Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  3. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  8. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  9. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  10. Leere der kirchlichen Lehre
  11. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  12. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  13. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  14. Maria, die Mutter des Friedens
  15. Aus Finanzgründen vermietet Church of England ihre Kathedralen für moderne Musik- und Discoevents

„Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – Ein neuer Leitfaden für die Zeit des Sterbens

27. April 2026 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die New Yorker Bischöfe setzen mit neuem Leitfaden ein bewusstes Zeichen gegen eine „Kultur des Wegwerfens“ und werben für eine Palliativmedizin und eine Schmerztherapie, die den ganzen Menschen sieht.


Washington DC (kath.net/gem/pl) Die katholischen Bischöfe des US-Bundesstaates New York haben einen umfassenden neuen Leitfaden veröffentlicht. Unter dem Titel „Now and at the Hour of Our Death“ (Jetzt und in der Stunde unseres Todes) bietet das Dokument Orientierung für Gläubige, die vor schweren medizinischen Entscheidungen stehen, er möchte ein praktische Handreichung anbieten. Die Veröffentlichung erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Bemühungen im Parlament von New York, den assistierten Suizid zu legalisieren. Die Bischöfe setzen mit ihrem Leitfaden ein bewusstes Zeichen gegen eine „Kultur des Wegwerfens“ und werben für eine Palliativmedizin und eine Schmerztherapie, die den ganzen Menschen sieht. Ihr Ziel ist es, den Gläubigen die Angst vor der Maschinerie am Lebensende zu nehmen, ohne dabei den moralischen Kompass aus den Augen zu verlieren. Darüber berichten u.a. der „Catholic World Report“.


Die Bischöfe betonen, dass das Lebensende kein technisches Problem ist, das es zu lösen gilt, sondern ein heiliger Abschnitt des menschlichen Weges. Der Ratgeber konzentriert sich auf drei wesentliche Säulen:

  • Ablehnung von Euthanasie und assistiertem Suizid: Die Kirche stellt klar, dass das absichtliche Herbeiführen des Todes niemals eine moralisch vertretbare Option ist.
  •     Unterscheidung der Mittel: Es wird zwischen „ordentlichen“ (verpflichtenden) und „außerordentlichen“ (optionalen) Behandlungen unterschieden.
  •     Vorsorgevollmachten (Healthcare Proxy): Die Bischöfe raten angesichts der Rechtslage im US-Bundesstaat New York dringend dazu, eine Vertrauensperson zu benennen, anstatt lediglich vage Patientenverfügungen (Living Wills) zu unterzeichnen.

Einige Kernzitate:

„Wir müssen den Tod nicht herbeisehnen, aber wir müssen ihn auch nicht mit allen verfügbaren Mitteln abwehren, wenn die Behandlung eine übermäßige Belastung darstellt oder keinen Nutzen mehr bringt.“

Die Bischöfe heben hervor, dass es einen moralischen Unterschied gibt, ob man jemanden tötet oder ob man den natürlichen Sterbeprozess zulässt: „Der Verzicht auf medizinische Eingriffe, die den Tod lediglich hinauszögern, ohne Heilung zu bringen, ist kein Selbstmord und keine Euthanasie. Es ist die Akzeptanz der menschlichen Endlichkeit.“

Besonders wichtig ist den Verfassern das Thema der künstlichen Ernährung und Flüssigkeitszufuhr. In der Regel betrachtet die Kirche dies als Grundversorgung, nicht als medizinische Behandlung: „Nahrung und Wasser – auch wenn sie künstlich verabreicht werden – gehören zur grundlegenden Pflege, die wir jedem Menschen schulden, solange sie ihren Zweck erfüllen, den Körper zu nähren und Leiden zu lindern.“

„Das absichtliche Herbeiführen des Todes ist niemals eine moralisch vertretbare Option. Wir sind Hüter des Lebens, nicht dessen Herren.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  2. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  3. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  4. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  5. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  6. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  7. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  8. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  9. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  10. Logische Konsequenzen der Freigabe der Abtreibung






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. COMECE veröffentlicht Positionspapier zur Frage der Löschung von Taufregistereinträgen
  3. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift
  4. Italiens Kirche nach weiterer Sterbehilfe-Legalisierung besorgt
  5. „Bruder, gib auf dich Acht!“ (Mt 18,15–20)
  6. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  7. Experte: Bedrohung durch islamistischen Terror ist "ernst"
  8. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  9. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  10. Prophetische Theologie Benedikts XVI., gefunden in Paris
  11. Bei Papst Leos Frankreichreise wird die Hl. Tunika Jesu den 80.000 Jugendlichen gezeigt werden
  12. Gideon Böss: „Warum die Linken wegschauen, wenn Christen verfolgt werden“
  13. Theologen: Der hl. John Henry Newman bleibt für Gewissens- und Glaubensfragen aktuell
  14. … und das Leben der kommenden Welt
  15. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz