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"Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"vor 5 Stunden in Spirituelles, 12 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Diskussion über die Alte Messe berge die Gefahr in sich, die Menschen vom Wesentlichen abzulenken, warnt der französische Priester Père Michel-Marie Zanotti- Sorkine.
Paris (kath.net/jg)
Der französische Priester Père Michel-Marie Zanotti-Sorkine hat in einem Interview mit Academia Christiana zu einer Beruhigung in der Diskussion um die Messe im alten Ritus aufgerufen. Im Zentrum sollte Christus stehen, nicht die Frage der Liturgie, betont er.
„Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen“, warnt Zanotti-Sorkine. Er sieht die Frage pragmatisch. „Zur Messe des Heiligen Pius V. gehen oder die FSSPX besuchen? [...] Geht hin, wenn es eure Seele nährt, aber hört auf, eure Zeit mit diesen Kapellenkriegen zu verschwenden“, sagt er wörtlich. 
Die Diskussion um die Liturgie berge eine große Gefahr in sich. „Die ‚kleine interne Kirchenpolitik‘ ist eine monumentale spirituelle Falle, die uns vom Wesentlichen abbringen soll: von Christus“, sagt Zanotti-Sorkine.
Das Video ist ein kurzer Ausschnitt aus einem längeren Interview, das Zanotti-Sorkine dem französischen Institut Academia Christiana gegeben hat. Das etwa eine Stunde dauernde Gespräch ist am 13. Juli auf YouTube veröffentlicht worden.
Foto: Symbolbild Messe im alten Ritus
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Lesermeinungen| | Paddel vor 59 Minuten | |  | Den Teufel an die Wand malen sollten wir nicht.
Klar der Widersacher spaltet und waltet.
Dennoch sind wir Kinder des Lichtes und je schlimmer die Hölle tobt um so näher ist uns der Himmel.
Darauf sollten wir schauen. Ich sehe in dieser ganzen Diskussion auch eine große Chance.
Sonst bräuchte der Teufel ja nicht toben. |  0
| | | | | Bilbo B. vor 1 Stunden | | | | Reform der Reform Père Michel-Marie hat dazu einen Mechanismus des Bösen durchschaut. Es fällt niemandem einen Zacken aus der Krone, wenn man die „Reform der Reform“ von Papst Benedikt XVI. endlich aufgreift: Den VO einfach freigeben. Für den NOM würde ich sine ira et studio jene Zelebrationsrichtung empfehlen, welche den gesprochenen Worten „Versus Deum“ entspricht: Volk und Priester beten in Gleichrichtung zu Gott hin. Ebenfalls sollte ganz selbstverständlich die Möglichkeit zur knienden Mundkommunion bestehen. Bei den Wandlungsworten vermeidet das neutestamentliche „Hypèr pollôn“ (für viele) - statt im Deutschen „für alle“ - weitere Missverständnisse. Auch die vom II. Vatikanum geforderte vermehrte Verwendung unserer lateinischen Kultsprache dürfte endlich kein Tabu mehr sein. |  1
| | | | | Cyprian63 vor 1 Stunden | | | | @Jothekieker Diskussionen soll es schon geben, aber objektiv und weniger emotional - mit Respekt und Achtung voreinander. Dazu sollte es auch gehören, dass jemand aus dem Novus Ordo einmal bei der alten Messe "vorbeischaut", und umgekehrt. Aber da scheint es ja schon zu haken, wie ich das manchmal erlebe. Sicher wäre eine neue Gesetzgebung im Sinne von "Summorum pontificum" unter Papst Leo XIV. wünsch-enswert, aber eine automatische Lösung der Probleme bringt das nicht, aber wahrscheinlich eine gewisse Entspannung in der Frage. Bei Respekt und Anerkennung voreinander kommt man nicht vorbei. Der alte Ritus ist ein legitimer Ritus neben dem neuen Ritus und neben den ostkirchlichen Riten. Wie bereichernd für alle wäre es doch die Einheit in der Vielfalt zu leben, wenngleich jeder seine persönlichen Präferenzen haben darf und soll. |  1
| | | | | Parcival vor 2 Stunden | | | | Die Katholische Kirche kennt mehr als einen Ritus Wer die überlieferte Liturgie liebt, sollte den Blick auf die ganze Kath. Kirche richten. Sie besteht aus 24 Teilkirchen (Ecclesiae sui iuris): der Lateinischen Kirche und 23 kath. Ostkirchen. Diese pflegen 6 große liturgische Riten bzw. Ritenfamilien: den römischen, byzantinischen, alexandrinischen, antiochenischen, armenischen und chaldäischen Ritus. Innerhalb dieser Riten gibt es wiederum zahlreiche liturgische Traditionen und Eigenformen. Mehrere dieser Liturgien sind deutlich älter als das Missale Pius' V. von 1570, etwa die byzantinische, armenische oder die chaldäische Liturgie mit der Anaphora von Addai und Mari aus den ersten Jahrhunderten. Das Konzil von Trient hat diese ehrwürdigen Liturgien nicht abgeschafft, sondern ausdrücklich bewahrt. Keine Liturgie kann zum alleinigen Maßstab kath. Tradition erhoben werden. Die Vielfalt der Riten gehört seit den Anfängen zum Reichtum der Kath. Kirche. |  1
| | | | | golden vor 2 Stunden | | | | Wir können doch spüren, inwieweit wir selbst als Gottesdienstteilnehmer oder Priester auf GOTT zentriert sind,oder aber:
Uns selbst darstellen wollen mit dem,was wir als Menschen so Tolles vollbringen.Wer außer der frommen Übung ist, möge einen Rosenkranzgebet besuchen oder dem Plsalmodieren in einem Kloster lauschen.Es gibt 1000 sende "Angebote".Jesus Christus rettet.Das müssen wir annehmen und an uns geschehen lassen. |  1
| | | | | Stefan Fleischer vor 3 Stunden | |  | @ Versusdeum Warum TC nicht einfach zurückziehen? Gute Frage. Aber vielleicht sollten wir uns zuerst fragen, warum es TC überhaupt gegeben hat. Soweit ich dies verfolgen konnte, waren das Verhalten und gewisse Äusserungen der Bruderschaft und ihrer Anhänger einer der wichtigsten Gründe davon. Von dieser Seite war kaum echte Dialogbereitschaft zu spüren. Im Gegenteil. Es wurden fast nur Forderungen präsentiert und die Vorschläge Roms mit einem «non possimus» erledigt. Wie wäre es, wenn die Piusbruderschaft sich der Petrusbruderschaft anschliessen und die gleiche Lösung wir diese akzeptieren würde? Würden dann nicht viele Diskussionen überflüssig und könnte dann der Kampf gegen den Modernismus etc. nicht wesentlich effizienter geführt werden? |  1
| | | | | Versusdeum vor 3 Stunden | | | | @Jothekieker Man könnte es auch richtig verstehen im Sinne der Vermeidung des "divide et impera": Solange wir uns über die Frage "welche Liturgie" entzweien oder gar spalten lassen, haben die "Anderekirchler" freie Bahn. Also warum nicht TC zurückziehen und beide Formen freigeben? Problem erledigt! |  1
| | | | | naiverkatholik vor 4 Stunden | | | | Versus Deum mal anders Werktagsmesse irgendwo in Deutschland: 15 Gläubige sitzen im Altarraum auf Stühlen um den Volksaltar. Wohin schauen sie? Sich an. Nein, eher auf das Geschehen ganz nah am Altar, christuszentriert. Der Priester steht am Volksaltar und steht und schaut während der ganzen Messe versus deum, Richtung Hochaltar. Im Wesentlichen schaut er auch auf das eucharistische Geschehen am Altar. Praktischer Nachteil:Knien schwer möglich für einige.Nachteile im großen Kirchraum bei wenigen Gläubigen gibt es auch. Ist das so Vorgefundene eine eher gute Lösung oder eine eher schlechte? Ich sage: Eine sehr gute. Und fange nicht an, hier auch mögliche Negativa zu suchen. |  1
| | | | | Wynfried vor 4 Stunden | |  | Eine wahre Erkenntnis! Bei einer Diskussion um die Frage der Liturgie und warum er die Alte Messe besuche, brachte es ein Bekannter auf ähnliche Weise sehr gut auf den Punkt:
"Ich gehe nicht wegen der Alten Messe in die Alte Messe, sondern wegen Gott."
Robert Spaemann hat einmal gesagt, dass man einen bestimmten Ritus nicht verabsolutieren darf. Das hat die Kirche auch nie getan. Es gab ja fast immer in ihr eine Pluralität von anerkannten Riten. Aber einen alten, legitimen Ritus zu unterdrücken, auszugrenzen oder gar abzuschaffen wäre immer als ein Akt der Tyrannei betrachtet worden.
Kardinal Ratzinger sagte 1988 vor den Bischöfen Chiles, „daß Schismen nur dann entstehen können, wenn in der Kirche einige Wahrheiten und einige Werte des christlichen Glaubens nicht mehr gelebt und geliebt werden.“
Die Liturgie kann und darf von ihrem eigenen Selbstverständnis her niemals Grund für Spaltungen sein. Alles andere ist vom Teufel. |  2
| | | | | Stefan Fleischer vor 4 Stunden | |  | Zur Messe des Heiligen Pius V. gehen oder die FSSPX besuchen? [ Dass die FSSPX eine eigene Messe haben soll, ist mir nicht bekannt. Dazu bräuchte es doch eine Bewilligung aus Rom. Alles andere wäre bereits das Schisma.
Im Übrigen sollte in der Diskussion auch vermehrt klar unterschieden werden zwischen dieser Bruderschaft und jenen anderen, welche sich ebenfalls der Tradition verpflichtet fühlen, aber in Einheit und im Gehorsam gegenüber dem Papst. |  2
| | | | | Versusdeum vor 4 Stunden | | | | Gerade weil es um Christus geht, ist die Liturgiefrage zentral. Wobei auch hier gilt: Ja, der überlieferte Ritus der Kirche ist grundsätzlich gottzentrierter (sogar sprachlich, z.B. beim "Volksaltar"), aber letztlich entscheidend sind die innere Einstellung und äußere Ausgestaltung: Hl. Messe als Kult des Allerhöchsten oder als "Gemeinschaftsmahl", Kirchensprache oder Volkssprache, gemeinsame Gebetsrichtung oder "sich anschauen", Treue Wiedergabe oder willkürliche Veränderung der Texte, innere Teilnahme aller oder sich produzieren weniger (z.B. des selbsternannten Dorfadels oder gar offen in schwerer Sünde lebender), Gottesdienst oder politisch-ideoöogischer Aktivismus usw.
Habe das bei Freikirchlern gelernt: Sie stehen zwar theolohisch anderswo, sind aber auf Gott hin ausgerichtet. "Unsere eigenen" Anderekirchler stehen uns theoretisch näher, aber es scheint ihnen egal zu sein, was Gott will bzw. uns für unser ewiges Heil anbietet, selbst bei den Sakramenten (z.B "Frauenpriestertum" oder Sündenvergebung) |  1
| | | | | Jothekieker vor 5 Stunden | | | | Nicht zielführend Die Frage der Freiheit der Alten Messe kann man nicht klären, indem man die Diskussion darüber verdammt. |  2
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