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Die Würde des Christen: die Errettung aus Liebe

10. April 2013 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Franziskus-Pille des Tages: Allein die Liebe Gottes rettet, nicht das Geld, die Macht oder die Eitelkeit. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Allein die Liebe Gottes rettet, nicht das Geld, die Macht oder die Eitelkeit. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er ihr seinen Sohn gegeben hat, damit jeder an ihn glaube, nicht verloren gehe und das ewige Leben habe. Diesem Kerngedanken aus dem Tagesevangelium folgend entwickelte Papst Franziskus bei seiner heutigen Frühmesse in der Kapelle des Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ seine kurze Predigt. Der Papst feierte die Messe zusammen mit den Kardinälen Angelo Sodano und Angelo Comastri als Konzelebranten. Anwesend waren Angestellte der „Fabbrica di San Pietro“ sowie die italienische Innenministerin Anna Maria Cancellieri mit Familienangehörigen.

Gott rette den Menschen durch seine Liebe, so der Papst: „Er rettet uns nicht mit einem Brief, mit einem Dekret, sondern er hat uns mit seiner Liebe gerettet“. „Was aber bedeutet dieses Heil?“, fragte sich Franziskus: „Es bedeutet, vom Herrn die Würde zurückerstattet zu bekommen, die wir verloren haben“, die Würde der Gotteskindschaft, die Hoffnung.


Diese Würde wachse bis zur endgültigen Begegnung mit ihm. Dies sei der Weg des Heils, „und das ist schön: allein die Liebe tut dies. Wir sind würdig, wir sind Frauen und Männer der Hoffnung. Das bedeutet es, von der Liebe gerettet zu sein“.

Problematisch sei, dass der Mensch sich bisweilen alleine retten wolle und glaube, es zu schaffen, indem er zum Beispiel seine Sicherheiten auf dem Geld basiere: „Ich bin sicher, ich habe Geld, alles, ... es gibt keine Probleme... Ich habe die Würde: die Würde einer reichen Person“. Doch dies genüge nicht: „Denken wir an das Gleichnis von jenem Mann, der eine gutgefüllte Kornkammer hatte und sagt: ‚ich werde eine weitere bauen, um noch mehr zu haben, dann werde ich gut schlafen können’. Und der Herr sagt zu ihm: ‚Du Tor! Heute Abend wirst du sterben’. Diese Sicherheit ist nicht in Ordnung, es handelt sich um eine provisorische Sicherheit, und auch um eine scheinbare Sicherheit“.

Manchmal denke der Mensch, sich mit Eitelkeit und Stolz zu retten, er glaube, sich mächtig zu fühlen: „Auch das ist nicht in Ordnung. So maskieren wir unsere Armut, unsere Sünden mit der Eitelkeit, mit dem Stolz. Auch das wird ein Ende haben“.

Das wahre Heil, so Franziskus, bestehe in der Würde, die Gott dem Menschen schenke, in der Hoffnung, die Christus dem Menschen mit Ostern schenke. „Lasst uns heute einen Akt des Glaubens tun“, so die Einladung des Papstes: „Herr, ich glaube. Ich glaube an deine Liebe. Ich glaube, dass deine Liebe mich gerettet hat. Ich glaube, dass mir deine Liebe jene Würde gegeben hat, die ich nicht hatte. Ich glaube, dass mir deine Liebe Hoffnung schenkt“.

Allein die Liebe Gottes könne die wahre Würde und die wahre Hoffnung schenken. „Es ist schön, an die Liebe zu glauben“, so Franziskus abschließend, „das ist die Wahrheit. Das ist die Wahrheit unseres Lebens. Wir wollen so beten: Herr, ich glaube an deine Liebe. Und öffnen wir das Herz, damit diese Liebe komme, damit sie uns erfülle und uns dränge, die anderen zu lieben. Amen“.


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