Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  10. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  11. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat

25. November 2025 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vom Parlament im Juli beschlossenes Suizidbeihilfe-Gesetz wurde bei Volksabstimmung abgelehnt - Bischofskonferenz-Vorsitzender: Jedes menschliche Leben ist kostbar, muss in allen Phasen bis zum natürlichen Tod geschützt werden


Ljubljana (kath.net/KAP) Die katholische Kirche begrüßt das Nein der Sloweninnen und Slowenen zur Legalisierung von Sterbehilfe. Jedes menschliche Leben sei kostbar und müsse in allen Phasen sowie ungeachtet der Umstände als höchster Wert bis zum natürlichen Tod geschützt werden; das Ergebnis der Volksabstimmung zeige, dass sich diese Erkenntnis durchgesetzt habe, erklärte der Bischofskonferenz-Vorsitzende Andre Saje. Der Ausgang des Referendums vom Sonntag sei "ein klares Signal an den Staat und die gesamte Gesellschaft, dass wir mehr für die Entwicklung und Zugänglichkeit einer qualitativ hochwertigen Palliativversorgung tun müssen", fügte Saje hinzu. Auch müssten das Gesundheitssystem gestärkt und medizinische Fachkräfte entlastet werden, forderte Saje bessere Bedingungen für die Sorge um Kranke und Ältere.

Bei dem Referendum votierten am Sonntag rund 53 Prozent gegen ein vom Parlament in Ljubljana im Juli beschlossenes Suizidbeihilfe-Gesetz. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 41 Prozent; damit überstiegen die Nein-Stimmen auch den für eine Ablehnung des Gesetzes notwendigen Anteil von mindestens einem Fünftel der Wahlberechtigten. Das Parlament kann nun frühestens in einem Jahr erneut über ein Gesetz zum Thema Sterbehilfe abstimmen.


Bei einer ersten Volksbefragung vor rund eineinhalb Jahren hatte sich noch eine Mehrheit von knapp 55 Prozent der Wähler im Grundsatz dafür ausgesprochen, dass eine gesetzliche Regelung zur Freigabe der Beihilfe zum Suizid im Parlament beschlossen wird. Das im Sommer 2025 von einer Gruppe Abgeordneter aus den Koalitionsparteien Freiheitsbewegung (GS), Sozialdemokraten (SD) und Linke eingebrachte und im Nationalrat verabschiedete Gesetz sah vor, dass schwerst- und unheilbar kranke Erwachsene, die "unerträglich leiden", unter gewissen Voraussetzungen künftig Beihilfe zur Selbsttötung erhalten könnten und regelte die Rolle von Ärztinnen und Ärzten bei der Assistenz.

Eine unter anderem vom katholischen Aktivisten Ales Primc angeführte zivilgesellschaftlichen Initiative sammelte nach dem Parlamentsbeschluss erfolgreich die mindestens 40.000 nötigen Unterschriften für ein Referendum über das Gesetz. Oppositionsparteien, die Kirchen und Religionsgemeinschaften in Slowenien, aber auch mehrere Verbände von Medizinern und Pflegekräften sprachen sich für eine Ablehnung des Gesetzes aus und forderten stattdessen den Ausbau von Palliativmedizin und psychosozialer Begleitung.

Primc sagte laut slowenischen Medien nach der Abstimmung am Sonntag, "Mitgefühl, Solidarität und Gerechtigkeit" hätten gesiegt. Die Slowenen hätten sich für eine "Kultur des Lebens" statt einer "Kultur des Todes" entschieden. Ministerpräsident Robert Golob, der sich für das Suizidbeihilfe-Gesetz ausgesprochen hatte, erklärte, dass zwar der aktuelle Gesetzentwurf abgelehnt worden sei, "die Herausforderung, mit der wir uns befassen, jedoch weiterhin besteht". Beim Thema assistierter Suizid handle es sich nicht um eine politische Frage, sondern "eine Frage der Würde, der Menschenrechte und der individuellen Entscheidung". Auch Aktivisten für eine Freigabe der Suizidbeihilfe betonten noch am Abend der Abstimmung, dass dies nicht das Ende der Debatte sei.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  2. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  3. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  4. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  5. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  6. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  7. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  8. Logische Konsequenzen der Freigabe der Abtreibung
  9. Vatikan bestätigt: Kliniken des belgischen Ordens sind nicht mehr katholisch!
  10. Österreichische Bischofskonferenz: Für umfassenden Lebensschutz!







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  8. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  9. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  10. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  11. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  14. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  15. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz