Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  5. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm träumt von „gemeinsamer Feier des Abendmahls“
  6. "Tun wir so als wäre da nichts"
  7. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  8. US-Bischof: Die Kirche kann ‚objektiv unmoralische Beziehungen’ nicht akzeptieren
  9. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  10. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  11. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  12. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  13. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  14. „Sind es nicht wir Katholiken, die sich für den bedingungslosen Schutz des Lebens einsetzen?“
  15. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen

Wales: Priester traut Paar ‚fahrender Leute’ trotz Verbot

17. Juni 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Seelsorge für die ‚Travellers’ müsse auf deren besondere Verhältnisse Rücksicht nehmen, sagt P. Sebastian Jones, ein Priester des Oratoriums.


Cardiff (kath.net/lifesitenews/jg)

P. Sebastian Jones CO hat am 12. Mai in einer Kirche in Wales ein Hochzeitspaar getraut. Dies war im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt.

 

Zu den Aufgaben des Oratorianers gehört die Seelsorge für die so genannten „Travellers“, also nichtsesshafte ‚fahrender Leute’ . Bilder und Videos der Trauung wurden auf Facebook veröffentlicht. Dadurch erfuhren die Nachrichtenseite Wales Online und die BBC von der Feier und berichteten über die Trauung.

 

George Stack, der Erzbischof von Cardiff, sagte gegenüber Medien, dass P. Jones unter Druck gesetzt worden sei. „Die Eltern der Familie haben darauf bestanden, dass sie (die Trauung, Anm.) sofort stattfindet“, sagte er laut Wales Online. Jones habe sich um die Gesundheit und Sicherheit der Braut gesorgt. Trotzdem halte er die Entscheidung für falsch. Die Angelegenheit werde von der Diözese untersucht, sagte Erzbischof Stack.


 

Die „Travellers“ halten sich streng an das Gebot der vorehelichen Enthaltsamkeit. Die meisten von ihnen heiraten, wenn sie noch relativ jung sind und werden davor streng beaufsichtigt. Die Verlobungszeit ist in den meisten Fällen kurz. Junge Frauen, die im Verdacht stehen, das Keuschheitsgebot gebrochen zu haben, werden von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Häufig kommt es in der Folge zu Selbstmorden.

 

In einem Brief an seinen Ordensoberen hat Jones seine Entscheidung mit den besonderen Bedürfnissen der „Traveller“ gerechtfertigt. Angesichts der Ungewissheit wie lange das Verbot der Trauungen aufrecht sei, habe er die betroffenen Personen und Familien vor schweren Konsequenzen bewahren wollen, schrieb Jones. Er räumte auch ein, Neugeborene getauft zu haben.

 

Wer die „Travellers“ kenne, wisse um deren besonderen Verhältnisse. Seine einzige Motivation seien die „Dringlichkeit und die Beharrlichkeit“ der Betroffenen und deren Erwartungen an die Kirche, eine spirituelle Krise zu lösen gewesen.

 

Jones stellte die Berechtigung des Verbotes von Trauungen und Taufen grundsätzlich in Frage. Staatliche Behörden hätten in Fragen der Sakramente keine Kompetenz. Seit zwanzig Jahren lehre und schreibe er, dass die Kirche in dieser Frage nicht dem Staat unterstehe, betonte er. Wörtlich schrieb der Priester: „Ich bin katholischer Priester und kein Staatsbeamter.“

 

P. Ignatius Harrison CO, der Obere von P. Jones, betonte gegenüber Wales Online, dass Priester im ganzen Land auf unvorhergesehene pastorale Notsituationen reagieren mussten. Dies sei auch in den Medien berichtet worden, wie zum Beispiel eine Hochzeit in einem Krankenhaus in London. Die Corona-Pandemie habe die Situation zusätzlich erschwert und erfordere besondere pastorale Antworten. Er erinnerte daran, dass Papst Franziskus den Klerus häufig dazu aufgerufen habe, die ihnen anvertrauten Menschen mit Mitgefühl und Sensibilität zu begleiten und zu unterstützen.

 

Foto: Symbolbild

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Montfort 17. Juni 2020 

Das war wenigstens eine echte "EINZELFALL-LÖSUNG"

- nicht wie die allgemeinen, angeblichen "Einzelfall-Lösungs"-Regeln... ;-)


4

0
 
 Zsupan 17. Juni 2020 
 

„Ich bin katholischer Priester und kein Staatsbeamter.“

Das würde ich in Deutschland auch gerne mal hören.

Der Einstieg mit einem A13-Beamtengehalt ist halt bequem, aber kaum förderlich für eine gewisse Distanz zum Staat.


6

0
 
 Gipsy 17. Juni 2020 

Eine sehr gute und besonnene

und mutige Haltung dieses Priesters, der sich wohl sehr gut mit den Lebensbedingungen der Traveller auskennt und diese berücksichtigt. Dadurch verhindert er viel unnötiges Leid.

Was die Hochzeitsfeier angeht, so ist eine solche im großen Familienkreis üblich und die Familie ist eh immer weitgehend zusammen, wie hätte denn ein Verzicht aussehen sollen? Man kann das nicht mit unseren Verhältnissen vergleichen.


8

0
 
 Hubert_2 17. Juni 2020 
 

Traveller

sind eine andere Volksgruppe als die Roma, und stammen von Iren ab.Sehr ungewöhnlich wäre es, würde ein Travelller in eine Romagruppe einheiraten. Und wenn schon, die Trauung hätte man wegen Corona nicht ausfalllen lassen müssen, wennn man auf die Hochzeitsvfeier verrzichtet hättte.


2

1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Coronavirus

  1. Bistum Regensburg: Keine Infektionen durch das Coronavirus nach Besuch von Gottesdiensten
  2. Covid-19-Pandemie hat ‚neue Ekklesiologie, neue Theologie’ gebracht
  3. CoV: Mehrere Staaten verschärfen Schutzregeln für Gottesdienste
  4. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  5. Weihbischof Schneider: Impfpflicht mit Wirkstoff aus abgetriebenen Babys wäre Anfang der Apokalypse

Sakramente

  1. Aufregung in US-Bistum Detroit: Priester stellt bei Familienvideo fest, dass er ungültig getauft war
  2. Vatikan: Veränderte Taufformeln sind ungültig!
  3. Italienischer Bischof verzichtet probehalber auf Tauf- und Firmpaten
  4. Französischer Bischof: Staat hat spirituelle Dimension der Krise vergessen
  5. Papst-Vertrauter Erzbischof Fernández: Sonntagspflicht könnte fallen

Großbritannien

  1. Britische Seelsorger warnen vor zweiter Schließung von Gottesdiensten
  2. Oratorium Birmingham will Klarstellung beim Verbot der Mundkommunion
  3. Erzbischof verbietet traditioneller Gemeinschaft vorläufig die Mundkommunion
  4. Boris Johnson: Konversionstherapien sind ‚abscheulich’
  5. Großbritannien: Kardinal Nichols fordert Kirchenöffnung







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Franziskus für Zivilunion für gleichgeschlechtliche Paare
  2. „Wortlaut der Interviewäußerung ist mir nicht bekannt, aber die Wirkung ist fatal“
  3. ‚Gehorsamstraining’: Kommentator verurteilt Maskenverordnungen
  4. Ein künstlich zusammengeschnittenes Interview und Schweigen im Vatikan
  5. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
  6. "Tun wir so als wäre da nichts"
  7. „Welt“: „Konservative fühlen sich von diesem Papst nicht mehr repräsentiert“
  8. Schweden: Schüler muss Kreuz für Klassenfoto abnehmen
  9. Umstrittene Papstaussagen - Gebetsaktion am Petersplatz
  10. Vertuschungsvorwürfe – Hamburger Erzbischof Heße gerät weiter unter Druck
  11. Kardinal Burke: Franziskus’ Aussagen im Dokumentarfilm ‚Francesco’ nicht lehramtlich
  12. 'We are pro Life' - Als Kommissar Rex den Wiener Lebensschützern helfend beistand.
  13. Die Hybris des Jesuitenpaters James Martin
  14. Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen
  15. "Kirche, du sollst nicht lügen!"

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz