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Frankreichs Oberrabiner gegen gleichgeschlechtliche 'Ehe'

18. Oktober 2012 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Es sei weder mutig noch ehrenvoll, ein Gesetz zu schaffen, das mehr Slogans als Argumente beinhalte, schrieb Gilles Bernheim, der höchste Vertreter des Judentums in Frankreich, an Präsident Francois Hollande und Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault.


Paris (kath.net/KNA) Der Oberrabbiner von Frankreich, Gilles Bernheim, hat sich gegen gleichgeschlechtliche "Ehen" ausgesprochen. Es sei weder mutig noch ehrenvoll, ein Gesetz zu schaffen, das mehr Slogans als Argumente beinhalte, schrieb der höchste Vertreter des Judentums in Frankreich laut französischen Online-Medien (Donnerstag) an Präsident Francois Hollande und Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault. Demnach legte Bernheim in einem 25-seitigen Gutachten seine Position dar. Nach den christlichen Kirchen und den Muslimen hat damit nun auch die jüdische Gemeinschaft ihre Ablehnung des Gesetzvorschlags von Hollande bekundet.


Bernheim schreibt den Berichten zufolge, die geplante Novellierung nutze nur einer winzigen Minderheit und sei zum Schaden der gesamten Gesellschaft. Vater- und Mutterschaft würden durch Genealogien ersetzt, und es werde vorausgesetzt, dass es ein allgemeines Recht auf ein Kind gebe. Die natürlichen Gegebenheiten der Geschlechter würden abgelöst durch eine sexuelle Selbstbestimmung; dies sei die Folge eines bis zur Perversion getriebenen Bemühens, jeden Unterschied zu tilgen, so der Rabbiner.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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