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Mutter Angelica - Eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte

7. November 2009 in Buchtipp, keine Lesermeinung
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Leseprobe 1 aus dem neuen Buch über Mutter Angelica von Raymond Arroyo / Nachrichtendirektor von EWTN.


Wien (www.kath.net)
Im Jahr 1923 als Rita Rizzo in Canton, Ohio, geboren, wuchs Mutter Angelica in Armut bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, die an Depressionen litt. Sie erfuhr zum ersten Mal die Macht des Gebetes, als sie spontan geheilt wurde. Ein Jahr später trat sie in den Orden der Klarissen der Ewigen Anbetung ein.Doch Mutter Angelicas Glauben trieb sie schon bald zu den unwahrscheinlichsten Unternehmungen, angefangen von der Neugründung eines Klosters in Birmingham in Alabama bis zum Aufbau des weltweit größten religiösen Fernsehsenders.

Sie gründete EWTN im Alter von 58 Jahren mit einem Startkapital von 200 Euro in einer Garage des Klosters, ohne sich Gedanken über Haushaltspläne oder Spendenkampagnen zu machen. Mutter Angelicas Leben ist eine höchst erstaunliche Geschichte, die man nur Gottes Vorsehung zuschreiben kann. Das Buch stand monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times.

Leseprobe 1

An diesem Abend sprach Mutter Angelica vor Hunderten Katholiken in der St. Margaret Mary-Kirche am Stadtrand von Chicago. Die vielen Menschen, die an der überfüllten Veranstaltung teilnahmen, hatten einen Schneesturm und gefährliche Wegstrecken überstanden, um den Vortrag zu hören. Doch Mutter Angelica war es der Mühe wert. Sie stand vor ihrem Spruchband mit der Aufschrift „Wir lassen den Aufruf zur Heiligung erklingen“ und unterhielt die Menschenmenge mit wunderbaren Geschichten über das Erdnussgeschäft und ihr Druckerei-Unternehmen. So konnte sie die Menschen erreichen, die vor ihr auf den Kirchenbänken saßen. Dabei holte sie sogar plötzlich Kastagnetten hervor und erfreute die Menschen mit einer improvisierten rhythmischen Vorführung.


Mitten in ihrer Ansprache drängte sich ein schlanker, leicht verwirrter Rechtsanwalt aus Nashville mit feinen weißen Haaren und einer quadratisch gerahmten Brille aus dem hinteren Teil der Kirche durch die Menge. Da stand er und war fasziniert von dem, was er hörte. Dabei lächelte er wie ein Honigkuchenpferd.

Bill Steltemeier besuchte an diesem Tag einen Juristenkongress in Chicago. Im Eingangsbereich des Doms in der Innenstadt stieß er zufällig auf ein Flugblatt, in dem Mutter Angelicas Vortrag angekündigt wurde. Steltemeier war Senior-Partner der Anwaltskanzlei Steltemeier & Westbrook in Nashville, die auf den Immobilien- und Wirtschaftsbereich spezialisiert war. Er war verheiratet und vor drei Jahren zum katholischen Diakon geweiht worden. An den Wochenenden arbeitete der spindeldürre Absolvent der juristischen Fakultät der angesehenen Vanderbilt Universität als Anstaltsgeistlicher im Gefängnis. Als er Mutter Angelicas Flugblatt entdeckte, erkundigte er sich nach dem Weg und fuhr in Richtung St. Margaret Mary-Kirche.

Steltemeier verirrte sich heillos im Schneesturm, schlitterte auf der Stadtautobahn an Unfällen und nicht deutlich zu erkennenden Hinweisschildern vorbei, bis er kein Benzin mehr hatte. Er erreichte gerade noch die nächste Ausfahrt und eine Tankstelle, die in der Nähe der Ausfahrt lag. Inzwischen war er verärgert und müde. Er erkundigte sich beim Tankwart nach der St. Margaret Mary-Kirche, die nur noch einen Häuserblock entfernt war.

„Noch nie habe ich etwas Ähnliches gehört“, sagte Steltemeier über Angelicas Vortrag. Wie ein Wilder bahnte er sich seinen Weg durch die Menschenmenge, die im Gang stand, und zwängte sich ganz vorne in eine Kirchenbank. Nur einmal schaute Mutter Angelica in Steltemeiers Richtung. Dies geschah, sagte er, genau zu dem Zeitpunkt, als er eine Stimme hörte. „,Bis zu dem Tag, an dem du stirbst‘, sagte diese Stimme zu mir. Ich war zu Tode erschrocken“, erinnerte sich Steltemeier. „Da wusste ich, dass mein Leben genau von diesem Augenblick an ihr gehörte, darüber bestand kein Zweifel.“

Bei einem Empfang nach dem Vortrag nickte und lächelte Mutter Angelica dem Rechtsanwalt quer über den Raum zu, aber sie sprachen nicht miteinander. Steltemeier war aufgewühlt, als er bei seinem Wagen ankam und in die Stadt zurückkehrte. „Ich dachte, darauf werde ich mich nicht einlassen“, erzählte er mir.

Auf ihrem Rückflug nach Birmingham wurde Mutter Angelica von der Vorstellung einer Fernsehproduktion geradezu verzehrt. Sie wandte sich schnell vom Fenster ab und der neben ihr sitzenden Jean Morris zu, als ob sie soeben eine neue Inspiration bekommen hätte. „Wissen Sie, wo wir ein Band aufnehmen können?“, fragte sie. Jean wusste es nicht. „Finden Sie einen Platz, und wir werden eines produzieren“, wies Mutter sie an. Das Endprodukt könnte an die Allianz der katholischen Familienmissionare verteilt werden und anschließend, wenn es gut genug war, an Sender verkauft werden. Ermutigt durch diesen Auftrag, machte Jean ein Mitglied der Episkopalkirche ausfindig, das ein Tonstudio in der Stadt besaß, sowie einen presbyterianischen Pfarrer mit begrenzten Kameraerfahrungen.

Nach etwas mehr als einem Monat nach ihrer ersten Begegnung fuhr Bill Steltemeier aus Nashville zu der Nonne, die ihn seit Chicago verfolgte. „Jeden Morgen hörte ich im Inneren die Worte: ‚Bis zu dem Tag, an dem du stirbst‘“, sagte Steltemeier übermütig in dem näselnden Tonfall seiner Nashviller Aussprache. „Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte.“

Nachdem er die Ziegen und Schafe im Garten vor dem Kloster hinter sich gelassen hatte, klopfte er an das Klostertor und fragte nach der Äbtissin.
Mutter Angelica erschien im Eingang mit einem wissenden Schmunzeln.

„Ich habe mich schon gefragt, wann Sie kommen würden“, sagte sie. Mutter Angelica wusste, dass vor ihr ein katholischer Rechtsanwalt mit einem praktischen Geschäftssinn stand, der ihr noch fehlte.


Raymond Arroyo
Mutter Angelica
Eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte
Geb., 440 Seiten
19,90 Euro


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