Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  4. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Gehört der menschliche Leichnam der Allgemeinheit?
  7. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  8. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  9. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  10. WM-Public-Viewing in katholischer KIRCHE - (K)eine gute Idee?
  11. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  12. Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung
  13. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  14. Priesterboom in den USA - Erneut mehr als 400 katholische Neupriester
  15. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode

'Entscheidend sind die Glaubenstreue und das Leben aus dem Glauben'

9. November 2005 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Nicht ein Schönreden der Verhältnisse ist gefragt, sondern der nüchterne Blick auf die Realitäten" - Ein Kommentar zur Papstansprache beim Ad-Limina-Besuch der österreichischen Bischöfe von Dr. Josef Spindelböck


Benedikt XVI. verfügt aufgrund seiner Herkunft aus Bayern und seiner jahrelangen Kontakte nach Österreich über eine klare Kenntnis der kirchlichen Situation auch hierzulande. Nicht ein Schönreden der Verhältnisse ist gefragt, sondern der nüchterne Blick auf die Realitäten, freilich aus der Perspektive gläubiger Hoffnung. Auf diese Weise können auch Krisensymptome und deren Ursachen angesprochen werden. Als Heilmittel der Glaubenskrise ist die persönliche Erneuerung des Glaubensgeistes der Hirten nötig, aber auch ihr mutiges und beherztes Zeugnis für die Fülle des katholischen Glaubens, der in sich eine überzeugende Schönheit besitzt, die die Menschen anzusprechen vermag.

Der Bischof darf sich nicht nur als Moderator von kirchlich-synodalen und basisdemokratischen Vorgängen verstehen, die seiner Verantwortung weitgehend entzogen sind und die er nur in einen Zustand relativer Harmonie unter den Bedingungen eines weltanschaulichen und kirchlichen Pluralismus bringen müsse. Er ist vielmehr Hirte und Zeuge, der im Namen des Herrn das Amt der Leitung im Geist der Liebe und des Dienstes an der Wahrheit auszuüben hat. Nur der Ganzeinsatz des Hirten in der Verkündigung des Wortes und im apostolischen Auftrag der Leitung und Heiligung kann überzeugen.

In den Worten Benedikts XVI. an die österreichischen Bischöfe klingen die Worte des verstorbenen Papstes Johannes Pauls II. nach, der in ähnlicher Weise oftmals zur klaren Weitergabe und Verkündigung der Glaubenslehre ermutigt hat. Schwerpunkte der bischöflichen Hirtensorge werden in Zukunft insbesondere die Katechese und der Religionsunterricht sowie auch die Ausbildung an den Theologischen Fakultäten und Hochschulen und in den Priesterseminaren sein müssen.

Als sichere Norm dafür hat Benedikt den von Johannes Paul II. approbierten "Katechismus der Katholischen Kirche" hervorgehoben sowie das von ihm selber in Kraft gesetzte "Kompendium" des Katechismus. Man mag es bedauern, dass der Papst in der Ansprache nicht ausdrücklich die Verantwortung der Hirten für die liturgische Ordnung und für die geordnete Spendung der Sakramente im Sinne der Kirche betont hat; sein Hinweis auf das zu Ende gegangene "Jahr der Eucharistie", das als bleibende Verpflichtung präsent bleibt, sollte aber als "pars pro toto" genügen.

Auffallend ist, dass die Ansprache des Papstes keinerlei Bezug auf so genannte kirchenpolitische Entwicklungen und Geschehnisse enthält. Dies verweist auf die Überzeugung des Papstes, dass man die Krise der Kirche nicht auf einer sekundären Ebene verorten darf, wie das im öffentlichen Bewusstsein und in den Medien meist ausschließlich geschieht.

Entscheidend sind die Glaubenstreue und das Leben aus dem Glauben. Wenn der missionarische Geist einer tiefen Dankbarkeit für die geoffenbarte Wahrheit wieder die Herzen der Gläubigen erfüllt, werden sie auch unter den Bedingungen einer oft glaubenslosen und säkularen Umwelt bestehen können. Denn ihr Zeugnis für eine friedlose und nach Orientierung suchende Welt ist schlechthin unverzichtbar!

Dr. Josef Spindelböck
www.stjosef.at

Diskussion und Umfrage im Forum

Die bei KATH.NET veröffentlichten Kommentare spiegeln die Meinungen der jeweiligen Autoren wider. Sie geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber wieder.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI.

  1. "Derselbe Polarstern"
  2. Namhafter anglikanischer Kanoniker wird katholisch, beeinflusst durch Kard. Newman und Benedikt XVI.
  3. Il Giornale: Benedikt XVI. hatte ‚große Besorgnis‘ wegen des Synodalen Wegs
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Kardinal Kasper erinnert sich wertschätzend an Benedikt XVI./Ratzinger - „Kennen uns seit 1963“
  7. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  8. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  9. Papst Leo verlieh Ratzingerpreis an den Stardirigenten Riccardo Muti
  10. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  3. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  6. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  7. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  8. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  9. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  10. Johannes Laichner neuer "Missio"-Nationaldirektor in Österreich
  11. US-Bischof Barron: „Erzbischof Paglia bestätigte die schlimmsten Befürchtungen vieler von uns“
  12. Öffentlich-rechtliches Jugendformat Funk bringt Bibel als Beispiel für ‚Müll auf dem Mond‘
  13. Französische Sportmoderatorin: „Es gibt hunderte Spieler, die dafür töten würden“
  14. Das zweite Konsistorium Leos XIV.
  15. Ehemalige Hamas-Geisel deckt die Lügen der UN-Sonderberichterstatterin auf!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz