Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Koch an Eleganti: "Damit hast Du nämlich nicht Klarheit, sondern Verwirrung geschaffen!"
  2. Am Mittwoch wurde die letzte Messe der außerordentlichen Form in Kathedrale von Melbourne gefeiert
  3. Schisma - Vatikan klagt Erzbischof Vigano an
  4. Kipppunkt erreicht? Wird Wien eine muslimische Stadt?
  5. „Neu ist, dass sich auch Einrichtungen der Kirche am Versuch beteiligen, Christen mundtot zu machen“
  6. Früherer Distriktsoberer der Piusbruderschaft in den USA zu Haftstrafe verurteilt
  7. Breaking News aus Medjugorje - Große Novene zum Frieden in der Welt
  8. ‚Verband Christlicher Pfadfinder*innen’ beschließt Unvereinbarkeit mit AfD
  9. „Das Judentum in Deutschland ist im Begriff, unsichtbar zu werden“
  10. Lehrerin zeigt Volksschulkindern Sexfilm im Aufklärungsunterricht
  11. „In einem Wahljahr sollte der Papst vernünftiger handeln“
  12. Ärger um Spenden für Messen in Kroatien
  13. Demnächst Vatikan-Kongress über Schwarze Löcher und Urknall
  14. Adoratio 2024 – Ein voller Erfolg
  15. Die grandiose Geschichte von AMAZING GRACE

Sexueller Missbrauch: Kirche arbeitet an klaren Regelungen

vor Minuten in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Msgr. Schüller, in der TV-Sendung "kreuz&quer": Übergriffe melden


Wien (kath.net/PEW)
Der Leiter der Wiener Ombudsstelle für Opfer sexuellen Missbrauchs durch kirchliche Mitarbeiter, Msgr. Helmut Schüller, hat neuerlich appelliert, Übergriffe durch Priester oder andere kirchliche Mitarbeiter zu melden. "Es könnte einem das Heulen näher sein als sonst etwas", formulierte Schüller am Dienstagabend in der TV-Sendung "kreuz&quer" seine Betroffenheit über jüngste Fälle von sexuellem Kindesmißbrauch durch Priester in Polen, Irland und den USA. Wenngleich der sexuelle Kindesmissbrauch nicht nur ein Problem der Kirche, sondern der gesamten Gesellschaft sei, spitze sich im Fall der Kirche "die Sache noch zu", zumal dabei eine "Autorität" und ein "Vertrauensvorschuss" missbraucht und "zertrümmert" werde. Als bedauerliche "Spezialität" in der Kirche bei diesem gesamtgesellschaftlichen Phänomen nannte Schüller auch, dass das "offene Reden" über Probleme der Sexualität hier besonders schwer sei - "absurderweise in einer Kirche, die den Menschen dazu sehr klare Vorschriften macht". Das Versagen in den eigenen Reihen sei anscheinend ein derartiger "Schrecken", dass er "die einen lähmt und die anderen zur Verdrängung veranlasst", so Schüller.

Wenngleich er hoffe, dass es Zustände in einem derartigen Ausmaß in Österreich nicht gibt, sei die Kirche auch hier zu Lande etwa in der Causa Groer in einer Weise vorgegangen, an der "wir heute noch herumkauen", so Schüller. Es gebe ein massives Misstrauen und ein großes Zögern bei Betroffenen, ob es "überhaupt Sinn hat, etwas zu sagen". Und es gebe einen "Generalverdacht", dass die "Vertuschung" in der Kirche ohnedies gewollt sei.

Kirche in Wien an "Aufklärung interessiert"

Er erlebe jedoch - so Schüller - "Gott sei Dank Vorgesetzte, die Interesse an der Aufklärung haben". Er habe in seiner Arbeit als Leiter der Ombudsstelle volle Rückendeckung durch Kardinal Christoph Schönborn. Ein "Problem" sei zur Zeit, dass man erst Wege finden müsse, wie kirchliche Vorgesetzte mit Beschuldigten konsequent umgehen können. In Großbritannien und in den USA sei man bei den diesbezüglichen Regelungen schon weiter. In der Erzdiözese Wien sei man gerade dabei, solche Regelungen zu schaffen und mit der Kirchenleitung zu vereinbaren. Das allerdings noch viel größere Problem sei derzeit, "dass wir die Menschen ermutigen müssen zu reden", da "Misstrauen und Skepsis" in der Bevölkerung noch groß seien. Dies sei - so Schüller - momentan die Hauptschwierigkeit seiner Arbeit.

Die "Ombudsstelle für minderjährige und abhängige Opfer sexuellen Missbrauchs durch Kleriker, Ordensleute und Laien im Dienst der Erzdiözese Wien" wurde im September 1996 ins Leben gerufen. Die Ombudsstelle ist unabhängig, und bewusst außerhalb der Strukturen der Erzdiözese angesiedelt. Die Mitglieder der Ombudsstelle sind über zwei Kontaktstellen erreichbar: Unabhängiges Kinderschutzzentrum Wien, 1070 Wien, Kandlgasse 37, Tel. 01/526.18.20, Montag bis Donnerstag, 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr, Freitag 14 bis 16 Uhr, oder Beratungsstelle "Tamar", 1200 Wien, Wexstraße 22/3, Tel. 01/334.04.37, Montag und Freitag 10 bis 13 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 13 bis 19 Uhr.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sexualität

  1. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’
  2. Bischof Bonnemain lässt die 'Schweizer Katze' aus dem Sack
  3. Nach Elternprotesten: Katholischer Kindergarten stoppt ‚sexualpädagogisches Konzept’
  4. USA: Sommerlager mit Sexualaufklärung für 8-10jährige Kinder
  5. USA: Schulbehörde zieht Planned Parenthood Flugblatt zur Sexualerziehung zurück
  6. 'Kirche, Sex und Sünde' - Fake-News-Alarm durch Kardinal Marx & Friends
  7. "Sex ist gut, aber nicht beliebig"
  8. In Israel gilt seit dem 10. Juli ein generelles Sexkaufverbot
  9. Zeitschrift EMMA: Frauen berichten über Rückkehr aus der Transgender-Identität
  10. Online lieben lernen?– Sexualerziehung in digitalisierter Gesellschaft






Top-15

meist-gelesen

  1. Oktober 2024 mit kath.net in MEDJUGORJE
  2. Breaking News aus Medjugorje - Große Novene zum Frieden in der Welt
  3. Koch an Eleganti: "Damit hast Du nämlich nicht Klarheit, sondern Verwirrung geschaffen!"
  4. Schisma - Vatikan klagt Erzbischof Vigano an
  5. „Neu ist, dass sich auch Einrichtungen der Kirche am Versuch beteiligen, Christen mundtot zu machen“
  6. Der Räuber und das Fitnessstudio
  7. Nebelkerzen im rechtsfreien Raum
  8. Am Mittwoch wurde die letzte Messe der außerordentlichen Form in Kathedrale von Melbourne gefeiert
  9. Die grandiose Geschichte von AMAZING GRACE
  10. Äbtissin Christiana Reemts OSB: „Früher glaubte man...“
  11. Kipppunkt erreicht? Wird Wien eine muslimische Stadt?
  12. Früherer Distriktsoberer der Piusbruderschaft in den USA zu Haftstrafe verurteilt
  13. Adoratio 2024 – Ein voller Erfolg
  14. Kardinal: Italiens Präsident bat Vatikan, Berlusconi zu stürzen, Antwort war "eisiges Schweigen"
  15. Lehrerin zeigt Volksschulkindern Sexfilm im Aufklärungsunterricht

© 2024 kath.net | Impressum | Datenschutz