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Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise

vor 18 Stunden in Österreich, 4 Lesermeinungen
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Ordensfrauen nahmen an Papst-Audienz teil, nachdem am Vortag die Reise offiziell abgesagt worden war - Erzabt Auer und Erzdiözese Salzburg üben Kritik an Vorgangsweise


Salzburg/Rom (kath.net/KAP) Entgegen einer anderslautenden Ankündigung haben die drei Nonnen aus dem Salzburger Kloster Goldenstein nun doch eine geplante Reise nach Rom angetreten und am Mittwoch an der Generalaudienz von Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz teilgenommen. Zuvor hatte es Irritationen über den Reiseverlauf gegeben. Noch am Dienstagvormittag hatten Unterstützer in einer offiziellen Stellungnahme bekanntgegeben, die Reise sei abgesagt. Als die Nonnen gleich anschließend im Kloster nicht erreichbar waren, meldete ihr Vorgesetzter, Propst Markus Grasl, die Schwestern als abgängig und äußerte Sorge um ihr Wohlergehen.

In einer Pressemitteilung des Helferteams der Nonnen hieß es am Mittwochmorgen dann, die drei Augustiner-Chorfrauen seien am Dienstagnachmittag "wohlbehalten in Rom eingetroffen" und hätten "die Reise in letzter Minute antreten können, nachdem ihnen von den zuständigen Institutionen grünes Licht signalisiert worden war". Das vatikanische Ordensdikasterium sei in diese Entscheidung eingebunden gewesen, auch habe man den Assistenten von Propst Grasl, Erzabt Jakob Auer, "stets über jeden Schritt der Schwestern informiert", wurde weiters behauptet.

Erzabt kritisiert Falschinformationen

Völlig entgegengesetzt las sich eine Mitteilung kurz darauf von Grasls Sprecher, Harald Schiffl. Die Reise dürfte fast gleichzeitig zur offiziellen Absage derselben begonnen worden sein, hieß es darin. Zitiert wurde auch Erzabt Auer, der "falsche" Informationen durch den Goldenstein-Unterstützerkreis kritisierte und den "Personen, die hinter dieser Aktion stehen", damit verfolgte Eigeninteressen vorhielt.

Ihm gegenüber hätten die Schwestern im Vorfeld bereits mehrfach versichert, sie würden die ihnen angebotene Romreise nicht antreten, so Auer; unter anderem deshalb, da die Konstitutionen ihrer Gemeinschaft eine solche Reise nicht vorsähen und das zuständige Dikasterium in Rom eine Genehmigung dazu erteilen müsse. Eine solche liege nach Information der zuständigen Stellen entgegen anderslautender Aussagen nicht vor. Auer gab an, über die bereits angetretene Reise durch einen Anwalt der Schwestern erfahren zu haben, ohne dass darin Gründe genannt worden seien.

Der Mitteilung zufolge führte Erzabt Auer schon in den letzten Monaten "intensive Gespräche mit den Schwestern, um eine gute und sichere Zukunft im Kloster Goldenstein zu ermöglichen", was in enger Absprache mit dem Propst Grasl geschehen sei. Auer: "Wir waren kurz vor Abschluss der Vereinbarung über den positiven Verbleib der Schwestern im Schloss Goldenstein, alles war abgesprochen und klar." Da er die Schwestern seit Dienstag nicht erreiche, befürchte er, sie würden bewusst von ihm ferngehalten.


Keine Reise-Genehmigung

Aus dem Vatikan wurde gegenüber Kathpress bestätigt, dass das Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens die Reise "nicht erlaubt" hatte. Die Schwestern hätten "handschriftlich darauf verzichtet", hieß es. Von daher seien auch anderslautende Aussagen von Wolfgang Rothe, dem selbstgewählten Rechtsbeistand der Schwestern, "inhaltlich falsch".

Erzdiözese hofft auf Ruhe

Verwunderung über die Vorgangsweise signalisierte auch die Erzdiözese Salzburg. Man verfolge die jüngsten Ereignisse rund um die Augustiner Chorfrauen von Goldenstein "mit großer Sorge", hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber Kathpress, bezugnehmend auf die widersprüchlichen Meldungen und Aussagen des Unterstützerkreises. Dies erschwere eine auf Vertrauen basierende Kommunikation sehr, untergrabe erneut Versuche einer Lösung und gefährde die Schwestern, so die Erzdiözese Salzburg.

"Offensichtlich" sei auch aus Sicht der Erzdiözese, "dass die drei Ordensfrauen längst zum Spielball der Interessen anderer geworden sind". Die Stellungnahme schloss mit der Hoffnung, dass die Nonnen "wohlbehalten zurückkehren und ihren Lebensabend bald in der von ihnen gewünschten Ruhe und Kontemplation verbringen können".

Monatelanger Konflikt

Der Fall der über 80-jährigen Nonnen sorgt seit Monaten international für Aufmerksamkeit. Hintergrund ist ein seit 2025 andauernder Konflikt über ihren Verbleib im Kloster Goldenstein. Anfang September waren sie gegen den Willen ihres zuständigen Oberen, Propst Grasl von Stift Reichersberg, aus einem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt. Das Gebäude gehört seit 2022 der Erzdiözese Salzburg und dem Stift Reichersberg. Die Schwestern geben an, ihnen sei ursprünglich ein lebenslanger Verbleib zugesagt worden; nach Krankenhausaufenthalten mussten sie Ende 2023 dennoch in ein Heim übersiedeln.
Zwischenzeitlich gab es auch einen gerichtlichen Konflikt innerhalb der Unterstützer der Nonnen und rund um ihren früheren Instagram-Kanal der Goldenstein-Schwestern, mit dem ihr Schicksal über die Grenzen hinaus bekannt wurde.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

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Lesermeinungen

 Lilly17 vor 15 Stunden 
 

Kosten sollen Unterstützer und Spenden, nicht die Oberen tragen, wie bei Wal Tmmy

Das Problem ist meiner Meinung nicht die Sorge um die Gesundheit der Nonnen, sondern das für die Oberen die Pflege für die Seniorinnen aufgrund der angespannten finanziellen Situation der Ordensoberen, die Erhaltung des viel zu großen Klosters angesichts
des Ausbleibens von Berufungen und sogar die Reise nach Rom viel zu teuer ist bzw. wäre. Und mit dem Verkauf des Schlosses Goldenstein könnte man sicher nach dem Tod der Nonnen "viel Gutes tun".
Das ist so ein bisschen wiw die Rettung vom Wal Timmy, die hätte sicher der Staat auch nicht bezahlen können. Allerdings tragen wie bei Timmy nicht die zuständigen Oberen, sondern die Unterstützer und Spender der Nonnen, wie bei Timmy eine private Initiative, jetzt die Verantwortung, auch was die Sicherheit und Gesundheit der Nonnen betrifft. Ähnlich wie die Sünderin, die viel Liebe gezeigt hat, wollen vielleicht Englisch und Rothe und die Journalistin Edith Meinhart und viele andere Unterstützer durch aktive CARITAS ihre Sünden
ausgleichen.


0
 
 HerrHilfDeinerKirche vor 17 Stunden 
 

Da Sind Zuviel „Wohltäter“ am Werk

Einerseits kann ich mir die Freude dieser betagten Ordensschwestern schon vorstellen, aber es sollte dann offiziell sein. Wenn die Betreuung und medizinische Versorgung durch kompetentes Personal sichergestellt ist, spricht nichts gegen den Verbleib. Aber die drei Damen sind keine privaten älteren Personen sondern gehören einem Orden an. Dementsprechend hätte der Obere diese zustimmen müssen und für eine betreute Reise sorgen müssen. Ich kann mich des Eindruck nicht erwehren, dass da im Hintergrund Menschen die Fäden auf Kosten der Nonnen ziehen . Auch dass ein Herr Englisch involviert ist und das gleich für sein Podcast nimmt, hat ein
„Gescbmäckle“. Aber wir kennen vermutlich nicht alle Details und können nur hoffen, dass den betagten Schwestern ein angenehmer Lebensabend in ihrem Kloster vergönnt ist.


1
 
 Tuotilo2 vor 17 Stunden 
 

Im Beitrag bleibt unerwähnt, dass auch Andreas Englisch in die Durchführung dieser Rom-Reise federführend eingebunden ist – und das in seinem Podcast gebührend auszuschlachten weiß.
Wirklich absurd, wer alles auf diesen Zug aufspringt. Ich wünsche den drei Nonnen alles Gute und ich hoffe, dass Erzabt Auer etwas Ruhe in diese Angelegenheit bringt.
Der „Rechtsbeistand“ Rothe und Andreas Englisch, der längst kein seriöser Vatikan-Korrespondent mehr ist, werden allerdings weiterhin alles versuchen, die offiziell bestellten Vorgesetzten und Vermittler in ein negatives Licht zu rücken.


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 Elemosinarius vor 17 Stunden 
 

Rechtsbeistand?

Interessant, dass Wolfgang Rothe mal wieder seine Finger im Spiel hat. Manche können sich bei Kardinal Marx alles erlauben. Andere wären (sind) für weniger rausgeworfen worden.


1
 

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