Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  7. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  10. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Ägyptisches Innenministerium rechtfertigt jüngste Morde an Kopten

1. Februar 2010 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


IGFM: Das ägyptische Innenministerium eröffnete eine gezielte Verleumdungskampagne gegen den Kopten Girgis Baroumi Girgis.


Kairo (kath.net/IGFM)
Nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) eröffnete das ägyptische Innenministerium zusammen mit der Staatssicherheit eine gezielte Verleumdungskampagne gegen den Kopten Girgis Baroumi Girgis, um den jüngsten blutigen Anschlag auf christliche Kopten am orthodoxen Weihnachtsfest in Nagaa Hammadi zu rechtfertigen. Ziel der Hetzkampagne sei die Wiederherstellung des Images Ägyptens, nachdem das Blutbad vor einer Kirche nach einem Weinachtsgottesdienst am 6. Januar weltweit scharfe Kritik auslöste. Innenminister Habib el-Adley erklärte, bei dem achtfachen Mord durch muslimische Extremisten handele es sich nicht um ein religiös motiviertes Attentat, sondern um einen 'persönlichen Racheakt' als Reaktion auf eine angebliche Vergewaltigung einer jungen Muslimin durch Girgis im vergangenen Jahr.


Kopte mit Todesstrafe bedroht

Die eingeleitete Hetzkampagne sollte die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Kopten Girgis und die mutmaßliche Vergewaltigung der 12jährigen Muslimin Yusra Abdelwahab im vergangenen Jahr lenken – mit Erfolg. Trotz mangelnder Beweise, fehlender gerichtsmedizinischer Berichte sowie widersprüchlichen Polizeiakten und Anklagen fordert die ägyptische Öffentlichkeit bereits vor dem Gerichtsurteil die Todesstrafe für Girgis. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin erklärt: „Die ägyptische Regierung macht Girgis zum Sündenbock, um ihre eigene Interpretation des Anschlages zu rechtfertigen und das Image Ägyptens rein zu waschen“. Menschenrechtler befürchten nun die Manipulation von Beweisen zu Girgis' Nachteil durch die Staatssicherheit. Angesetzte Gerichtsverhandlungen mussten wiederholt vertagt werden, bis Girgis schließlich einen rechtlichen Beistand fand. Sein Anwalt Saeed Abdelmassih beobachtet seit Jahren die gezielte Manipulation der Justiz sowie Terrorisierung und Einschüchterung von koptischen Anwälten durch die Staatssicherheit.

25 Anwälte wollen den Hauptangeklagten verteidigen

Der muslimische Extremist Mohamed el-Kamony, der neben Korshy Aly und Hendawy Hassan als Hauptverdächtiger des blutigen Anschlags von Nagaa Hammadi in Untersuchungshaft sitzt, hat bereits einen rechtlichen Beistand von 25 freiwilligen Anwälten sicher, darunter den bekannten Islamisten Mohamed el Wahsh. Innenminister Habib el-Adley erklärte gegenüber dem ägyptischen Fernsehprogramm „City Talk“, dass der bereits vorbestrafte el-Kamony ein 'Auftragsmörder' sei, in dem allerdings aufgrund seiner Wut über die Vergewaltigung sowie Videos, die nackte muslimische Frauen mit christlichen Männern zeigen, ein „unkontrollierter Drang zum Schießen“ ausgelöst wurde. Der Verlauf der Gerichtsverhandlung bleibt abzuwarten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ägypten

  1. Ägypten – Das Land, auf dem Gott sich offenbart hat
  2. Papst gedenkt der Opfer von Kirchenbrand in Ägypten
  3. Ägypten: Mindestens 41 Tote bei Brand in koptischer Kirche in Kairo
  4. Ägypten legalisiert 1.800 kirchliche Gebäude
  5. Ägypten: „Ich habe Mitleid mit den Tätern“
  6. Bedeutendes frühchristliches Heiligtum in Kairo restauriert
  7. Keine Angst vor Corona
  8. Ägypten: Wegen Pandemie keine öffentlichen Ostergottesdienste
  9. Ägypten: Bisher knapp 1.200 Kirchen "legalisiert"
  10. Katharinenkloster auf der Sinai-Halbinsel besser zu erreichen






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  10. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  11. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  12. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz