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Das Zeitalter der Egoisten geht zu Ende

3. Oktober 2010 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Studie: Ehrlichkeit ist wichtigstes Erziehungsziel.


Hamburg (www.kath.net/ idea)
„Das Zeitalter der Ichlinge geht zu Ende.“ Dieses Fazit zieht die BAT Stiftung für Zukunftsfragen (Hamburg) aus ihrer neuen Wertestudie. Danach stimmen 88 Prozent der Bundesbürger der Aussage zu: „Für Egoismus ist in unserer Gesellschaft immer weniger Platz. Wir müssen mehr zusammenhalten.“ Der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, der Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski, stellte die Studie am 30. September in Hamburg vor.

Nach seinen Worten nimmt quer durch alle Berufs-, Alters- und Sozialschichten die Überzeugung zu, dass man sich aufeinander verlassen müsse: „In Wohlstandszeiten kann jeder sein Ego ausleben. Wenn aber der Wohlstand auf breiter Ebene stagniert oder gar sinkt, dann wollen die Menschen immer weniger vom Ego-Kult wissen.“ Die Bürger wünschten sich wieder mehr menschliche Wärme.

Der Studie zufolge wenden sich die Deutschen von Maßlosigkeit und Missmanagement ab. 90 Prozent wollen ehrbare Kaufleute und ehrliche Politiker, die ihre „Wahlversprechen halten“. 83 Prozent der Bundesbürger nennen Ehrlichkeit als wichtigstes Erziehungsziel. 1982 lag dieses Ziel noch auf Platz vier, 1996 auf Rang drei. In der aktuellen Umfrage rangieren Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft bei den Erziehungszielen auf den Positionen zwei und drei.

Familie ist die „verlässlichste Lebensversicherung“

Der Wertestudie zufolge weicht die Spaßkultur. Beständigkeit ersetze Beliebigkeit und auch Bescheidenheit sei wieder gefragt. Hoch im Kurs steht nach wie vor die Familie. 90 Prozent der Befragten sagen: „Was auch immer auf uns zukommt, für mich ist und bleibt die Familie das Wichtigste im Leben.“ Bei der Generation der 14- bis 34-Jährigen stößt dieser Satz bei 86 Prozent auf Zustimmung.

Drei Viertel der Bevölkerung (74 Prozent) lehnen die Aussage ab: „Meine persönlichen Freizeitinteressen sind mir wichtiger als Heiraten und eine Familie gründen.“ Opaschowski: „Die Familie überlebt offensichtlich alle Krisen und Zeitgeistströmungen.“ Sie sei „die verlässlichste Lebensversicherung“. Die Familie gelte nicht länger als Auslaufmodell, so die Studie.

Sieben Prozent in Kirche und Gemeinde aktiv

Neben dem Familiensinn wachse auch der Gemeinsinn. Die Mehrheit der Deutschen helfe Freunden (55 Prozent) und Verwandten (52 Prozent). Jeder Dritte engagiere sich in der Nachbarschaftshilfe. 17 Prozent arbeiteten ehrenamtlich in Vereinen und neun Prozent im Sozialbereich. In Kirche und Gemeinde seien sieben Prozent der Bürger unentgeltlich aktiv, in Parteien und Gewerkschaften zwei Prozent. Für die Studie „WIR! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben“ wurden 2.000 Personen ab 14 Jahren repräsentativ befragt.


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Lesermeinungen

 st.michael 4. Oktober 2010 
 

Zweifel angebracht

Ich kenne Herrn Opaschowski aus verschiedenen Vorträgen und Podiumsdiskussionen.
Sein Ansatz ist empirisch belegt, da gibt es keine Frage, seine Schlüsse doch eher im Bereich von Wunschvorstellungen.
Wir haben eine demogrphische Bombe gelegt, die in den nächstne Jahren langsam, aber unweigerlich explodieren wird.
Resultat ist, grob gesprochen, eine totale Überalterung der Gesellschaft.
Die Sozialsysteme wie wir sie kennen wird es so nicht mehr geben, weil einfach niemand mehr einzahlt, gemessen an der Menge der Empfänger.
So weit so schlecht, so hausgemacht !
Ich finde es auch löblich wenn 88 % der Leute gegen Egoismus und für mehr Miteinander sind.
Die Frage ist nur, werden die Jungen von miorgen noch bereit sein, einen immer größeren Teil ihres Einkommens wegzugeben.
Hier irrt Herr Opaschowski gewaltig, wenn er glaubt, das die kommende Generation freiwillig mit der \"Alten\" teilen möchte.
Denn dazu bedarf es einer Erziehung und einem Familienbewußtsein, was uns ja seit knapp 40 Jahren ausgetrieben wurde, nämlich das aus dem christlichen Menschenbild geformte Generationsbild aus dem sich der allseits gepiresene Generationenvertrag hergeleitet hat.
Wer soll den Jugendlichen glaubhaft vorleben, das es Pflichten gibt, die unangenehm sind aber nötig um das Gesamte zu erhalten?
Welcher Wertekonsens liegt seinen Theorien zugrunde?
Der Christliche kann es nicht sein, den dieser wird immer mehr verdunsten.
Und was kommt den aus den ganzen \"Familienähnlichen\" Gebilden als \"Wertekanon\" heraus ? Doch eher ein ganz unverbindliches \"Alles kann aber nichts muß\"
Wir leben doch schon seit Jahrzenten in einer geistig-moralischen Wegwerfgesellschaft, die versucht Alles was unangenehm ist ,möglichst elegant zu entsorgen.
Seit den 70er Jahren Millionen abgetriebene Kinder, fast 60% Ehescheidungen, zunehmende \"Patchwork-Familien\", ein zunehmender Trend, die Euthanasie hoffähig zu machen.
Unser Bundespräsident stellt auch fest wie wichtig der Islam für uns ist, ich möchte einmal wissen wie diese Herrschaften es mit unserer Gesellschaft halten, wenn es um Pflichtten geht, die schon mit erfolgreicher Integration schwierig sind, aber was soll erst ohne Integration laufen?
Fazit, also alles ganz schön und gut was hier mittels Statistik und Fachleuten eroiert wird, aber es entspricht doch eher einem Traumland, aber nicht der Bundesrepublik Deutschland.
Das Tröstliche an der kommenden Katastrphe ist nur das ihre Anstifter, nämlich die \"hochgelobten 68er\" genauso \"dran glauben\" müssen wie alle anderen auch.
Insofern hat die \"Systemimmanente Rache\" auch etwas Gutes !


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 TaschaPetri 4. Oktober 2010 

Da fällt mir ein,

dass die Predigt unseres Pfarrers gestern wie die Faust aufs Auge passt, deren Essenz es war, zu sagen: Herr, stärke meinen Glauben.

Klar ist Ehrlichkeit wichtig und die Familie auch, aber bitte nicht hier und jetzt. Das verstehe ich aus diesen Aussagen aus dem Bericht oben. Und aus der Lesermeinung vom Monsignore Schlegl.

Bitte, Herr, stärke meinen Glauben. Amen


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 Pantau 3. Oktober 2010 
 

@Deutzia

Richtig. Die 68er haben dafür gesorgt, dass ganz Deutschland zu einer Art \"Nimmerland\" wurde, in welcher sich ganze Generationen beharrlich weigerten, erwachsen zu werden - und Kinder bekommen nun mal keine Kinder. Letztens ist mir ein kinderloser Diplomingenieur über den Weg gelaufen, der in seiner Freizeit in Militäruniform durch den Wald rennt um sich mit Gleichgesinnten mit Farbkugeln zu beschießen. Als er mich Fragte, was ich denn so mache, sagte ich Ihm, dass ich heute beispielsweise mit den beiden Kleinen zur Kinderärztin zum Impfen muss.


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 Ester 3. Oktober 2010 
 

Seit Jahren

erfreuen uns solche Feststellungen.
\"Für 90% der Jugendlichen ist die Familie wichtig\" oder \"Wert der Treu wieder im Steigen\" oder dergl...

Wobei ich nochmal auf die Geschichte von Mossignore zustimmend hinweisen wollte.
Und es ist leider so, dass wir ja schon für Werte, Tugenden und dergl sind (wer gibt schon zu im Laster und dem hemmungslosen Egoismus seine Freude zu finden?)
Nur ruft Christus zur Umkehr aus udn zwar zur persönlichen Umkehr.
Also dafür dass die Anderen umkehren und sich bessern dafür sind wir schon.
Nur Christus will dass ich mich bessere und weil wir ja nur noch gewöhnt sind Forderungen an andere (Gesellschaft, Kirche, Staat, Eltern, Lehrer, Geschäftsleute und dergl) zu stellen und dabei völlig vergessen, dass der einzige Mensch den ich ändern kann ich selber bin, deshalb wird das nichts mit der Umkehr.


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 Deutzia 3. Oktober 2010 
 

Mich wundert immer, wie schnell solche Schreiber dabei sind, die Gegenüberstellung zu machen: Persönliche Freizeitinteressen - oder Ehe und Familie. Das ist völlig unüberlegt. Warum kommen keine Kinder in die Sonntagsmessen? Weil die ganze Familie Freizeitinteressen nachgeht. Deshalb gehen ja so viele Ehen auseinander, weil sie nicht die Ehe leben wollen, sondern sich amüsieren, Eltern genauso wie Kinder. In welcher Familie kümmert man sich denn zu Hause um die Großeltern? Kaum gibt es welche. Sie gehören zu Familie, aber das ist nicht mehr bewußt. Welche Familie beherbergt denn Singles, die aus irgendeinem Grunde, auch im Alter Singles sind, Witwer oder Geschiedene oder Kranke? Die kommen alle in Heime, oder nicht? Oder in eine kleine Wohnung irgendwo, bloß nicht sich damit belasten!


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 SCHLEGL 3. Oktober 2010 
 

Endlich!

Hoffentlich kommt nicht das berühmte Dichterwort zur Anwendung: \"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube!\" Die Spass-und Wellness Gesellschaft ist an ihre Grenzen gekommen und hat abgewirtschaftet. Das Chaos, das sie zurücklässt, ist verheerend. Stabile menschliche Bindungen, sind bereits in der Minderheit, altruistisches Denken ist aus der Mode gekommen,der Ego-Trip hat Menschen einsam gemacht und Depressionen gefördert. \"Schluss mit lustig\", so hat vor Jahren ein deutscher Kommentator seinen Landsleuten zugerufen. Und jetzt die Frage an die Gesellschaft! Hat nicht die katholische Kirche die ganze Zeit darauf hingewiesen, dass diese neuen Ideologien in eine Sackgasse führen werden? Das eine Gesellschaft, die in Familien und dauerhafte menschliche Bindungen nichts mehr investiert, sich selber auslöscht? Ich denke noch an die empörten Reaktionen mancher \"Zeitgeistpolitiker\", als Papst Johannes Paul II in Westeuropa von einer \"Kultur des Todes\" gesprochen hat. Die Frage ,die ich mir als Seelsorger stelle ,ist nur, ob der Diagnose auch ein Umdenken, beziehungsweise die Einwilligung zu einer Therapie folgen wird! Viele wissen ja, dass zum Beispiel Rauchen ungesund ist, aber........! Genau das ist es. Dazu noch eine kleine Geschichte: In einem Bummelzug einer Nebenbahn, die fast bei jedem Kuhstall stehen bleibt, sitzt mitten im Winter ein Mann, der immer dann, wenn der Schaffner eine Station ausruft die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und stöhnt: \"Oh Gott, oh Gott!\" Auf die Frage des Schaffners, was denn mit ihm los sei, antwortete dieser: \"Ich sitze im falschen Zug, ich sollte in die Gegenrichtung fahren und mit jeder Station komme ich weiter weg von meinem Reiseziel!\" Als der Schaffner in fragt, warum er nicht einfach aussteige , um auf den Gegenzug zu warten, antwortete der Fahrgast: \"Sie haben recht, Herr Schaffner, aber hier im Waggon ist es so schön warm!\" Msgr. Franz Schlegl


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