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Ich zeige dir den Weg zum Himmel

25. Juni 2010 in Jugend, 1 Lesermeinung
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Augsburger Diözesanjugendpfarrer Domvikar Florian Wörner zum Ende des Priesterjahres: Unser Herz soll ungeteilt Christus und seiner Kirche gehören, und damit den Menschen, die uns anvertraut sind.


Augsburg (kath.net/pba)
Vor wenigen Tagen hat das von Papst Benedikt XVI. ausgerufene Priesterjahr beendet, das seit 19. Juni 2009 unter dem Motto stand: „Treue zu Christus, Treue des Priesters". Es sollte dazu dienen, „die Bedeutung der Rolle und der Sendung des Priesters in der Kirche und in der heutigen Gesellschaft besser wahrnehmbar zu machen", so Papst Benedikt XVI. Aus dem Bistum Augsburg nahmen 41 Priester an den Abschlussveranstaltungen am 10. und 11. Juni 2010 in Rom teil. Unter ihnen war auch Diözesanjugendpfarrer Domvikar Florian Wörner, der im Interview mit der Bischöflichen Pressestelle Augsburg seine Eindrücke schildert: Domvikar Florian Wörner war mit 41 Priestern der Diözese Augsburg zum Ende des Priesterjahres in Rom.

pba: Am 11. Juni hat Papst Benedikt XVI. mit zirka 15.000 Priestern einen Abschlussgottesdienst zum Priesterjahr auf dem Petersplatz in Rom gefeiert. Herr Domvikar Wörner, Sie nahmen daran teil. Welche Eindrücke haben Sie mitgenommen? Welche Botschaft hat Papst Benedikt XVI. an die Priester gerichtet?

Domvikar Wörner: „Sehr bewegend war für mich bereits die Vigilfeier am Donnerstagabend. Tausende Priester haben gemeinsam mit Papst Benedikt XVI. in Stille das Allerheiligste angebetet. Das Sichtbar-Werden von Weltkirche war eindrucksvoll und die Erkenntnis, dass es in anderen Ländern ähnliche Fragen und Probleme gibt wie bei uns in Deutschland. Hierbei gab Papst Benedikt Orientierung, indem er in eindrucksvoller Weise auf die Fragen von fünf Priestern aus den fünf Erdteilen frei antwortete. Besonders wichtig war für mich die Frage eines Priesters aus Brasilien, wie ein Priester angesichts größer werdender Pfarreien-Einheiten die wachsenden Aufgaben bewältigen könne. Papst Benedikt XVI. betonte in seiner Antwort, dass die tägliche Feier der Heiligen Messe, das Gebet und das Lesen der Heiligen Schrift im Leben eines Priesters Priorität haben. Das geistliche Leben sei kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, dass wir als Priester fruchtbar wirken können, gerade auch, wenn die Belastungen größer werden.“


pba: Vorbild des priesterlichen Dienstes ist der Pfarrer von Ars, Jean-Marie Vianney. Papst Pius XI. hat diesen, vier Jahre nach seiner Heiligsprechung, 1929 zum „Schutzpatron aller Pfarrer auf Erden“ erklärt. Der Pfarrer von Ars drückt seine Liebe zu Christus folgendermaßen aus: „Jeder sollte die Freude verkosten dürfen, Gott zu kennen und zu lieben, zu wissen, dass er uns liebt.“ Was ist das Besondere, das Wertvolle des Priesterberufes?

Domvikar Wörner: „Wir Priester haben die Aufgabe, Jesus Christus in unserer Zeit ein Gesicht zu geben, ihn erfahrbar und sichtbar werden zu lassen, und zwar speziell als guten Hirten, als den, der seiner Kirche vorangeht. Unser Herz soll ungeteilt Christus und seiner Kirche gehören, und damit den Menschen, die uns anvertraut sind. Das Zeugnis des eigenen Lebens und die Verkündigung der Botschaft Jesu Christi müssen dabei einhergehen, damit unser Dienst glaubwürdig und authentisch ist.“

pba: Warum sind Priester in der heutigen Gesellschaft nach wie vor so wichtig? Welche Anforderungen und auch Herausforderungen werden an Sie als Seelsorger gestellt?

Domvikar Wörner: „Der Pfarrer von Ars sagte einmal zu einem Jugendlichen: „Ich zeige dir den Weg zum Himmel“. Das, denke ich, ist die Aufgabe eines Priesters, den Weg zum Himmel aufzuzeigen und ein Stück weit den Himmel hier auf Erden erfahrbar werden zu lassen. Und das kann nicht nur mit Worten geschehen. Man soll am Priester ablesen können, dass es den Himmel gibt, dass er unsere Zukunft ist, und dass sich Himmel und Erde jetzt schon berühren können, etwa bei der Feier der Sakramente und nicht zuletzt auch durch die Lebensform des Zölibats. Mehr denn je hat der Priester die Aufgabe, mit seiner Lebensform eine Alternative zum Mainstream zu bieten und einen Gegenakzent zur Konsumorientierung, Innerweltlichkeit und Oberflächlichkeit unserer Zeit zu setzen. Eine Herausforderung ist es dabei, eine Sprache zu finden, die verstanden wird, und den richtigen Ton zu treffen, damit der Funke überspringen kann. Außerdem ist es wichtig, Zeit zu haben und sich Zeit zu nehmen für das Gespräch mit den Menschen, ein offenes Ohr zu haben für das, was sie umtreibt und zu versuchen, aus dem Glauben heraus zu antworten. Menschen brauchen Seelsorger und keine religiösen Funktionäre.“

pba: Als Diözesanjugendpfarrer sind Sie in besonderer Weise Ansprechpartner für Jugendliche. Was tun Sie, um die Berufung zum Priester bei jungen Männern zu fördern?

Domvikar Wörner: „Ich sehe es als meine Aufgabe, Gelegenheiten und Orte zu schaffen, wo junge Leute ihre Lebens- und Glaubensfragen zur Sprache bringen können, und wo auch das Thema der Berufung seinen Platz hat. Berufungspastoral geschieht meist indirekt - in Gesprächen, in der Begegnung und durch ein gutes Vorbild. Und manchmal braucht man auch den Mut und das Gespür, junge Leute zum richtigen Zeitpunkt auf eine mögliche Berufung zum Priestertum anzusprechen. Gleichzeitig bin ich als Seelsorger Ansprechpartner und Begleiter für diejenigen, die sich bereits auf ihren persönlichen Berufungsweg gemacht haben.“

Foto: (c) kath.net


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