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Historisch: Erstmals seit der Reformation zelebriert ein Nuntius in der Kathedrale von Canterbury

10. Juli 2025 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Großbritannien: Der Apostolische Nuntius zelebriert historische Messe in der Kathedrale von Canterbury zu Ehren des heiligen Thomas Becket – Große Gastfreundschaft der Anglikanischen Staatskirche


Canterbury (kath.net/pl) „In einem historischen Moment für die katholische Kirche im Vereinigten Königreich zelebrierte der päpstliche Nuntius in Großbritannien, Erzbischof Miguel Maury Buendía, am Montag, dem 7. Juli, das Heilige Messopfer in der Kathedrale von Canterbury.“ Als „historisch“ wird dieses Pontifikalamt von der wichtigsten katholischen Zeitung Großbritanniens, dem „Catholic Herald“, eingestuft. Die Kathedrale von Canterbury ist seit der Reformation anglikanisch.

Der Artikel erläutert dazu, dass diese Messe an das Fest der feierlichen Überführung von Thomas Beckets „sterblichen Überresten im Jahr 1220 von seinem ursprünglichen Grab in der Krypta der Kathedrale von Canterbury in einen großen Schrein hinter dem Hochaltar erinnert. Dieses Ereignis fand fünfzig Jahre nach seinem Martyrium statt und wurde seinerzeit vom jugendlichen König Heinrich III., zahlreichen europäischen Kirchenführern und Tausenden von Pilgern mitgefeiert.“


„Obwohl in der Kathedrale von Canterbury seit der Reformation katholische Messen abgehalten werden – und jedes Jahr am 7. Juli erlauben der Dekan und das Kapitel von Canterbury der katholischen Gemeinde St. Thomas von Canterbury, eine Messe zu Ehren des heiligen Thomas Becket zu feiern –, war dies das erste Mal in der modernen Geschichte, dass ein päpstlicher Nuntius einer Messe in der historischen anglikanischen Kathedrale vorstand“, informiert der „Catholic Herald“.

An diesem Pontifikalamt nahmen dieses Jahr Hunderte teil, darunter Pilger waren aus dem gesamten Vereinigten Königreich, Priester und sogar die Cricket-Mannschaft des Vatikans. Die Liturgie begann um 19:30 Uhr und beinhaltete die Verehrung und Segnung der Reliquien des heiligen Thomas Becket, die aus der örtlichen katholischen Gemeinde mitgebracht worden waren.

Auch Gavin Ashenden, Redakteur des „Catholic Herald“, feierte diese Messe mit. Rückblickend sagte er: „Während die Heilige Messe in der Kathedrale von Canterbury von einheimischen Priestern und sogar Kardinälen zelebriert wurde, bringt der Päpstliche Nuntius der katholischen Kirche in Großbritannien eine besondere politische Anerkennung entgegen. Er verlas Grüße Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. und nahm am Ende die Reliquien des heiligen Thomas – seine Gewänder und seinen Fingerknochen – entgegen, um die Gemeinde zu segnen.“

Hintergrund: Thomas Becket OblOSB (1118 – 1170) war zeitweise Lordkanzler des Königreichs England gewesen sowie Erzieher der Söhne des Königs Heinrich II. Er wurde dann Erzbischof von Canterbury und legte dafür seine weltlichen Ämter nieder, geriet dann mit dem Königshaus in einen Streit über die Frage der Vormacht von Kirche und Monarchie, dafür bezahlte Becket mit seinem Leben. Er wurde nur drei Jahre nach seiner Ermordung heiliggesprochen.

Die Kathedrale von Canterbury ist die Kathedrale des anglikanischen Erzbischofs, der Primas der anglikanischen Kirche in England ist und außerdem den jeweiligen neuen König krönt. Die Kathedrale gilt als ein Meisterwerk der Romanik und Gotik.

Archivfoto Kathedrale von Canterbury (c) Pixabay

 


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