Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  6. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  15. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica

Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise

30. April 2026 in Österreich, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ordensfrauen nahmen an Papst-Audienz teil, nachdem am Vortag die Reise offiziell abgesagt worden war - Erzabt Auer und Erzdiözese Salzburg üben Kritik an Vorgangsweise


Salzburg/Rom (kath.net/KAP) Entgegen einer anderslautenden Ankündigung haben die drei Nonnen aus dem Salzburger Kloster Goldenstein nun doch eine geplante Reise nach Rom angetreten und am Mittwoch an der Generalaudienz von Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz teilgenommen. Zuvor hatte es Irritationen über den Reiseverlauf gegeben. Noch am Dienstagvormittag hatten Unterstützer in einer offiziellen Stellungnahme bekanntgegeben, die Reise sei abgesagt. Als die Nonnen gleich anschließend im Kloster nicht erreichbar waren, meldete ihr Vorgesetzter, Propst Markus Grasl, die Schwestern als abgängig und äußerte Sorge um ihr Wohlergehen.

In einer Pressemitteilung des Helferteams der Nonnen hieß es am Mittwochmorgen dann, die drei Augustiner-Chorfrauen seien am Dienstagnachmittag "wohlbehalten in Rom eingetroffen" und hätten "die Reise in letzter Minute antreten können, nachdem ihnen von den zuständigen Institutionen grünes Licht signalisiert worden war". Das vatikanische Ordensdikasterium sei in diese Entscheidung eingebunden gewesen, auch habe man den Assistenten von Propst Grasl, Erzabt Jakob Auer, "stets über jeden Schritt der Schwestern informiert", wurde weiters behauptet.

Erzabt kritisiert Falschinformationen

Völlig entgegengesetzt las sich eine Mitteilung kurz darauf von Grasls Sprecher, Harald Schiffl. Die Reise dürfte fast gleichzeitig zur offiziellen Absage derselben begonnen worden sein, hieß es darin. Zitiert wurde auch Erzabt Auer, der "falsche" Informationen durch den Goldenstein-Unterstützerkreis kritisierte und den "Personen, die hinter dieser Aktion stehen", damit verfolgte Eigeninteressen vorhielt.

Ihm gegenüber hätten die Schwestern im Vorfeld bereits mehrfach versichert, sie würden die ihnen angebotene Romreise nicht antreten, so Auer; unter anderem deshalb, da die Konstitutionen ihrer Gemeinschaft eine solche Reise nicht vorsähen und das zuständige Dikasterium in Rom eine Genehmigung dazu erteilen müsse. Eine solche liege nach Information der zuständigen Stellen entgegen anderslautender Aussagen nicht vor. Auer gab an, über die bereits angetretene Reise durch einen Anwalt der Schwestern erfahren zu haben, ohne dass darin Gründe genannt worden seien.

Der Mitteilung zufolge führte Erzabt Auer schon in den letzten Monaten "intensive Gespräche mit den Schwestern, um eine gute und sichere Zukunft im Kloster Goldenstein zu ermöglichen", was in enger Absprache mit dem Propst Grasl geschehen sei. Auer: "Wir waren kurz vor Abschluss der Vereinbarung über den positiven Verbleib der Schwestern im Schloss Goldenstein, alles war abgesprochen und klar." Da er die Schwestern seit Dienstag nicht erreiche, befürchte er, sie würden bewusst von ihm ferngehalten.


Keine Reise-Genehmigung

Aus dem Vatikan wurde gegenüber Kathpress bestätigt, dass das Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und der Gesellschaften des apostolischen Lebens die Reise "nicht erlaubt" hatte. Die Schwestern hätten "handschriftlich darauf verzichtet", hieß es. Von daher seien auch anderslautende Aussagen von Wolfgang Rothe, dem selbstgewählten Rechtsbeistand der Schwestern, "inhaltlich falsch".

Erzdiözese hofft auf Ruhe

Verwunderung über die Vorgangsweise signalisierte auch die Erzdiözese Salzburg. Man verfolge die jüngsten Ereignisse rund um die Augustiner Chorfrauen von Goldenstein "mit großer Sorge", hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber Kathpress, bezugnehmend auf die widersprüchlichen Meldungen und Aussagen des Unterstützerkreises. Dies erschwere eine auf Vertrauen basierende Kommunikation sehr, untergrabe erneut Versuche einer Lösung und gefährde die Schwestern, so die Erzdiözese Salzburg.

"Offensichtlich" sei auch aus Sicht der Erzdiözese, "dass die drei Ordensfrauen längst zum Spielball der Interessen anderer geworden sind". Die Stellungnahme schloss mit der Hoffnung, dass die Nonnen "wohlbehalten zurückkehren und ihren Lebensabend bald in der von ihnen gewünschten Ruhe und Kontemplation verbringen können".

Monatelanger Konflikt

Der Fall der über 80-jährigen Nonnen sorgt seit Monaten international für Aufmerksamkeit. Hintergrund ist ein seit 2025 andauernder Konflikt über ihren Verbleib im Kloster Goldenstein. Anfang September waren sie gegen den Willen ihres zuständigen Oberen, Propst Grasl von Stift Reichersberg, aus einem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt. Das Gebäude gehört seit 2022 der Erzdiözese Salzburg und dem Stift Reichersberg. Die Schwestern geben an, ihnen sei ursprünglich ein lebenslanger Verbleib zugesagt worden; nach Krankenhausaufenthalten mussten sie Ende 2023 dennoch in ein Heim übersiedeln.
Zwischenzeitlich gab es auch einen gerichtlichen Konflikt innerhalb der Unterstützer der Nonnen und rund um ihren früheren Instagram-Kanal der Goldenstein-Schwestern, mit dem ihr Schicksal über die Grenzen hinaus bekannt wurde.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto (c) Vatican Media
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  6. „Nicht der Sturm hat das letzte Wort – Christus hat das letzte Wort. Amen.“
  7. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  8. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  11. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  12. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  13. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  14. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  15. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz