Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Benehmen mit Majestäten
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  7. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  8. Ein Moment zum Schämen
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  14. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  15. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt

China: Rückt das Große Schisma näher?

13. Juli 2011 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Peking rechtfertigt die geplanten unrechtmäßigen Bischofsweihen und macht sich über die Religionsfreiheit lustig. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Während in anderen Teilen der Welt innerkirchlich auf der einen Seite mit dem schweren Vergehen der Kirchenspaltung gespielt wird und andererseits das Kirchesein und die Kirche über Dialogprozesse „gestaltet“ und „definiert“ werden sollen, ist es in China mit der Gefahr eines großen Schismas sowie mit der konkreten und schmerzlichen Wirklichkeit der Verfolgung von romtreuen Katholiken bitterernst. Die Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung erkennt die Autorität des Papstes bei der Verwaltung der Kirche nicht an, erklärte am 12. Juli Hong Lei, Sprecher des Außenministeriums der Volksrepublik China, nach einem Bericht der spanischen Nachrichtenagentur „efa“.

Hong Lei rechtfertigte die jüngsten Bischofsweihen, die ohne päpstliche Erlaubnis durchgeführt wurden, und erklärte, dass die Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung entsprechend einer jahrzehntelangen Tradition und dem Prinzip der Unabhängigkeit und Selbstverwaltung gemäß gehandelt habe. Wenn die Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung einen Bischof wähle und ihn weihe, so der Regierungssprecher, übe sie die Religionsfreiheit aus. Dies sei ein Beweis dafür, dass es in China Religionsfreiheit gebe. So werde seitens der Regierung die Entwicklung des Katholizismus in China sichergestellt. Jede Kritik oder Anklage sei grundlos. Zur Verhaftung und Verschleppung von vier Bischöfen (kath.net berichtete) sagte Hong Lei kurz, dass er davon nichts wisse.


Laut Pressemeldungen aus Hong Kong habe die Chinesische Katholisch-Patriotische Vereinigung die für den 14. Juli geplante Weihe des neuen Bischofs von Shantou (Kanton) bestätigt. Bei der Feier sollen sieben verschleppte Geistliche, unter diesen vier Bischöfe, teilnehmen. Liu Bainian, Ehrenpräsident der Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung, erklärte hierzu, dass er nicht wisse, wie der Vatikan auf die unerlaubte Weihe des Bischofs von Shantou sowie auf die kommenden geplanten Weihen von 40 Bischöfen reagieren werde: „Hoffen wir, dass er einverstanden sein wird“. Laut Liu Bainian handle es sich um Priester, die dem Papst geistlich treu seien, politisch aber China liebten.

„Radio Vaticana“ berichtete vom starken Druck, der auf einige Bischöfe ausgeübt werde, damit sie bei der unrechtmäßigen Weihe am 14. Juli anwesend sind, nachdem sich die Bischöfe bisher geweigert hatten. Die Entscheidung der chinesischen Behörden habe zu einer Welle der Solidarität unter den Priestern und Laiengläubigen geführt, die im Widerstand Seite an Seite an Seite mit ihren Bischöfen stünden.

Der Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker (Propaganda Fide), der chinesische Erzbischof Savio Hon Tau Fai, erklärte hierzu, dass die neue geplante unrechtmäßige Bischofsweihe einen weiteren Schritt zurück bedeute. Für den Erzbischof ist die aktuelle Situation besonders angespannt, wie dies im Jahr 1951 der Fall gewesen sei, als es zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und dem Heiligen Stuhl gekommen war. Die neuen Spannungen seien wie im Jahr 1951 auf Veränderungen an der Spitze der kommunistischen Partei Chinas zurückzuführen.

Ziel der Regierung sei es, von ihr kontrollierte Bischöfe zu haben. Die Hauptexponenten des Politbüros beabsichtigten, sich 18 Monate vor den großen Veränderungen in China, die mit der Neubesetzung des Generalsekretärs des Zentralkomitees der kommunistischen Partei zusammenfielen, als „so links wie möglich“ zu zeigen. Es handle sich dabei um eine „subtile Form von Wahlkampf“. Für jene Priester und Bischöfe habe ein Verhalten, das dem Willen des Papstes widerspreche, unweigerlich die Exkommunikation zur Folge, wie dies der Heilige Stuhl am 4. Juli bekräftigt habe.

KathTube: Vatican clarifies status of excommunicated Chinese bishop





Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Mandelblüte 14. Juli 2011 

@albinol

Der Dialog mit den Chinesen ist eine besonders heikle Sache. Wenn man die Geschichte der Christen in China nicht genügend beachtet, wird man resignieren.


0
 
 AlbinoL 13. Juli 2011 

Wenn sie mal kein Kommentar mehr abgeben....dann

Solange sich die Chinesische Regierung noch rechtfertigt ist dies noch ein \"gutes\" Zeichen


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

China

  1. Bistum Hongkong im Aufbruch: Erneut rund 2.500 Taufen zu Ostern 2026, davon 1.600 Erwachsene
  2. "Ein tragisches Unrecht"
  3. Chinas Bevölkerung wird nächstes Jahr um 3,2 Millionen schrumpfen
  4. China schränkt Aktivitäten ausländischer Christen weiter ein
  5. Chinesischer Bischof wegen ‚illegaler‘ Messe verhaftet
  6. GfbV kritisiert Wiederwahl von China in den UN-Menschenrechtsrat scharf
  7. China reagiert auf Grußtelegramm von Papst Franziskus
  8. China steuert auf Bevölkerungskrise zu
  9. Peking düpiert Vatikan mit Bischofsernennung
  10. Vatikan kritisiert unerlaubte Bischofsernennung in China






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  3. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  6. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!
  7. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  8. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  9. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  10. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  11. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  12. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  13. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Vom Benehmen mit Majestäten

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz