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Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen

vor 3 Stunden in Österreich, keine Lesermeinung
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Abschluss eines Ausflugs, der spontan organisiert war nach anfänglichem Zögern und zu unterschiedlichen Einschätzungen geführt hatte - Sr. Bernadette: Erleben des Papstes ein "Highlight"


Salzburg (kath.net/KAP) Die drei Augustiner-Chorfrauen aus dem Kloster Goldenstein bei Salzburg sind am Freitagabend von ihrer kurzfristig angetretenen Romreise zurückgekehrt. Nach Angaben aus ihrem Umfeld trafen die hochbetagten Ordensfrauen am Nachmittag gegen 16 Uhr am Flughafen München ein und erreichten am frühen Abend wieder ihr Kloster.

Die Reise, die im Vorfeld von widersprüchlichen Informationen und Spannungen begleitet war, fand damit ihren Abschluss. In einer am Freitagabend verbreiteten Pressemitteilung ihres Unterstützerkreises wurde die Wallfahrt als "ereignisreich" und "glücklich" beschrieben. Die Schwestern hätten in Rom herzliche Aufnahme gefunden und im Rahmen der Generalaudienz auch Papst Leo XIV. begegnet. Für die Frauen, die alle über 80 Jahre alt sind, sei damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen.

Zugleich wurden in der Aussendung Vorwürfe gegen Darstellungen aus dem Umfeld des Apostolischen Kommissars zurückgewiesen. Mehrere öffentliche Aussagen seien "unzutreffend" gewesen, etwa hinsichtlich eines angeblichen Reiseverbots oder der Erreichbarkeit der Schwestern während ihres Aufenthalts. Der Unterstützerkreis betonte, man habe sich vor der Abreise über die rechtliche Situation rückversichert.


Auch im Gespräch mit Kathpress unterstrich die Sprecherin der Schwestern, Christine Wirtenberger, dass die Reise letztlich nach sorgfältiger Abwägung erfolgt sei. Auslöser sei ein Angebot anonymer Unterstützer gewesen, die den Ordensfrauen die seit langem gewünschte Pilgerfahrt ermöglichen wollten. Nach medizinischen Abklärungen und organisatorischen Vorbereitungen sei es jedoch zu einem kurzfristigen Richtungswechsel gekommen: Noch wenige Tage vor der Abreise hätten die Schwestern aus Sorge vor möglichen Konsequenzen gezögert.

Erst in letzter Minute sei die Entscheidung gefallen, die Reise doch anzutreten. Laut Wirtenberger habe es keine ausdrückliche Untersagung gegeben; entsprechende Rückmeldungen habe man unter anderem auch aus dem Ordensdikasterium in Rom erhalten. Die kurzfristige Umsetzung - die Flüge für die Schwestern und ihr Pflegepersonal seien erst Stunden davor am Dienstag gebucht worden - habe allerdings dazu geführt, dass frühere öffentliche Absagen der Reise nicht mehr korrigiert werden konnten.

Schwierige Kommunikation

Für Aufregung habe auch gesorgt, dass die Ordensfrauen während der Reise nur eingeschränkt telefonisch erreichbar waren, zumal ihre Mobiltelefone im Ausland nicht funktioniert hätten. Demnach sei es für sie nicht möglich gewesen, Anrufe entgegenzunehmen, sagte Wirtenberger. Etwaige Versuche ihrer Vorgesetzten, sie während ihres Aufenthalts in Rom zu kontaktieren, seien daher erfolglos geblieben. Allerdings wäre es sehr wohl möglich gewesen, die Helferinnen zu kontaktieren, so die Pressemitteilung.

Eine der Schwestern, Sr. Bernadette, bestätigte im Telefonat mit Kathpress, dass die Entscheidung zur Romfahrt nicht unter Zwang erfolgt sei. Man habe "lange hin und her überlegt", schließlich aber bewusst zugestimmt. Die Reise bedeute ihr persönlich sehr viel: Die Eindrücke aus Rom und das Erleben des Papstes seien ein "Highlight des Lebens", das ihr niemand mehr nehmen könne.

Konflikt um Kloster

Hintergrund ist ein seit Monaten andauernder Konflikt um den künftigen Verbleib der Schwestern im Kloster Goldenstein. Unterschiedliche Darstellungen über Zuständigkeiten, Entscheidungsprozesse und Einflussnahmen hatten zuletzt wiederholt für Irritationen gesorgt. Auch im Zusammenhang mit der Romreise gab es divergierende Einschätzungen seitens der zuständigen kirchlichen Vertreter und des Unterstützerkreises hinsichtlich des Ablaufes und der Voraussetzungen.

Nach ihrer Rückkehr äußerten die Schwestern den Wunsch, nun wieder mehr Ruhe zu finden. Man hoffe, künftig ein Leben "unter Achtung von Würde und Freiheit" führen zu können, hieß es in der von ihren Helferinnen verbreiteten Pressemitteilung.

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