteidigen, an einer - letztlich gescheiterten - Überführung von 20 Millionen Euro Bargeld in einem Privatjet aus der Schweiz am Fiskus vorbei nach Italien beteiligt gewesen zu sein, melden römische Zeitungen am Sonntag. Dafür soll der Geistliche, Rechnungsprüfer bei der vatikanischen Güterverwaltung APSA, einem ebenfalls verhafteten ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter 400.000 Euro gezahlt haben. Es soll sich um Geld der mit Scarano befreundeten Reederfamilie D'Amico aus der gemeinsamen süditalienischen Heimat Salerno handeln.

Scaranos Anwalt Silverio Sica betonte laut italienischen Sonntagsmedien, sein Mandant habe aus der Angelegenheit keinerlei Profit gezogen. Er habe "allein aus einem Geist der Freundschaft" gehandelt. Er werde bei der Anhörung auf die Fragen antworten und seine Rolle erklären.

Der Präsident der APSA, Kardinal Domenico Calcagno, hob unterdessen hervor, dass seine Institution "mit dieser ganzen Angelegenheit nichts zu tun hat". In einem Presseinterview vom Wochenende, dass Scarano bereits Ende Mai von seinem Dienst suspendiert worden sei, als die italienische Justiz die Ermittlungen gegen ihn eingeleitet habe.

Unterdessen berichten italienische Sonntagszeitungen über mehrere Konten des Geistlichen bei der Vatikanbank IOR sowie bei einer römischen Unicredit-Filiale, für die sich ebenfalls die Justiz interessiere. Auf dem Unicredit-Konto sollen sich im September 2011 456.000 Euro befunden haben. Bereits 2009 soll der Geistliche einen Kredit in Höhe von 600.000 Euro aufgelöst und über den Betrag 61 Schecks von 2.000 Euro bis 20.000 Euro als "Schenkungen" an Freunde und Angehörige ausgestellt haben. Woher das Geld stamme, sei unklar, so die Medien. Unklar sei ebenfalls die Herkunft des angeblichen Immobilienbesitzes des Monsignore in seiner Heimatstadt. Bei der Vatikanbank IOR, schreibt "Il Messaggero", soll Scarano zwei Konten unterhalten haben, eines für ihn persönlich und ein weiteres für soziale Aufgaben.

Mit dem Vatikan-Prälaten waren am Freitag der Ex-Geheimdienstler Giovanni Maria Zito und der Finanzbroker Giovanni Carienzo verhaftet worden. Letzterer soll den Deal vermittelte haben; an ihm soll dann aber die Überführung des Geldes gescheitert sein.

Scarano wurde bei der Berichterstattung über diese Vorgänge anfangs von verschiedenen Medien aufgrund mangelhafter Recherche als „Bischof von Salerno“ bezeichnet. Gegen den tatsächlichen Bischof von Salerno, Luigi Moretti, werden keine Ermittlungen geführt.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Diasporakatholik 1. Juli 2013 
 

Wer im Glashaus sitzt...

Statt einer Homilie der an diesem Sonntag ja nicht gerade einfach zu verstehenden Texte des Galaterbriefs und des Lukasevangeliums erging sich der in der von mir besuchten Pfarrei zelebrierende Priester in seiner "Predigt" in Polemik gegen den Peterspfennig im Zusammenhang mit dem jüngsten Skandal der Vatikanbank. Er "zitierte" u.a. Papst Franziskus, dass der Hl. Petrus ja auch kein Bankinstitut besessen habe, ohne allerdings fairerweise zuzufügen, dass damals die Schar der Christen sich nicht über die ganze Erde erstreckte und den heutigen Stand von über 1 Milliarde Mitgliedern hatte.
Kein Wort zudem, dass die jüngsten Personalveränderungen in der IOR positive Wirkungen gezeitigt haben.
Die einseitige und undifferenzierte Polemik war ein voller "Erfolg":
Denn nur wenige Gläubige spendeten noch in die Kollekte.
Aber so werden die Kirchbesuche immer unattraktiver.
Dabei gab es vor Jahren in des betr. Pfarrers eigener Pfarrei eine Veruntreuung von Kollektengeldern durch eine Küsterin.


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 Wischy 1. Juli 2013 
 

Beste Krimi-Vorlage

Dan Brown sitzt wahrscheinlich schon wieder in den schriftstellerischen Startlöchern. Diese Vorgänge sind eine Steilvorlage für Autoren seines Stils. Hat die Mafia am Ende in diesem Vatikan-Mitarbeiter einen Spion, einen Agenten in Vatikankreise eingeschleust, um Geldmanipulationen möglich zu machen, die in diesem Milieu nicht gleich auffallen? Hoffentlich wird hier jetzt endlich endgültig aufgeklärt und werden Konsequenzen gezogen. Mut, Franziskus!


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