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Liturgie ist gefeiertes Dogma

29. März 2012 in Interview, 34 Lesermeinungen
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Liturgische Missbräuche sind oft Ausdruck einer falsch verstandenen Freiheit und führen zu einer „Verdunkelung des Glaubens“, sagt der Kirchenrechtler und Offizial Gero Weishaupt im Interview mit kath.net - Von Johannes Graf


Sittard (kath.net/jg)
Zwischen Liturgie und Glauben besteht eine enge Wechselwirkung. Liturgische Missbräuche schwächen daher den Glauben. Im Interview zeigt Dr. Gero Weishaupt kirchenrechtliche Aspekte liturgischer Missbräuche auf und gibt Hinweise, was betroffene Gläubige tun können. Der Kirchenrechtler Weishaupt ist Offizial des niederländischen Bistums 's-Hertogenbosch.

Auf Ihrer Internetseite schreiben Sie, dass Sie einen Zusammenhang zwischen liturgischen Missbräuchen und dem Glaubensverlust sehen. Könnten Sie diesen Zusammenhang kurz erläutern?

Papst Johannes Paul II. hat in seiner letzten 2003 erschienen Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" (die Kirche lebt von der Eucharistie), die dem Geheimnis der heiligen Eucharistie gewidmet ist, u. a. darauf hingewiesen, dass liturgische Missbräuche "zur Verdunkelung des rechten Glaubens und der katholischen Lehre über dieses wunderbare Sakrament" beitragen. Wörtlich schreibt er: "Überdies gibt es in dem einen oder anderen Bereich der Kirche Missbräuche, die dazu beitragen, den rechten Glauben und die katholische Lehre über dieses wunderbare Sakrament zu verdunkeln. Zuweilen kommt ein sehr bedeutungsminderndes Verständnis der Eucharistie zum Vorschein. Einmal seines Opfercharakters beraubt, wird das eucharistische Geheimnis so vollzogen, als ob es nicht den Sinn und den Wert eines Treffens zum brüderlichen Mahl übersteigen würde. Darüber hinaus ist gelegentlich die Notwendigkeit des Amtspriestertums, das in der apostolischen Sukzession gründet, verdunkelt, und die Sakramentalität der Eucharistie wird allein auf die Wirksamkeit in der Verkündigung reduziert. Von da her frönen hier und da ökumenische Initiativen, obgleich edel in ihren Intentionen, eucharistischen Praktiken, welche der Disziplin, mit der die Kirche ihren Glauben ausdrückt, widersprechen. Wie sollte man nicht über all dies tiefen Schmerz zum Ausdruck bringen? Die Eucharistie ist ein zu großes Gut, um Zweideutigkeiten und Minimalisierungen zu dulden." (Johannes Paul II., Enzyklika Ecclesia de Eucharistia [2003] Nr. 10)

Der Papst spricht von einem Zusammenhang zwischen der Weise, wie wir die heilige Eucharistie feiern, und dem, was wir glauben. Die Liturgie ist Feier und Ausdruck des Glaubens der Kirche, und der Glaube der Kirche manifestiert sich in der Liturgie. Liturgie ist der Spiegel der Glaubenslehre der Kirche, sie ist gefeiertes Dogma. In den Orationen (Gebeten), Lesungen, Gesängen, in den Riten, Zeremonien und Rubriken der Messfeier findet der Glaube der Kirche seinen Ausdruck. In beiden Formen des Römischen Ritus, der ordentlichen wie der außerordentlichen, kommt der Glaube der Kirche, wenngleich auf unterschiedliche Weise, zum Ausdruck. Darum ist die Weise, wie wir die Liturgie feiern, zugleich Norm des Glaubens und umgekehrt ist der Glaube die Norm unseres liturgischen Betens. Aus der Liturgie, der lex orandi, lässt sich die Norm des Glauben, die lex credendi, erheben, und der Glaube ist die Norm für die Liturgie. Zwischen Liturgie und Glauben besteht darum eine enge Wechselwirkung. Sie bedingen sich gegenseitig.

Die Folge ist, dass der Glaube beeinträchtigt wird, wenn Liturgie nicht dem Glauben gemäß gefeiert wird. Umgekehrt gilt: Die Liturgie wird verfälscht, wenn der Glaube nicht mehr geteilt wird, wenn Glaubenwahrheiten bezweifelt und geleugnet werden. Liturgische Missbräuche sind einerseits die Folge eines Glaubensverlustes, andererseits tragen sie selber zur "Verdunkelung des Glaubens" (Johannes Paul II.) bei und folglich zu einer Krise der Kirche. In seiner Autobiographie schrieb der damalige Kardinal Joseph Ratzinger darum ganz zutreffend: "Ich bin überzeugt, dass die Kirchenkrise, die wir heute erleben, weitgehend auf dem Zerfall der Liturgie beruht, die mitunter sogar so konzipiert wird, 'etsi Deus non daretur': dass es in ihr gar nicht mehr darauf ankommt, ob es Gott gibt und ob er uns anredet und erhört" (Joseph Kardinal Ratzinger, Aus meinem Leben. Erinnerungen, München [1997] 174).

Liturgische Missbräuche, "haben ihre Wurzeln nicht selten in einem falschen Begriff von Freiheit" (Redemptionis Sacramentum, Nr. 7), von einer falsch verstandenen "Kreativität", was katastrophale Folgen für die Kirche hat, wie wir in unseren Tagen leidvoll erleben müssen. Liturgische Missbräuche spalten Gemeinden. Wer als Priester, Diakon oder in der Pastoral tätiger Laie die Liturgie nach eigenem Gutdünken feiert, wer seinen eigenen Neigungen folgt und nicht dem, was die Kirche, was der Glaube der Kirche vorgibt, "greift die substantielle Einheit des Ritus an". "Er vollzieht Handlungen, die dem Hunger und Durst nach dem lebendigen Gott, den das Volk unserer Zeit verspürt, in keiner Weise entsprechen. Er verrichtet keinen authentischen pastoralen Dienst und trägt nicht zur rechten liturgischen Erneuerung bei, sondern beraubt vielmehr die Christgläubigen ihres Glaubensgutes und ihres geistlichen Erbes", heißt es in der Instruktion "Redemptionis Sacramentum" der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 25. März 2004. Die Instruktion handelt "über einige Dinge bezüglich der heiligsten Eucharistie, die einzuhalten und zu vermeiden sind". Diese Instruktion, die vor nunmehr acht Jahren veröffentlicht worden ist, versteht sich als eine praktische Umsetzung dessen, was in der Eucharistie-Enzyklika "Ecclesia de Eucharistia" Papst Johannes Pauls II. theologisch und spirituell dargelegt wird.



Nun sind nicht alle liturgischen Missbräuche gleich schwerwiegend. Welche Typen von Missbräuchen unterscheidet das Kirchenrecht?

Die Instruktion "Redemptionis Sakramentum", unterscheidet drei Typen von Missbräuchen: besonders schwere Missbräuche (sogenannten "graviora delicta"), schwere Missbräuche und andere Missbräuche. Die Klagen über besonders schwere Missbräuche hat der Bischof bzw. Ordinarius nach einer Voruntersuchung nach can. 1717 des kirchlichen Strafprozesses wie die Klagen über sexuellen Missbrauch Minderjähriger an die Glaubenskongregation weiterzuleiten. Zu diesen besonders schweren Missbräuchen in der Eucharistiefeier zählen:

- Das Zurückhalten der eucharistischen Gestalten in sakrilegischer Absicht oder das Wegwerfen derselben. Dieses Delikt hat die Exkommunikation als Tatstrafe (excommunicatio latae sententiae) für den Straftäter zur Folge. Die Glaubenskongregation kann sie feststellen, was weitere strafrechtliche Konsequenzen für den Täter hat. Ein Kleriker kann zudem mit der Entlassung aus dem Klerikerstand ("Laisierung") bestraft werden (can. 1367).

- Der Versuch oder die Vortäuschung der liturgischen Handlung des eucharistischen Opfers. Nach can. 1378 § 2, 2° zieht ein Laie sich die Tatstrafe des Interdiktes, ein Diakon die Tatstrafe der Suspension zu. Es können je nach Schwere noch weitere Strafen auferlegt werden (can. 1378 § 3). So kann z. B. einem Pastoral- oder Gemeindereferenten die Missio Canonica entzogen werden.

- Die verbotene Konzelebration des eucharistischen Opfers zusammen mit Dienern kirchlicher Gemeinschaften, die nicht in der apostolischen Sukzession stehen und die sakramentale Würde der Priesterweihe nicht anerkennen (Interkonzelebration). Nach can. 908 CIC/1983 ist es katholischen Priestern verboten, "zusammen mit Priestern oder Amtsträgern von Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, die Eucharistie zu konzelebrieren". Der kirchliche Obere ist verpflichtet, die Straftat der Interkonzelebration zu ahnden (can. 1365). Suspension, Exkommunikation, Amtsentzug oder gar die Entlassung aus dem Klerikerstand sind dabei Strafen, die je nach den Umständen des Deliktes verhängt werden können.

- Die Konsekration der einen Gestalt ohne die andere in der Eucharistiefeier in sakrilegischer Absicht oder auch von beiden Gestalten außerhalb der Eucharistiefeier. Diesen besonders schweren liturgischen Missbrauch verbietet der Gesetzgeber in can. 927: "Auch im äußersten Notfall ist es streng verboten, die eine Gestalt ohne die andere oder auch beide Gestalten außerhalb der Feier der Eucharistie zu konsekrieren."

Die schweren Missbräuche und die anderen Missbräuche hat der Bischof bzw. Ordinarius selber zu ahnden.
Zu den schweren Missbräuchen seien beispielhaft folgende aufgeführt:

- Der Gebrauch von nicht approbierten Hochgebeten. Die Instruktion sagt hierzu: "Man kann es nicht hinnehmen, dass einige Priester sich das Recht anmaßen, eucharistische Hochgebete zusammenzustellen oder die von der Kirche approbierten Texte zu ändern oder andere von Privatpersonen verfasste Hochgebete zu verwenden."

- Das Beten des Hochgebetes durch einen Diakon, durch einen Laien oder durch die Gemeinde. Hierzu die Instruktion: "Daher ist es ein Missbrauch, wenn einige Teile des eucharistischen Hochgebetes von einem Diakon, einem dienenden Laien, einem einzelnen oder allen Gläubigen zusammen vorgetragen werden. Das eucharistische Hochgebet muss zur Gänze vom Priester allein gesprochen werden."

- Die Verweigerung der heiligen Kommunion, wenn der Gläubige sie kniend empfangen möchte.

- Die Verweigerung der Mundkommunion.

- Die Selbstkommunion, d.h. der Missbrauch, dass ein Gläubiger die heilige Hostie selber nimmt oder die heilige Hostie und den Kelch von Hand zu Hand reicht.

- Die Kommunion durch Eintauchen der Hostie durch den Laien in das Blut Christi.

- Die Weise des Kommunizierens, wobei die in das Blut Christi eingetauchte Hostie mit der Hand empfangen wird.

- Die Zelebration der heiligen Messe ohne priesterliche Gewänder oder nur mit einer Stola.


Weitere Missbräuche sind nach der Instruktion unter anderem folgende:

- Das Brechen der Hostie während der Wandlung.

- Veränderungen von Texten der Liturgie nach eigenem Gutdünken durch Priester, Diakon und Laien.

- Der Vortrag des Evangeliums durch einen Laien.

- Das Halten einer Homilie in der heiligen Messe durch einen Laien. Dazu schreibt die Instruktion: "Das Verbot der Zulassung von Laien zur Predigt innerhalb der Messfeier gilt auch für die Alumnen der Seminare, für Studenten der theologischen Disziplinen und für jene, die als sogenannte 'Pastoralassistenten' eingesetzt sind, sowie für jedwede Art, Gruppe, Gemeinschaft oder Vereinigung von Laien."

- Das Sprechen eines Glaubensbekenntnisses, das nicht den approbierten liturgischen Büchern entnommen ist.

- Die Brechung des konsekrierten Brotes durch Laien.

- Die Spendung der heiligen Kommunion an getaufte Nichtkatholiken (Interkommunion, vgl. can. 844).

- Die Beauftragung eines Laien zur Kommunionspendung, obwohl kein Notfall vorliegt.

- Die Priesterkommunion nach dem Empfang der Kommunion durch die Gläubigen.

- Verwendung von gewöhnlichen Gefäßen, von Gefäßen mit schlechter Qualität, von Gefäße ohne jeden künstlerischen Wert, von einfachen Körben oder anderen Gefäßen aus Glas, Ton, Lehm oder anderen leicht zerbrechlichen Materialien in der heiligen Messe.

- Austeilung der heiligen Kommunion durch Laien als außerordentliche Spender, obwohl geistliche Amtsträger in der Feier anwesend sind.

- Ersatz der sonntäglichen Messfeier durch ökumenische Gottesdienste.


Das Kirchenrecht sieht auch Strafen für liturgische Mißbräuche vor. Können Sie uns einige Beispiele geben?

Bei bestimmten liturgischen Missbräuchen, die besonders schwer sind, treten, wie ich weiter oben schon erläutert habe, Strafen von Rechts wegen ein. So ist automatisch exkommuniziert, wer die eucharistischen Gestalten in sakrilegischer Absicht verwendet oder wegwirft. Ein Kleriker kann darüber hinaus auch aus dem Klerikerstand entlassen werden. Die Entlassung aus dem Klerikerstand ist die schwerste Strafe für einen Kleriker (Bischof, Priester, Diakon). Beim Versuch oder bei der Vortäuschung der liturgischen Handlung des eucharistischen Opfers zieht sich ein Diakon automatisch die Suspension, ein Laie das Interdikt zu. Zudem kann einem Laien, der einen pastoralen Auftrag hat, die Missio Canonica entzogen werden.

Bei anderen liturgischen Missbräuchen und Delikten kann der Bischof bzw. der Richter verschiedene Strafen verhängen. Das hängt natürlich von der Schwere des Missbrauches, dem Ärgernis und dem Schadens ab, den ein liturgischer Missbrauch verursacht hat. Auch wird man immer abzuwägen haben, ob andere Mittel als eine Strafe zur Anwendung kommen können. Wenn ein Missbrauch zum ersten Mal verübt worden ist, kann eine Ermahnung ausreichen. Als Strafen kommen je nach Art des Missbrauchs und des Ärgernisses in Betracht: Verwarnung, Buße (auch Geldbußen, auch Gehaltkürzungen), Suspension (bei Klerikern), Interdikt (vor allem bei Laien), Exkommunikation, Entzug des Amtes, Entzug der Missio Canonica (bei Laien im pastoralen Dienst), Entzug einer Aufgabe oder einer Befugnis, Strafversetzung, Entlassung aus dem Kerikerstand.


Was können Gläubige tun, die Mißbräuche in der Liturgie beobachten?

Die Gläubigen haben das Recht, sich an den Ordinarius oder direkt an den Apostolischen Stuhl zu wenden. Sie sollten allerdings - nach Möglichkeit - zuerst mit dem Täter bzw. dem, der den Missbrauch verübt hat, selber sprechen und ihn auf den Missbrauch hinweisen. Wenn der betreffende Kleriker oder Laie mit pastoralem Auftrag sich nicht einsichtig zeigt und zu erkennen gibt, den Missbrauch zu wiederholen, ist der Ordinarius (Bischof, Generalvikar und der für Liturgie zuständige Bischofsvikar) von dem liturgischen Missbrauch in Kenntnis zu setzen. Greift der Ordinarius nicht ein oder handelt er nicht angemessen, sollten die Gläubigen sich an den Apostolischen Stuhl wenden. Zuständig in Rom ist die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Bei den oben aufgeführten "graviora delicta" (den besonders schweren Delikten) muss grundsätzlich immer die Glaubenskongregation eingeschaltet werden. Der Apostolische Stuhl nimmt die Beschwerden sehr ernst. Wenn eine Beschwerde bei der zuständigen Kongregation eintrifft, nimmt diese Kontakt auf mit dem verantwortlichen Diözesanbischof. Die Ahndung besonders schwerer Delikte behält, wie gesagt, der Apostolische Stuhl sich selber vor.


Wo kann man sich näher informieren?

Normalerweise sollten Gläubige auf Nachfrage vom Ordinariat bzw. Generalvikariat ihres Wohnortes Informationen erhalten über mögliche liturgische Missbräuche und das Vorgehen bei einer Beschwerde. Gläubige können sich auch im Internet informieren. Die Liturgie-Instruktion "Redemptionis Sacramentum" ist im Internet abrufbar unter:

www.vatican.va

Ich selber habe auf meiner Homepage eine eigene Seite zum Thema "Liturgische Mißbräuche" eingerichtet. Anlass für dieses Thema auf meiner Homepage sind die jedes Jahr zurückkehrenden Karnevals- bzw. Faschingsmessen. Sie stellen eine Karikatur des Römischen Messbuches Papst Pauls VI. dar. Hier der Link:

liturgische-missbräuche/

Dort kann man auch nützliche Informationen erhalten über die Weise, wie eine Beschwerde erfolgen sollte. Es können grundsätzlich alle Formen von liturgischem Mißbrauch angezeigt werden, also auch solche, die nicht in der Liturgie-Instruktion von 2004 ausdrücklich genannt werden.

Vielen Dank für das Interview!

Kathpedia: Gero Weishaupt.

kathTube: Liturgiemissbrauch in der Diözese Linz



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Foto: (c) kath.net/Archiv


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Lesermeinungen

 myschkin 3. April 2012 
 

@Wischy

So sehe ich das auch. Die liturgischen Reformen des tridentinischen und des 2. vatikanischen Konzils wurden nötig, weil Schlendrian eingetreten war. Ich bin mir sicher, dass auch im tridentinischen Ritus heute noch würdige Hochämter möglich sind, wenn Klerus und Gemeinde darin zur Harmonie kommen. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Riten ohne Ostentation und quasi selbstverständlich vonstatten gehen. Schrecklich aber wird es, wenn bspw. der gregorianische Choral nicht mehr sauber gesungen werden kann. Dann ist das eine verunschönte Messfeier. Im anderen Ritus wiederum gibt es moderne Kirchenlieder, die wegen ihrer verrückten Rhythmik kaum jemand korrekt singen kann. Auch das ist fürs Gotteslob nicht gerade angemessen.


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 Wischy 31. März 2012 
 

Für immer festgeschrieben?

Liturgische Regelungen haben ihr Gutes: Sie wollen den rechten Vollzug sicherstellen und vor willkürlichen, sinnverfehlenden Entgleisungen schützen. Doch wenn man es mit ihnen übertreibt, ist man nicht vor der Gefahr eines starren Formalismus geschützt, der zwar eine peinlich genauer Befolgung allerkleinster Regeln sichert, damit aber noch nicht zu einem beseelten, spirituellen Vollzug muss. Eine gewisse Variationsbreite hat es im liturgischen Vollzug doch immer schon gegeben; auch die tridentinische Messe gibt es in dieser Form doch erst seit dem Tridentinum; vorher waren auch Vollzugsvarianten gültig. Exzesse sollten allerdings verhütet werden.


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 Ester 31. März 2012 
 

danke romano

genauso wie sie argumentieren, werden besorgte Laien (die plötzlich nicht mehr die zu hofierenden TrägerInnen des Glaubens und seit Jahrhunderten nicht recht gewürdigte ChrsitInnen sind. Sondern dumme fromme Gänse die keine Ahnung vorn Theologie haben) abgekanzelt, wenn sie auf eine würdige Eucharistie bestehen.
Genau, die Bistümer genehmigen sich Sonderregelungen (man ist ja schließlich in Deutschland, da braucht es für alles ein Aktenzeichen und ist dann gut) und was schwert uns dann was Rom will.
Ist ja nur der Papst.
(Ironie off)


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 romano321 31. März 2012 
 

selektives Wunschdenken... I

Der Text liest sich erst einmal gut. Aber wenn man selbst in der Instruktion „Redemptionis Sacramentum“ (warum schreibt das der Lateinexperte hier falsch mit K?) nachliest, wird schnell klar, dass Pater Weishaupt leider nur eine sehr selektive Auswahl bietet, einiges verschweigt oder sogar komplett neu erfindet.
Beispiele „schwere Missbräuche“:
-Es ist verboten, die Kommunion zu verweigern, wen man sie im STEHEN empfangen möchte. Das steht in Nr. 91 im selben Satz, wie die Verweigerung im Knien. Warum wird das unterschlagen?
-Dass die Verweigerung der Mundkommunion angeblich ein schwerer Missbrauch sein soll, steht in der Instruktion nicht drin. Vielmehr wird unter Nr. 92 betont, dass die Kommunion mit dem Mund oder mit der Hand (wo es die Bischofskonferenzen erlaubt haben) empfangen werden kann.
-Die Verwendung von Gefäßen minderwertiger Qualität ist ein schwerer Missbrauch, kein „weiterer“. Die Bischofskonferenzen aber entscheiden, was in ihrem Gebiet zu „edlen“ Materialie


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 romano321 31. März 2012 
 

selektives Wunschdenken... II

Komplett verschwiegen wird in dem Beitrag hier die Rolle der einzelnen Bistümer und der Bischofskonferenzen mit ihren Liturgischen Kommissionen. So muss der Leser zwangsläufig denken, dass er lauter liturgische Missbräuche in seine Gemeinde entdeckt, dabei ist gut möglich, dass die Sonderbestimmungen schon längst von der Sakramentenkongregation approbiert sind. Das wäre dann auch die Antwort darauf, warum Bistümer und römische Kurie an den scheinbaren Missbräuchen nichts nach Beschwerdebriefen ändern.
Ich finde diesen Text zu selektiv und zu sehr nach eigenem Gutdünken formuliert. Etwa wird in der Instruktion betont, dass Gläubige Hostien empfangen sollten, die in derselben Messe konsekriert wurden – dagegen wird etwa in Italien und Polen ständig, in den deutschsprachigen Ländern so gut wie nie verstoßen. Es ist schade, dass dieses wichtige Thema der liturgischen Missbräuche hier nicht mit der Darstellung der ganzen Wahrheit behandelt wird. Es hätte eine genauere Behandlung verdient!


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 placeat tibi 30. März 2012 
 

@Myschkin

Nein, das Gegenteil eines würdig zelebrierten und gefeierten Meßopfers ist Schlamperei, oder bei Verstößen sogar \"Feier\" von Subjektivismus oder gar einer Häresie.
Und \"erstarrte Messen\" wären auf erstarrte Gläubige zurückzuführen, nicht auf die gebotene \"penible Einhaltung\" des rituellen Gefüges.
Natürlich gibt es korrekt und würdig zelebrierte Messen in beiden Formen des Ritus, auch in mehreren Kirchen meiner Stadt.
Aber Dinge wie veränderte Hochgebete, ausgelassene Meßteile, Laienpredigten und -kommunionsspendungen sowie anderer Schmus im Altarraum fernab der Meßordnung sind nicht so die absolute Ausnahme, wie Sie sie es hier anscheinend darstellen wollen.


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 myschkin 30. März 2012 
 

Wenn ich die Beiträge hier so lese,

scheint es mir, als ob ich - mitten in einer deutschen Großstadt - auf einer Insel der Seligen lebe. Zumindest in den hießigen Kirchen wird die Heilige Eucharistie mit Hingebung, Andacht und Würde gefeiert. Es besteht zumindest in meiner Stadt keinerlei Grund, sich über angebliche Oberflächlichkeit der Liturgie zu mokieren. Selbst der tridentinische Ritus wird in meiner Stadt andächtig zelebriert, freilich wird hierbei so starr und peinlich genau auf die Einhaltung der Riten geachtet, dass eine spirituelle Atmosphäre gar nicht aufkommen kann. Das Gegenteil einer innig zelebrierten Messe ist eben choreographische Erstarrung.


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 placeat tibi 30. März 2012 
 

@Waldi

Jahrgänge ab 1960 haben ja teilweise nie eine korrekt zelebrierte Liturgie erlebt, der Religionsunterricht vermittelt nur noch eher als Ausnahme die Lehre, die Kommunions- und Firmungsvorbereitung ist vielerorts zum Ringelpietzschmus verkommen und die BDKJ Gruppen tun ein übriges.
Also wenn man nicht in einem explizit religiösen Elternhaus aufwächst, ist es sehr schwierig, Zugang zum unverstellten, tiefen Glaubensleben zu finden.
Und daran tragen etliche Bischöfe und Priester wie Religionslehrer zumindest sehr großen Anteil.
Jeder hat das Gespür dafür,wenn etwas hohl ist, nicht stimmt und den pathetischen Worten in nichts entspricht. Also geht man.
Aber viele wußten ja lange nicht, daß man woanders fündig werden kann, weil man dachte, Kirche sei halt so.


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 Waldi 30. März 2012 
 

Genau wie @Rhenania schreibt:

\"Meistens nicht aus begründetem Wissen, sondern aus einem undifferenzierten Gefühl, dass \"das nichts bringt\", - dass Heiligkeit fehlt.\"
Es ist also das seelische Empfinden, die Intuition, die erkennt, dass hier nicht mehr mit dem Herzen, sondern kopflastig, losgelöst von jeder Mystik, profane Probeläufe absolviert werden. Jede Pfarrgemeinde hat ihre eigenen Probeläufe und vergrault die Gläubigen auf ihre Weise. Die Frage drängt sich auf: Haben die Gläubigen ihren Glauben selbstverschuldet verloren, oder ist er ihnen durch mangelnde Missionierung durch unfähige Priester und Bischöfe abhanden gekommen? Oder liegt es daran, dass die Priester sich den Laien untergeordnet haben, dass sie kaum noch von ihnen zu unterscheiden sind?


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 placeat tibi 30. März 2012 
 

Es wär so einfach!

Wenn man bedenkt, daß die Bischöfe nur mit einem Rundschreiben an alle Priester unmißverständlich klarmachen könnten, daß die liturgische Ordnung strikt und ohne wenn und aber einzuhalten ist, und bei Nichtbeachtung auf die entsprechenden Strafen hinwiesen, und sie ggf. auch verhängt würden, muß man sich fragen, ob es denn wirklich das Anliegen ist, die Liturgie vor diesen Verhunzungen, Mißbräuchen und Willkür zu schützen.
Und: gar kein Priester für eine kurze Zeit ist besser, als einer,der sich an der Liturgie vergreift oder Laien sich daran vergreifen läßt!
Die verheerenden Folgen wurden hier ja schon von anderen Postern genannt.


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 Rhenania 30. März 2012 
 

Die häufigste Reaktion

auf Liturgiemissbräuche ist nicht die, dass der Priester angesprochen wird, sondern dass die Messbesucher einfach weg bleiben. Meistens nicht aus begründetem Wissen, sondern aus einem undifferenzierten Gefühl, dass \"das nichts bringt\", - dass Heiligkeit fehlt. Ich habe selbst viele der o.a. Missbräuche erlebt; bei (vorsichtig und höflich) vorgebrachten Nachfragen, wurde ich kurz abgefertigt. Ein Brief mit einer Anfrage an das Ordinariat erhielt ich eine nichtssagende Antwort. Alles geht weiter wie bisher, nur die Kirchenbänke werden immer leerer.


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 Ester 30. März 2012 
 

@ serafina

In Freiburg hat der Vatikan versucht diverse Dinge einzuschränken, aber alle die dabei waren erinnern sich bestimmt an die fruchtbare Musik (nicht qualitativ, das war hervorragend), diese gendermaingestreamten, politisch korrekten Fürbitten , kurz alles was in der Liturgie auf dem Mist des Ordinariats gewachsen war, passte nicht zu dem was römisch katholisch war
Man spürte der Liturgie an, was von Rom ausdrücklich gewünscht war und was sie (leider) den Freiburgern überlassen hatten.


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 Waldi 29. März 2012 
 

Noch ein Gedanke an diesen \"Priester\"...

mit dem Fladenbrot als Hostie. Wie kann sich ein Priester so vertrotteln lassen, dass sein Aufzug sogar in einem vom Suff beherrschten Faschingsumzug nur noch peinlich wäre. Wie weit muss ein Priester gesunken sein, um ohne Skrupel sogar Gott für seine Blödeleien und Abernheiten zur Volksbelustigung zu missbrauchen? Sind wir Katholiken schon so weit gekommen, dass wir und solche Priester zur Feier der Heiligen Messe wünschen und sogar Gefallen finden daran?


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 Hadrianus Antonius 29. März 2012 
 

Hervorragend! II

Das Priesterseminars von \'s-Hertogenbosch genießt auch international einen sehr guten Ruf: nachdem in den meisten niederländischsprachigen Seminaren in Belgien dieRufungen systematisch kaputtgemacht wurden und (eufemistisch gesagt) die reine katholische Lehre nicht immer mit vollem Einsatz gelehrt wurde, sind sehr viele flämische Priesterkandidaten dorthin ausgewandert und haben sich für die Arbeit im Weinberg des Herrn dort gemeldet.
Ein großes Glück für die Niederlande, ein gewaltiger Aderlaß für Flandern ( der frühere Primas von Belgien erließ übrigens für diese Exulanten ein offizielles Rückkehrverbot).
Beten wir für gute gediegene Priesterseminare und eine fundierte spirituelle und liturgische Formung der Kandidaten.


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 Hadrianus Antonius 29. März 2012 
 

Ein hervorragendes Interview! I

Der Verweis nach der Enzyklika \"Ecclesia de Eucharistia\" ist für Deutschland mehr denn je nützlich und notwendig.
Gero Weishaupt und kath.net seien herzlichst gedankt.
\'s Hertogenbosch ist übrigens für die deutschsprachige katholische Welt ein besonders interessante Diözese: hier zeigt sich eindrucksvoll wie in einer von aufrührerischen und rebellischen Umtrieben getriebenen Gesellschaft, mit schweren Verletzungen für das katholische Milieu, mit modernistischen Theologen(Schillebeeckx etc.), mit einer Los-von-Rom-Bewegung durch Treue zum Lehramt, gediegene Pastoral, durch Liturgie und Gebet eine breite Umkehr erwirkt werden kann.
Besonders die sorgfältige und aufmerksame Arbeit des Priesterseminars ist hier segensreich.


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 serafina 29. März 2012 
 

\"Austeilung der heiligen Kommunion durch Laien als außerordentliche Spender, obwohl geistliche Amtsträger in der Feier anwesend sind.\"

Warum wurde das bei der Papstmesse in Freiburg im September 2011 trotzdem zugelassen? Ich habe das selbst erlebt. In meiner unmittelbaren Nähe waren 3 Priester unter den Gläubigen und die Kommunion wurde durch zahlreiche Laien gespendet, so dass selbst einer dieser Priester die Kommunion von einer Kommunionhelferin empfing.


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 JohannBaptist 29. März 2012 
 

@Waldi

\"..fadeund langweilige Betriebsversammlungen\" ist sehr treffend ausgedrückt. Martin Mosebach verwendet übrigens auch diesen Begriff. Für all das soll dann die \"Liturgiereform\" herhalten. Uns bleibt nur die Flucht nach vorn zur lat. hl.Messe.


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 SpatzInDerHand 29. März 2012 

@ Silke76

ja


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 medpilger89 29. März 2012 

@Silke

Das ist tatsächlich so. Pastoralrefferenten dürfen nicht in der heiligen Messe predigen. Es ist ihnen nur in Wortgottesdiensten gestattet.


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 quer 29. März 2012 
 

Schutz

Der einzig real existierende Schutz vor Mißbrauch der Eucharistie besteht im Besuch und der Andacht der tridentinischen Messe.

Deswegen wird sie auch konsequent in den deutschsprachigen Bistümern behindert und verhindert, wie und wo es auch immer geht.

Daher: Die \"neue Messe\" mitsamt ihren Event-Möglichkeiten und den verfälschten Wandlungsworten mitsamt der zum Mißbrauch einladenden Handkommunion strikt meiden wie die Pest.

So bleibt man im Glauben und in der Seele unbeschadet.


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 Waldi 29. März 2012 
 

Die liturgischen Missbräuche...

sind an der Tagesordnung! Davon bekommen die Bischöfe offensichtlich nichts mit, um so mehr die Gläubigen, die an sonntäglichen Messen nur noch widerwillig teilnehmen, oder ganz fern bleiben. Ich habe diese modernen \"Mahlfeiern\" mit den unerträglichen Laienpredigten lange genug zu ertragen versucht, aber nun ist auch bei mir die Sicherung durchgebrannt. Schon seit Monaten feiere ich die Heiligen Messen nur noch bei K-tv und Wigratzbad. Es ist schrecklich, wie leer und ohne jede Mystik diese Mahlversammlungen sich abspulen. Von da vorne kommt einfach nichts mehr, was einem noch Ehrfurcht vom göttlichen Mysterium einflößt. Solche Mahlfeiern erinnern nur an faden und langweiligen Betriebsversammlungen, an denen man nur widerwillig teilnimmt und froh ist, wenn sie endlich vorbei sind.


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 Fink 29. März 2012 
 

Mein Tipp: Die Liturgie-Instruktion \"Redemptionis

Sacramentum\" von 2004 unbedingt aus dem Internet ausdrucken. Dann hat man was zur Hand...
-im Falle eines Falles.


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 Maria2012 29. März 2012 
 

Beten wir , dass die Misbräuche den Herrn nicht länger beleidigen mögen. Sie doch ausdrücken , dass der Mensch sich selbst lebt : Zelebration zum Volk hin statt zu Gott .


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 Silke76 29. März 2012 

Frage

- Das Halten einer Homilie in der heiligen Messe durch einen Laien. ... \"Das Verbot der Zulassung von Laien zur Predigt innerhalb der Messfeier....

Nachgefragt: heisst das übersetzt ein Pastoralreferent darf eigentlich keine Predigt halten???


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 medpilger89 29. März 2012 

Liturgische Missbräuche

sind im Bistum Münster (Offizialat Vechta) keine Ausnahmen sondern Tradition.Die wahre Tradition ist schon lange von einer neuen,trügerischen Tradition abgelöst worden, der Tradition des Ungehorsams gegenüber Redemptionis Sakramentum. Nach 2 Jahren ( davon 18 Monate überhaupt keine Reaktion) auf schriftliche Bedenken hat der Weihbischof deutlich gemacht, dass das nicht geändert werden kann. Ein Betrieb mit Abteilungsleitern, die Misstände nicht ändern können, entlässt in der Regel solche Mitarbeiter. In der r.k. Kirche passiert gar nichts soweit ich blicken kann.


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 a.t.m 29. März 2012 

Reineke 24 Willkommen im Dekanat Bad Ischl,

dem Musterbeispiel für die Kirche von \"unten\" und dem \" WEG von Rom\" und die Früchte der \"Pfarrerinitiative\" die dort schon seit Jahren noch lange vor dem \"Aufruf vom Ungehorsam\" stattfindenden liturgischen Missbräuche die von der kirchlichen Obrigkeit stillschweigend geduldet werden. Aber zum Glück gibt es ja noch die Wallfahrtskirche \"Maria im Schatten\" Lauffen.

Gott zum Gruße


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 reineke24 29. März 2012 
 

Weit verbreitet in der Diözese Linz

Alle diese Mißbräuche, die von Papst Johannes Paul II angesprochen sind, haben eine ganz selbstverständliche und große Verbreitung in der Diözese Linz, im Salzkammergut - Gmunden, Ebensee, Bad Ischl, Bad Goisern und kein Bischof oder Generalvikar schert sich darum.


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 kaiserin 29. März 2012 
 

Leider

werden die Eucharistiefeier und die Liturgie auch hier stark und \"ungestört\" zertrampelt ! Siehe: St.Servatius Siegburg-Meditative Gottesdienstreihe \"Sinn(en)voll\" . / Dazu: St. Servatius Siegburg- Treffpunkt am Markt- Dialog am Donnerstag. .... Herr,verzheihe ihnen,denn Sie WISSEN NICHT, WAS SIE TUN !


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 Thomas71 29. März 2012 
 

Bestandsaufnahme

Habe mir alle Punkte der liturgischen Missbräche durchgelesen; der Vergleich mit Erlebnissen meiner Heimatgemeinde ist verheerend:

-besonders schwerer Missbrauch:

1 von 4 möglichen Tatbeständen (Versuch oder die Vortäuschung der liturgischen Handlung des eucharistischen Opfers)

-schwerer Missbrauch:

5 (von 8 mögliche Fällen)

-weitere Missbräuche:

9 (von 11 möglichen!)

Am Beispiel meiner Heimatgemeinde sieht man, dass es sich scheinbar nicht um Ausnahmen handelt, sondern das der Missbrauch Alltag ist. Anhand der oben stehenden Liste, fällt mir in den letzten Monaten, KEINE EINZIGE EUCHARISTIEFEIER ohne nicht mindestens 5 Missbrauchstatbeständen ein! Da brauch man sich über Memorandisten und ungehorsame Pfarrer als Breitenphänomen nicht mehr wundern.


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 Ester 29. März 2012 
 

Ja so isses

Nur teile ich die Erfahrung atm\'s:
Zitat \"ja es gibt auch noch andere Dokumente (Liturgeiarbeitskreis der Bistümer XY z.B) und aus pastoralen Gründen............
Hier ein subjektiver Bericht zum Thema
http://beiboot-petri.blogspot.de/2012/03/war-heute-der-tag-der-seltsamen.html
Im übrigen gibt es Leute, wenn ich mit denen über \"unsere Priester\" und was die so alles veranstalten rede. Dann kriege ich zu hören \"Seien Sie doch froh, bei uns ist es noch viel schlimmer!\"


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 Interessiert 29. März 2012 
 

Herzlichen Dnak

Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Gibt er uns doch eine Handreichung für die ewitg gestrigen 68er.


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 a.t.m 29. März 2012 

Gero Weishaupt und Kath. Net herzlichen Dank für diesen Beitrag.

Leider habe ich aber selber die Erfahrung gemacht das sogar schwerer liturgischer Missbrauch, vom Täter mit den Hinweis auf das VK II und seiner Ausbildung verteidigt, oder sich verleugnen lässt wird, der Ortsbischof schweigt und im persönlichen Gespräch alles verharmlost und den Täter mit den Hinweis auf den angeblichen Priestermangel im Amt belässt (wo dieser genauso weiter wüten darf) und die Kongregation für die Glaubenslehre (im Gegensatz zu allen anderen Kongregationen) sich in Schweigen hüllt.

Gott zum Gruße


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 Medugorje :-) 29. März 2012 

Christus ist keine Idee oder Moral, sondern eine Person

Mt 26,26 Während des Mahls nahm Jesus das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es den Jüngern und sagte: Nehmt und esst; das ist mein Leib.
Mt 26,27 Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihn den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus;Mt 26,28 das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Mt 26,29 Ich sage euch: Von jetzt an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich mit euch von neuem davon trinke im Reich meines Vaters


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 Medugorje :-) 29. März 2012 

Liturgie ist gefeiertes Dogma

DAS IST DIE WAHRHEIT

Liebe Kath.net Redaktion DANKE für diesen HERVORRAGENDEN BEITRAG:-)
GOTT SEGNE EUCH


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