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Ungehorsams-Aufruf hat bei vielen Katholiken Kopfschütteln ausgelöst

11. November 2011 in Österreich, 32 Lesermeinungen
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Österreichische Bischofskonferenz kritisiert "Aufruf zum Ungehorsam" der Schüller-Pfarrer-Initiative: "Rede von einer Eucharistiefeier ohne Weihesakrament ist ein offener Bruch mit einer zentralen Wahrheit unseres katholischen Glaubens"


Wien (kath.net/KAP) "Wo 'katholisch' draufsteht, muss auch 'katholisch' drinnen sein": Dies hat Kardinal Christoph Schönborn im Blick auf jene Forderungen der Pfarrer-Initiative erklärt. Die betreffe die Eucharistie und andere Sakramente, die für die katholische Identität von fundamentaler Bedeutung seien. Missbräuchlicher Umgang mit diesen zentralen Glaubensthemen könnte sicher nicht hingenommen werden, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien, bei der er über die Ergebnisse der Herbstsession der Bischofskonferenz berichtete. Andere Pfarrer-Forderungen betreffend den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder die Predigt von qualifizierten Laien seien innerkirchlich seit langem Thema, da gebe es "Sorgen, die wir alle teilen".

Zum Thema Zölibat erklärte der Kardinal einmal mehr, diese Frage könne nicht in Österreich - wo nicht einmal ein Prozent der Katholiken weltweit lebten - entschieden werden. Regional unterschiedliche Wege in Fragen der Kirchendisziplin seien "vorstellbar, wenn dies weltkirchlich so entschieden wird".

Auf Fragen nach möglichen disziplinarrechtlichen Konsequenzen für Pfarrer, die öffentlich "Ungehorsam" ankündigen, verwies Schönborn auf Gespräche, die die einzelnen Diözesanbischöfe mit ihren Pfarrern führen. "Vieles ist im Gespräch zu klären", setzte der Kardinal auf einen konsensorientierten Weg. Dieser sei unter Christen der richtige.

Zum Begriff "Ungehorsam" sagte Kardinal Schönborn, dass der Gehorsam gegenüber Gott und dem eigenen Gewissen Vorrang vor dem Gehorsam den kirchlichen Verantwortungsträgern gegenüber habe. Er zitierte den bedeutenden, von der anglikanischen zur katholischen Kirche konvertierten Kardinal John Henry Newman (1801-1890), dessen Trinkspruch "Erst auf das Gewissen, dann auf den Papst" gelautet habe. Gleichzeitig warnte Kardinal Schönborn vor einem "leichtfertigen Umgang" mit dem "Kampfwort" Ungehorsam. Es sei im Gespräch zu klären, was damit konkret gemeint sei.

Vorrang für Glaubenserneuerung von innen her

Es sei unbestritten, dass sich die Kirche immer wieder erneuern muss, sagte der Kardinal. Unterschiedliche Auffassungen gebe es in Bezug auf das Wie". Die Überzeugung Schönborns: "Es gibt seit 2.000 Jahren keinen besseren Reformweg als das Evangelium." Wie auch beim Thema Bildungsreform gelte es sich zunächst auf Visionen und Ziele zu besinnen, Strukturfragen seien demgegenüber nachrangig. Im Unterschied zu Marxisten seien Christen überzeugt, "dass Menschen die Gesellschaft verändern, nicht Strukturreformen". Der Kardinal rief dazu auf, wieder "neu in die Lebensschule Jesu Christi zu gehen". Wenn Glaubenserneuerung "von innen her" nicht gelinge, seien bessere Strukturen "für die Katz'", so Schönborn wörtlich.


Erst jüngst habe das Weltfriedenstreffen in Assisi verdeutlicht, dass Gottsuche ein "weltbewegendes Thema" ist. Dies müsse auch im Zentrum der christlichen Nachfolge stehen, statt nur "in einem kleinen, kirchenpolitisierenden Umfeld" zu verharren. Angesichts des Faschingsbeginns am 11. November um 11.11 Uhr plädierte Schönborn abschließend für einen gelasseneren, "humorvollen Umgang mit oft verbissen behandelten Themen".

Eingeleitet war die Pressekonferenz durchaus ernst geworden - mit einem stillen Gedenken an den am 5. November verstorbenen katholischen Publizisten Paul Schulmeister.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.

kath.net dokumentiert die Stellungnahme der Österreichischen Bischofskonferenz im Wortlaut:

Die Kirche steht so wie auch die Gesellschaft in einer Zeit, die von tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist. Die gegenwärtigen Umbrüche zeigen sowohl den Verlust von bisher Vertrautem und Bewährtem, aber auch nicht wenig Hoffnungsvolles. "Nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Lichte des Evangeliums zu deuten" mit dem Ziel einer Erneuerung der Kirche war der große Anspruch des Zweiten Vatikanischen Konzils, dem wir auch heute verpflichtet sind und in Zukunft verpflichtet bleiben. Das gilt besonders auch für das von Papst Benedikt XVI. proklamierte "Jahr des Glaubens" fünfzig Jahre nach dem Beginn dieses großen Konzils.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Bischöfe auch intensiv mit einigen österreichischen Initiativen befasst, die massiv auf Veränderungen in der Kirche drängen. Wir Bischöfe nehmen selbstverständlich alle Sorgen um die Gegenwart und Zukunft der Kirche wahr und ernst. Die österreichischen Diözesen stellen sich dieser Situation und nehmen die Chancen zu Neuem wahr. Wir ersuchen alle Katholiken und Verantwortungsträger für das öffentliche Leben darum, dies wohlwollend zu sehen und mitzutragen, statt Modelle aufzudrängen, die nach Überzeugung vieler zu kurz greifen oder gar der kirchlichen Identität schwerwiegend widersprechen und die Einheit der Kirche aufs Spiel setzen.

Ein "Aufruf zum Ungehorsam" durch einige Priester hat bei vielen Katholiken nicht nur ein Kopfschütteln, sondern tiefe Sorge und Traurigkeit ausgelöst. Ungehorsam ist ein Kampfwort, das so nicht stehenbleiben kann. Wer bei der Weiheliturgie öffentlich und freiwillig ein Dienstamt in der Kirche übernommen hat, schadet der Gemeinschaft und sich selbst, wenn er mit diesem Wort leichtfertig umgeht. Meinungsumfragen können ihm die schwerwiegende Verantwortung für eine fundamentale Einheit in der Kirche nicht abnehmen.

Gehorsam ist in der Kirche nicht "blind" oder "sklavisch", sondern hat seinen Quellgrund in der Bibel selbst und in der lebendigen Tradition der Kirche. Das zeigt uns ein Blick auf den Gehorsam Abrahams, Marias und unseres Erlösers Jesus Christus selbst sowie auf das Leben exemplarischer heiliger Christen aller Generationen bis heute.

Einige mit der Aufforderung zum Ungehorsam verbundene Forderungen seitens einer Priesterinitiative und von Laieninitiativen sind nicht einlösbar. Die Rede von einer Eucharistiefeier ohne Weihesakrament ist ein offener Bruch mit einer zentralen Wahrheit unseres katholischen Glaubens. Hier geht es nicht um Fragen der Kirchenorganisation, sondern um fundamentale Fragen der katholischen Identität. Die Bischöfe führen das Gespräch über diese Fragen und über Konsequenzen daraus mit den Priestern und mit den Gremien in je ihrer Diözese und haben damit bereits begonnen.

Unterschiedliche, aber dem selben Ziel zugeordnete Wege zu einer kirchlichen Erneuerung unter den heute gegebenen Bedingungen sind in einigen Diözesen bereits im Gange. Sie werden beharrlich fortgesetzt und öffentlich kommuniziert. Viel Gutes gelingt. Volle Harmonie ist aber in einer Zeit großen Wandels weder in der Gesellschaft noch in der Kirche erreichbar. Deshalb braucht es gerade heute von allen die Bereitschaft, Spannungen auszuhalten und fruchtbar zu machen. Es ist keine Ablenkung von unbequemen Spannungen, wenn wir betonen, dass es heute und morgen vor allem darauf ankommt, die Zahl jener Getauften zu vermehren, die Gott inständig suchen und für die der Glaube an Jesus Christus immer mehr zur entscheidenden Frage für ein gelingendes Leben wird. Damit verbunden ist die Bereitschaft, sich im Glaubenswissen zu vertiefen und aus den Sakramenten zu leben.

Die Kirche ist auch in unserem Land viel lebendiger, als es oft gesehen oder dargestellt wird. Auch hier gilt das Wort des Propheten Jesaja: "Schon wächst Neues. Merkt ihr es noch nicht?" In den Diözesen Österreichs sind die Bemühungen um eine lebensnahe und missionarische Seelsorge gewachsen und werden gerade jetzt intensiviert. Es geht dabei kurz gesagt um drei Leitworte. Erstens: "Auf Christus schauen". Zweitens: "Mit den Augen Christi auf die Menschen blicken". Drittens: "Den Menschen Christus zeigen". Damit sind die Beziehung zu Christus, die Nächstenliebe und die missionarische Dimension des Christseins benannt. Dies ist der Weg der Nachfolge Christi. Wir wollen ihn als Bischöfe gemeinsam mit allen Glaubenden gehen.

Auf diesem Weg geht es besonders auch um zwei konkrete Vorhaben der Bischofskonferenz: Im kommenden Jahr jährt sich zum 50. Mal der Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils. Papst Benedikt XVI. hat aus diesem Anlass ein weltweites "Jahr des Glaubens" proklamiert. Wir Bischöfe nehmen dies zum Anlass, um mit allen, die mit uns gehen wollen, auf die Texte dieses großen Reformkonzils zu hören. Wir sind davon überzeugt, dass wir dort Antworten finden können auf die Fragen, die uns heute gestellt sind. Dazu suchen wir auch die Kooperation mit den katholischen Fakultäten der Universitäten unseres Landes und mit anderen katholischen Hochschuleinrichtungen. Konkretes dazu werden wir bei der Frühjahrskonferenz 2012 vorstellen.

Darüber hinaus werden wir uns besonders mit der Situation der Priester, die ja die engsten Mitarbeiter der Bischöfe sind, befassen. Unter dem Generalthema "Was heißt Pfarrer-Sein heute?" werden die Bischöfe das Gespräch mit Priestern suchen und vertiefen.

Wir Bischöfe bitten alle Glaubenden mit uns den Weg der Erneuerung in der Nachfolge des gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus zu gehen. Wir vertrauen dabei auf den Beistand des Heiligen Geistes und die Mitarbeit aller aus Glaube, in Liebe, auf Hoffnung hin.

kathTube: Video von der Pressekonferenz





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Lesermeinungen

 Malleus_Haereticorum 14. November 2011 
 

Naj Viele Worte und nichts dahinter.............

Naja, wie üblich ....Viel BLA BLA meiner Meinung nach seitens unserer heutigen Hierarchen in der real exisitierenden deutschsprachigen kath Kirche und es wird sowieso nichts konkret gegen diejenigen Unternommen die den Glauben auf solche in dem Beitrag genannten Arten zersetzen und unterminieren. Warum? Weil sie schlechte Presse fürchten. Wenn es die kleine Gruppe fsspx wäre auf die sie einschlagen könnten und gegen die sie vorgehen könnten würden sie es tun, denn dann würden sie Beifall von der Presse bekommen.


1
 
 bripat 13. November 2011 
 

Gottes Segen

und Schutz wünsche ich unserem Papst!


1
 
 bripat 13. November 2011 
 

Club 2

Dem Vertreter von Kath-net und Hrn. Stadler ein \"Bravo\" für die Argumente und Bibelzitate im Club 2 vom Sonntagabend!!! Sehr gut!


1
 
 krzyzak1099 13. November 2011 
 

@GvdBasis

Morsche Äste, die wir verpflichtet sind abzusägen.
Sollen wir etwa drauf warten, dass Gott alles für uns macht oder sollten wir nicht endlich mal selber mit anpacken?


1
 
 GvdBasis 13. November 2011 

@ a.t.m

Morsche Äste! Die brechen bald ab. Gott bringt in Seiner Kirche stets wieder neue frische Triebe hervor durch Seine Gnade. Das hat schon längst begonnen, aber manche sehen es nicht und, manchmal vergißt man es auch selbst.


2
 
 a.t.m 12. November 2011 

GvD Basis:

Aber das ist doch genau die Absicht der Feinde Gottes unseres Herrn und der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche, diese bei ihrer Arbeit zu behindern und somit ihrer Daseinsberichtigung zu berauben. Und hier spielen solche häretisch- schismatischen Vereine wie WiSiKi, KFB, POA Laien Pfarrerinitiative eine Maßgebliche Rolle als Helfershelfers Satans. Und leider arbeiten einige Bischöfe der \"Körperschaft öffentlichen Rechts katholsiche Kirche des deutschsprachigen Raumes\" mit diesen zusammen, Beispiel Abtreibung ind D Pro Familia in Ö Aktion Leben Österreich, D Weltbildverlag mit schlimmsten antikatholischen Werken usw. usw . Es ist also ein Angriff der Hölle der gerade auf die Kirche stattfindet und viele Bischöfe haben sich über den Götzen Mammon auf die Seite des Widersacher Gottes unseres Herrn geschlagen und wurdne WÖLFE. Beten und nochmals Beten das endlich Gott der Herr eingreift den auf den Vatikan der dies auch erkennt schweigt.


2
 
 GvdBasis 12. November 2011 

@ Einsiedlerin - Das war keine Bewertung einzelner Bischöfe

Ich habe von Stütze gesprochen, nicht ob die Bischöfe genügend katholisch sind. Das im einzelnen zu beurteilen möchte ich mir nicht anmaßen und auch nicht Bischof gegen Bischof gegeneinander ausspielen, indem ich sie sozusagen in Gute und Schlechte einteile, so wie ein Lehrer seine Schüler benotet. Jedoch, wie können sie uns noch ausreichend Stütze sein, wenn sie dauernd mit irgend welchen Kirchenrebellen herumkämpfen müssen - da bleibt vieles andere auf der Strecke, meinte ich. Man ist immer besorgt, ob die bei diesen Kämpfen stark genug sind und dem Druck ausreichend Widerstand leisten, zum Beispiel dem Druck, Gläubige könnten aus der Kirche austreten. Ärgerlich daran sind für mich aber jene, die den Druck machen und die Kämpfe herausfordern, also die Verursacher des Übels.


2
 
 bobovac 12. November 2011 
 

@Hannah

Was ist wichtiger – dass Kardinal Schönborn nett und „sanftmütig“ wird, oder das Seelenheil von Gläubigen, auch jungen Gläubigen, die von Helmut Schüller „betreut“ wird. Es handelt sind nicht um eine Angelegenheit enes Schützenvereines, sondern um den Glauben, um das Heil der Seelen, also um die wichtigsten Sachen. Die Jugendlichen hat Johannes Paul II. als die Zukunft und Hoffnung der Kirche bezeichnet – und wie geht man mit diesen Jugendlichen in Wien um? Für diese „Zukunft und Hoffnung der Kirche“ wird ausgerechnet Helmut Schüller als der Studentenseelsorger nominiert. Die Neuevangeliesierung schaut anders aus.


2
 
 Einsiedlerin 12. November 2011 
 

Bischöfe

@GvdBasis
\"Man kann sich als normal katholischer Katholik kaum noch auf die Bischöfe stützen, sondern muss immer nur zittern, ob sie eh nicht womöglich unsere Stütze brauchen ... Jedenfalls brauchen sie unsere Gebete.\"

So sehe ich das auch. Leider fallen mir nur zwei österr. Diözesanbischöfe ein, die ich als standhaft römisch-katholisch bezeichne ein, und ein Weihbischof, aber dann ist leider schon Ebbe.


1
 
 GvdBasis 12. November 2011 

@ Hannah

\"Ich schätze seine Sanftmut und Geduld sehr hoch ein.\"
---
Aber wehe der Kardinal würde von seinem Recht und seiner Pflicht, als Erzbischof nicht nur über Ordnung zu reden, sondern diese auch zu schaffen, Gebrauch machen: dann würde die ganze Meute wütend über ihn herfallen. Dann wäre es aus mit den von irgend welcher Hochschätzung und Nächstenliebe säuselnden Schüller-Fans. Ich bleibe dabei, was ich schon früher sagte: man versucht ihn auf schändlichste Weise seit Jahren zu erpressen. Ich bin wütend! - Diese Redeweise von der Wut versteht Ihr ja gut, Hannah ;-)


1
 
 bobovac 12. November 2011 
 

Taten

Worte und Taten sind nicht immer gleich. Und Taten sind teilweise erschreckend: z.B. Helmut Schüller, der Kopf und Träger dieser gottloser Initiative, ist noch immer als einer der wichtigsten Pastoralträger unter den jungen Menschen angestellt, unter den Studenten, in – Wien! Was tut der lieber Mann da unter denen die „die Hoffnung der Kirche“ sein sollten? Und wer lässt es zu? Wer ist der Bischof von Wien?

„Aufruf zum Ungehorsam“, heisst es. Wisst ihr überhaupt zum wessen Wesen es gehört, dass er ungehorsam ist? Das ist derselbe, der auch „Vater der Lüge“ ist.


3
 
 Richelius 12. November 2011 
 

@ Siebtel

Es gab schon immer regionale Unterschiede in Fragen der Kirchendisziplin oder auch der Liturgie. Das ist nichts Ungewöhnliches. Bitter verwechseln sie \"katholisch\" nicht mit \"uniform\".


1
 
 Vergilius 11. November 2011 
 

interessant ist es schon,

wenn ein religionslehrer sich scheiden lässt und wieder heiratet, bekommt er probleme. wenn priester ins schisma abdriften, werden sie zum dialog geladen.


2
 
 GvdBasis 11. November 2011 

Man kann sich als normal katholischer Katholik kaum noch auf die Bischöfe stützen, sondern muss immer nur zittern, ob sie eh nicht womöglich unsere Stütze brauchen ... Jedenfalls brauchen sie unsere Gebete.


2
 
 Hannah 11. November 2011 
 

Ich denke Behutsamkeit und Geduld, sowie Nächstenliebe

werden gute Begleiter in diesen Problemen von Pfarrer Helmut Schüller und seinen Priesterfreunden, mit dem sehr verständnisvollen Christoph Kardinal Schönborn in Zukunft sein.
Ich schätze seine Sanftmut und Geduld sehr hoch ein.
Hingegen bin ich über aggressive Vorwürfe nicht besonders begeistert. Beten wir doch lieber zum Hl,Geist. Schüller wird Aggression vorgeworfen, doch viele Reaktionen hier sind ebenfalls aggressiv veruteilend


1
 
 a.t.m 11. November 2011 

Gerade im ORF gehört.

Die \"Pfarrerinitiative\" möchte sich International stärker vernetzen um mehr DRUCK auf ROM auszuüben, und die Ö- Bsichöfe laden solche zum Dialog ein oder sollte man hier eher sagen DIALÜG um noch mehr Zeit zu schinden um alles im Sande versickern zu lassen???

Bin ehrlich gespannt, wann endlich Gott dem Herrn diese satanische Unterhöllung seiner Kirche genug ist und er selber Massnahmen seetzen wird. Denn auf Taten der kirchlichen Obrigkeit kann der/die Katholik/in ja noch lange warten.
Gott zum Gruße


5
 
 Incomódo 11. November 2011 

@Denkmal

„Das heißt nicht, das Strukturen nicht auch ihren Platz haben, aber sie können eine Erneuerung der Herzen nicht ersetzen.“ Das meine ich natürlich nicht, da sind wir uns einig, aber Strukturen können HINFÜHREN, aber solche Strkturen zu schaffen, erfordert natürlich ausgezeichnete Architekten..
@Siebtel: Ihrer Logik schließe ich mich an.


1
 
 Siebtel 11. November 2011 
 

katholisch, allgemein, universal statt \"regional unterschiedlich\"

+++Regional unterschiedliche Wege in Fragen der Kirchendisziplin seien \"vorstellbar, wenn dies weltkirchlich so entschieden wird\".+++

Soll die katholische Kirche etwa beschließen, dass sie nicht mehr katholisch ist (allgemein, universal), sondern regional?
Die katholische Kirche ist von ihrem Begriff her immer und überall universal.
Es gibt sie vor Ort, sie ist aber immer und überall katholisch (allgemeingültig).

Beschließt die katholische Kirche regional verschieden zu sein, dann hört sie auf katholisch (allgemein) zu sein.


4
 
 denkmal 11. November 2011 
 

@Incomódo

„Wenn Glaubenserneuerung \"von innen her\" nicht gelinge, seien bessere Strukturen \"für die Katz\'\"
Mich hat dieser Satz interessanterweise im ganzen Text am meisten angesprochen und ich kann ihm voll zustimmen.
Ich verstehe ihn so, daß der Kardinal damit sagen will, daß eine Erneuerung nur von innen her geschehen kann. - Das heißt nicht, das Strukturen nicht auch ihren Platz haben, aber sie können eine Erneuerung der Herzen nicht ersetzen.
Das fatale bei der Sache ist ja, daß eine Erneuerung der Herzen die \"Ungehorsamsaufrufer\" gar nicht zu interessieren scheint.
Was das Gewissen betrifft: Jawohl - wenn ein Priester erkennen sollte, daß er keine Berufung zum Zölibat hat, ist er in seinem Gewissen verpflichtet, die Konsequenzen zu ziehen, d.h. sich laiisieren zu lassen - oder z.B. in die evangelische Kirche zu wechseln.
Das \"Gewissensargument\" gibt meiner Ansicht nach keine Rechtfertigung dafür, die Regeln einer Gemeinschaft pri


3
 
 Ad Verbum Tuum 11. November 2011 

Gewissen

@Anita-Therese
Die Verabsolutierung des Gewissens ist m.E. sehr wohl im Sinne der Glaubenslehre der kath. Kirche, dies wurde auch im Vat. II wiederholt. Nur - wer weiß heute noch was \"das Gewissen\" ist? Ich habe erst die letzten Tage ein ganz tolles Buch von SVD Vincent Twomey gelesen: \"Benedikt XVI - Das Gewissen unserer Zeit.\" - einmalig.
Die Absolutierung des Gewissens kommt daher, dass unser Schöpfer sich in uns offenbart, dass in uns auch die Fähigkeit zur Erkenntnis seiner Wahrheit angelegt ist. Da allerdings in der Kirche die kollektiv erkannte Wahrheit, das kollektive Gewissen offenbart ist, kann im Prinzip individuelles Gewissen nicht im Widerspruch unserer Glaubenswahrheiten stehen. Ich hoffe, dass ich es sinngemäß richtig zusammengefasst habe. Das Gewissen ist also was ganz Großes - nur weigern wir uns allzu oft wirklich hinzuhören, wollen wir gar nicht die Wahrheit sehen, sondern interpretieren das Gewissen als eine Art Kosten-Nutzen-Instanz - was völlig da


1
 
 Einsiedlerin 11. November 2011 
 

Es war leider nix anderes zu erwarten

...deshalb wird der nächste Kirchenbeitrag gewidmet.


0
 
 Emmanuel M. 11. November 2011 

Gespräche sind sicher gut und richtig und auch zunächst notwendig. Wenn aber alles nichts nützt, dann können wir von St. Benedikt lernen. In seiner Regel empfiehlt er dem Abt, wenn der Abtrünnige sich absolut nicht bessern will: \"Dann sollen alle ... für den kranken Bruder beten, daß der Herr, der alles vermag, ihm (oder ihnen) die Heilung schenkt. Wenn er sich aber auch so nicht heilen läßt, dann erst setze der Abt (Bischof) das Messer zum Abschneiden an. Es gelte, was der Apostel sagt: \"Schafft den Übeltäter weg aus eurer Mitte.\" Und an anderer Stelle: \"Wenn der Ungläubige gehen will, soll er gehen.\" Ein räudiges Schaf soll nicht die ganze Herde anstecken.


3
 
 Anita-Therese 11. November 2011 
 

Falsch !

Dem Gewissen gebühre der Vorrang beim Gehorsam .... ja, aber wenn man sich bereits durch ein Versprechen oder Gelübde zum Gehorsam gegenüber dem Bischof bzw. der kath. Kirche(nleitung) verpflichtet hat, so ist das zweitrangig oder was???!!!
Die falsche Verabsolutierung des Gewissens führt ins Verderben, denn dann führt man sich selber (an der Nase herum) ...
Gott bewahre uns vor so vielen falschen Propheten!


5
 
 elisabetta 11. November 2011 
 

Bischofskonferenz

Wie es ohnehin zu erwarten war, sind keine disziplinären Konsequenzen für die Unterstützer der Pfarrerinitiative geplant, sondern nur Gespräche der einzelnen Diözesanbischöfe mit ihren ungehorsamen Pfarrern, weil lt. Kardinal Schönborn „Vieles im Gespräch zu klären ist“. Wenn ich so die Wortgewandtheit mancher „Ungehorsamer“ vergleiche mit der einiger Bischöfe, so werden diese ihre Vorgesetzten in Grund und Boden reden und sich nach so einem „klärenden“ Gespräch auch noch als besonders gut vorkommen. Um den Herrn Kardinal zu zitieren: Alles für die Katz!
Warum gibt es kein gemeinsames, einheitliches Vorgehen der Bischöfe? Warum gibt es für die Priester und bezahlten Laienmitarbeiter keine verbindlichen Dienstvorschriften? Jeder wird auch künftig sein Süppchen kochen in der Gewissheit, es passiert mir ohnehin nichts. Und so gehen viele Seelen verloren, weil sie von höchster Stelle \"gewissenlos\" irregeleitet werden.


3
 
 bripat 11. November 2011 
 

Wollt auch ihr gehen?

Jesus fragt jene, die seiner Lehre widersprechen: Wollt auch ihr gehen?
Jesus hat den Papst als seinen Nachfolger eingesetzt und darum ist ihm Folge zu leisten!
Der Ungehorsam und Aufstand dieser Pfarrer ist zutiefst erschreckend und zustörerisch.


4
 
 scopos 11. November 2011 
 

Das Gewissen zuerst \"im Glaubenswissen zu vertiefen\"

und sich erst dann aus sein Gewissen zu berufen. Das Gewissen kann ja aus vielfachem Grund auch verdunkelt sein und da hilft es wenig, wenn jemand sich in diesem Fall auf sein Gewissen beruft und meint dieses sei die höchste Instanz. Es gilt in diesem Fall zunächst zu hören und das Gewissen mit \"Wissen\" in seiner vielfältigen Form)


3
 
 Lucilla 11. November 2011 

Danke Herr Kardinal für die klaren Worte, a b e r wie gehen die mit denen von Frau Prüller-Jagenteufel, ihrer Pastoralamtsleiterin, zusammen?


3
 
 Incomódo 11. November 2011 

Da gehen Eminenz zu weit

Einerseits ist, was Kardinal Schönborn sagt, im Großen und Ganzen voll zu unterstreichen, aber nicht die Meinung „Wenn Glaubenserneuerung \"von innen her\" nicht gelinge, seien bessere Strukturen \"für die Katz\'\" Dieser Aussage kann ich überhaupt nichts Wahres abgewinnen. Es ist doch wohl erlaubt, Wege zu suchen, um dieses „von innen her“ zu ermöglichen.. „Strukuren“ sind Hilfsmittel im Leben, dienen der Orientierung, sind Wegmarkierungen, wie auch immer, nur dürfen sie nicht Selbstzweck bzw. selbst das Ziel werden.
Was den Gehorsam betrifft, hat er recht: zuerst dem Gewissen gegenüber. Doch - das ist die Crux - für die Gewissensbildung sind die Kleriker zuständig, verantwortlich - und was für!


2
 
 a.t.m 11. November 2011 

Wieso hören die Ö- Bischöfe nicht auf diese Worte des Heiligen Vaters??

11 Mai 2010 Papst Benedikt XI in Fatima:
„Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche“

Nicht nur das die Ö-Bischöfe mit ihren unrühmlichen Verhalten die \"Sünde\" im Form der ketzerischen \"Pfarrerinitiative\" die sich vor fasst 5 Monaten mit ihren \"Aufruf zum Ungehorsam\" von der HRKK abgespalten haben, noch immer in ihr Wüten dürfen ohne mit Ko fördern und unterstützen. Nein durch das Blind, Taub uns Stumm stellen, werden auch noch viele unsterblichen Seelen unserer Schwestern und Brüder in allerhöchste Gefahr gebracht, für immer und ewiglich in der Hölle, bestraft zu werden nur weil sie denn \"Priestern\" gehör schenken. Und das ist in meinen Augen Verrat an Gott dem Herrn und der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.

Gott zum Gruße


7
 
 marcellus 11. November 2011 

-Erneuerung der Kirche war der große Anspruch des Zweiten Vatikanischen Konzils, dem wir auch heute verpflichtet sind und in Zukunft verpflichtet bleiben-

Dadurch stärken sie Schüller und Co den Rücken und versprechen sich und allen noch weitere Erneuerungen. Immer Erneuerung, alles muß noch \"Neuer\" werden. Was kann man den noch erneuern? Eigentlich eh nur mehr Schüllers Forderungen.


1
 
 Waldi 11. November 2011 
 

Als Katholik sage ich tief betroffen und angewidert:

Schüller und seine Sympatisanten sind schwelende Eiterbeulen im Körper der Mutter Kirche. Schüchterne Bezeichnungen für das, was diese Priesterhorde unter Schüller wirklich ist, sind fehl am Platz. Man muss sie als vorsätzliche und extreme Zerstörer der katholischen Kirche benennen und sie ins Anseits stellen, bis sie zur Vernunft kommen und in ihrer Plattheit endlich begreifen, was sie da anrichten! Bei allen selbstgefälligen Auftritten von Schüller, habe ich noch nie den Eindruck gewonnen, dass er auch nur ansatzweise eine Ermutigung zur Glaubensstärkung vermittelt hätte. Allein sein krankhafter Widerspruchsgeist gegen die katholische Kirche und gegen den Papst und alles, was (noch) katholisch ist, beherrscht sein ganzes Tun und Handeln. Eine Kirche, wie sie diesem seichten Schwarmgeist vorschwebt, macht den Menschen nur noch Angst und wäre schlimmer als der Atheismus.


6
 
 Medugorje :-) 11. November 2011 

Danke Kath.net für diesen sehr schönen Bericht.

Gott Segen unseren Papst:-) I Love my Church

Gottes und Marien Segen


3
 

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