Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  2. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  3. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  7. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  10. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  13. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“

Zuviel Smartphone in deinem Leben?

16. Oktober 2024 in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


…dann lass dich inspirieren vom US-Podcaster Carlos Whittaker: Er lebte sieben Wochen ohne Smartphone und hatte erstaunliche Erkenntnisse. Von Petra Knapp.


Nashville (kath.net) „Reconnected“ heißt ein neues Buch des US-amerikanischen Podcasters Carlos Whittaker, in dem er von seinen Erfahrungen erzählt, nachdem er sein Handy mehrere Wochen nicht nutzte. Alles begann, als er eines Tages feststellte, dass seine durchschnittliche Handyzeit sieben Stunden täglich war, heißt es in einem Beitrag auf „Aleteia“.

Whittaker, ein evangelikaler Christ und bekannter Autor aus Nashville (Bundesstaat Tennessee), war entsetzt und merkte, dass er etwas ändern musste. Er konnte sich jedoch nicht vorstellen, das Handy komplett aufzugeben, weil er es täglich für seinen Beruf und für die Familie brauchte. So entschied er sich für ein Experiment: Er wollte eine Zeit lang ohne Handy leben und seine Erfahrungen in Buchform publizieren.

Sein Ziel: „Die Lautstärke der Welt leiser und die Lautstärke Gottes lauter machen.“ Das Ziel war nicht, dogmatisch gegen Bildschirme zu sein, sondern es ging ihm darum, „uns daran zu erinnern, wie wir ohne (insbesondere Smartphones) gelebt haben, damit wir bessere Wege finden, sie wieder in unser Leben zu bringen“.


Ehe er sein Abenteuer startete, ließ er sein Gehirn scannen, um die Auswirkungen seiner Bildschirmnutzung zu untersuchen; dies wiederholte er am Ende seines Experiments. Whittaker lebte erst zwei Wochen mit Benediktinermönchen, dann zwei Wochen mit Amish und schließlich drei Wochen lang mit seiner eigenen Familie ohne Bildschirme.

Die erste Station war das St. Andrew’s Monastery in Südkalifornien. Sein Handy hatte der Podcaster einem guten Freund überlassen. Whittaker lebte vierzehn Tage in einer Hütte in der Wüste, ohne Klimaanlage. In den ersten Tagen, wo er zum ersten Mal seit 15 Jahren ohne Smartphone auskam, echte körperliche Entzugserscheinungen, erzählt er: Herzklopfen, Zittern, Übelkeit und nächtliche Schweißausbrüche.

Dennoch hielt er durch, nahm an der täglichen Messe teil, aß meist in Stille und betete das Stundengebet. Am vierten Tag brachen in ihm existenzielle Fragen auf, die er üblicherweise durch Scrollen und Medienkonsum betäubt hatte: Wer bin ich? Warum existiere ich? Wenn Gott gut ist, warum gibt es dann so viel Böses auf der Welt?

Ein weiser Priester ermutigte Whittaker, sich mit diesen großen Lebensfragen in der Natur auseinanderzusetzen. Als er eines Abends auf den höchsten Punkt des Klostergeländes kletterte, erlebte er Gott im Regen, im Wind und in den Gewitterwolken, die um ihn herum aufblitzten.

Er hörte das Wort „Seht!“, als sein Blick auf einen Himmel voller aufgewühlter violetter Wolken gelenkt wurde. „Seht, seht, seht!“ Er erkannte, dass er seit Jahren nicht mehr wirklich nach oben geschaut hatte. Genau darum geht es im Buch „Reconnected“:  Es geht darum, den Blick wieder nach oben zu richten, insbesondere vom 7-Zoll-LCD-Bildschirm in der Hand.

Als Whittaker vom Berggipfel herunterkam und dem Priester, der ihn dorthin geschickt hatte, von seinem Erlebnis berichtete, antwortete dieser mit einem Zitat des Heiligen Irenäus: „Die Herrlichkeit Gottes ist der Mensch in seiner ganzen Lebendigkeit. Und das Leben des Menschen besteht darin, Gott zu schauen“.

Später lebte Whittaker mit den Amish people mit und brachte alle seine Erfahrungen – vom stundenlangen Gebet bis zum Heuballenpressen und Schafscheren – zu Papier. Sein handyfreies Abenteuer veränderte auch sein Gehirn wieder, wie ein abschließender Scan ergab. Wer also zu viel Smartphone in seinem Leben hat, der ist eingeladen, ein solches Experiment zu starten…


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  4. Die Deutsche Bischofskonferenz nimmt die Satzung für die künftige Synodalkonferenz an
  5. Die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum DBK-Vorsitzenden „ist ein echtes Hoffnungszeichen“
  6. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  7. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  8. "Deutsche Kirchen" ersetzen spirituelle Dimension der Fastenzeit durch weltanschauliche Agitation
  9. Bischof Erik Varden bei Fastenexerzitien im Vatikan: „Tausende fallen“
  10. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  14. „Es ist verlockend aber zweifelhaft zu glauben, wir müssten mit den Moden der Welt Schritt halten“
  15. Mexiko in Angst: Priester spenden auf einem Dach eucharistischen Segen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz