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Müller: 'Ich lasse mich weder von Priestern noch von Laien vorführen'

18. Juli 2005 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Der Bischof von Regensburg nahm in einem Interview zum Konflikt mit Diözesanratsvorsitzenden Wallner Stellung: "Wallner kann mit mir in Konflikt kommen, wenn er meint, er hätte Anteil am Bischofsamt"


Regensburg (www.kath.net)
Bischof Gerhard Ludwig Müller hat am vergangenen Freitag in einem Interview mit der "Mittelbayerischen Zeitung" Stellung zum Konflikt mit dem Diözesanratsvorsitzenden Fritz Wallner genommen und daran erinnert, dass der Bischof "Lehrer, Priester und Hirte" für alle Gläubigen im Bistum sei und dass dem Bischof das Recht zustehe, die von ihm selbst gebilligten Satzung jederzeit zu ändern. "Wenn ich an Zwei-Drittel-Mehrheiten gebunden wäre, würde dies ja bedeuten, dass ich einfaches Mitglied des Diözesanrates bin." Der Bischof teilte im Interview mit, dass er über notwendige Strukturveränderungen und über die Schaffung eines Diözesan-Pastoralrates, der zu je einem Drittel aus Priester, Ordensleuten und Laien bestehe, nachdenke, wobei die meisten Mitglieder vom Bischof berufen würden. "Sie müssen auch mit dem Bischof konform gehen, insofern als der Bischof die katholische Glaubenslehre vertritt."

Bischof Müller betonte erneute, dass er von Laien und Priestern Gehorsam verlange. "Ich lasse mich weder von Priestern noch von Laien vorführen". Er erinnerte auch daran, dass die Kirche nach göttlichem Recht und nicht nach weltlichen Gesichtspunkten organisiert sei und die Autorität des Bischofs vonChristus geprägt sei. "Der Bischof muss tun, was seine Aufgabe ist." Zu den Behauptungen, dass er Angst bei Priestern und Laien verbreite, meinte Müller, dass dies "veröffentlichte Meinung" sei. Zum Konflikt mit Wallner selbst teilte der Oberhirte von Regensburg mit, dass er in den letzten zweieinhalb Jahren viele Stunden mit Wallner geredet habe und ihn mit einem Vertrauensvorschuss ausgestattet habe. "Da ist aber nichts weiter gegangen. Wallner kann mit mir in Konflikt kommen, wenn er meint, er hätte Anteil am Bischofsamt." Zur Debatte in der Öffentlichkeit meinte Müller schließlich, dass dies kein Zufall sei. "Das ist ein Drehbuch".



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