Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  2. Nicht mehr ernst zu nehmen
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  10. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  11. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  14. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘

vor 11 Minuten in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Grundlage für die Ermittlungen waren voreingenommene und nicht verifizierte Quellen. Analytische Standards wurden verletzt.


Washington D.C. (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Das Bundes-Justizministerium der USA hat einen Bericht über die Ermittlungen der Bundespolizeibehörde FBI während der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden gegen Katholiken, welche die tridentinische Messe feiern, erstellt. 

Ein Agent des FBI im Büro Richmond verfasste ein Memo, das Katholiken, welche die Messe im Alten Ritus feiern, als radikale Extremisten verdächtigte. Das Memo konstruierte eine mögliche Verbindung der Katholiken mit rassistisch oder ethnisch motivierten, gewalttätigen Extremisten. Für die Verdächtigen führte das FBI den Begriff der „radikal-traditionalistischen Katholiken“ („radical-traditionalist Catholics“, RTC) ein. 

Diese seien dadurch charakterisiert, dass sie das Zweite Vatikanische Konzil ablehnen und die meisten Päpste, die seither gewählt wurden, ablehnen, insbesondere Papst Franziskus (2013-2025) und Papst Johannes Paul II. (1978-2005). Außerdem würden sie einer antisemitischen, anti-migrantischen, anti-LGBTQ Ideologie anhängen, die eine Vorherrschaft der Weißen unterstützt.


Das FBI räumt in dem Memo ein, dass die „RTC“ eine kleine Minderheit unter den Katholiken sind und von den Katholiken zu unterscheiden sind, welche die Alte Messe feiern, aber keine extremistischen Ideologien vertreten.

Der Bericht zeichnet nach, wie das Memo aus einer einzelnen strafrechtlichen Ermittlung gegen einen gewalttätigen Extremisten entstand, der sich selbst als „radikal traditionalistischer Katholik“ bezeichnete und eine Kapelle der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) besuchte. Aus dieser Einzeluntersuchung entwickelten Analytiker des FBI-Büros in Richmond die These einer breiteren Bedrohung durch traditionalistische Katholiken. 

Eine interne Präsentation mit dem Titel „Traditionalist Catholicism Overview“ listete unter „Kernideologie und Überzeugungen“ unter anderem die traditionelle lateinische Messe, konservative Familienwerte, die Ablehnung der Moderne und eine Neigung zum Isolationismus auf. Weitere Folien der Präsentation verglichen die Ideen der „radikal-traditionalistischen Katholiken“ sogar mit islamistischer Ideologie und behaupteten, die Katholiken hätten einen „totalitären, anti-pluralistischen katholische Nation“ und einen „konfessionellen Staat“ als Ziel.

Der Bericht des Justizministeriums stellt klar, dass die FBI-Mitarbeiter bei der Erstellung des Memos auf voreingenommene und nicht verifizierte Quellen zurückgriffen, darunter Publikationen des linken Southern Poverty Law Center, und religiöse Lehren auf unzulässige Weise mit gewalttätigem Extremismus vermischten. Interne Überprüfungen bestätigten später, dass das Produkt nicht den analytischen Standards entsprach, den Erste Zusatz zur US-Verfassung (Religions- und Meinungsfreiheit) missachtete und den Eindruck erweckte, das FBI ermittle aufgrund religiöser Zugehörigkeit.

Nachdem das Memo im Februar 2023 öffentlich bekannt geworden war, ordnete die FBI-Zentrale dessen Rücknahme und Löschung an. Dennoch arbeiteten Mitarbeiter weiter an überarbeiteten Versionen, und die Beteiligten erhielten positive Leistungsbewertungen. Die Führung des FBI-Büros Richmond verteidigte das Produkt. Der Bericht des Justizministeriums bewertet dies als „minimales Korrekturhandeln“ und als Versagen, die politische Instrumentalisierung staatlicher Behörden zu verhindern.

Attorney General Todd Blanche erklärte: „Dieses Justizministerium wird eine Instrumentalisierung der Bürokratie nicht dulden, welche die Aktivitäten, die im Ersten Verfassungszusatzes geschützt sind, unterdrückt.“ Die Personen, die das Memo entwickelt haben, sind nicht mehr in der Abteilung. Die Tätigkeit der Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Instrumentalisierung unter der vorherigen Administration werde fortgesetzt, kündigte Blanche an. FBI-Direktor Kash Patel ergänzte: „Eine Instrumentalisierung wird bei diesem FBI nie toleriert werden.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

USA

  1. ‚Meine Aufgabe ist es, dich in den Himmel zu bringen, nicht nach Harvard‘
  2. US-Präsident Trump nominiert Lebensschützerin zur Direktorin der Arzneimittelbehörde FDA
  3. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  4. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  5. 50 Jahre Jugendkonferenzen in Steubenville
  6. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  7. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  8. US-Regierung beendet öffentliche Finanzierung für ‚Geschlechtsumwandlung‘ bei Kindern
  9. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  10. US-Senat bestätigt Todd Blanche als Justizminister – Pläne gegen Versandhandel mit Abtreibungspillen






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau
  4. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen
  5. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  6. Papst Leo XIV. beruft obersten Kolumbusritter in den Vatikan
  7. Nur der Weg der Liebe ist der Weg des Lebens
  8. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  9. USA: Rosenkranz-Teams besuchen Altersheime
  10. Bischof Erik Varden: Zum Gedenken an König Harald V. (1937–2026)
  11. Papst würdigt Norwegens König Harald für "hingebungsvollen Dienst"
  12. Kirche im isländischen Selfoss wird im September eingeweiht
  13. „Hinter mir her!“ – Der Weg führt ins Leben
  14. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  15. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz