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‚Wir wollen keine Zwei-Riten-Kirche’

18. November 2006 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Bischof Hofmann äusserte sich zum "ad limina"-Besuch der deutschen Bischöfe, zur Praxis, Missstände direkt nach Rom zu melden und zur Frage des Indultes der "tridentinischen Messe".


Würzburg (www.kath.net/Tagespost)
Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hat eine positive Bilanz des „ad-limina“-Besuchs in Rom gezogen. Die Kongregationen und Räte seien unter einem deutschen Papst „den Deutschen gegenüber aufgeschlossener als ich das bisher erlebt habe“, sagte Hofmann der in Würzburg erscheinenden „Tagespost“ (Ausgabe vom Samstag).

Dieser „ad-limina“-Besuch sei gegenüber vorhergehenden „doch von einer Offenheit geprägt, unsere deutschen Probleme anzugehen“, meinte der Bischof weiter. Es sei „etwas Beglückendes“, in dem Bemühen bestärkt zu werden, um das gemeinsame Anliegen der Weltkirche zu wissen. „Das wird hier in Rom auf eine sehr positive Weise deutlich“.

Zugleich wandte sich Bischof Hofmann gegen Beschwerden einzelner Gläubiger direkt in Rom. Es sei „misslich, wenn am Bischof vorbei Klagen nach Rom gehen und man feststellen kann, dass die immer aus einer ganz bestimmten Ecke kommen“. Das diene nicht der Einheit. Es sei der bessere Weg, im eigenen Bistum die konkreten Fragen aufzugreifen und dort zu lösen.

Bemühungen, den Zugang zur tridentinischen Messe zu erleichtern, gegenüber zeigte sich der Bischof skeptisch. „Das alles ist noch im Fluss“, betonte er. Es bestehe von Seiten der Bischöfe auch kein unmittelbarer Handlungsbedarf. „Wir wollen keine Zwei-Riten-Kirche.“

Das Interview im Wortlaut:

Der Liturgie-Indult? – „Das ist alles noch im Fluss“
Fragen an Würzburgs Bischof Friedhelm Hofmann zum „ad limina“-Besuch der deutschen Oberhirten in Rom - Von Guido Horst.

Hat sich für Sie dieser „ad limina“-Besuch unter einem deutschen Papst von früheren abgehoben?

Ein deutscher Papst hat Auswirkungen einmal auf Deutschland selber. Sein Besuch in Bayern, aber auch der auf dem Weltjugendtag in Köln hat gezeigt, wie viele Leute durch diese Tatsache berührt sind und auch neue Impulse bekommen. Die zweite Auswirkung ist aber auch in Rom zu spüren. Die Kongregationen und Räte sind den Deutschen gegenüber aufgeschlossener als ich das bisher erlebt habe. Deutsch ist eine Sprache, die man wieder kennt und spricht. Von daher ist dieser „ad limina“-Besuch gegenüber den vorhergehenden doch von einer Offenheit geprägt, unsere deutschen Probleme anzugehen.

Nun liegen die Lösungen für Schwierigkeiten der Kirche in Deutschland – und nicht in Rom. Worum also geht es bei den Gesprächen im Vatikan?

Zum einem muss der „ad limina“-Besuch die Situation der deutschen Kirche und der einzelnen Bistümer offen legen. Das ist für uns selber schon eine Hilfe, einen Durchblick zu gewinnen – wie sieht das bei uns mit dem Kirchenbesuch aus, was ist besonders in Gefahr.

Die Römer und die Kongregationen können uns nur bestärken auf dem Weg, die Einheit der Weltkirche in den einzelnen Teilkirchen umzusetzen Und das empfinde ich als etwas Beglückendes, dass wir bestärkt werden in unserem Bemühen, innerlich um das gemeinsame Anliegen zu wissen. Nicht dass der Bischof alleine in seinem Bistum Bemühungen durchboxen muss, für die er dann an den Pranger gestellt wird. Sondern hier wird erkannt, dass es um das „sentire cum ecclesia“, um die Weltkirche geht. Das wird hier in Rom auf eine sehr positive Weise deutlich.

Es gab Klagen von deutschen Bischöfen, dass Institutionen oder Personen sich an den Bistümern vorbei in Rom über Missstände beschweren. Wieso geschieht so etwas?

Jeder Katholik muss das Recht haben, die Grundlagen der Kirche auch erwarten zu dürfen. Wenn das in Einzelbereichen nicht der Fall ist, dann ist er gut beraten, sich an den Ortsbischof zu wenden. Natürlich ist es misslich, wenn am Bischof vorbei Klagen nach Rom gehen und man feststellen kann, dass die immer aus einer ganz bestimmten Ecke kommen. Das dient nicht der Einheit.

Aber im Verfahren mit solchen Klagen besteht doch eine Offenheit zwischen Rom und den einzelnen Ortsbischöfen. Das heißt, man spricht miteinander darüber und klärt die Dinge.

Aber natürlich hat Rom das Recht, Klagen entgegenzunehmen, wenn Leute etwa sagen: „Ich komme nicht durch.“ Nicht weil der Bischof sich verweigert, sondern weil er nicht an den Bischof herankommt. Der bessere Weg ist aber, im eigenen Bistum die konkreten Fragen aufzugreifen und dort zu lösen.

War die Frage der Verwendung des tridentinischen Messbuchs jetzt ein Thema?

Wir haben das in der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung besprochen. Das alles ist noch im Fluss. Man kann noch keine endgültigen Beschlüsse vorlegen. Ich begrüße aber, dass man darüber spricht und dass man sich auf eine einvernehmliche Weise einigt.

Sehen Sie überhaupt in Deutschland einen Bedarf, den Zugang zur „alten Messe“ zu erleichtern?

Im Grunde ist es in den einzelnen Bistümern möglich, an solchen Messen teilzunehmen. Aber man sieht von unserer Seite aus keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Das ist auch nicht unbedingt zu fördern. Wir wollen keine Zwei-Riten-Kirche.



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