Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  10. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  11. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  14. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  15. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen

Gianna Jessen überlebte ihre eigene Spätabtreibung - „Ich sollte tot sein, bin es aber nicht“

21. September 2025 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Zürich-Oerlikon fand der „15. Marsch fürs Läbe“ statt - Hauptrednerin und Abtreibungsüberlebende Gianna Jessen trotzte den ärztlichen Prognosen und reist nun weltweit umher, um sich für Kinder und ihre schwangeren Mütter einzusetzen


Zürich (kath.net/pm) Mit rund 2000 Teilnehmern fand heute in Zürich-Oerlikon der „15. Marsch fürs Läbe“ statt. Neben einem klaren Pro-Life-Statement von SVP-Nationalrat Thomas Stettler begeisterte allen voran die Hauptrednerin Gianna Jessen aus den USA das Publikum mit ihrer spektakulären Lebensgeschichte.

Menschen aus den verschiedensten Ländern hatten sich am 20. September 2025 um 15 Uhr auf dem Marktplatz versammelt. So zeigte sich schon zu Beginn eine fünfköpfige Gruppe, die aus Brasilien in der Schweiz zu Gast war und ihre Gemeinschaft vorstellte, in denen sie mit Menschen mit Behinderungen (teils verursacht durch an ihnen versuchte Abtreibungen) zusammenleben.

Wie sehr gerade bei Behinderungen die Pränatalmedizin eine Rolle spielt, machte der Mediziner Prof. Dr.med. Josef Wisser klar. Der Zürcher Gynäkologe und Pränatal-Mediziner ist seit fast 50 Jahren in der Pränatal-Medizin und Therapie tätig. Er zeigte in einem Interview die Problematik auf, wenn die Pränatalmedizin als Rechtfertigungsgrund für Abtreibungen herangezogen wird. Da Wisser wegen einer privaten Feier nicht anwesend sein konnte, wurde das Interview per Video am Marsch gezeigt.


Die eigene Spätabtreibung überlebt

Höhepunkt der Kundgebung war zweifellos der Auftritt der US-Amerikanerin Gianna Jessen. Jessen überlebte ihre eigene Spätabtreibung. Sie erklärte: „Ich sollte tot sein, aber ich bin es nicht.“ Die Ärzte prophezeiten ihr, dass sie aufgrund der durch die Abtreibung entstandenen Schäden niemals werde sitzen, sprechen oder laufen können. Doch ihr Lebenswille war stärker. Heute reist sie weltweit umher, um sich für Kinder und ihre schwangeren Mütter einzusetzen. Die 48-Jährige betonte in diesem Zusammenhang, gerichtet an die männlichen Teilnehmer: „Es ist wichtig, dass ihr Männer euer Leben für eure Frauen und Kinder einsetzt!“ Und an die Anti-Lebensaktivisten erklärte sie: „Ich bin nicht euer Gegner, ich liebe euch.“

Kinder schenken dem Leben Sinn

Ein politisches Statement setzte der jurassische Nationalrat Thomas Stettler (SVP). Er stellte in seiner Rede die Frage „Was ist das Leben wert?“ und erklärt als Vater von sechs Kindern: „Kinder bringen Freude, sie bringen auch Herausforderung, aber vor allem schenken sie dem Leben Sinn.“ Als Landwirt schockierten ihn die Widersprüche zwischen Tierschutz und Menschenschutz: „Wir schützen das Küken im Ei mehr als das ungeborene Kind im Bauch seiner Mutter“, so der Nationalrat. Was wir brauchen, sei „ein Ja zum Kind, ein Ja zur Frau in Not, ein Ja zu Familien und ein Ja zur Zukunft.“

Politisch machte zudem die Präsidentin des Marsches, Beatrice Gall, bereits zu Beginn der Kundgebung auf zwei politische Aktionen aufmerksam: eine Petition, die vom Marsch initiiert wurde, und ein Vorstoss, der kommende Woche im Parlament von den EDU-Nationalräten Erich Vontobel und Andreas Gafner mit überparteilicher Beteiligung eingereicht wird. Beide Aktionen haben das sogenannte „Kostendämpfungspaket 2“ zum Inhalt, das im Frühjahr vom Parlament durchgewunken wurde, inklusive vollständiger Abtreibungsfinanzierung durch die Krankenkassen und damit letztlich durch die Prämienzahler. Diese unter einer „Kostendämpfung“ eingeschmuggelte Finanzierung soll, so die Forderung der beiden Aktionen, wieder gekippt werden.

Marschzug durch Zürich-Oerlikon

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der fröhliche Marsch durch die Strassen Oerlikons, der von strahlendem Sonnenschein und einer Samba Steel Band begleitet wurde und unter grossem Polizeieinsatz stattfand. Gegner versuchten beim Marsch und am Platz die Veranstaltung zu stören, die Polizei konnte aber alles entsprechend sichern.

Musikalisch wurde der Anlass von der Band „White Cane“ umrahmt, die für viel Begeisterung sorgte. Zum Abschluss gab der em. Weihbischof Eleganti als jahrelanger Marsch-Begleiter ein Kurzinterview auf der Bühne. Gegen 18 Uhr ging die Veranstaltung schliesslich zu Ende und die Teilnehmer waren sich, wie es ein junger Mann zusammenfasste, einig: „Es war ein ganz besonderer Marsch dieses Jahr.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  2. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  3. Die US-Bischofskonferenz lädt zur 14. Pro-Life-Novene ein
  4. Vorweihnachtliches Lichtermeer
  5. "Die Christen und Lebensschützer trauern um Martin Lohmann"
  6. „Die Tragödie von 73 Millionen Abtreibungen jährlich weltweit ist zur Normalität geworden“
  7. "Jugend für das Leben" stellt klar: Es gab keinerlei Belästigung vor Abtreibungsklinken

Abtreibung

  1. USA: Republikanische Politiker wollen Abgabe von Abtreibungspillen strenger regulieren
  2. Katholische Bischöfe Schottlands verurteilen Pufferzonen-Gesetz für Abtreibungskliniken
  3. Nun läutet auch in Italien die erste Glocke „Stimme der ungeborenen Kinder“
  4. Menschenrecht auf Abtreibung?
  5. CDL: „EU-Parlament entscheidet ein weiteres Mal gegen das Recht auf Leben“
  6. Katholische Bischöfe zeigen sich besorgt vor Abtreibungs-Abstimmungen des EU-Parlaments
  7. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  10. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom
  15. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz