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Jedes Jahr ab Gründonnerstag verstummen die Kirchenglocken: Ratschen statt Glocken

17. April 2025 in Österreich, keine Lesermeinung
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Ratschensprüche zählen in Österreich zum immateriellen Kulturerbe, z.B.: "Wir ratschen, wir ratschen den Englischen Gruß, den jeder katholische Christ beten muss. Kniet's nieder, kniet's nieder auf euere Knie, bet's drei Vaterunser und ein Ave Marie"


Linz/Wien (kath.net/KAP) Mit dem Gloria der Gründonnerstagsliturgie beginnt das sogenannte "Triduum sacrum", die drei österlichen Tage. In dieser Zeit verstummen Glocken und Orgeln als Zeichen der Stille und Trauer und fliegen - wie es im Volksmund heißt - nach Rom. An ihre Stelle treten Ratschen, mit denen Kinder und Jugendliche an die Gebetszeiten und Gottesdienste erinnern oder Sprüche aufsagen. Der jahrhundertealte Brauch ist als immaterielles Kulturerbe anerkannt. In vielen Pfarren bitten die Kinder um eine "Ratschenspende", traditionell in Form von Ostereiern, heute meist in Form von Geld oder Süßigkeiten.


Der Ursprung der Ratschen reicht bis ins 6. Jahrhundert zurück, als es noch keine Kirchenglocken gab. Seit dem 18. Jahrhundert ist das "Ratschengehen" durch die örtliche Jugend belegt. 2015 wurde das Karfreitagsratschen in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

In vielen Regionen wird das Ratschen von typischen Ratschensprüchen begleitet, deren Wortlaut teils als überholt gilt. Je nach Region und Pfarrtradition gibt es ganz unterschiedliche Ratschensprüche. Der wohl bekannteste unter ihnen lautet: "Wir ratschen, wir ratschen den Englischen Gruß, den jeder katholische Christ beten muss. Kniet's nieder, kniet's nieder auf euere Knie, bet's drei Vaterunser und ein Ave Marie." Ratschenkinder drehen dabei die hölzernen Rahmen der Ratschen schwungvoll im Kreis herum, was im Inneren ein Holzfedernblatt rund um ein Zahnrad rattern lässt und somit ein lautes, knatterndes Geräusch erzeugt.

Regional haben sich unterschiedliche Bauformen entwickelt - von Schub­karren- über Walzen- bis zu Fahnenratschen. In Oberösterreich ziehen in der Gemeinde Ebensee etwa Kinder mit Rumpelratschen aus Fichtenholz von Haus zu Haus. In Linz pflegt die Dompfarre einen eindrucksvollen Brauch: dort steigen die Ministrantinnen und Ministranten am Karfreitag und Karsamstag je dreimal die 392 Stufen des Mariendoms hinauf und ratschen vom 68 Meter hohen Turm.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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