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Wollen deutsche Kirchen auch nach den Morden von Aschaffenburg NICHTS ändern???

29. Jänner 2025 in Deutschland, 17 Lesermeinungen
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Deutliche Kritik am Schreiben von EKD/DBK - WELT-Herausgeber: 'Die Kirchen sind längst Vorfeldorganisationen grünroter Politik geworden' -Reichelt:"Die Kirchen wollen, dass wir der lebensgefährlichen Migrationspolitik auch die rechte Wange hinhalten"


Berlin (kath.net)

Auf X gibt es am Mittwoch deutliche Kritik an einem Brief der evangelischen und katholischen Kirche (Kommissariat der Deutschen Bischöfe Berlin) nach den Morden von Aschaffenburg und der Diskussion rund um Begrenzung von Zuwanderung, die nach einem Vorstoss von Friedrich Merz aus der CDU intensiv geführt wurde. In dem Brief  der Kirchen heißt es nach (!) den Morden von Aschaffenburg ernsthaft: "Zeitpunkt und Tonlage der aktuell geführten Debatte befremden uns zutiefst"; und: "Die Attentate von Magdeburg am 20. Dezember 2024 und Aschaffenburg am 22. Januar 2025 wurden von offensichtlich psychisch kranken Personen begangen." Die Taten zeigen aus "Sicht der Kirchen" daher ein Defizit hinsichtlich des Informationsaustausches unterschiedlicher Behörden und "einen eklatanten Mangel an adäquater Versorgung psychisch Kranker".  Der Gesetzentwurf der CDU sei daher aus Sicht der Kirchen nicht geeignet, zur "Lösung der anstehenden migrationspolitischen Fragen" beizutragen.

WELT-Herausgeber Ulf Poschardt reagiert auf X mit deutlicher Kritik: "Die Kirchen sind längst Vorfeldorganisationen grünroter Politik geworden. Die Kirchenaustritte sind auch eine Form demokratischer Willensbildung. Keine Lernkurve."


Joana Cotar, eine Abgeordete in Berlin, die keiner Partei zugehörig ist, schrieb ebenfalls auf X:  "...und das ist mit ein Grund, wieso so viele Menschen aus der Kirche austreten und ich froh bin, dass ich der evangelischen Kirche bereits mit 18 Jahren den Rücken gekehrt habe. Eine Frage habe ich aber dennoch: Wieviel tote Kinder sind in Ihren Augen nötig, damit auch Sie erkennen, dass sich in Deutschland etwas ändern muss?"

Auch Birgit Kelle übte Kritik an den Kirchen und schreibt auf X: "Würden sich die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland auch nur halb soviel um die Rettung von Seelen kümmern, wie sie sich um die Rettung von Schlepperbanden auf dem Mittelmeer, die Rettung des EU-Rechtes und die Menschenrechte von illegalen Migranten kümmern, dann hätten wir volle Kirchen, statt moralisierende Weltfremde, die auf fremde Rechnung Forderungen stellen. Die Sozialwerke Diakonie und Caritas sind zudem Nutznießer der Flüchtlingsindustrie, es hängen Arbeitsplätze der Kirchen am stetig zu versorgenden Migrantenstrom."

Und Julian Reichelt, der ehemalige BILD-Chef, meinte auf X: "Die Kirchen wollen, dass wir der lebensgefährlichen Migrationspolitik auch die rechte Wange hinhalten."

 


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