Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Kardinal Koch weist Behauptungen von Nikolaus Schneider zurück

18. April 2013 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident des Päpstlichen Ökumene-Rates sieht im Gegensatz zu Schneider zwischen Benedikt XVI. und Franziskus "volle Kontinuität".


Vatikanstadt (kath.net/KAP/red)
Der römische Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Ökumene-Rates, hat Behauptungen des Ratspräsidenten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, zurückgewiesen. Schneider habe bei der an den Besuch bei Papst Franziskus angeschlossenen Pressekonferenz den Eindruck vermittelt, als gebe es mit dem neuen Papst eine neue Ära in der Ökumene, im Sinne von "Diskontinuität" gegenüber früher.

Koch äußerte hingegen im Gespräch mit Journalisten "Erstaunen" über diese Sicht. Er sehe nämlich im Gegensatz zu Schneider zwischen Benedikt XVI. und Franziskus "volle Kontinuität". So habe Franziskus an die zwei Reden Benedikts in Erfurt (2011) erinnert und betont, "er werde da weiter gehen".


Der aus der Schweiz stammende Kurienkardinal schloss nicht aus, dass es 2017 zu einem Papstbesuch mit Ökumene-Akzent in einer von der Reformation geprägten Stadt kommen könne. Dies müsse aber nicht in Deutschland sein.

Koch wies weiters darauf hin, dass die Ökumene 50 Jahre nach dem Konzil mehrere große Probleme hat. Es fehle das frühere Ziel einer tiefen Glaubens-, Sakramenten- und Jurisdiktionseinheit; die Zersplitterung im Protestantismus habe noch weiter zugenommen; schließlich seien in den letzten Jahren die Differenzen in Ethikfragen stärker geworden, wohinter unterschiedliche Menschenbilder stünden.

Auch mit der in Glaubensfragen der katholischen Kirche näher stehenden Orthodoxie spießt es sich. Hauptproblem seien hier die nicht übereinstimmenden Einheitsvorstellungen Konstantinopels und Moskaus. Dies könne aber nur durch ein panorthodoxes Konzil geklärt werden, gegen das sich aber Moskau sperrt.

Anders als die orthodoxen Vertreter an der Wolga sei hingegen am Bosporus Patriarch Bartholomaios "der optimistischte unter allen Patriarchen". Wenn man diese innerorthodoxe Uneinigkeit sehe, komme man unweigerlich zum Schluss, dass ein bloßer Ehrenprimat, wie es ihn in der Orthodoxie gebe und wie er Bartholomaios zukomme, nicht das Ziel der Kircheneinheit sein könne. Dies sehe man nicht nur in der Orthodoxie, sondern auch in der anglikanischen Weltgemeinschaft.

"Der Ehrenprimat funktioniert eben nur bei schönem Wetter. Würde es ihn in der katholischen Kirche geben, hätten wir das gleiche Schicksal wie die Orthodoxie: eine Vielzahl von Nationalkirchen", formulierte der Kurienkardinal.


Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ökumene

  1. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“
  2. „Diese Einheit ist zutiefst begründet im gemeinsamen Glauben und in der einen Taufe“
  3. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  4. Papst veröffentlicht Schreiben zur Einheit der Christen
  5. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  6. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  7. „Brückenbauer für die Einheit der Christen“
  8. "Einstellung von Patriarch Kyrill irritiert und erschüttert!"
  9. Kardinal Koch: Papstreise war Gewinn für Ökumene
  10. Churer Bischof Bonnemain möchte ‚Konfessionelle Eigenarten’ zugunsten der Ökumene ‚redimensionieren’







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  4. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  5. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  6. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  7. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  8. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  9. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  10. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  11. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  12. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  13. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  14. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  15. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz