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Nuntius widerspricht Zollitsch

2. September 2011 in Aktuelles, 60 Lesermeinungen
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Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz hatte Änderung im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen erwartet - Nuntius Périsset: Mit Veränderung ist nicht zu rechnen


Berlin (kath.net/KAP) Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Jean-Claude Périsset (siehe Foto), hat angesichts der neuen Debatte über Reformen in der katholischen Kirche vor überhöhten Erwartungen gewarnt. Auch bei der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen sei "die Lehre der Kirche klar" und "mit einer Veränderung nicht zu rechnen", sagte der Vertreter des Papstes in Berlin am Freitag auf Anfrage der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Anlass war ein viel beachtetes Interview von Erzbischof Robert Zollitsch mit der Hamburger "Zeit". Dort hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz gesagt, er erwarte Reformen beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen.

Nach derzeitiger katholischer Lehre sind Eheleute, die nach einer Scheidung wieder heiraten, nicht zur Eucharistie zugelassen. Ob es Ausnahmen geben könnte, darum wird seit Jahren gerungen. Zollitsch hatte erklärt, man habe es mit einer "Frage der Barmherzigkeit" zu tun und er erwarte noch zu seinen Lebzeiten Änderungen.

Périsset betonte demgegenüber, eine Nichtteilnahme an der Kommunion bedeute keineswegs einen Ausschluss aus der Kirche. "Die Barmherzigkeit Gottes kennt vielfältige Wege", erklärte der Nuntius. Es sei eine Frage der inneren Ehrlichkeit, nach dem Scheitern des Eheversprechens auch den Schmerz zu ertragen. Zudem gebe es in einigen Fällen die Möglichkeit, die Gültigkeit der Ehe zu überprüfen.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.


Foto: (c) Apostolische Nuntiatur in Deutschland, www.nuntiatur.de


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